Fahr­rad versichern Meldung

Der Dieb war da, das Rad ist weg. Eine gute Versicherung erstattet das Geld – selbst wenn das Rad nachts geklaut wird.

Ist das Fahr­rad geklaut, kann allenfalls eine gute Versicherung trösten. Radlieb­haber sollten vor Vertrags­schluss allerdings einige Fragen klären. Denn es gibt zwei Wege, das eigene Rad zu versichern: Der erste ist güns­tiger – über die Hausrat­versicherung. Teurer wird es mit einer speziellen Fahr­radversicherung.

Hausrat- oder Fahr­radversicherung?

Wie Möbel und Kleidung sind auch Fahr­räder über die Hausrat­police abge­deckt, wenn sie in der Wohnung oder in einem abschließ­baren Keller stehen. Dafür ist keine ausdrück­liche Erwähnung in der Police erforderlich. Steht das Rad aber draußen im Hof, vor der Kneipe oder am Bahnhof, greift die Versicherung nur, wenn der Besitzer den Fahr­radschutz vertraglich vereinbart hat. Den kann er ab 20 Euro extra pro Jahr für ein oder mehrere Räder abschließen. Eine sehr gute Hausrat­versicherung inklusive Fahr­radschutz ist für weniger als 100 Euro pro Jahr zu bekommen (Test Hausratversicherung, test 4/2014). Spezielle Fahr­radversicherungen sind deutlich teurer. Mehrere hundert Euro pro Jahr müssen Radlieb­haber für den Diebstahl­schutz zahlen, je nach Wert ihres Rades. Manche Fahr­radversicherungen leisten auch bei Schäden durch Vandalismus, Unfälle oder Stürze. Das kostet meist aber noch mal extra.

Was soll versichert sein?

Folgende Fragen sollte der Radbesitzer mit der Gesell­schaft vor Vertrags­abschluss klären – egal ob für die Hausrat- oder die spezielle Fahr­radversicherung:

  • Wie viel ist das Rad wert, sprich: Bis zu welcher Summe soll es versichert sein?
  • An welchen Orten und zu welchen Uhrzeiten soll das Rad versichert sein? Nachts? Draußen? Im Ausland?
  • Wie muss es abge­schlossen sein, damit der Versicherer zahlt, wenn es weg ist? In der Regel reicht ein Rahmenschloss nicht – es muss ein separates Schloss sein.
  • Muss das Rad nur abge­schlossen oder an einem Laternenpfahl, Gitter oder anderswo fest ange­schlossen sein?

Tipp: Nur jedes vierte Schloss im Test erzielte ein gutes Qualitäts­urteil (Test von Bügel-, Falt- und Kettenschlössern, test 6/2015).

Wie ist ein Schaden zu melden?

Ist das Rad weg, sollte der Bestohlene umge­hend Anzeige bei der Polizei erstatten und den Diebstahl dem Versicherer melden: Art des Fahr­rads, Hersteller, Rahmen- und eventuell Kodier­nummer, Kauf­preis und aktueller Neupreis, wann zuletzt gesehen, wo abge­stellt und wie abge­schlossen.

Tipp: Die Hausrat­versicherung ist eine Neuwert­versicherung. Sie muss Ihnen den Wert ersetzen, den Sie aufbringen müssten, um Ihr Rad wieder­zubeschaffen. Legen Sie der Schadens­meldung also auch Rechnungen für den Austausch von Teilen bei.

Tipps

  • Belege sammeln. Heben Sie Rechnungen für Fahr­rad, Schloss und Austausch von Teilen auf. Fotos vom Rad werden im Schadens­fall als Nach­weis nicht anerkannt. Heben Sie auch die Schlüssel für das Fahr­radschloss auf. Manche Versicherer fragen danach bei der Schadens­meldung.
  • Jähr­lich zahlen. Zahlen Sie die Versicherungs­prämie jähr­lich. Die monatliche oder quartals­weise Abbuchung kostet einen Aufschlag.

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