Fahr­rad umge­kippt Radler haftet für Schäden an Autos

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Fahr­rad umge­kippt - Radler haftet für Schäden an Autos
Wichtig: Abstand zwischen Rad und Auto. © imago

Wer sein Rad abstellt, sollte aufpassen, dass es nicht auf geparkte Autos kippen kann. In Köln stellte eine Frau ihr Rad an einen Fahr­radständer, ohne es dort anzu­schließen. Es stürzte auf ein Auto. Nun muss sie 1 000 Euro für die Reparatur zahlen. Sie hätte das Rad fest anschließen oder so weit vom Straßenrand weg parken müssen, dass nichts passieren konnte, urteilte das Land­gericht Köln (Az. 11 S 387/14). Dass es üblich sei, Räder frei abzu­stellen, heiße noch lange nicht, dass Radler für Schäden nicht aufkommen müssten.

Ähnlich hatte schon 2011 das Amts­gericht Düssel­dorf geur­teilt. Wer ein Rad abstellt, muss genug Sicher­heits­abstand einhalten oder dafür sorgen, dass es nicht umfallen kann, etwa durch Anketten am Ständer (Az. 45 C 8793/11). Glück hatte hingegen ein Münchner. Er konnte glaubhaft darlegen, sein Rad weit genug entfernt vom Straßenrand abge­stellt zu haben. Wenn ein Fremder es umparkt, ist der Halter nicht verantwort­lich (Amts­gericht München, Az. 261 C 8956/13).

Tipp: Es gibt zwar Gerichte, die zugunsten des Radlers urteilen. Wollen Sie sicher sein, schließen Sie Ihr Rad aber an.

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