Die schönsten Wege und die wichtigsten Tipps für Ihre Radreise

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Elbe­radweg bei Dresden.

Wer Urlaub mit dem Fahr­rad macht, kann im Vorbeiradeln reizvolle Regionen und Städte entdecken und gleich­zeitig an seiner Fitness arbeiten. Noch mehr Spaß macht so ein Fahr­rad­urlaub, wenn alles gut vorbereitet ist. Wir geben Tipps zur Planung einer Reise mit dem Fahr­rad oder E-Bike und sagen, was in Fahr­radtaschen und Reise­apotheke gehört.

Radreise planen: Anreise, Etappen, Über­nachtungen

Deutsch­land bietet ein breit gefächertes und gut ausgebautes Fernwegenetz für Radreisende. Die Radreiseanalyse 2019 des ADFC zeigt, dass deutsche Radler über­wiegend auch in Deutsch­land unterwegs sind. Rund 70 Prozent der Radurlauber planen eine Tour im Inland, nur 30 Prozent wollen ins Ausland radeln. 5,5 Millionen Radreisende gab es 2018 laut der Analyse – ein neuer Rekord. Als Radreise gilt eine Fahr­radtour mit mindestens drei Über­nachtungen. Besonders beliebt sind Fluss­radwege und Themenrouten. Sie bieten viel Abwechs­lung und zahlreiche Sehens­würdig­keiten (Beliebte Routen und Regionen).

Selbst planen oder organisieren lassen?

Radwanderer müssen abwägen, ob sie eine Tour selber flexibel planen wollen oder ihre Reise von einem Radreiseanbieter organisieren lassen. Wer seine Tour selbst organisieren will, muss Etappen planen, An- und Abreise organisieren sowie Unterkünfte suchen und buchen. Im Internet finden sich dazu aber viele Hilfen – zum Beispiel auf Radnetz-deutschland.de oder beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Eine organisierte Tour bietet sich vor allem für ungeübte Radler an, die Vorteile wie Gepäck­trans­port und Pannen­service genießen wollen und den Komfort vorgebuchter Unterkünfte schätzen. Wer seine Radreise selbst plant, fährt in der Regel aber etwas güns­tiger und ist flexibler.

Tipp: Wenn Sie Region und Radweg auswählen, sollten Sie darauf achten, dass das Stre­cken­profil zu Ihrem Fitness­level passt und die Wege gut ausgebaut, dokumentiert und abwechs­lungs­reich sind. Bei der Planung sollten Sie Anreise und Abreise unbe­dingt berück­sichtigen. Sind Start oder Ziel der Radtour beispiels­weise schlecht mit der Bahn angebunden, kann richtig Zeit drauf­gehen. Zudem dauern Bahn­verbindungen mit Fahr­radmitnahme oft erheblich länger. Ist die Zeit ohnehin knapp, sind Ziele mit kurzer Anreise zu empfehlen – sonst verbringen Sie mehr Zeit in der Bahn als auf dem Sattel.

So klappt es mit der Bahn

Bei der Suche nach einer passenden Bahn­verbindungen „Fahr­radmitnahme“ einstellen und recht­zeitig eine Fahr­radreser­vierung buchen. Die Stell­plätze für Räder sind insbesondere in der Haupt­saison und an Wochen­enden knapp. Ohne Stell­platz dürfen Räder im Fern­verkehr nicht trans­portiert werden.

Schwierig­keits­grad lang­sam steigern

Um in den Tritt zu kommen, sollten Sie Ihre Tour mit zwei leichten Etappen starten. Je nach Fitness und land­schaftlichen Gegebenheiten können Sie anschließend mit etwa 50 bis 100 Kilo­metern pro Tag rechnen. Sind Kinder dabei, sollte die Etappe nicht länger als 40 Kilo­meter sein. Informieren Sie sich bei der Etappenplanung unbe­dingt über Beschaffenheit und Höhen­profil der Wege – beides hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie viele Kilo­meter pro Tag mach­bar sind. Planen Sie Ihre Tour nach den Bedürf­nissen aller Teilnehmer. Wer über­fordert ist, verliert schnell den Spaß.

Buchen oder flexibel bleiben?

Die Haupt­reise­zeit für Radreisen ist in der Regel von Mai bis September. Radwanderer, die Wert auf eine güns­tige, komfortable Unterkunft legen und in der Haupt­saison unterwegs sind, sollten recht­zeitig planen und reser­vieren. Radfreundliche Unterkünfte listen der ADFC oder Bett&Bike auf. Insbesondere an verlängerten Wochen­enden oder in den Ferien kann es entlang viel befahrener Routen voll und teuer werden. Das raubt allerdings etwas Flexibilität. Wer vorher bucht, sollte daher darauf achten, dass die gebuchte Unterkunft zur Not auch per Bahn erreicht werden kann, wenn die Beine schlapp machen oder die Tages­etappe witterungs­bedingt früh­zeitig endet. Radwanderer mit Zelt verzichten auf Komfort, können ihre Tages­etappen dafür aber meist auch in der Hoch­saison flexibel gestalten.

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Beliebte Routen und Regionen

Renn­radler zieht es mit ihren Sport­geräten nach Mallorca, bei Mountain­bikern liegen Alpen, Gardasee und Schwarz­wald hoch im Kurs. Radwanderer folgen üblicher­weise einer Route – und bleiben oft in Deutsch­land.

Die beliebtesten Fern­radwege

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Weser­radweg. Fähre für Radfahrer und Fußgänger in Würgassen.

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Bei Radreisenden besonders beliebt sind Fluss­radwege, an deren Ufern sich oft interes­sante Städte reihen, außerdem sind selten große Höhen­unterschiede zu über­winden. Die Flüsse bieten zudem dauer­haft eine gute Orientierung. Die Hitliste der Fern­radwege führt derzeit über­raschend der Weserradweg an. Der 520 Kilo­meter lange Radweg führt Radfahrer aus dem Weser­berg­land an die Nordsee nach Cuxhaven. Er war 2018 der meistbefahrene und beliebteste Fernweg. 14 Jahre lang stand der Elbe­radweg an der Spitze der Liste.

Die 10 beliebtesten Radwege der Deutschen

Die ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse ist eine repräsentative Onlinebefragung unter mehr als 7 580 Bundes­bürgern. Demnach waren die beliebtesten Routen des Jahres 2018:

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Infos von ADFC und Tourismus­verbänden

Informationen zu den Radwegen selbst, zu Sehens­würdig­keiten, Über­nachtungs­möglich­keiten und Infrastruktur entlang der Stre­cken stellten Touristen­informationen und -verbände sowie der Allgemeine Deutsche Fahr­rad-Club auf ihren Websites oft kostenlos zur Verfügung. Die ADFC-Broschüre Deutschland per Rad entdecken gibt einen ersten Über­blick über verschiedene Touren – von Klassikern wie Donau-, Elbe- und Ruhr­talradweg bis hin zu Themen­touren zu Kultur- oder Industriedenkmälern.

ADFC-Qualitäts­routen

Eine Orientierung bei der Auswahl bietet der ADFC mit seinen Qualitäts­routen. Seit etlichen Jahren zeichnet der Fahr­radclub radtouristisch interes­sante Fern­radwege nach einem Sterne-System aus. Kriterien für eine Klassifizierung mit bis zu fünf Sternen sind eine Länge von mindestens 100 Kilo­metern und ein zentraler Ansprech­partner für das Qualitäts­management. Bei der Bewertung spielen Wegweisung, Oberfläche, Verkehrs­situation und Service­leistung entlang der Strecke die zentrale Rolle. Die Auszeichnung gilt für drei Jahre und kann danach auf Wunsch des Betreibers erneut beantragt werden. Aktuell erfüllen 36 Routen mit 3 bis 5 Sternen die Kriterien, zusätzlich wurden 5 Regionen ausgezeichnet (Details unter adfc-radtourismus.de).

Neue Vier- und Fünf-Sterne-Radwege

Im Jahr 2019 neu hinzu mit 4 Sternen kam die Venn-Eifel-Mosel-Runde auf ehemaligen Bahn­gleisen. Sie liegt ganz im Westen der Republik und kann zum Beispiel ab Trier oder Bitburg be­strampelt werden. 307 Kilo­meter führt sie durch Moore und Vulkan­land­schaften bis zum breiten Tal der Mosel. Fünf Sterne schaffen die Routen Liebliches Taubertal, die Schloss­park­runde im Allgäu, der Neusiedler-See-Radweg in Österreich und Ungarn sowie der Drau­radweg, der über den gleichnamigen Fluss die Länder Italien, Slowenien und Österreich verbindet.

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Unterwegs mit dem E-Bike

Der E-Bike-Tourismus boomt, denn mit einem Elektrofahr­rad können auch weniger gut Trainierte bergige Gegenden erkunden und lange Etappen hinter sich bringen. test.de erklärt, welche Angebote es gibt und wo man Räder mieten kann.

Zahl der Reisen mit Elektrofahr­rädern

Fast alle europäischen Urlaubs­regionen haben sich auf Touristen mit Elektrofahr­rädern einge­stellt. Denn Radreisen mit E-Bikes sind hoch im Kurs: 23 Prozent der Radreisenden in Deutsch­land waren 2018 auf einem Elektrofahr­rad unterwegs – 5 Prozent mehr als im Jahr zuvor, ergab die Radreiseanalyse 2019 des Allgemeinen Deutschen Fahr­rad-Clubs (ADFC).

Pausen einplanen

Bei der Planung einer Reise auf eigene Faust müssen Radfahrer grund­sätzlich keine großen Unterschiede zwischen Pedelec und normalem Fahr­rad machen. Sie können etwas längere Etappen fahren, müssen aber Pausen einplanen, um den Akku zwischen­durch aufzuladen.

Tipp: Schalten Sie in den Eco-Modus oder eine andere energiesparende Stufe – so schonen Sie den Akku und tun etwas für Ihre Fitness.

Radler-Pension statt Camping­platz

Für Pedelec-Fahrer empfiehlt sich die Über­nachtung in einer Unterkunft mit abschließ­barem Fahr­radraum und ausreichender Strom­versorgung, damit die Elektroräder vor Diebstahl geschützt sind und der Akku über Nacht laden kann. Auf Camping-, Zelt- oder Wasser­wanderrast­plätzen ist das nicht garan­tiert.

Organisierte Touren

Für viele Ziel­gebiete bieten Touristik­unternehmen E-Bike-Reisen an – das ist praktisch und komfortabel: So ist für Unterkünfte, Gepäck­trans­port und Pannen­service gesorgt. Oft sind die Elektroräder auch ausleih­bar. Interes­sant sind E-Bike-Reisen insbesondere dort, wo das Radeln mit einem normalen Fahr­rad anstrengend wird – in Mittel­gebirgs­regionen und den Alpen. Entsprechende Touren gibt es als „Selbst­fahrer-Touren“ oder als Gruppen­reisen unter fach­kundiger Leitung.

E-Bikes im Flugzeug verboten

Der Trans­port normaler Fahr­räder im Flugzeug funk­tioniert problemlos – sie gelten als Sonderge­päck. Mit dem E-Bike ist eine Flugreise nicht möglich: Wie alle mit Lithium­batterien betriebenen Fortbewegungs­mittel dürfen sie nicht im Flugzeug trans­portiert werden – es sei denn, eine Spedition trans­portiert die Elektrofahr­räder als Gefahr­gut in Spezial-Trans­portbehältern. Meist lohnt es sich, am Reiseort Leihräder zu mieten oder eine organisierte Radreise mit Leihrädern zu buchen. Bei Fahrten ins europäische Ausland, etwa nach Italien, ist die Bahn eine weitere Trans­portalternative (Fahrräder als Gepäck).

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Pack­liste: Was in die Fahr­radtasche gehört

Isomatte, Schlafsack, Zelt und Campingkocher gehören nicht zur Stan­dard­ausstattung auf der Radreise. Denn viele wollen, wenn sie schon den Tag auf dem Sattel verbringen, wenigs­tens komfortabel über­nachten. Doch auch wer in einer Pension oder im Hotel über­nachtet, sollte nur das Nötigste dabei haben.

Pack­liste für die Radreise

Je weniger Gepäck, desto mehr Radelspaß. Dennoch gibt es ein paar Dinge, auf die Radreisende unterwegs nicht verzichten können.

Fahr­radhelm. Die Stiftung Warentest empfiehlt Radfahrern – egal welchen Alters – einen Fahr­radhelm zu tragen, weil sie bei Unfällen und Stürzen schlimmere Verletzungen verhindern können. Welche Helme wirk­lich gut sind, zeigt unser Fahrradhelm-Test.

Fahr­radkleidung. Zu empfehlen sind insbesondere gepols­terte Hosen, die auf langen Touren einem schmerzenden Po vorbeugen. Etwas unge­wohnt, aber sinn­voll: Die Unter­wäsche weglassen, damit nichts scheuert. Alternativ auf nahtlose Unter­wäsche setzen.

Fahr­radflasche. Wer viele Kilo­meter hinter sich legt, muss viel trinken. Eine Trink­flasche sollte deshalb in greif­barer Nähe sein, damit nicht für jeden Schluck Wasser eine Pause einge­legt werden muss. Fahr­radflaschen lassen sich mit einer einfachen Halterung bei vielen Fahr­rädern am Unter­rohr montieren.

Regen­schutz. Regenjacke und -hose sind auf längeren Touren unver­zicht­bar. Praktisch ist auch ein Über­zug für den Fahr­radhelm, damit kein Wasser durch die Lüftungs­löcher eindringt. Alles am besten weit oben in die Fahr­radtasche packen, um den Regen­schutz bei einsetzendem Nieder­schlag schnell parat zu haben.

Tasche mit Werk­zeug und Flick­zeug. Für Pannen unterwegs sollten Radreisende ausgerüstet sein, sie sollten Schrauben- und Imbus­schlüssel oder Multi­funk­tions­werk­zeug dabei haben. Außerdem Reifenheber, um bei einem Platten den Mantel von der Felge zu heben; Ersatz­schlauch; Flick­zeug mit Kleber und ausreichend Flicken.

Sonnen­schutz. Wer den ganzen Tag radelt, ist selten im Schatten. Ein Fahr­radhelm schützt den Kopf – auch vor der Sonne. Gegen schädliche UV-Strahlung und Sonnenbrand hilft lange, luftige Kleidung. Unbe­deckte Körper­stellen sollten Radfahrer mit einem Sonnenschutzmittel eincremen, das mindestens Sonnen­schutz­faktor 30 hat.

Reise­apotheke. Verbands­zeug, Desinfektions­mittel für Wunden, Insektensprays, Schmerzmittel – was Sie auf einer Radreise dabei haben sollten, lesen Sie im Unter­artikel Reiseapotheke.

Karte und wichtige Dokumente. In einer Tasche am Lenker sollten Sie Karte beziehungs­weise Navi oder Smartphone sowie wichtigePapiere trans­portieren – dort sind die Sachen stets griff­bereit.

Fahr­radschloss. Vorher ist nicht klar, wo Sie und Ihr Rad die Nacht verbringen. Ein aufbruchsicheres Fahrradschloss verhindert, dass ihr Reisegefährt ungewollt den Besitzer wechselt. Unbe­dingt auch einen Ersatz­schlüssel mitnehmen.

Gesamt­gewicht und Zuladung beachten

Insbesondere bei radelnden Campern mit Zelt, Kocher, Matte und Schlafsack kommen einige Kilo Gepäck zusammen. Aber auch für alle anderen gilt: Das Gewicht des Gepäcks, des Radlers und des Rades darf zusammen­genommen das zulässige Gesamt­gewicht nicht über­steigen. Das ist in der Regel am Rad oder in den Unterlagen zum Fahr­rad angegeben. Außerdem wichtig: die erlaubte Zuladung für den Gepäck­träger, die üblicher­weise bei 15 bis 25 Kilogramm liegt. Prüfen Sie das vor der Reise, damit der Gepäck­träger notfalls noch durch einen stabileren ersetzt werden kann.

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Reise­apotheke für Radreisen: Für Notfälle gerüstet

Ob Kopf­schmerzen, eine Magen­verstimmung oder gar ein Sturz – wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte für den Fall der Fälle gerüstet sein. Auch wenn der Platz in den Fahr­radtaschen begrenzt ist: Eine gut sortierte Reise­apotheke gehört hinein. Das gilt besonders dann, wenn Kinder mitradeln und der Weg durch ländliche Gegenden führt, in denen Apotheken nicht an jeder Ecke zu finden sind. Hier nennen wir Wirk­stoffe, die von den Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest als für die jeweiligen Anwendungs­gebiete geeignet einge­stuft werden.

Reise­apotheke für Radwanderer

Schmerz­mittel. Bei Fieber und Schmerzen helfen Mittel mit Wirk­stoffen wie Ibuprofen oder Paracetamol. Bei Schwel­lungen und Zerrungen etwa nach Stürzen kann ein Schmerzgel mit Diclofenac oder Ibuprofen helfen. Solche Schmerzgele sind mit Einschränkung geeignet. Detailliertere Informationen zu Schmerzmitteln finden Sie in unserer Daten­bank Medikamente im Test. Vergessen Sie nicht, ein Fieber­thermo­meter einzupacken.

Nasen­spray. Radelnden Kindern mit Schnupfen hilft ein abschwellendes Nasen­spray, etwa mit Xylometazolin. Damit können sie besser atmen.
Heuschnupfenmedikamente. Wer radelt, ist draußen und zum Beispiel mit Pollen­flug konfrontiert. Allergiker sollten deshalb unbe­dingt ihre Medikamente einpacken. Akut helfen Mittel mit den Wirk­stoffen Azelastin, Levoca­bastin und Ketotifen. Vertiefende Infos finden Sie in unserem Heuschnupfen-Special.

Schmerzende Gelenke und Schürfwunden können Sie selbst versorgen, wenn Sie passendes Equipment dabei haben:
Elastische Binde. Damit lassen sich schmerzende Gelenke gut bandagieren.
Desinfektions­lösungen. Schürfwunden und andere kleine Verletzungen sollten sofort desinfiziert werden. Lösungen oder Sprays mit Povidon-Jod oder Phenoxyethanol und Octenidin brennen nicht so stark.
Verbands­zeug. Zur Wund­versorgung sollten auch Einmalhand­schuhe, Heft­pflaster zum Zuschneiden oder in verschiedenen Größen, Mull­kompressen und Mull­binden, Rollenpflaster (etwa Leuko­plast) sowie eine kleine Schere nicht fehlen.

Mücken- und Zecken­mittel. Radtouren an Fluss- und Seeufern oder Verschnauf­pausen im Grünen werden oft von lästigen Gästen begleitet. Darauf sollten Radwanderer vorbereitet sein. Was gegen die Blutsauger hilft, klärt unser Test von Insektenschutzmitteln.
Pinzette. Zum Entfernen von Zecken oder Splittern.

Notruf. Bei stark blutenden Wunden, Verletzungen des Kopfes, der Wirbelsäule, Verdacht auf Schlag­anfall oder Herz­infarkt und weiteren Notfällen wählen Sie den Euro­notruf 112.

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Technik-Check: Fahr­rad fit für die Reise machen

Checken Sie Ihr Fahr­rad vor der Tour gründlich durch. Haben die Reifen noch genug Profil, sind die Brems­beläge fit, funk­tioniert die Beleuchtung und ist die Schaltung richtig einge­stellt? Nichts ist nerviger als unnötige Pannens­tops. Nutzen Sie den Service­check im Radladen, wenn Sie nicht selbst schrauben wollen. Was Sie vor der Reise warten sollten, welche Dinge sie selber reparieren können und was sie lieber Fachleuten über­lassen, lesen Sie in unserem Special zur Wartung und Reparatur von Fahrrädern.

Richtige Sitz­position beugt Schmerzen vor

Damit die Tour auf dem Draht­esel auch nach stunden­langem Radeln noch Spaß macht, ist die richtige Sitz­position wichtig. Sonst drohen ein steifer Nacken, verspannte Schultern oder schmerzende Hand­gelenke.

Sattel korrekt einstellen. Er sollte waagerecht ausgerichtet sein. Ist die Neigung nach vorn zu stark, rutscht der Po nach vorn. Das Gewicht des Fahrers ruht dann auf der Sattelnase. Das belastet Damm und Genitalien und führt schnell zu Taub­heits­gefühlen, wunden Stellen und Schmerzen wegen einge­klemmter Nerven und mangelnder Durch­blutung. In der Folge werden auch die Hand­gelenke stärker belastet.

Rücken gerade halten. Ein runder Rücken schiebt die Schultern nach vorn, streckt die Arme durch und legt den Kopf ins Genick. Das führt zu Beschwerden in Schultern, Genick und Armen.

Halterung für Navi oder Smartphone montieren

Für die Radwanderkarte, das Smartphone, Navi oder GPS-Gerät ist eine Halterung am Lenker empfehlens­wert – sie bieten unterwegs Orientierung, dürfen während der Fahrt aber nur dann genutzt werden, wenn der Radfahrer sie nicht in der Hand halten muss.

Pannen trainieren

Manche Radtouren führen Radler durch Gegenden, in denen der nächste Fahr­radladen fern oder am Wochen­ende geschlossen ist. Auf Pannen sollten sich tech­nisch nicht ganz so fitte Radreisende vorbereiten – probeweise mal das Hinterrad abnehmen, den Mantel von der Felge heben, einen Schlauch wechseln.

Flick­zeug und Werk­zeug packen

Eine Tasche mit Flick­zeug und Werk­zeug sollte jeder dabei haben. Hinein gehören: Schrauben- und Imbus­schlüssel oder Multi­funk­tions­werk­zeug, Reifenheber, Ersatz­schlauch und Flick­zeug.

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