Tipps für Reise-Radler

  • Tiefer Durch­stieg. Wer gern bequem auf- und absteigen will, schätzt das abge­senkte Ober­rohr eines Ra­­des mit Trapez­rahmen, gemeinhin als Damen­rad bezeichnet. Doch mit Gepäck fährt sich diese Variante oft weniger stabil als der Herren­rahmen mit geradem Ober­rohr. Dafür hielten im Test die Damen­rahmen den Torturen des Dauer­tests besser stand als ihre Herrenmodelle. Somit empfehlen sich Räder mit Trapez­rahmen eher für Touren mit leichtem Gepäck.
  • Hohes Ober­rohr. Wer mit üppiger Zuladung touren möchte, sollte ein Rad mit Diamant­rahmen wählen. Das ist die klassische Rahmenform eines Herrenrads. Es verfügt über ein oben am Sattel­rohr angesetztes Ober­rohr. Wer aufsitzen will, muss das gestreckte Bein schwungvoll über Sattel und Gepäck­träger heben. Der Diamant­rahmen bietet meist eine hohe Fahr­stabilität. Das führt zu einem angenehmen Fahr­verhalten, selbst bei beladenem Gepäck­träger. Doch die hohe Steifig­keit führte im Test wieder­holt zu Rissen. Bei zwei Modellen brach der Rahmen.
  • Gewicht. Wenn Sie gern längere Touren machen, sollten Sie bedenken: Auch Kleidung und Proviant müssen mit! Die Anbieter legen ein zulässiges Gesamt­gewicht für ihre Räder fest. Dieses liegt meist zwischen 120 und 135 Kilogramm und errechnet sich aus Gewicht des Fahr­rads plus Gepäck plus Radler. Ein 90-Kilo-Mann darf also bei einem Rad, das 17 Kilo wiegt und für 130 Kilogramm zugelassen ist, 23 Kilo Gepäck trans­portieren. Sind nur 120 Kilogramm zulässig, blieben dem Mann nur 13 Kilo fürs Gepäck. Das ist wenig für eine längere Reise. Achten Sie also beim Fahr­radkauf auch auf die Angaben zum zulässigen Gesamt­gewicht.
  • Licht. Bei der Wahl des richtigen Gefährts spielt auch das Licht eine Rolle. Moderne Räder bieten neben einem Nabendynamo LED-Licht vorn und hinten. Wichtig ist die Standlicht­funk­tion. Damit bleibt das Licht noch eine Weile an wenn das Rad steht. Für den Radler der nachts unterwegs ist, kann das Licht nicht hell genug sein. Meist sind in Trekkingräder stan­dard­mäßig 30-Lux-Lampen verbaut. Die entsprechen zwar den Vorschriften der Straßenverkehrs­ordnung, doch je mehr Lux, desto mehr sieht der Fahr­radfahrer bei Nacht.

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