Eine kleine Fahr­radtypologie: Welches Rad ist das richtige?

Das Trekkingrad

Für die Tour. Trekkingräder sind für zügiges Rollen auf glatten Straßen gemacht – für Reisen auch mit Gepäck. Sport­lich Ambitionierte fahren damit zur Arbeit. Unbe­festigte Pfade bringen die Bikes aber schnell an ihre Grenzen.

Leicht und schlank. Typische Trekkingräder haben leichte, schlanke Rahmen, schmal bereifte 28-Zoll-Räder, eine fein abge­stufte Ketten­schaltung, meist mit 27 Gängen. Sie sind deutlich flotter unterwegs als City-, Mountain- oder All-Terrain-Bikes. Auch steile Berge sind kein Problem. Gebremst wird immer häufiger mit feinfüh­lig dosier­baren und bei Bedarf kraft­voll zupackenden Scheibenbremsen. Der Sattel ist schmal und fest, fast wie beim Renn­rad, der Lenker ergono­misch geformt.

Das Cityrad

Für die Stadt. Citybikes sind alltags­taugliche Räder – sehr oft mit tiefem Durch­stieg und solidem Gepäck­träger für Einkäufe. Jedes dritte Citybike hat einen Elektro­antrieb. Beliebt sind sie bei Frauen und der Generation 50 plus.

Komfortabel, aber schwer. Cityräder verfügen über stabile, schwere Rahmen. Mit ihren dicken Reifen bieten sie beste Voraus­setzungen für gemächliches Fahren in aufrechter Haltung im Alltag und für Ausflüge am Wochen­ende. Sie haben häufig eine mehr oder weniger raffinierte Federung. Das Gestühl ist komfortabel breit und weich. Das schließt längere Touren aus, denn die Erfahrung zeigt: Je weicher der Sattel, umso eher tut der Po weh – spätestens nach 30 Kilo­metern Strecke.

Das Mountain­bike

Quer­feld­ein. Mountain­bikes (MTB) genügen selten den Vorschriften für den Straßenverkehr. Alles, was im Gelände entbehr­lich ist, fehlt. All-Terrain-Bikes (ATB) sind das MTB für den Straßenverkehr mit Klingel, Licht und Reflektoren und meist größeren 28-Zoll-Rädern.

Fein gestufte Gänge. Breite Reifen und fein abge­stufte kurze Über­setzungen sorgen für Vortrieb abseits fester Wege. Sportler heizen auf ihrem MTB durchs Gelände, Jugend­liche auf ihrem ATB zum Badesee. Die Gang­schaltung taugt für steile Hänge. Das Vorderrad ist meist gefedert, bei MTBs oft auch das Hinterrad. Viele Radler mögen All-Terrain-Bikes auch im Stadt­verkehr. Kopf­stein­pflaster, Bord­steine, Straßenbahn­schienen sind damit kein Problem.

Mehr Tipps in unserem ausführ­lichen Special Was Radler wissen müssen

Ein paar Worte zur Technik

Die Bremsen. Felgenbremsen kommen lang­sam aus der Mode. Der Trend geht zur Scheibenbremse mit ihren wenig verschleißenden Stahl­brems­scheiben und harten Brems­klötzen. Sie ist wartungs­arm und hoch­wirk­sam. Felgenbremsen sind auch hoch­wirk­sam, aber wartungs­intensiv: Sie verschleißen. Als wartungs­arm gelten auch Trommel- und Rollenbremsen.

Die Schaltung. Eine Ketten­schaltung ist erste Wahl für sport­liches Fahren. Geringe Reibung und eine feine Abstufung zwischen den Gängen sorgen für optimalen Vortrieb. Der Wartungs­bedarf ist aber hoch. Eine Naben­schaltung kostet Kraft, ihr Wirkungs­grad ist nied­riger, die Stufen zwischen Gängen sind meist recht groß. Dafür ist sie praktisch wartungs­frei.

Mehr Tipps in unserem großen Special Fahrrad-Technik

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