Radeln. Auch Kinder müssen voraus­schauend fahren.

Auch Kinder, die als Fahr­radfahrer am Straßenverkehr teilnehmen, können haft­bar gemacht werden, wenn sie dabei andere schädigen. So erging es einem acht­jährigen Mädchen, das beim Fahr­radfahren nach hinten zu seinen Eltern sah und deswegen mit einer Fußgängerin kollidierte. Die Frau stürzte und verletzte sich.

Kind ist schaden­ersatz­pflichtig

Das Kind müsse ihr Schaden­ersatz und Schmerzens­geld zahlen, so das Ober­landes­gericht Celle. Das Mädchen fahre seit seinem fünften Lebens­jahr im Straßenverkehr Fahr­rad. Es habe wissen müssen, dass es während der Fahrt nach vorn sehen und nicht über einen längeren Zeitraum nach hinten blicken darf.

Privathaft­pflicht muss Schaden regulieren

Den Schaden wird die Privathaft­pflicht­versicherung der Eltern regulieren. Diese haften hingegen nicht. Sie hätten ihre Aufsichts­pflicht nicht verletzt, so das Gericht. Sie hatten Sicht- und Rufkontakt zu ihrer Tochter gehalten und versucht, sie vor dem Zusammen­stoß mit der Fußgängerin durch Rufe zu warnen (OLG Celle, Az. 14 U 69/19).

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