Fahrgastrechte bei Verspätungen Meldung

Bahnreisende haben demnächst deutlich mehr Rechte bei Verspätungen und Zugausfällen. Der Bundesrat hat das neue Fahrgastrechtegesetz beschlossen.

Fahrgastrechtegesetz. Am 15. Mai hat der Bundesrat das Fahrgastrechtegesetz beschlossen. Es tritt nach der Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten in Kraft. Hier die neuen Regelungen im Überblick.

Verspätungen ab 60 Minuten. In solchen Fällen bekommen Fahrgäste 25 Prozent des Fahrpreises erstattet, bei Verspätungen ab 120 Minuten 50 Prozent. Ausgezahlt werden nur Beträge ab einer Höhe von 4  Euro. Die Fahrgäste können eine Auszahlung in bar verlangen. Außerdem muss das Eisenbahnunternehmen bei mindestens 60-minütiger Verspätung eine kostenlose Hotelunterkunft anbieten, wenn wegen der Unpünktlichkeit oder des Ausfalls des Zuges eine Übernachtung erforderlich wird.

Im Nahverkehr. Bahnreisende dürfen einen anderen, auch höherwertigen Zug nutzen, wenn zu erwarten ist, dass der ursprünglich gewählte mehr als 20 Minuten verspätet eintrifft.

In der Nacht. Wer nachts wegen Verspätung oder Ausfall des Nahverkehrszuges sein Ziel nicht mehr erreicht, hat Anspruch auf Erstattung von Taxikosten bis zu 80 Euro.

Bei Streit. Zur Beilegung von Streitigkeiten mit Verkehrsunternehmen können sich Fahrgäste an eine außergerichtliche Schlichtungsstelle wenden.

Außerdem wird Bahnfahren für Menschen mit Behinderungen erleichtert, und die Rechte der Fahrgäste bei Personenschäden werden verbessert.

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