Alkohol, zu schnell, Fahrerlaubnis weg? Gewitzte Zeitgenossen erwarben einen neuen Führerschein einfach im EU-Ausland, ohne sich in Deutschland der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) zu stellen. Diesem „Führerscheintourismus“ schiebt die am 19. Januar in Kraft getretene dritte Version der Führerscheinrichtlinie nun einen Riegel vor. Die Neuregelung schließt eine Gesetzeslücke, die durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs 2004 entstanden war. Wer heute trotz entzogener Fahrerlaubnis zum Beispiel noch mit einem tschechischen oder polnischen Führerschein fährt, muss mit drastischen Geldbußen und im Wiederholungsfall sogar mit einer Haftstrafe rechnen.

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