Facebook Meldung

Wer im privaten Kreis den Chef beleidigt, kann nicht gleich gekündigt werden, auch nicht, wenn das auf einer privaten Facebook-Seite passiert. Ein Alten­pfleger hatte gepostet: „Armseliger Saft­laden und arme Pfanne von Chef“. Obwohl nur „Freunde“ das lesen konnten, bekam der Chef Wind davon und kündigte ihm. Zu Unrecht, so das Arbeits­gericht Bochum. Die vertrauliche private Kommunikation sei ein Grund­recht. Bei einem über­schaubaren Kreis von Freunden gelte auch Facebook noch als vertraulich (Az. 3 Ca 1203/11). Ähnlich urteilte der Bayerische Verwaltungs­gerichts­hof bei einer Frau, die gepostet hatte: „Boah kotzen die mich an. Penner“ (Az. 12 C 12.264).

Tipp: Noch ist offen, ob alle Arbeits­gerichte sich dem anschließen – und ob es noch als vertraulich gilt, wenn der Nutzer mehrere hundert „Freunde” hat.

Dieser Artikel ist hilfreich. 23 Nutzer finden das hilfreich.