Facebook Meldung

Sie machen bei Facebook mit? Dann nutzen Sie die neuen Funktionen, die das soziale Netzwerk zum Schutz der Privatsphäre jetzt bereitstellen will. test.de hat analysiert, was sich bei Facebook alles ändern soll und schon jetzt einen kleinen Leitfaden erstellt. So können Sie die Änderungen leicht verstehen und schnell reagieren, wenn die neuen Funktionen zur Verfügung stehen.

Privatsphäre bei Facebook schwer zu schützen

Zahlreiche Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook geben viel mehr Daten preis, als sie ahnen und vielleicht auch wollen. Schuld daran sind die komplizierten Einstellungen, die Nutzer zum Schutz Ihrer Privatsphäre bislang vornehmen müssen. Facebook hat nun die Einführung neuer Funktionen angekündigt, die dem Wunsch nach einer leichteren Kontrolle des Datenflusses gerecht werden sollen. Eingeführt werden die Änderungen voraussichtlich noch im August 2011. Auf Grundlage der Facebook-Informationen hat test.de schon einmal die wichtigsten Aspekte in einem Leitfaden zusammengefasst. Sobald die Funktionen tatsächlich aktiv sind, werden die Tester sie ausprobieren und den Leitfaden aktualisieren.

Das eigene Facebook-Profil bearbeiten

Wenn Sie in den kommenden Tagen bemerken, dass sich das Erscheinungsbild der Facebook-Seite verändert, sind die Änderungen aktiv. Bestimmen Sie dann zunächst, wer Ihre Angaben in den Grundeinstellungen wie zum Beispiel Wohnort, E-Mail-Adresse oder eingestellte Bilder sehen darf. Klicken Sie links oben neben Ihrem Bild auf das Feld „Mein Profil bearbeiten“ und gehen Sie die Liste durch, die dann am linken Bildrand erscheint. Sie werden an jeder Rubrik einen Einstellknopf finden. Darüber können Sie definieren, ob jedermann oder nur Freunde Angaben sehen dürfen – oder nur Sie. Entscheiden Sie sich im Zweifel für die privatere Variante. Die Ansicht Ihrer E-Mail-Adresse etwa sollten Sie auf „Nur ich“ setzen. Wichtig: Wenn Sie die Variante „öffentlich“ wählen, sind Ihre Angaben für jeden im Netz zu sehen.

Bei neuen Beiträgen Empfängerkreis eingrenzen

Wenn Sie einen neuen Beitrag schreiben oder ein Foto oder einen Link einstellen, erscheint links neben dem Button „Posten“ ein weiteres Feld. Durch einen Klick darauf können Sie künftig bestimmen, ob Ihr neuer Beitrag öffentlich oder nur für Freunde sichtbar sein soll. Facebook hat angekündigt, dass über diese Funktion bald auch Inhalte nur mit ausgewählten Freunden geteilt werden können. Sprich: Sie können dann unmittelbar beim Versenden eines Beitrags bestimmen, ob er zum Beispiel nur für Ihre echten Freunde, die Kollegen oder allein für die Mitglieder Ihres Fußballteams sichtbar sein soll. Das Teilen von Beiträgen nur mit ganz bestimmten anderen Nutzern geht zwar bereits jetzt, ist aber recht kompliziert.

Freundeslisten schon jetzt einrichten

Um künftig mit nur noch einem Klick einen ganz bestimmten Empfängerkreis für einen Ihrer Beiträge auswählen zu können, müssen Sie Ihre Facebook-Freunde in Listen einsortieren. Solche Freundeslisten können Sie schon jetzt einrichten. Dafür müssen Sie oben rechts in der Bildschirmansicht auf „Konto“ und dann auf „Freunde bearbeiten“ klicken. Sofort ins Auge springt dann der Button „Liste erstellen“. Machen Sie sich ruhig einmal diese Mühe. Facebook lässt sich besser nutzen, wenn man Beiträge an verschiedene Verteilerkreise schicken kann.

Funktion „Aufenthaltsort“ mit Bedacht nutzen

Sie können zukünftig jedem Ihrer Beiträge die Information über Ihren aktuellen Aufenthaltsort hinzufügen. Die Empfänger Ihres Beitrages können dann sehen, wo Sie gerade mit dem Smartphone unterwegs sind oder in welcher Gegend Ihr Heimrechner steht. Dafür finden Sie unter dem Texteingabefeld ein Symbol, ähnlich einem umgedrehten Wassertropfen. Nutzen Sie diese Funktion mit Bedacht – auch Facebook-“Freunde“ müssen nicht unbedingt wissen, wo Sie gerade sind oder wohnen.

Mehr Schutz vor ungewollten Fotomarkierungen

Jeder Nutzer von Facebook kann Fotos hochladen und Personen darauf mit Namen markieren. Das ist nicht neu. Künftig können Sie aber einstellen, dass Sie vor der Markierung eines Bildes mit Ihrem Namen um Erlaubnis gefragt werden. Sie können dann mit einem Klick entscheiden, ob die Markierung in Ordnung ist oder nicht erfolgen darf. Aktivieren Sie diese Funktion, wenn die Änderungen bei Facebook wirksam werden. Dafür müssen Sie in den Privatsphäre-Einstellungen in den neuen Abschnitt „Verwalte, wie Markierungen funktionieren“ klicken und dort die Rubrik „Profil-Überprüfung“ aktivieren. Dass auch das Foto von der Pinnwand des Fotografen verschwindet, können Sie technisch aber weiterhin nicht veranlassen.

Tipp: Auch die Stiftung Warentest ist bei Facebook und informiert dort fortlaufend über Tests, wichtige Meldungen und neue Produkte.

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