Facebook Meldung

Soziale Netzwerke verbinden, bergen aber auch Gefahren für die Privatsphäre. Um den Datenschutz ist es schlecht bestellt.

Das Onlinenetzwerk Facebook will Nutzerdaten weitergeben. Im Datenschutztest fiel die Plattform schon vorher durch.

Problem. Das weltweit größte On­line­netzwerk Facebook plant, Daten an­gemeldeter Nutzer an Betreiber anderer Webseiten weiterzugeben. Das geht aus dem Entwurf einer neuen Datenschutzrichtlinie von Facebook hervor. Welche Firmen die Daten bekommen und wie viel sie über Facebook-Nutzer erfahren sollen, steht noch nicht fest. Unklar ist auch, ob Facebook vorher die Zustimmung der Nutzer einholen wird.

Testergebnisse. Bereits jetzt ist der Datenschutz auf dieser Plattform miserabel. Die Prüfer unserer Schwesterzeitschrift test stellten in ihrer Untersuchung sozialer Netzwerke „erhebliche Mängel“ im Datenschutz und auch in den Geschäftsbedingungen von Facebook fest. Ebenso schlecht weg kommen Myspace, LinkedIn und Stayfriends. Etwas besser, mit „deut­lichen Mängeln“, präsentieren sich Xing, wer-kennt-wen.de, lokalisten und Jappy. Testsieger sind die Angebote schülerVZ und studieVZ. Sie zeigen nur „einige Mängel“.

Wachsamkeit. Netzwerknutzer sollten sich vor Veröffentlichung privater Informationen stets fragen: Würde ich diese Daten auch preisgeben, wenn sie danach auf einem Plakat aushingen? Auf vielen Plattformen kann man einstellen, ob jedermann oder nur begrenzte Kreise Informationen sehen können. Diese Funktionen sollte man nutzen. Wichtig ist auch, Privates und Berufliches im Netz strikt zu trennen.

Tipp. Ausführliche Informationen zum Thema Soziale Netzwerke: Datenschutz oft Mangelhaft aus test 4/2010. Die Entwicklung bei Facebook sollten Sie in den nächsten Wochen verfolgen, etwa über die Seite www.surfer-haben-rechte.de. Informationen erhalten Sie von Facebook, wenn Sie sich auf der Plattform als „Fan“ der Seite „Facebook Governance“ eintragen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 528 Nutzer finden das hilfreich.