Finanztest hält die als F.I.P.-Pensionsplan beworbenen Beteiligungsangebote der F.I.P. Finanzmarketing AG & Co. KG und der F.I.P. GarantiFO AG & Co. KG für riskant. Die hinter den nahezu identischen Angeboten stehende Idee, mit einer Wertpapieranlage auf Kredit „überdurchschnittliche Renditen zu erzielen“, könnte schief gehen. Die F.I.P. will 25 Prozent Eigenkapital und 75 Prozent Fremdmittel in Policen britischer Lebensversicherer sowie in Wertpapiere investieren. Durch die Ausnutzung der Differenz zwischen Schuld- und Guthabenzinsen will sie dann „überdurchschnittlich hohe Renditen“ von 8 bis 12 Prozent im Jahr erzielen.

Anleger können sich mit Einmalzahlungen ab 5 000 Euro sowie mit monatlichen Raten ab 75 Euro für eine Laufzeit ab 15 Jahren oder ab 100 Euro pro Monat ab 8 Jahren beteiligen. Für Ratenpläne werden 6 Prozent, für Einmalzahlungen 10 Prozent der Kapitalanlage als Gebühr fällig.

Das F.I.P.-Konzept klingt verlockend. Um es verkaufen zu können, greifen Vermittler schon mal zu unseriösen Aussagen. So bewarb die Fidexdirekt GmbH in Saarwellingen den Pensionssparplan als „Super Produkt“ und rechnete eine Rendite von satten 21,5 Prozent pro Jahr vor.

Das Geschäft mit der Zinsdifferenz funktioniert aber nur, wenn die Erträ­ge aus den Wertpapiergeschäften und den Versicherungspolicen deutlich über dem Kreditzins liegen. Steigt der Kreditzins und sinken die Erträge, können Anleger leicht einen Totalverlust erleiden. Denn die F.I.P. muss die Bankkredite durch Abtretung der Policen sowie durch Verpfändung der Wertpapierdepots absichern.

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