FAQ Zahn­zusatz­versicherung Special

Lohnt sich für mich eine private Zahn­zusatz­versicherung? In welchem Alter sollte ich sie abschließen? Kann ich mich noch schnell versichern, wenn mein Zahn­arzt mir eine Behand­lung nahegelegt hat? Finanztest beant­wortet die wichtigsten Fragen zum Thema Zahn­versicherung und hilft Ihnen mit dem individuellen Vergleich Zahnzusatzversicherung die passende Police zu finden.

Versicherungs­vergleich der Stiftung Warentest

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Die Stiftung Warentest bietet einen individuellen Vergleich von Zahn­zusatz­versicherungen an. Was ist für mich der Nutzen?

Die Unterschiede zwischen den Zahn­zusatz­versicherungen sind riesig: Die Monats­beiträge reichen von knapp 5 bis über 60 Euro – je nach Leistung und je nach Alter des Kunden. Für ein rund 3 800 Euro teures Implantat zahlen manche Versicherer nur etwa 200 Euro, andere tragen sämtliche Kosten, die die gesetzliche Krankenkasse nicht über­nimmt.

Auswahl. Die passenden Zahn­versicherungen für Ihren Bedarf finden Sie mit unserem individuellen Vergleich Zahnzusatzversicherung. Wir ermitteln güns­tige Tarife, die die von Ihnen gewünschten Leistungen bieten, und nennen Ihnen die aktuellen monatlichen Beiträge für Ihr Alter. Jüngere Kunden zahlen in der Regel weniger, ältere mehr. Unsere Daten­bank wird monatlich aktualisiert und enthält Angebote nahezu aller privaten Kranken­versicherer, die in Deutsch­land Zahn­policen anbieten.

Preis. Mehrere Portale im Internet bieten ebenfalls Vergleiche von Zahn­zusatz­versicherungen an, teil­weise sogar gratis. Unsere Auswertung hingegen kostet 7,50 Euro. Das liegt daran, dass die Stiftung Warentest unabhängig von Versicherungs­gesell­schaften und Vertriebs­organisationen ist. Wir vermitteln keine Verträge und erhalten keine Provision von den Versicherern.

Unabhängig­keit. Unsere Unabhängig­keit hat Vorteile für unsere Leser. Unser Vergleich enthält nahezu alle Angebote, die am Markt erhältlich sind. Wir treffen keine Vorauswahl und blenden keine Anbieter aus. Wir geben Ihre Adresse und andere persönliche Daten nicht an Versicherungs­gesell­schaften oder Vermittler weiter.

Wünsche. Wir werten anhand Ihrer Vorgaben hunderte von Angeboten in unserer Daten­bank aus. Ist Ihnen besonders wichtig, dass die Versicherung sich in großem Umfang an teurem Zahn­ersatz wie Implantaten beteiligt? Wollen Sie eine Police mit möglichst wenig Leistungs­einschränkungen in den ersten Vertrags­jahren? Sie erhalten eine Liste mit den Ergeb­nissen, jeweils mit einer ausführ­lichen Leistungs­beschreibung, sodass Sie selbst vergleichen können.

Wer die Police braucht

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Für wen lohnt sich der Abschluss einer privaten Zusatz­versicherung?

Eine private Zahn­zusatz­versicherung lohnt sich für Sie vor allem dann, wenn Ihnen die von der Krankenkasse bezu­schusste Regel­versorgung nicht reicht. Wollen Sie zum Beispiel statt der vorgesehenen Metall­krone die schönere Lösung aus Keramik, kann das teuer werden. An den Zusatz­kosten beteiligt sich die Kasse nämlich nicht. Wenn Sie dagegen mit der kostengüns­tigen Stan­dard­lösung zufrieden sind, brauchen Sie nicht unbe­dingt eine Versicherung, weil Ihr Eigen­anteil dann geringer ist. Sie kann aber hilf­reich sein, falls mehrere Zähne in kurzer Zeit saniert werden müssen.

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In welchem Alter sollte ich eine solche Versicherung abschließen. Lohnt sich das mit 59 Jahren noch?

Das kann sich für Sie lohnen, wenn Ihre Zähne noch weit­gehend in Ordnung sind. Eine solche Versicherung schließt man am besten ab, bevor größere Baustellen auftreten. Denn für Schäden, die bei Vertrags­schluss bereits da sind, zahlen die Versicherer normaler­weise nicht. Außerdem sind die Leistungen in den ersten Jahren begrenzt. Das alles spricht dafür, eine solche Versicherung am besten mit etwa Mitte 30, Anfang 40 abzu­schließen, denn statistisch gesehen wird Zahn­ersatz ab dann häufiger nötig. Ein Abschluss im frühen Jugend­alter lohnt sich dagegen eher nicht. Junge Leute zahlen sonst wahr­scheinlich zu lange Beiträge, bis sie erst­mals Leistungen brauchen. Die besten Angebote finden Sie mit unserem individuellen Vergleich Zahnzusatzversicherung.

Wenn es Vorschäden gibt

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Mein Arzt sagt, dass ein Zahn „in absehbarer Zukunft“ über­kront werden sollte. Ist dieser Zahn dann schon „in Behand­lung“ und ist er vom Versicherungs­schutz ausgeschlossen?

Sobald der Zahn­arzt ein Problem diagnostiziert hat, gilt die Behand­lung als begonnen. Das ist selbst dann der Fall, wenn der Zahn­arzt noch keinen Heil- und Kostenplan erstellt hat.

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Wenn meine Zähne zwar noch in Ordnung sind, die Notwendig­keit einer Behand­lung aber absehbar ist – kann ich mich dann noch versichern?

Versuchen Sie es über einen Versicherungs­makler oder einen unabhängigen Versicherungs­berater, der für Sie bei mehreren Gesell­schaften anfragt. Es ist allerdings zu befürchten, dass Ihre Situation von den Versicherern als laufende Behand­lung des gesamten Kiefers angesehen wird. Dann können Sie keine Police dafür abschließen. Falls Sie bereits einen Heil- und Kostenplan haben, holen Sie noch die Meinung eines zweiten Zahn­arztes ein, um eventuell die Kosten zu senken.

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Kann man mit mehreren fehlenden Zähnen, ausgeglichen durch Implantate und Kronen, noch eine Zusatz­versicherung abschließen?

Die Versicherer betrachten Brücken, Kronen oder Implantate üblicher­weise nicht als fehlende Zähne, da die Lücke ja geschlossen ist. Sie können also einen Vertrag bekommen. Wichtig ist, dass Sie im Antrag alle Fragen des Versicherers wahr­heits­gemäß beant­worten. Manche Versicherer fragen zum Beispiel auch, wie alt bestehender Zahn­ersatz ist. Stellen Sie Anträge bei mehreren Versicherern gleich­zeitig, da die Gesell­schaften mit Vorschäden unterschiedlich umgehen. Von manchen erhalten Sie sogar Leistungen für die Reparatur oder den Austausch von bestehendem Zahn­ersatz.

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Die Ergo Direkt Versicherung zahlt auch bei laufenden Behand­lungen. Was ist davon zu halten?

Es gibt den Tarif ZEZ der Ergo Direkt, aus dem Sie Leistungen erhalten, wenn Sie den Vertrag inner­halb von sechs Monaten nach Behand­lungs­beginn abschließen. Das ist eine große Ausnahme, denn normaler­weise ist eine bereits laufende Behand­lung nicht mehr versicher­bar. Die Leistung ist aber begrenzt: Der Versicherer verdoppelt nur den Fest­zuschuss der Krankenkasse, beteiligt sich also an den Kosten der Regel­versorgung. Für teuren Zahn­ersatz wie Implantate nutzt das wenig. Der Beitrag ist recht hoch: Kunden ab 21 Jahren bezahlen monatlich rund 34 Euro. Außerdem gilt eine Mindest­lauf­zeit von 24 Monaten. Falls Sie also in den nächsten zwei Jahren voraus­sicht­lich nur eine oder zwei Kronen benötigen, zahlen Sie wahr­scheinlich mehr Beiträge, als Sie an Leistungen von der Versicherung bekommen.

Kosten der Zusatz-Police

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Für eine Zusatz­versicherung, die auch teure Behand­lungen über­nimmt, muss ich wohl mit 40 Euro Beitrag im Monat rechnen, oder?

Nicht unbe­dingt. Die Tarife mit den umfang­reichsten Zahn­ersatz­leistungen in unserem aktuellen Test kosteten zwar für unsere 43-jährigen Modell­kunden mehr als 40 Euro im Monat. Doch das güns­tigste sehr gute Angebot lag bei 9 Euro. Vergleichen lohnt sich also, Test Zahnzusatzversicherung, Finanztest 05/2018.

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Ich bin jünger als Ihr 43-jähriger Modell­kunde. Wird die Zusatz­versicherung dann für mich güns­tiger als in Ihren Tests ausgewiesen?

In vielen Fällen ja. Wenn Sie genau wissen wollen, was für Ihr Alter die güns­tigsten Angebote sind, hilft Ihnen unser individueller Vergleich Zahnzusatzversicherung.

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Welche Zusatz­versicherung ist für mich besser – die nach Art der Lebens­versicherung oder die nach Art der Schaden­versicherung?

Gute und güns­tige Angebote gibt es in beiden Tarif­arten. Sie sollten nach den Leistungen für Zahn­ersatz entscheiden. Der Haupt­unterschied zwischen beiden Varianten besteht in der plan­mäßigen Beitrags­entwick­lung. Während Zahn­zusatz­versicherungen nach Art der Lebens­versicherung keine alters­abhängigen Beitrags­anpassungen vorsehen, gibt es solche in der Regel bei Tarifen nach Art der Schaden­versicherung. Um die Angebote im Test Zahnzusatzversicherung besser vergleich­bar zu machen, haben wir deshalb für unseren 43-jährigen Modell­kunden einen Durch­schnitts­beitrag von 43 bis 73 Jahren ermittelt, der mit dem Eintritts­beitrag der Tarife nach Art der Lebens­versicherung vergleich­bar ist.

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Beim letzten Test von Zahn­zusatz­versicherungen habe ich meinen Versicherer vermisst. Warum fehlen manche Unternehmen?

Zu Beginn eines Tests schreiben wir alle Unternehmen an, die von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht in dieser Sparte zugelassen sind, und fordern sie auf, uns detaillierte Produkt­informationen zu schi­cken. Nicht immer erhalten wir eine Rück­meldung. Das hat verschiedene Gründe: Ein Versicherer über­arbeitet zum Beispiel gerade sein Angebot, so dass es zum Veröffent­lichungs­zeit­punkt nicht mehr erhältlich, das neue zu unserem Stichtag aber noch nicht fertig ist. Andere Anbieter scheuen den Vergleich. In jedem Fall über­prüfen wir die Angaben der Versicherer und versuchen, uns fehlende Unterlagen anders zu beschaffen. Das gelingt nicht immer. Möglich ist auch, dass ein Anbieter fehlt, weil er ein Auswahl­kriterium nicht erfüllt, etwa keinen Tarif in einer Produktkategorie anbietet oder nicht für das dem Test zugrunde liegende Modell.

Wechsel in einen neuen Tarif

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Lohnt es sich für mich als 64jährigen, eine uralte Zahn­versicherung um einen zusätzlichen Tarif beim selben Versicherer zu ergänzen?

Wenn Sie bei Ihrem Versicherer in einen Tarif mit höheren Leistungen wechseln oder einen zusätzlichen Tarif­baustein abschließen, gelten nur für die neu hinzukommenden Leistungen Warte­zeiten. Für die neuen Vertrags­bestand­teile gilt Ihr heutiges Alter als Eintritts­alter, Sie müssen also dafür den Beitrag für 64-jährige Neukunden zahlen. Das kann teuer werden. Setzen Sie sich mit Ihrem Ansprech­partner bei Ihrer Versicherung in Verbindung.

Knapp bei Kasse

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Lohnt sich eine private Zusatz­versicherung auch für Menschen, die sehr knapp bei Kasse sind?

Wahr­scheinlich eher nicht – denn die Versicherungs­beiträge müssen Sie ja auch regel­mäßig aufbringen. Stellen Sie lieber bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf einen höheren Fest­zuschuss. Wenn der Eigen­anteil an der Regel­versorgung für Sie eine unzu­mutbare Belastung ist, über­nimmt die Kasse im Rahmen der Härtefall­regelung unter Umständen die gesamten Kosten.

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Wird bei der Härtefall­regelung der Krankenkassen auch das Vermögen berück­sichtigt? Wie viel darf man haben? Muss man Konto­auszüge vorlegen?

Bei der Härtefall­regelung zählt nur das laufende Einkommen. Allerdings gehen die Kassen vom Haus­halts­brutto­einkommen aus. Wenn Sie mit jemandem zusammenleben, zählt dessen Einkommen mit. Vermögen müssen Sie hingegen nicht angeben. Den doppelten Fest­zuschuss von der Kasse erhalten Sie zum Beispiel, wenn Sie Hartz IV, Bafög oder Grund­sicherung beziehen oder wenn Ihre monatlichen Brutto­einnahmen die Grenze von 1 218 Euro für eine Einzel­person nicht über­steigen. Mit einem Angehörigen sind es 1 674,75 Euro, für jeden weiteren kommen 304,50 Euro hinzu (Zahlen für das Jahr 2018). Nehmen Sie auch Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf, wenn Sie gering­fügig über der Grenze liegen. Es gibt eine gleitende Härtefall­regelung, über die Sie auch dann einen höheren Zuschuss bekommen können. Die Kassen sind verpflichtet, Versicherte zu beraten und auszurechnen, auf welchen Zuschuss sie Anspruch haben.

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