FAQ Weiterbildung Was die Arbeits­agentur darf, was sie muss

Eine berufliche Weiterbildung verbessert die Chancen auf einen neuen Job. Doch die Arbeits­agentur fördert eine Qualifizierung nur unter Bedingungen. test.de erklärt, wann die Agentur weiterbildungs­willige Arbeits­lose und Arbeits­suchende unterstützt, und beant­wortet weitere häufige Fragen zum Thema.

Ihre Fragen, unsere Antworten

Unter welchen Voraus­setzungen fördert die Arbeits­agentur eine Weiterbildung?

Die Weiterbildung muss notwendig sein, um Arbeits­lose beruflich einzugliedern oder eine konkret drohende Arbeits­losig­keit abzu­wenden. Auch ein fehlender Berufs­abschluss kann Grund für eine geförderte Weiterbildung sein.

Der erste Schritt zu einer Weiterbildung ist immer ein persönliches Beratungs­gespräch bei der Arbeits­agentur vor Ort. Darin wird geklärt, ob eine Weiterbildung oder vielleicht auch eine berufliche Neuorientierung notwendig und sinn­voll wäre – und falls ja, in welchem Themen­gebiet und Umfang. Oberstes Ziel der Weiterbildung ist die dauer­hafte Wieder­einglie­derung ins Berufs­leben.

Tipp: Erkundigen Sie sich vor dem Gespräch mit ihrem persönlichen Berater bei der Agentur über Weiterbildungs­angebote in Ihrem Bereich. Im Berufsentwicklungsnavigator (BEN) der Arbeits­agentur können Sie gezielt nach entsprechenden Infos zu Ihrem Beruf suchen.

Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob ich eine Weiterbildung bekomme?

Jeder berufliche Hintergrund wird individuell geprüft, pauschale Kriterien gibt es nicht. Es kann auch von Region zu Region eine unterschiedliche Förderpraxis geben. „Grund­sätzlich gilt bei der Arbeits­agentur aber das Credo: Vermitt­lung geht vor Förderung“, so Paul Ebsen, Weiterbildungs­experte der Bundes­zentrale für Arbeit in Nürn­berg. „Sollte also die Möglich­keit bestehen, den Arbeits­suchenden ohne vorherige Weiterbildungs­maßnahme in einen Job zu vermitteln, wird es keine Weiterbildungs­förderung geben.“

Wie kann ich meine Chancen auf eine Umschulung erhöhen?

Die Chancen auf eine Förderung erhöhen sich, wenn man einen Beruf anstrebt, in dem Fach­kräfte­mangel besteht – also zum Beispiel für Alten­pfleger. Zur Sicherung des Fach­kräftebe­darfs in dieser Branche hat die Bundes­regierung 2012 die „Ausbildungs- und Qualifizierungs­offensive Alten­pflege“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms wird eine Weiterbildung zur Alten­pflegefach­kraft gefördert – wenn der Interes­sent über keine Vorkennt­nisse im Beruf verfügt, sogar über drei Jahre. Normaler­weise darf eine Weiterbildung maximal zwei Jahre dauern. Diese Option der dreijäh­rigen Förderung besteht noch bis Ende 2019. Parallel dazu wurden die Möglich­keiten einer verkürzten Ausbildung für Interes­senten mit beruflichen Vorkennt­nissen ausgeweitet.

„Andere Mangelberufe können ebenfalls per Weiterbildung gefördert werden, sofern ein regionaler Bedarf besteht“, erläutert Paul Ebsen. „Andernfalls ist eine Förderung nur denk­bar, wenn der Teilnehmer mobil und dazu bereit ist, in einer Region zu arbeiten, in der Nach­frage nach seinen Fertigkeiten herrscht.“

Tipp: Unter www.statistik.arbeitsagentur.de finden Sie eine Über­sicht der Berufe, bei denen in Deutsch­land zur Zeit ein Mangel besteht. Welche Bildungs­ziele die Arbeits­agentur in Ihrer Region konkret fördert, können sie unter dem Such­wort „Bildungs­zielplanung“ oder „Qualifizierungs­planung“auf der Webseite Ihrer Arbeits­agentur heraus­finden.

Wird eine Weiterbildung vom Arbeits­amt bezahlt, auch wenn sie nicht dem Bildungs­ziel der Agentur entspricht?

Die Bildungs­ziele richten sich nach den regionalen Erforder­nissen des Arbeits­marktes. Die Förderung bestimmter Berufe wie Erzieher oder Logistiker kann also bei Bedarf regional bevor­zugt werden. Dennoch bleibt der Arbeits­markt natürlich vielfältig. Daher werden auch Weiterbildungen in Bereichen, die nicht dem jeweiligen Bildungs­ziel entsprechen und in denen kein Fach­kräfte­mangel herrscht, weiterhin gewährt – je nach individuellem Hintergrund. Hierfür gibt es viele Beispiele. Das kann der Psycho­loge sein, dem nach vielen befristeten Stellen durch eine Weiterbildung in Personalmanagement zu einem dauer­haften Job verholfen wird. Oder die Bürokauffrau, die nach längerer Krankheit mit einer Weiterbildung in einem Buch­haltungs­system wieder Anschluss ans Arbeits­leben findet.

Tipp: Sie selbst kennen Ihr Berufs­bild mit seinen spezi­fischen Anforderungen am besten, ebenso Ihre Stärken und Schwächen. Legen Sie Ihrem Arbeits­berater einleuchtend dar, welche neuen Kennt­nisse Ihre Vermitt­lungs­chancen eindeutig erhöhen würden – beispiels­weise anhand von mitgebrachten Stellen­ausschreibungen für Ihr Berufs­bild, in denen eben jene Kennt­nisse von den Bewerbern gewünscht werden.

Was für Unterschiede gibt es hierbei zwischen den Empfängern von ALG I und ALG II?

Keine. Die Fördervoraus­setzungen sind für alle gleich.

Gibt es spezielle Förderprogramme für gering Qualifizierte?

Ja. Das Programm „Weiterbildung Gering­qualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU) bietet Weiterbildungs­möglich­keiten, die zu einem Berufs­abschluss oder einer Teilqualifikation führen. Die Kurs­gebühren über­nimmt die Arbeits­agentur bei Beschäftigten von kleineren und mitt­leren Unternehmen teil­weise, bei gering qualifizierten Beschäftigten komplett. Ansprech­partner sind die Arbeits­agenturen vor Ort, zu finden unter www.arbeitsagentur.de.

Tipp: Diese und weitere Fördermöglich­keiten für Arbeits­lose und Arbeit­suchende zeigt unser Special Weiterbildung finanzieren.

Wie läuft die Suche nach einer geeigneten Weiterbildung konkret ab? Kann ich als Arbeits­loser selbst Vorschläge machen? Und wenn ja, was für welche?

Sind alle Fördervoraus­setzungen gegeben, wird im Gespräch mit dem Arbeits­berater fest­gelegt, in welche inhalt­liche Richtung die Weiterbildung gehen soll. Dabei sind eigene Vorschläge will­kommen. Wichtig ist, dass die gewünschten Kursinhalte sinn­voll auf die bisherigen Berufs­kennt­nisse aufbauen und bei künftigen Bewerbungen ein eindeutiges Plus wären.

Anschließend erhält der Arbeits­agent­urkunde einen Bildungs­gutschein, den er bei einem von der Agentur anerkannten Weiterbildungs­anbieter einlösen kann. Neben Bildungs­ziel, Dauer des Kurses und Kurs­region ist auf dem Bildungs­gutschein auch die Dauer seiner Gültig­keit vermerkt. Diese legt fest, bis wann der Gutschein einge­löst werden kann. Die Suche nach dem Wunsch­kurs über­nimmt der Arbeits­lose dann selbst. In der Regel ist er dazu aufgefordert, sich inner­halb kurzer Zeit nach dem Beratungs­gespräch auf die Suche nach geeigneten Anbietern zu machen. Seine engere Auswahl teilt er dem Arbeits­berater mit, der die abschließende Entscheidung trifft.

Tipp: Für die Kurs­suche empfiehlt sich Kursnet, die Daten­bank für Aus- und Weiterbildung der Bundes­agentur für Arbeit: www.kursnet.arbeitsagentur.de. Per Klick auf das Käst­chen „Mit Bildungs­gutschein gefördert“ grenzt man die Suche auf anerkannte Träger ein.

Kann ich den Weiterbildungs­kurs wechseln, wenn ich mit dem Angebot nicht zufrieden bin?

Liegt nach Ansicht des Kurs­teilnehmers bei seinem Kurs ein gravierender Mangel vor, kann er mit der Arbeits­agentur einen Wechsel besprechen. Ein solcher Mangel könnten zum Beispiel häufiger Unterrichts­ausfall sein oder die Vermitt­lung von Unterrichts­inhalten, die irrelevant für das vereinbarte Bildungs­ziel sind.

Kann ich von der Arbeits­agentur zu einer Weiterbildungs­maßnahme verpflichtet werden?

Ja. „Es ist möglich, dass die Arbeits­agentur im Verlauf der Betreuung des Arbeits­losen zu der Ansicht kommt, dass eine Weiterbildung nötig ist, um ihn wieder ins Jobleben integrieren zu können“, erläutert Weiterbildungs­experte Paul Ebsen. Im Rahmen der sogenannten Einglie­derungs­ver­einbarung, die der Arbeits­lose zu Beginn seiner Arbeits­losig­keit bei der Agentur für Arbeit unter­schreibt, werden von beiden Seiten Bemühungen zum raschen Wieder­einstieg ins Berufs­leben vereinbart. Während die Arbeits­agentur sich in dieser Vereinbarung dazu verpflichtet, den Arbeits­losen zum Beispiel durch Beratung und Vermitt­lungs­angebote zu fördern, erkennt im Gegen­zug der Arbeits­lose seine Pflicht an, vereinbarte Aktivitäten einzuhalten und sich aktiv um die Rück­kehr ins Jobleben zu kümmern. „Dazu kann auch die verpflichtende Teil­nahme an einer Weiterbildungs­ver­anstaltung gehören, zum Beispiel ein Bewerbungs-Coaching“, so der Weiterbildungs­experte.

Welche Fahrt­zeiten zur Weiterbildungs­maßnahme müsste ich in Kauf nehmen?

Bei einer täglichen Unterrichts­zeit von bis zu sechs Stunden sind maximal zwei Stunden Pendel­zeit zumut­bar. Bei einer täglichen Unterrichts­zeit von mehr als sechs Stunden sind bis zu zwei­einhalb Stunden Pendel­zeit in Kauf zu nehmen. In ländlichen Gebieten oder Ballungs­räumen können auch noch längere Pendel­zeiten angesetzt werden. Fahrt­kosten von monatlich bis zu 476 Euro werden von der Arbeits­agentur über­nommen.

Ist auch eine Weiterbildung an anderen Orten als dem Wohn­ort möglich?

Eine Weiterbildung in einer anderen Stadt ist möglich, wenn der gewünschte Kurs nicht am eigenen Wohn­ort angeboten wird. Sollte diese Stadt nicht mehr im zumut­baren Pendel­bereich liegen, wird auch eine doppelte Haus­halts­führung erstattet. Dieser Fall betrifft vor allem ländliche Regionen.

Auch Zeit ist für die Arbeits­agentur eine wichtige Währung: Sollten mehrere Weiterbildungs­orte aufgrund ihres inhalt­lichen Angebots in Frage kommen, wird voraus­sicht­lich zugunsten des Weiterbildungs­ortes entschieden, an dem der Kurs am frühesten beginnt.

Eine Weiterbildung im Ausland kann ebenfalls in Betracht kommen. Sie wird jedoch nur gefördert, wenn sie das individuelle Bildungs­ziel in besonderer Weise unterstützt und nicht in Deutsch­land angeboten wird.

Tipp: Die Themen Arbeiten und Weiterbildung im Ausland betreut die zentrale Auslands- und Fach­vermitt­lung der Bundes­agentur (ZAV), www.zav.de. Sie hält für 30 europäische Länder – von Belgien bis Zypern – Informationen zum Thema Weiterbildung bereit.

Welche Kosten über­nimmt die Arbeits­agentur im Falle einer Weiterbildung?

Zu den Weiterbildungs­kosten, die von der Arbeits­agentur über­nommen werden, gehören folgende:

- Lehr­gangs­kosten
- Kosten für die Eignungs­fest­stellung (dies betrifft zum Beispiel Berufe wie Kranken­pfleger)
- Fahrt­kosten
- Kosten für die Betreuung von Kindern
- Kosten für auswärtige Unterbringung
- Kosten für Verpflegung.

Muss ich mich während der Weiterbildungs­phase weiter um Arbeits­stellen bewerben?

In der Regel ja. Verstärkt ist dies ab der zweiten Hälfte und in der Schluss­phase der Weiterbildung sinn­voll, wenn der Kurs­teilnehmer schon neue Fertigkeiten erworben hat, die für potenzielle Arbeit­geber interes­sant sind. Um wie viele Stellen sich ein Arbeits­loser mindestens monatlich bewerben muss, bespricht er eingangs mit seinem Arbeits­berater. Im Falle einer Jobzusage und Arbeits­aufnahme kann die Weiterbildung jeder­zeit vorzeitig abge­brochen werden.

Kann ich auch mehrere Weiterbildungs­angebote aus unterschiedlichen Bereichen wahr­nehmen?

Grund­sätzlich ist das möglich. Voraus­setzung für eine Förderung sind die fest­gestellten Qualifikations­defizite – also die Bestimmung jener Kennt­nisse, in denen der Arbeits­lose noch aufholen muss, um gute Chancen auf einen neuen Job zu haben. Weiterbildungs­experte Paul Ebsen nennt ein Beispiel: „Jemand, der jahre­lang berufs­tätig war, wird arbeitslos. Nach einigen erfolg­losen Bewerbungen wird deutlich, dass ein Bewerbungs-Training nötig ist, um ihn unter anderem hinsicht­lich Optik und Strukturierung einer modernen Bewerbungs­mappe auf den neuesten Stand zu bringen. Anschließend sehen seine Chancen auf einen neuen Job güns­tiger aus, zu den Anforderungen für sein spezi­fisches Berufs­bild gehören jedoch mitt­lerweile auch spezielle EDV-Kennt­nisse (beispiels­weise SAP). Sollte es keine anderen Vermitt­lungs­chancen geben, wird voraus­sicht­lich auch die zweite Maßnahme – der Erwerb von SAP-Kennt­nissen – gefördert.“

Welche Auswirkungen hat die Weiterbildung auf die Zahlung des Arbeits­losengeldes?

Eine Weiterbildung verlängert die Dauer des Anspruchs auf Arbeits­losengeld. Während sich normaler­weise die Anspruchs­dauer von Tag zu Tag im Verhältnis 1 zu 1 mindert, drosselt eine Weiterbildung diese Minderung um das halbe Tempo. Ein Beispiel macht es deutlich: Ein Arbeits­loser hat vom 1. Januar bis 31. Dezember eines Jahres Anspruch auf Arbeits­losengeld I – so wurde es zum Zeit­punkt seiner Antrag­stellung fest­gestellt. Vom 1. Juni bis 30. September absol­viert er eine viermonatige Weiterbildung. Dadurch verlängert sich sein Anspruch um zwei Monate (also um die Hälfte der Weiterbildungs­zeit), so dass er nun bis Februar des Folge­jahres Arbeits­losengeld I erhält.

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4 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Profilbild Stiftung_Warentest am 28.05.2021 um 00:10 Uhr
Weiterbildung / Urlaub

@a_2021: Stellen Sie einen schriftliche Antrag auf Ortsabwesenheit. Lehnt die Arbeitsagentur den Urlaub ab, können Sie gegen diesen Bescheid einen Widerspruch einlegen. Hat auch dieser keinen Erfolg, können Sie die Entscheidung der Arbeitsagentur auf dem Sozialgerichtsweg überprüfen lassen, (maa)

a_2021 am 25.05.2021 um 18:49 Uhr
Kein Urlaub während 10-monatiger Weiterbildung?

Liebes Test-Team,
ich starte in Kürze eine Weiterbildung via Bildungsgutschein vom Arbeitsamt. Da ich 2 betreuungspflichtige Kinder habe u mein Mann Vollzeit arbeitet, kann ich die Weiterbildung nur in der Teilzeitvariante ausführen (auch vor der Arbeitslosigkeit habe ich deshalb in Teilzeit gearbeitet). Statt 5,6 Monate in Vollzeit werde ich 10,3 Monate in Teilzeit für die Weiterbildung brauchen. Meine Betreuerin teilte mir mit, dass sie mir über die Zeit der Weiterbildung keinen Urlaub genehmigen könne, außer der Bildungsträger meldet selbst Urlaubstage an (was in meinem Fall nicht zutrifft). Ich empfinde das als diskriminierend für Familien, da ich Urlaub idR nehme, um meine Kinder zu betreuen, weil Schule bzw. Hort oder Kindergarten Schließtage haben (konkret stehen die Sommerschließzeiten an, die je nach Einrichtung zw 2 und 4 Wochen liegen). Meine Frage ist nun, wie sich eine Urlaubssperre von über 10,3 Monaten für betreuende Personen (Eltern) rechtfertigen lässt. Vielen Dank!

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.08.2017 um 11:37 Uhr
Wie lange ALG1 ?

@Mimi81: Die Dauer des Anspruch auf ALG1 hängt zum einen vom Alter ab, zum anderen davon, wie lange Sie in den letzten fünf Jahren vor Beginn des Anspruch sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Wenn Sie während des Bezugs von ALG1 eine berufliche Weiterbildung über Bildungsgutschein absolvieren, kann dies jedoch zu einer Verlängerung des Anspruchs führen (vgl. http://weiterbildungsguide.test.de/infothek/recht/arbeitsagentur, letzter Absatz). Weitere für Ihren speziellen Fall nützliche Hinweise können Sie bei kommunalen Weiterbildungsberatungsstellen (vgl. http://weiterbildungsguide.test.de/infothek/beratung/beratung) erhalten.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir über diese allgemeinen Informationen hinaus keine persönliche Rechtsberatung geben können. Wir empfehlen Ihnen, eine unabhängige Beratungsstelle aufzusuchen, wo man Ihren Fall prüfen kann. Beratung bieten zum Beispiel die Arbeiterwohlfahrt, die Volkssolidarität, die kirchlichen Verbände und spezialisierte Anwaltskanzleien. (PH)

Mimi81 am 29.07.2017 um 11:09 Uhr
Nach 12monate Alg1 auf ALG2 trotz 81 u.83 ff SGB3

Hallo,
Seit 1.9.16 beziehe ich ALG1.
Seit 4.10.16 - 27.7.18 nehmen ich an einer Umschulungsmaßnahme der Agentur für Arbeit HD (BW) Teil. Über einen Bildungsgutschein.
Meine
Ausbildung ist in TZ inkl einem 6.monats Praktikum (2.17-7.17) und einem Vorpraktium über 216 Std. (Vorraussetzung).
Frage:
Warum, bekomme ich als einzige in meinem Kurs nach 12 Monaten ALG2??????
Ich bin Alleinerziehend mit 1.Klässler. Und der Finanzielle Unterschied ist extrem schlecht für uns.
Meine
Umschuldung geht jetzt noch bis 27.7.18 ich bekomme nur die Fördermittel nach 83ff SGB 3. weiter bis zum Ende meiner Umschulung. Dann folgt ein bezahltes VZ Anerkennungsjahr ohne Alg1 oder ALG2.
Was läuft bei mir falsch???? Bitte um Hilfe!
Vlt habt ihr schriftliche Und rechtliche Vorlagen für meinen Widerspruch?
Vlg