Steck­brief Trink­wasser

FAQ Wasser Special

Trink­wasser wird zu 60 Prozent aus Grund­wasser gewonnen, zudem aus Flüssen, Seen, Talsperren und Quellen. Im Wasser­werk wird es meist aufbereitet. Je nach Stand­ort fließt es unterschiedlich zusammengesetzt aus der Leitung. Die Qualität wird so streng kontrolliert wie bei keinem anderen Lebens­mittel in Deutsch­land. Laut Umwelt­bundes­amt hält Leitungs­wasser die Vorgaben der Trink­wasser­ver­ordnung zu 99 Prozent ein. Sobald kritische Keime oder Chemikalien auffallen, müssen Wasser­werke vor dem Verzehr des Trink­wassers warnen. Nitrat aus intensiver Land­wirt­schaft belastet zwar mancher­orts das Grund­wasser, aber im Trink­wasser kommt es laut Umwelt­bundes­amt nur in Ausnahme­fällen zu Über­schreitungen – die Wasser­werke können einen Teil des Nitrats entfernen oder verschiedene Wässer miteinander mischen. Schad­stoffe wie Uran und Chrom kommen von Natur aus im Boden vor und können auch ins Trink­wasser übergehen. Blei, Kupfer, Nickel, Kadmium geraten in der Regel über unge­eignete Armaturen oder Rohre beim Verbraucher zu Hause hinein. Eine Recherche der Stiftung Warentest hat Ende 2013 gezeigt, dass das Trink­wasser in einigen unsanierten Altbauten in Nord- und Ostdeutsch­land noch durch Blei­rohre fließt. Bei Verdacht sollte sich der Verbraucher an das zuständige Wasser­werk oder Gesund­heits­amt wenden. Diese können in der Regel Labor­adressen für Trink­wasser­analysen nennen, die unter Umständen kostenfrei sind.

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