Saubere Sachen. Wer schonen wäscht, hilft auch der Umwelt.

In der Wasch­mittel­werbung strahlen Hemden blütenweiß, leuchten Blusen knallig bunt und flauschige Woll­pullis laden zum Kuscheln ein – warum klappt das im Wasch­alltag so selten? Sind Flüssig­wasch­mittel besser als Pulver? Was hat es mit der Aquastop-Funk­tion auf sich? Und warum erreicht das 60-Grad-Programm oft nur kurz die angegebene Temperatur? Unsere FAQ beant­worten Fragen rund um die Themen Wasch­mittel und Wasch­maschine.

Das richtige Wasch­mittel wählen

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Wie viele verschiedene Wasch­mittel sind nötig?

Drei Wasch­mittel reichen:

1. Ein gutes Color­wasch­mittel für Buntes zum Test Colorwaschmittel.

2. Ein gutes Voll­wasch­mittel für Weißes und starke Verschmut­zungen zum Test Vollwaschmittel.

3. Ein gutes Woll­wasch­mittel, das die Fasern von Wolle und Seide schont.

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Wie unterscheiden sich Color-, Voll- und Woll­wasch­mittel voneinander?

Color­wasch­mittel sind die Spezialisten für Buntes. Sie können vor Farb­über­tragungen schützen und Farben und Textilien schonend sauber waschen. Für Weißes sind sie auf Dauer unge­eignet. Da ihnen Bleich­mittel fehlen, meist auch optische Aufheller, kann weiße Wäsche recht zügig vergrauen.

Voll­wasch­mittel­pulver mit Bleiche und optischen Aufhellern sind die Spezialisten für Weißes. Sie waschen besonders sauber, hellen auf und wirken kraft­voll gegen starke Verschmut­zungen und Flecken sowie gegen unangenehme Gerüche, die sich in den Textilien fest­gesetzt haben. Farben lassen sie aber zügiger verblassen als ein Color­wasch­mittel.

Woll­wasch­mittel sind die Spezialisten für Seide und Wolle. Sie enthalten im Gegen­satz zu Color- und Voll­wasch­mitteln meist keine Proteasen. Diese Enzyme sind auf eiweiß­haltige Verschmut­zungen spezialisiert, greifen deshalb auch die Proteine in tierischen Fasern an. Mit proteasehaltigen Mitteln gewaschen, wird Seide schnell unansehnlich, Wolle verfilzt.

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Was bringen Spezial­wasch­mittel für schwarze und dunkle Textilien?

Schwarz­wasch­mittel sind Color- oder Fein­wasch­mittel mit der Auslobung speziell für dunkle Textilien. In unserem Waschmitteltest boten sie insgesamt keine Vorteile hinsicht­lich des Farbtoner­halts, der Textilschonung und Sauber­keit. Unser Fazit: Ein gutes Colorwaschmittel reicht.

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Was bringen Fein­wasch­mittel?

Fein­wasch­mittel sind konzipiert für pflegeleichte Wäsche in den Schon­programmen mit reduzierter Beladung, auch für die Hand­wäsche. Sie sollen Fasern und Farben schonen, enthalten keine Bleiche und meist keine optischen Aufheller. Zur Faserschonung kommen oft vermehrt schaum­bildende Seifen zum Einsatz. Im Waschmittel-Test boten sie aber insgesamt keine großen Vorteile. Ein gutes Colorwaschmittel lässt sich für alles Bunte und Schwarze verwenden, auch im schonenden Pflegeleicht­programm mit halber Beladung. Selbst für die schnelle Hand­wäsche im Wasch­becken reicht ein gutes Color­wasch­mittel völlig aus.

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Was ist der Unterschied zwischen Fein­wasch­mittel und Woll­wasch­mittel?

Woll­wasch­mittel enthalten meist keine Proteasen. Einzelne Fein­wasch­mittel werden vom Anbieter aber ausdrück­lich als für Woll­wäsche geeignet ausgelobt.

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Waschen Pulver besser als Flüssig­wasch­mittel?

Das hängt davon ab, ob es sich um ein Colorwaschmittel oder um ein Vollwaschmittel handelt. Gute Colors gibt es in beiden Varianten. Pulver können aber weiße Enthärterspuren auf der Wäsche zurück­lassen. Flüssige enthalten zum Enthärten statt­dessen höhere Konzentrationen an Seifen und anderen Tensiden. Einst ein Problem für die Umwelt, belasten heute einge­setzte Tenside Klär­anlagen oft nur noch wenig. Voll­wasch­mittel hingegen sollten am besten als Pulver gekauft werden. Die Flüssigen eignen sich weniger für Weißes. Grund: In flüssigen Produkten lässt sich kein Bleich­mittel einbinden, das besonders gut gegen farbige Flecken und Gerüche wirkt und die Wäsche aufhellt.

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Was ist der Unterschied zwischen Gelkissen und anderen Flüssig­wasch­mitteln?

Caps und Pods sind in der Regel höher konzentriert als Flüssige aus der Flasche. Die in wasser­löslicher Folie portionierten Kissen kommen mit der Wäsche in die Trommel, da sie sich in der Wasch­mittel­schublade der Maschine nicht schnell genug auflösen.

Tipp: Gelkissen haben wir im Rahmen unseres Tests von Vollwaschmitteln und unseres Tests von Colorwaschmitteln geprüft.

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Können von Gelkissen Gefahren für Klein­kinder ausgehen?

Früher standen die Gelkissen in der Kritik wegen der durch sie verursachten – zum Teil schweren – Vergiftungs­fälle. Klein­kinder finden die bunten Kissen attraktiv, beißen hinein und können sie zum Platzen bringen. Caps und Pods enthalten im Vergleich zu anderen Wasch­mitteln deutlich höhere Konzentrationen an Tensiden. Spritzt das Gel in den Rachen, können schon kleine Mengen Husten, Übel­keit und Erbrechen auslösen und in seltenen Fällen sogar die Lunge schädigen. EU-weit sind Anbieter inzwischen dazu verpflichtet, bestimmte Sicher­heits­anforderung zu erfüllen – etwa den Behälter so zu gestalten, dass er undurch­sichtig und für Kinder kaum zu öffnen ist.

Kleine Packungen vs. große Packungen

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Ist Wasch­pulver aus großen Kartons besser als Pulver aus dem Kunst­stoff­beutel?

In unseren Tests waschen Pulver aus dem Beutel meist besser als Pulver aus großen Wasch­mittel­kartons mit mehreren Kilo Inhalt – auch wenn sie denselben Marken­namen tragen. XL-Pulver basieren oft auf anderen, für die Hersteller güns­tigeren Rezepturen. Das bedeutet, sie enthalten häufig weniger wirk­same Inhalts­stoffe und geringere Mengen an fett­lösenden Tensiden und schmutz­knackenden Enzymen als Tütenpulver. Die Tests zeigen aber auch: Mit leistungs­starken Rezepturen können auch XL-Pulver gute Test­ergeb­nisse erzielen.

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Waschen teurere Wasch­mittel besser als billigere?

Nein. In den Tests kosten gute Pulver und Flüssige von Drogeriemarkt- und Handels­ketten oft nur 11 bis 14 Cent pro Wasch­ladung. Gute Marken­produkte dagegen etwa 26 Cent und mehr.

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Schneiden kleine Tütenpulver in der Umwelt­bilanz besser ab als Pulver in Groß­kartons?

Ein Vorteil der Kleinen: Wegen ihres Formats ist der Aufwand für Verpackung und Trans­port pro Wasch­ladung geringer als bei den Groß­paketen. Das spart unter anderem Müll. Allerdings gilt: Die Umwelt­bilanz der XL-Pulver hat sich im Lauf der Jahr­zehnte verbessert. Früher mussten sie zwei- bis dreimal höher dosiert werden. Heute ist die für eine Wäsche erforderliche Wasch­mittel­menge in Gramm bei den meisten Pulvern ähnlich nied­rig – egal in welcher Verpackung sie stecken.

Farben erhalten, Verfärbungen rück­gängig machen

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Kann ich Color­wasch­mittel auch für weiße Wäsche verwenden?

Für Weißes sind Colorwaschmittel auf Dauer nicht zu empfehlen. Weiße Textilien können zügig vergrauen. Color­wasch­mittel enthalten keine Bleich­mittel und meist auch keine optischen Aufheller. In diesem Zusammen­hang punkten vor allem die Vollwaschmittel.

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Wie gut entfernen Color­wasch­mittel Flecken?

Color­wasch­mittel sind keine Spezialisten für Flecken aller Art, sie enthalten keine Bleich­mittel. Die sind wichtig, um zum Beispiel Spritzer von Rotwein oder auch dunklen Säften zu entfernen. Die meisten zuletzt geprüften Kompakt­pulver zum Test Kompaktpulver beseitigen Flecken bei 40 Grad aber insgesamt gut. Das zeugt von leistungs­starken Kombinationen an fett­lösenden Tensiden und schmutz­knackenden Enzymen. Die besseren Fleck­entferner sind allerdings gute Vollwaschmittelpulver.

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Welche Wasch­mittel schonen Farben am besten?

Grund­sätzlich gilt: Jedes Wasch­mittel lässt Farben auf Dauer blasser aussehen. Das macht die Chemie, die darin steckt. Colorwaschmittel aber schützen vor Farb­über­tragungen und schonen Farben besser als Vollwaschmittel, die Bleiche und optische Aufheller enthalten.

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Wie wasche ich farbige Hand­tücher?

Das kommt darauf an, was wichtiger ist: die Hygiene oder die schönen Farben (siehe Frage darüber). Ein Color­wasch­mittel wirkt weniger gegen Keime, schützt aber Farben besser. Ein Voll­wasch­mittel hingegen greift Farben mehr an, wirkt mit seiner Bleiche aber auch gegen Keime und Gerüche und wäscht Flecken besser heraus. Das ist hygie­nischer. Günstig sind farb­echte Hand­tücher.

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Wie wird vergraute Weiß­wäsche wieder weiß?

Haben sich Schmutz­partikel in der Wäsche fest­gesetzt, ist es kaum möglich, das Vergraute wieder weiß zu bekommen. Zitrone und Back­pulver, wie häufig in Internetforen empfohlen, helfen hier nicht weiter – das zeigen unsere Unter­suchungen Was gegen den Grauschleier hilft. So genannte Wäsche-weiß-Tücher können kurz­zeitig helfen. Ihre optischen Aufheller legen sich während des Waschens auf die Textilien, bleiben dort haften und erzeugen ein besonders strahlendes Weiß. Sie lösen aber nicht das Grund­problem. Der Schmutz bleibt in den Fasern und bricht irgend­wann wieder durch die optischen Aufheller. Am besten lässt sich der Vergrauung mit einem guten Vollwaschmittelpulver vorbeugen. Es enthält bereits optische Aufheller, löst den Schmutz aus den Fasern und verhindert zugleich wirk­sam, dass sich der gelöste Dreck wieder auf die Fasern absetzt und sie vergraut. Statt­dessen fließt der Dreck mit dem Spül­wasser in den Abfluss.

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Wie lassen sich Verfärbungen wieder rück­gängig machen?

Spezielle Entfärber können helfen, wenn etwa eine bunte Socke die weiße Wäsche getönt hat. Am besten die verfärbte Wäsche nach Anleitung einweichen und anschließend in der Maschine mit Voll­wasch­mittel waschen.

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Warum vergilbt Wäsche?

Meist entstehen Vergilbungen, wenn weiße Wäsche länger unbe­nutzt im Schrank lagert. Organische Substanzen wie Lebens­mittel­flecken altern und färben sich mit der Zeit gelb­lich. Mehr­maliges Waschen bei 60 Grad mit einem guten Voll­wasch­mittel lässt die Vergilbung in der Regel verschwinden. Pflege­etiketten in den Textilien beachten. Sie empfehlen Wasch­temperaturen und -programme.

Wasch­mittel richtig dosieren

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Stimmen die Dosierungs­angaben der Wasch­mittel­anbieter?

Im Test wird immer nach Herstel­ler­angaben dosiert. Die Ergeb­nisse zeigen: Gute Mittel bekommen Schmutz­wäsche mit der empfohlenen Dosis sauber. Grund­sätzlich gilt: Wird zu groß­zügig dosiert, leiden Umwelt und Geldbeutel. Zu wenig wäscht nicht richtig sauber. Es empfiehlt sich auf die Anbieter­angaben zu achten, die auf der Verpackung stehen.

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Wie dosiere ich Wasch­mittel richtig?

Die Dosierung richtet sich nach drei Dingen: Wie voll ist die Trommel, wie schmutzig ist die Wäsche und wie hart das Leitungs­wasser? Die richtige Menge steht auf der Verpackung, meist unterteilt in drei Kategorien: leicht, normal und stark verschmutzte Sachen.

Leicht verschmutzt bedeutet: keine Flecke, verschwitzt, kurz benutzt.

Normal umfasst sicht­baren Schmutz, wenige leichte Flecke, Bett­wäsche und Hand­tücher einer Woche.

Stark verschmutzt entspricht vielen, auch hartnä­ckigen Flecken wie Gras und Erde sowie Berufs­kleidung, Küchen­hand­tücher und Putzlappen.
Die Wasser­härte nennt das örtliche Wasser­werk. Achtung: Die Dosierung kann sich bei jedem Wasch­mittel wegen einer neuen Rezeptur oder abhängig von der Trommelgröße ändern.

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Spare ich bei Maschinen mit Mengen­automatik bei halber Beladung auch die Hälfte an Wasch­mittel?

Selbst­dosierende Wasch­maschinen sind mit Tanks ausgestattet, in die sich ein Flüssig­wasch­mittel einfüllen lässt. Die Hersteller verraten nicht, wie sie Wasch­mittel dosieren. Die Menge hängt aber auch vom Material der Wäsche und der Wasser­menge ab. Einige Hersteller bieten dafür sogar eigene Wasch­mittel an. In einer Stich­probe testeten wir, wie gut das 2-Phasen-Produkt eines Herstel­lers wäscht. Im Test schnitt das doppelt so teure Mittel jedoch schlechter ab als ein herkömm­liches Produkt. Neuere Geräte verfügen über einen Beladungs­sensor, der in der Trommel der Geräte über die benötigte Wasch­mittel­menge informieren soll.

Enthärter zum Wasch­mittel oder nicht

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Soll ich bei hartem Wasser Enthärter zum Wasch­mittel geben?

Moderne Wasch­mittel enthalten genügend Enthärter, wenn sie korrekt nach Anbieter­angaben dosiert werden. Die Wasch­mittel­menge hängt nicht nur von der Wasser­härte ab, sondern auch von der Trommelgröße und der Verschmut­zung der Wäsche. Je dreckiger die Textilien, desto mehr Wasch­mittel kommt in die Maschine. Bei sehr kalkhaltigem Wasser steigt die Dosis weiter: Wer fleckige Berufs­kleidung mit hartem statt weichem Wasser waschen muss, braucht zusätzlich 40 bis 50 Milliliter Kompakt­pulver.

Mit der höheren Menge gelangen aber auch mehr Bleich­mittel, Enzyme, optische Aufheller und Füll­stoffe ins Abwasser. Vermeid­bar wäre das zum Beispiel mit Wasch­mitteln nach dem Baukastenprinzip: ein Basis­wasch­mittel, das je nach Bedarf mit Bleich­mittel und Enthärter ergänzt wird. Dies ist zwar umwelt­schonender, aber nicht unbe­dingt billiger.

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Wie verhindere ich weiße Rück­stände auf der Wäsche nach dem Waschen?

Weiße Spuren kommen meist von Wasser­enthärtern im Wasch­pulver, den Zeoli­then. Sie sollten mit dem Spül­wasser im Abfluss landen. Das klappt nicht immer. Solche Flecken und Streifen lassen sich nach dem Trocknen ausbürsten, abklopfen oder feucht abwischen. Um sie zu vermeiden, kann es auch helfen, die Trommel weniger voll­zuladen, das Pulver nach Anbieter­angaben zu dosieren oder die Wäsche extra zu spülen. Dunkle Teile am besten auf links waschen. Auch eine Lösung: flüssige Wasch­mittel zu wählen. Die enthalten keine festen Enthärter.

Pfle­gehin­weise beim Waschen

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Was bedeutet das durch­gekreuzte Dreieck in den Pflegekenn­zeichen?

Das durch­gekreuzte Dreieck steht grund­sätzlich für „nicht bleichen“ - ohne Ausnahme. Es spielt keine Rolle, ob die Bleiche aus Fleck­entfernern oder Voll­wasch­mitteln stammt. Aus hygie­nischen Gründen ist es aber sinn­voll, weiße Bett­wäsche aus Baumwolle sowie Geschirr­hand­tücher und dergleichen mit Voll­wasch­mittel­pulver zu waschen. Auch um ein früh­zeitiges Vergrauen der weißen Textilien zu verhindern. Was die Symbole auf den Etiketten bedeuten, erklärt unsere Meldung zum Thema Textilienpflege.

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Wie soll Wäsche am besten sortiert werden?

Hell, dunkel, weiß – oft reicht diese Einteilung aus. Sehr stark Verschmutztes wie mit Öl befleckte Berufs­kleidung am besten separat waschen. Ebenso neue, nicht wasch­echte Textilien oder sie nur mit gleich­farbiger Wäsche in die Maschine stecken. Achten Sie auf die Pflegekenn­zeichen an den Textilien: Sie empfehlen Wasch­temperaturen und -programme.

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Wann ist die Trommel voll?

Klar ist: Nur voll beladen wäscht die Maschine ökonomisch. Wobei die optimale Füll­menge vom Programm abhängt. Wie viel das bei welchem Wasch­gang ist, steht in der Anleitung. Um ein Gefühl für die richtige Wasch­menge zu bekommen, hilft es, einmal eine Ladung Trocken­wäsche zu wiegen. Ist ein 10-Liter-Eimer locker gefüllt, sind das etwa 2,5 Kilogramm Schmutz­wäsche. Maximal beladen ist die Wasch­maschine, wenn die Wäsche mit etwas Druck in die Trommel passt.

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Wie lassen sich Knitterfalten und helle Abrieb­streifen vermeiden?

Textilien knittern in einem Schon­programm mit geringer Beladung weniger als in einem Bunt­programm mit prall gefüllter Trommel. Auf dunklen Sachen kommen Streifen nicht nur von Pulver­ablagerungen. Bei starker mecha­nischer Bean­spruchung in der Trommel wird manchmal schlicht die Farbe abge­rieben. Es hilft, die Textilien auf links zu waschen, ein Schon­wasch­gang einzustellen und weniger zu schleudern.

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In T-Shirts entdecke ich immer mal kleine Löcher. Wo kommen die her?

Beim Waschen können Nieten und unver­schlossene Reiß­verschlüsse anderer Textilien Löcher in T-Shirts reißen. Die Löcher können aber auch durch Material­fehler oder kleinere Trageschäden entstehen, die durch die mecha­nische Belastung beim Waschen erst sicht­bar werden.

Umwelt­schonend waschen

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Was belastet beim Wäsche­waschen die Umwelt am meisten? Die Produktion der Maschine, der Wasch­mittel­verbrauch oder der verbrauchte Strom?

Wir haben für den gesamten Wasch­prozess eine Lebens­zyklus-Analyse (sogenannte Ökobilanz) erstellt. Darin wird umfassend berück­sichtigt, was Umwelt und menschliche Gesundheit beein­trächtigt: Vom Rohstoff­verbrauch und den Herstellungs­prozessen für die Maschine über den Betrieb mit Wasser, Strom und Wasch­mittel bis hin zur Entsorgung. Das Ergebnis unserer Berechnungen zeigt: Keiner dieser Haupt­faktoren ragt hervor. Alle drei beein­flussen die Ökobilanz in ähnlicher Größen­ordnung.

Wasch­maschine. Ihre Produktion verschlingt Rohstoffe und Energie und verursacht – bei 15-jähriger Lebens­dauer und 300 Wäschen pro Jahr – umge­rechnet pro Wasch­gang ein knappes Drittel der gesamten Umwelt­belastung.

Tipp: Geht Ihre Wasch­maschine kaputt, lohnt sich die Reparatur aus ökologischer Sicht fast immer. Ein guter Reparatur­service ist also wichtig. Bei Neukauf sollten Sie ein Gerät mit dem Urteil sehr gut in unserer Dauer­prüfung wählen.

Energie. Der Strom­verbrauch verursacht im Schnitt ein weiteres knappes Drittel der Umwelt­belastung durchs Waschen, zum Beispiel wegen der Emissionen von Kohle­kraft­werken.

Tipp: Beim Maschinenkauf auf gute Umwelt­eigenschaften achten! Auch bei alten Geräten lässt sich sparen: Abge­sehen von Schon­programmen die Trommel – ohne Gewalt – voll­stopfen und die Temperatur möglichst nied­rig wählen.

Wasch­mittel. Sie sind der dritte dicke Posten in der Ökobilanz. Die Chemikalien werden aufwendig produziert und belasten am Ende das Abwasser. Die Verpackung ist dagegen relativ unbe­deutend, erst recht wenn der Kunde zu Pulvern in Folien­verpackungen greift.

Tipp: Nicht über­dosieren. Nutzen Sie vor allem Color- oder Fein­wasch­mittel. Ihre Rezepturen sind relativ umwelt­schonend und strapazieren Fasern und Farben der Textilien weniger als bleich­mittel­haltige Voll­wasch­mittel­pulver. Halten Wäsche­stücke länger, werden also nicht so schnell ersetzt, ist das ein weiterer Gewinn für die Umwelt.

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Ist ein Warm­wasser­anschluss für eine Wasch­maschine sinn­voll?

Die Idee ist bestechend: Die Wasch­maschine heizt das Wasser nicht selbst auf, sondern bedient sich am Warm­wasser­anschluss des Hauses. Das soll Strom­kosten senken. Denn tatsäch­lich brauchen Wasch­maschinen zum Aufheizen des Wassers besonders viel Energie. Doch nur wenige Maschinen lassen sich direkt ans Warm­wasser­netz anschließen, meist muss eine Steuer­einheit vorgeschaltet werden, die die Temperatur regelt.

Vor einigen Jahren haben wir Maschinen mitgetestet, die ohne Vorschalt­gerät auskommen. Ergebnis: Ein Warm­wasser­anschluss lohnt sich nur, wenn der Strom fürs Erhitzen effizient erzeugt wird, etwa über eine Wärmepumpe oder mit Solarkollektoren. Außerdem sollten die Zuleitungen kurz und gut isoliert sein: Je länger das warme Wasser trans­portiert werden muss, desto ineffizienter.

Die richtige Wasch­temperatur

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Wird die Wäsche auch bei nied­rigen Wasch­temperaturen sauber?

Wenn es sich um wenig verschmutzte Kleidung handelt, kann auch ein Wasch­gang bei 20 oder 30 Grad Celsius ausreichen. Der sogenannte Sinnersche Kreis besagt, dass die Faktoren Zeit, Temperatur, Mechanik und Chemie voneinander abhängen. Sinkt einer der genannten Para­meter, muss mindestens ein anderer steigen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Um den erwünschten Reinigungs­effekt bei nied­rigen Temperaturen zu erzielen, sollten sollten also Programme mit entsprechend längeren Wasch­zeiten gewählt werden. Auch die Ökö- oder Eco-Programme funk­tionieren nach diesem Prinzip. Bei stark verschmutzter Wäsche helfen nied­rige Temperaturen hingegen kaum weiter. Bleiche, die sowohl gegen Flecken als auch gegen Keime wirkt, braucht eine Mindest­temperatur um zu wirken. Die liegt ungefähr bei 50 Grad.

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Stimmt es, dass einige Maschinen die Wasch­temperatur von 60 Grad nicht oder nur kurz erreichen?

Es gibt leider keine für die Anbieter bindende Vorschrift, die besagt, dass ein 60-Grad-Programm auch 60 Grad erreichen muss. Auch die EU-Verordnung, die als Grund­lage für die Ermitt­lung der Effizienz­klasse des Energielabels gilt, definiert das 60-Grad-Programm nicht genauer. Daher liegt hier recht­lich gesehen kein Sach­mangel vor. Trotzdem fordern wir für eine gute Bewertung in diesem Prüf­punkt, dass mindestens 57 Grad erreicht werden müssen.

Erreicht eine Maschine die angegebene Temperatur nicht, bewerten wir das in dem Einzel­urteil negativ. Dies fließt als Teilbe­wertung ins Gesamt­urteil ein. Wird die normale Wäsche aber trotz der nied­rigeren Temperatur sauber, haben wir die Funk­tion insgesamt mit gut bewertet. Wenn eine Maschine insgesamt gut wäscht, spült und schleudert, wenig Strom verbraucht, zuver­lässig ist und sich leicht bedienen lässt, wollten wir dies mit einem guten Gesamt­urteil würdigen.

Tipp: Gute Geräte finden Sie in den Waschmaschinen-Tests der Stiftung Warentest.

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Wann braucht meine Wäsche eine Vorwäsche?

Für normale Verschmut­zungen ist in der Regel keine Vorwäsche nötig. Unsere Tests zeigen: Selbst im 60-Grad-Eco-Programm, in dem manche Hersteller das Wasser auf gerade mal 27 Grad aufheizen, wird Wäsche meist sauber. Moderne Wasch­mittel und längere Programm­lauf­zeiten gleichen die geringere Temperatur aus. Anders verhält es sich bei sehr stark verschmutzter Wäsche wie Berufs­kleidung. Hier kann die längere Einwirk­zeit helfen, hartnä­ckige Flecken zu entfernen. Tipp: Waschen Sie besonders Öl- oder fett­verschmierte Teile immer separat. So verhindern Sie, dass andere Wäsche­stücke etwas von dem Öl- oder Fett­film abbe­kommen.

Wäsche waschen und Hygiene

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Meine Wasch­maschine stinkt, auch die Wäsche riecht unangenehm. Was kann ich tun?

Ein übler Geruch kann verschiedene Ursachen haben: dauer­haft nied­rige Wasch­temperaturen, kurzes Wasch­programm, falsches oder zu wenig Wasch­mittel. Oder in der Wasch­maschine bleibt Wasser zurück. Vermehren sich dort Bakterien über­mäßig, bildet sich mit der Zeit ein Biofilm, dessen intensiver Geruch sich auch auf die Wäsche über­tragen kann. Um dem vorzubeugen, sollten Sie regel­mäßig – mindestens einmal pro Monat – bei höherer Temperatur (ab 60°C) waschen – am besten mit einem Vollwaschmittelpulver. Nach jeder Wäsche die Waschmaschine austrocknen lassen, indem Sie die Gerätetür und das Wasch­mittel­dosierfach öffnen. Das Fach am besten regel­mäßig mit einem feuchten Lappen auswischen. Es lässt sich auch heraus­ziehen und unter den Wasser­hahn halten. Die kleinen engen Stellen sind gut mit einer Zahnbürste sauber­zubekommen.

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Was ist zu tun, wenn Sport­shirts nach der Wäsche mit Color­wasch­mittel noch unangenehm riechen?

Bevor unangenehm riechende Wäsche im Müll landet, hilft es zur Not, sie mit bleichhaltigem Voll­wasch­mittel zu waschen. Auch Gerüche in der Maschine verschwinden häufig nach einer 60-Grad-Wäsche mit Vollwaschmittelpulver (siehe vorhergehende Frage). Verschwitztes sollte nicht feucht über mehrere Stunden und Tage hinweg in der Sport­tasche oder im Wäschekorb liegen bleiben. Am besten trocknen, bevor es zur Dreck­wäsche kommt oder sofort waschen. Auch Temperatur hilft: je höher die Wasch­temperatur, desto effektiver die Wirkung. Die meisten Sport­kleidungs­stücke erlauben allerdings nur eine Temperatur von 30 bis 40 Grad Celsius.

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Ist das Öko- oder Ecoprogramm auch für Menschen mit anste­ckenden Krankheiten geeignet?

Bei der Wasser­temperatur im 60-Grad-Ecoprogramm sind die Unterschiede groß: Einige Maschinen erreichen gerade mal 27 Grad Celsius, Temperaturen um 30 oder 40 Grad sind keine Seltenheit. Die Maschinen gleichen die fehlende Hitze aus, indem sie deutlich länger laufen. Selbst Flecken von Blut, Haut­fett, Kakao, Öl oder Rotwein lassen sich so entfernen.

Anders sieht es aus, wenn mit der relativ hohen Temperatur von 60 Grad Celsius Keime abge­tötet werden sollen. Menschen mit Pilz­erkrankungen oder Durch­fall­infekten sollten ihre Wäsche im normalen 60-Grad-Programm waschen. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass schon ab 50 Grad Celsius die meisten Keime absterben.

Wäsche waschen – Fach­begriffe verstehen

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Was ist ein„chemisch-mecha­nischer Aquastop“?

Der chemisch mecha­nischen Aquastop schützt vor Wasser­schäden bei kaputtem Zulauf­schlauch (geplatzt oder Haarrisse). Das austretende Wasser sammelt sich im zweiten Schlauch (der den Zulauf­schlauch ummantelt) und kommt mit einer chemischen Substanz in Kontakt, die sich ausdehnt und dadurch ein Ventil am Wasser­hahn schließt.

Bei einem elektrischen Aquastop wird das Ventil im zweiten Schlauch am Wasser­hahn elektrisch gesteuert und kann so auch geschlossen werden, wenn es andere Probleme in der Maschine gibt, wie z.B. Undichtig­keiten am Laugenbehälter oder bei innenliegenden Schläuchen. Zum Schutz vor geplatzten Zulauf­schläuchen sind beide Systeme geeignet.

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Miele wirbt mit seiner „Schontrommel“ – was ist das und was bringt das?

Leider gibt es bisher noch keine stan­dardisierten Prüfungen zu der ausgelobten Wäscheschonung durch spezielles Design der Wäschetrommel sprich Schontrommel. Mangels normierter Prüf­verfahren haben wir selber probehalber einige Tests durch­geführt. Die Unter­suchungen lassen bislang noch keine Bewertung zu, es hapert vor allem an der Repro­duzier­barkeit der Prüf­ergeb­nisse. Aus diesem Grund konnten wir hier keine Ergeb­nisse veröffent­lichen. Wir bleiben an dem Thema dran und werden, wenn wir realisier­bare Prüf­konzepte haben oder die Normung Prüfungen vorschlägt, diese in unser Test­programm aufnehmen.

Die wichtigsten Hinweise zum Wasch­maschinenkauf

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Waschen teurere Maschinen besser als güns­tige − und halten sie länger?

Insgesamt waschen die von uns in den letzten Jahren getesteten Maschinen erfreulich gut. Einen eindeutigen Zusammen­hang zwischen Verkaufs­preis und Qualität haben wir nicht gefunden: Nicht jede teure Maschine wäscht auto­matisch gut und ist lange halt­bar. Auch Maschinen von Traditions­herstel­lern sind im Dauer­test vereinzelt ausgefallen. Dennoch hat Qualität ihren Preis: Die Testsieger der letzten Jahre kosten um die 650 Euro. Für Hausmänner und –frauen, die kleine Abstriche bei einzelnen Funk­tionen machen, sind gute Maschinen ab etwa 400 Euro zu haben.

Tipp: In den Waschmaschinen-Tests der Stiftung Warentest gibt es die Antworten auf Ihre Fragen: Wie hoch sind Wasser­verbrauch, Betriebs­kosten, Strom­verbrauch? Welche Maschine schleudert besonders gut? Welche über­steht die Dauer­prüfung besonders gut und ist leicht zu hand­haben?

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Was ist der Unterschied zwischen Top- und Frontladern?

Top­lader − also Maschinen, die von oben beladen werden − sind mit etwa 40 Zenti­metern Breite meist wesentlich schmaler als Frontlader mit etwa 60 Zenti­metern. Sie passen daher besonders gut in kleine Bäder. Zudem kann es bei Rücken­problemen eine Erleichterung sein, die Wäsche von oben einfüllen und entnehmen zu können.

2016 haben wir Front- und Top­lader gegen­einander antreten lassen. Das Ergebnis: Die Frontlader schafften zwar etwas bessere Wasch­ergeb­nisse. Insgesamt über­zeugten aber fast alle getesteten Top­lader. Besonderes Plus: Alle Top­lader schleudern gut, obwohl sie nur mit 1200 Umdrehungen pro Minute arbeiten – deutlich weniger als die getesteten Frontlader mit 1600 Umdrehungen. Die Programme der Platz­sparer liefen außerdem zum Teil deutlich schneller als die der Konkurrenz. Den Dauer­test, der zehn Jahre Nutzung nach­stellt, über­standen beide Bauarten ähnlich gut.

Top­lader sind daher eine Alternative für Ungeduldige, Singles, kleine Familien und Bewohner kleiner, enger Bäder.

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Gibt es „No-Name“-Maschinen aus dem Hause bekannter Marken­hersteller?

Anders als bei Keksen oder Limonade gibt es bei Wasch­maschinen kaum „No-Name“-Produkte. Gelegentlich gibt es in Bau- oder Abholmärkten preis­werte Angebote. Diese Maschinen stammen aber meist von eigen­ständigen Marken. Der Stiftung Warentest ist aus den letzten Jahren kein Fall bekannt, in dem sich ein Marken­produkt aus dem höheren Preissegment ohne Label in den Verkaufs­raum geschlichen hätte.

Einige Hersteller verfolgen eine Mehr­marken­strategie. Die BSH Hausgeräte GmbH etwa bietet Wasch­maschinen unter den Marken Bosch, Siemens und Constructa an, die zum Teil in unterschiedlichen Preissegmenten mit unterschiedlichen Ausstattungs­merkmalen angeboten werden.

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Muss ich wirk­lich eine Maschine mit A+++ kaufen, oder reicht auch A++?

Geräte mit dem derzeit höchsten Energielabel A+++ versprechen, Strom und Wasser zu sparen und dabei die Umwelt schonen. Für A+++ muss der jähr­liche Strom­verbrauch einer Wasch­maschine unter 46 Kilowatt­stunden liegen. Ermittelt werden die Werte allerdings nur anhand eines bestimmten Programms, des sogenannten Öko- oder Eco-Programms. Dieses Programm erkennen Sie an einem Symbol am Bedien­feld, das an ein Schiff von oben erinnert. Die Unterschiede sind enorm: 7 Cent kostete das Programm mit dem geringsten Strom­verbrauch im Test 2018, 37 Cent das Programm mit dem höchsten.

Nach einer Studie der Universität Bonn nutzen die Deutschen das Eco-Programm ohnehin nur für rund jeden sechsten Wasch­gang. Es ist besonders effektiv bei großen Trommeln: Je höher die Beladung, desto geringer ist rechnerisch der Verbrauch. Eine voll beladene Maschine senkt also ebenfalls die Kosten für Wasser und Strom. Unsere Tests haben gezeigt, dass kaum gefüllte Trommeln pro Kilogramm bis zu doppelt so viel Strom und Wasser verbrauchen wie voll beladene. Nutzer sollten daher darauf achten, je nach Programm ausreichend viel Wäsche pro Wasch­gang einzufüllen. Der Unterschied zwischen A++ und A+++ spielt dabei eine geringere Rolle.

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