FAQ Wäschetrockner Special

Wäschetrockner sind nicht nur praktisch: Sie helfen sogar, Heiz­kosten zu sparen, wenn es draußen kälter wird. Moderne Wärmepumpen machen die neue Trockner-Generation spar­samer. Sie holen die zum Trocknen verwendete Energie wieder aus der Abluft zurück. Doch inwiefern ist diese Technik herkömm­lichen Abluft­trockner über­legen? Hier lesen Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Anschaffung, Technik und Pflege von Wäschetrock­nern.

Ihre Fragen, unsere Antworten

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Kondensations­trockner gibt es kaum noch ohne Wärmepumpe – was ist der Vorteil?

Beim modernen Trockner mit Wärmepumpe durch­strömt aufgeheizte Warm­luft die Wäsche und nimmt deren Feuchtig­keit auf (Test Wäschetrockner). Die warme Luft wird in der Wärmepumpe entfeuchtet und mithilfe der zuvor entzogenen Energie erneut erwärmt. So nutzt die Wärmepumpe einen Teil der Abwärme fürs nächste Trocknen. Der klassische Trockner ohne Wärmepumpe hat einen Wärmetauscher, der die feucht­heiße Luft abkühlt. Die Feuchtig­keit kondensiert zu Wasser. Zum Kühlen braucht der Trockner Raum­luft. Die erwärmt sich und entweicht später ungenutzt.

Vorteil der Wärmepumpen­technik: Sie spart Strom. Wärmepumpentrockner verbrauchen weniger als die Hälfte der Energie eines Trock­ners ohne Wärmepumpe, teil­weise sogar nur ein Drittel. Zudem kommen sie mit weniger Hitze aus als herkömm­liche Trockner. Das schont die Wäsche.

Nachteil: Trockner mit Wärmepumpe sind in der Regel teurer in der Anschaffung. Und sie enthalten umwelt­schädliche Kälte­mittel. Altgeräte sollten daher unbe­dingt beim Recycling­hof abge­geben werden. Am besten ist es, wenn der Händler bei der Lieferung eines neuen Geräts den alten Trockner mitnimmt.

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A++, A+++ – was sagt mir das Energielabel auf der Maschine?

Mit A+++ gekenn­zeichnete Wäschetrockner brauchen am wenigsten Energie. Rund ein Viertel weniger als A++-Modelle. Wer auf dem Euro achtet: Die getesteten A++-Geräte sind in den meisten Fällen billiger als Geräte mit einem Plus mehr. Ihr höherer Strom­verbrauch macht sie auf zehn Jahre Betrieb gerechnet nicht teurer als markengleiche Modelle aus der höchsten Energies­park­lasse. Ökologisch sieht die Rechnung anders aus: Fachleute kalkulieren: Würden ein Jahr lang sämtliche Kunden A+++-Modelle statt A++-Trockner kaufen, brächte das jähr­lich grob über­schlagen eine Ersparnis von etwa 16 Gigawatt­stunden Strom – das ist so viel, wie eine Klein­stadt mit etwa 10 000 Einwohnern im Jahr verbraucht. Fürs Klima rentieren sich die Mehr­ausgaben für spar­same Trockner durch­aus.

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Ist es nicht am spar­samsten, die Wäsche auf der Leine trocknen zu lassen?

Nicht unbe­dingt. Im Sommer an der frischen Luft ist die Wäscheleine die beste Variante: Das Trocknen im Freien kostet nichts und schont die Umwelt. Im Winter aber geht die Rechnung oft nicht auf. Steht der Wäsche­ständer in der beheizten Wohnung, sinkt durch das Trocknen die Raum­temperatur, sodass die Heizung stärker gefordert ist. Außerdem muss dann häufig gelüftet werden, um die Feuchtig­keit aus dem Raum zu bekommen. Sonst droht Schimmel. Das kostet insgesamt so viel Energie, dass ein moderner Wäschetrockner spar­samer sein kann.

Tipp: Test­ergeb­nisse zu 90 Wäschetrocknern zeigt unser Produktfinder Wäschetrockner.

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Wie trockne ich mit Daunen gefüllte Textilien am besten im Trockner?

Mit Daunen gefüllte Textilien wie Jacken, Mäntel oder Kissen sollten immer im Trockner getrocknet werden, da die Federn beim Trocknen auf der Leine leicht verkleben. Wichtig ist, den Textilien genug Platz in der Trommel zu lassen, damit sie Bewegung haben. Die Trommel sollte also nicht prall gefüllt sein. Geben Sie außerdem drei, vier Tennis­bälle dazu. Das schützt die Daunen vor dem Verklumpen. Da die einzelnen Daunen sehr leicht sind, lösen sie sich ohne äußere Einwirkung nur sehr schwer wieder aus einem „Klumpen“. Die Tennis­bälle sorgen für eine entsprechende mecha­nische Einwirkung von außen.

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Muss ich wirk­lich die Flusenfilter und -siebe der Geräte so oft reinigen?

Ja, auch wenn es manchmal etwas umständlich ist: Waschen Sie die Flusen- und Wärmepumpensiebe am besten nach jedem Trockengang aus. Anhaftende Flusenreste entfernen sie am besten durch Absaugen mit dem Staubsauger. Werden die Filter nicht regel­mäßig gereinigt, können sich Trocken­zeit und Energieverbrauch mit der Zeit erheblich verlängern und die Geräte Schaden nehmen. Einzelne Anbieter wie Bosch und Siemens bieten Trockner mit selbst­reinigenden Wärmetauschern. Bei früheren Generationen selbst­reinigender Bosch- und Siemens-Trockner gab es offen­bar Probleme aufgrund verstopfter Pumpen. Das berichteten jedenfalls etliche test-Leser.

Die Firma BSH Hausgeräte, Hersteller der Wäschetrockner von Bosch und Siemens, hat auf Nach­frage der Stiftung Warentest erklärt, die selbst­reinigenden Modelle seien über­arbeitet worden. Alle nach Herbst 2011 auf den Markt gekommenen Modelle würden bei sachgemäßem Gebrauch zuver­lässig funk­tionieren. Wir haben das durch ein renommiertes Markt­forschungs­institut über­prüfen lassen. Die Ergeb­nisse der repräsentativen Umfrage finden Sie im kostenfreien Bereich unseres Produktfinders Wäschetrockner.

Einen Arbeits­gang können auch selbst­reinigende Wäschetrockner ihren Nutzern nicht abnehmen: Das Flusensieb im Bereich der Tür muss nach jedem Durch­lauf von Hand gesäubert werden.

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Wird die Wäsche im Wäschetrockner auch ohne Weich­spüler weich?

Wenn Sie Ihre Wäsche im Trockner trocknen, können Sie oft auf den Einsatz von Weich­spüler verzichten. Im Vergleich zum Aufhängen auf der Leine bietet der Trockner den Vorteil, dass die Wäsche in der Trommel permanent in Bewegung ist und dabei gleich­zeitig von warmer Luft durch- und umströmt wird. Je nach Material und Verarbeitung gelangt Luft zwischen die Fasern, sodass die Textilien flauschig werden. Auf der Leine geschieht dies primär in einer Richtung, je nachdem, wie der Wind gerade weht. Im Trockner hingegen erfolgt die Durch­strömung ständig aus einer anderen Richtung, was das Einlagern von Luft erleichtert. Auch die Reibungs­vorgänge der Wäsche­stücke unter­einander tragen dazu bei, dass die Wäsche weich wird, weil die einzelnen Teile durch die mecha­nische Einwirkung nicht so „starr“ werden wie auf der Leine. Allerdings tritt dieser Effekt nicht bei allen Textilien gleich auf. Die Art und Verarbeitung des Stoffes spielt hier eine Rolle.

Tipp: Test­ergeb­nisse zu 90 Wäschetrocknern zeigt unser Produktfinder Wäschetrockner.

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Manche Bosch-Wärmepumpentrockner enthalten als Kälte­mittel brenn­bares Propan. Ist das nicht gefähr­lich?

Solange die Wärmepumpe intakt ist, ist das unpro­blematisch. Bei einem Leck kann ein gefähr­liches Gas-Luft-Gemisch entstehen. Um das zu vermeiden, empfiehlt der Hersteller BSH Hausgeräte eine Mindest­größe für den Aufstell­raum: ein Kubik­meter pro 8 Gramm Propan. Die Trockner enthalten maximal 150 Gramm, das erfordert 19 Kubik­meter Raumgröße, was etwas mehr als 2 mal 3 mal 3 Metern entspricht. Die Angaben finden sich in der Gebrauchs­anleitung und auf dem Typenschild. BSH teilte mit, in etwa jedem fünften Wärmepumpentrockner Propan (R290) als Kälte­mittel einzusetzen, vor allem in A+++-Geräten. Im Gegen­satz zu herkömm­lichen Kälte­mitteln belastet Propan bei der Entsorgung nicht die Umwelt.

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