Den Vitamin-Spiegel bestimmen

Von 2008 bis 2012 haben sich die Ausgaben der Krankenkassen für die Bestimmung von Vitamin D mehr als verdoppelt, hat der Spitzen­verband der gesetzlichen Kranken­versicherung GKV fest­gestellt. test.de erklärt, wie der Arzt das Vitamin D bestimmt – und wann Krankenkassen die Kosten tragen.

Bei Verdacht auf Mangel zahlt die Kasse

Die Krankenkassen bezahlen die Bestimmung von Vitamin D, wenn ein Verdacht für einen Mangel vorliegt. Wer den Vitamin-D-Status auf eigene Rechnung bestimmen lassen möchte, muss mit folgenden Kosten rechnen: 18,40 Euro für 25-Hydroxy­vitamin Vitamin D – dem Stan­dard­marker. 33,80 Euro sind fällig für die Bestimmung von Dihydroxyl-Cholecalciferol (Vitamin D3), was Experten aber nicht für so aussagekräftig halten.

Wie der Arzt den Vitamin-D-Status erhebt

Ein Labor bestimmt normaler­weise im Blutserum das sogenannte 25-Hydroxy­vitamin D. Es spiegelt die Vitamin-D-Zufuhr über die Nahrung und die körper­eigene Produktion wider. Die Maßeinheiten dafür sind entweder Nanomol (nmol) oder Nanogramm (ng). Von einem Vitamin-D-Mangel sprechen DGE und BfR bei einem Wert unter­halb von 30 Nanomol pro Liter Serum (30 nmol/l). Von einer guten Vitamin-D-Versorgung in Bezug auf die Knochen­gesundheit ist die Rede, wenn die Blut­konzentration dieses Markers mindestens 50 Nanomol pro Liter Serum beträgt. Bei fehlender körper­eigener Vitamin-D-Bildung wird diese Konzentration mit einer Zufuhr von 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag erreicht. Bei Werten ab 400 nmol/l beginnt die Über­versorgung mit Vitamin D. „Wenn beim Arzt ein nied­riger Labor­wert für Vitamin D diagnostiziert wird, sollte individuell anhand der Risiko­konstellation des Patienten, seines Alters sowie seines Beschwerde- und Krank­heits­bildes entschieden werden, was zu tun ist“, sagt der Endokrinologie-Professor Helmut Schatz. Manche Menschen könnten den Mangel durch Aufenthalte im Freien ausgleichen, andere zählten zu Risiko­gruppen und bräuchten Präparate. Wer sie dann wie empfohlen einnehme, brauche keine Über­dosierung zu befürchten.

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