Vitamin D

Den Vitamin-Spiegel bestimmen

Vitamin D - Wie es wirkt, wer viel davon braucht
Blut­unter­suchung. Bei Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel sollte der Vitamin-D-Status im Blut untersucht werden. © Getty Images / AvigatoR

Der eigene Vitamin-D-Status lässt sich über einen Bluttest fest­stellen. test.de erklärt, wie der Arzt das Vitamin D bestimmt – und wer dafür zahlt.

Inhalt
  1. Überblick
  2. Den Vitamin-Spiegel bestimmen

Bei Verdacht auf Mangel zahlt die Kasse

Die Krankenkassen bezahlen die Bestimmung von Vitamin D, wenn ein Verdacht für einen Mangel vorliegt – das liegt im Ermessen Arztes. Wer den Vitamin-D-Status auf eigene Rechnung bestimmen lassen möchte, muss mit folgenden Kosten rechnen: knapp 20 Euro Euro für 25-Hydroxy­vitamin D – dem Stan­dard­marker. Etwas teurer ist die Bestimmung von Dihydroxyl-Cholecalciferol (Vitamin D3), was Experten aber nicht für so aussagekräftig halten.

Wie der Arzt den Vitamin-D-Status erhebt

Ein Labor bestimmt normaler­weise im Blutserum das sogenannte 25-Hydroxy­vitamin D. Es spiegelt die Vitamin-D-Zufuhr über die Nahrung und die körper­eigene Produktion wider. Die Maßeinheiten dafür sind entweder Nanomol (nmol) oder Nanogramm (ng). Von einem Vitamin-D-Mangel sprechen DGE und BfR bei einem Wert unter­halb von 30 Nanomol pro Liter Serum (30 nmol/l).

Von einer guten Vitamin-D-Versorgung in Bezug auf die Knochen­gesundheit ist die Rede, wenn die Blut­konzentration dieses Markers mindestens 50 Nanomol pro Liter Serum beträgt. Bei fehlender körper­eigener Vitamin-D-Bildung wird diese Konzentration mit einer Zufuhr von 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag erreicht. Bei Werten ab 400 nmol/l beginnt die Über­versorgung mit Vitamin D.

Wird ein nied­riger Labor­wert für Vitamin D diagnostiziert, entscheiden Arzt oder Ärztin individuell, was zu tun ist – je nachdem, ob der Patient oder die Patientin zu einer Risikogruppe zählt und welche Krankheiten und Beschwerden vorliegen. Manche Menschen können den Mangel durch Aufenthalte im Freien ausgleichen, andere benötigen Präparate. Wer sie dann wie empfohlen einnimmt, braucht keine Über­dosierung zu befürchten.

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51 Kommentare Diskutieren Sie mit

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tobias53 am 21.03.2022 um 20:48 Uhr
Stimme ich nicht zu!!!!

Hallo
hier wird in einem enormem Maße der Pharmaindustrie in die Karten gespielt.
Als objektiv sollten Sie sich die Berichte zu Vitamin D vom Dr. von Helden durchlesen.
Ich persönlich nehme hochdosiertes Vitamin D3 mit K2 ein. Erkältungen gleich null, rückenleiden gleich null.
Ich persönlich stimme der Aussage nicht zu, das es in D keinen Vitamin D Mangel gibt. Ich persönlich sage ja, mit der Ernährung wird der Spiegel von Vitamin D nicht aufgefüllt. Hierzu bedarf es Präparate die sehr hoch dosiert sind, um nur annähernd an einen normalen Wert kommen. Von erfolgreichen Wissenschaftlern wird der doppelte Wert empfohlen was das RKI empfiehlt.
Meiner Meinung nach sollte Sie sich alle Seiten anhören. Dieser Artikel ist für mich und meiner Meinung nach völliger mumpitz und spielt den Pharmakonzernen nur noch mehr Geld in die Kassen .
Mit hochdosierten Vitamin D brauche ich seit Jahren keinen Hausarzt mehr
Für mich persönlich ist das mein täglicher Begleiter

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.01.2021 um 14:07 Uhr
Ihre Fragen

@Alechs: Weder können wir über unser FAQ hinausgehend eine umfassende Beratung anbieten noch führt die Stiftung Warentest eigene Studien durch. Wenden Sie sich daher bitte mit Ihren Fragen an Ihren Arzt, Ihren Apotheker und gegebenenfalls an Ihren Zahnarzt. (bp)

Alechs am 11.01.2021 um 11:38 Uhr
Solarien

Gut finde ich, dsa Sie nun darauf hinweisen, dass Solarien nichts für D3 bringen.
Nichtso gut, das SIe nicht sagen, das es daran liegt, das die Haut UV-B braucht um VitD zu bilden, aber dieses in guten Solarien ausgefilert sein muß.
Ich denke das gehört mit zur Aufklärung und würde den Leser nicht überlasten, wenn Sie anstatt nur von "UV"-Strahlung zu sprechen klar "UV-B" sagen würden, auch wenn das typografisch nicht so schön aussähe.

Alechs am 11.01.2021 um 11:33 Uhr
Frage: Nie Vitamin D3 ohne Vitamin K2 nehmen?

Vitamnin D3 protagonisten weisen massiv daraufhin, das man, wenn man D3 substituiert, unbedingt auch ca. 100..200ug K2 täglich aufnehmen solle.
Ohne ausreicheden K2 versorgung könnte all das schöne Kalzium, das durch das D3 im Blut rumschwimmt nicht korrekt in den Knochen gebaut werden und lagert sich in den Gefäßen ab.
Ich finde hier bei Ihnen keinen Hinweis auf K2.

Alechs am 11.01.2021 um 11:27 Uhr
Stürze durch zu viel Vitamin D?


Wie kann ich mir als Laie vorstellen, dass es durch zu viel VitD3 vermehrt zu Stürzen kommen kann?
Das ein Kalzium-Mangel depressiv macht ist bekannt.
Das ein Kalzium-Überschuß Gefäße verkalken läßt, (besonders bei VitK2-Mangel) ist bekannt.
Aber wie kann zu viel D3 zu stürzen führen?