FAQ Riester-Rente Special

Hohe Kosten, nervige Bürokraten, unver­ständliche Post vom Anbieter – und am Ende soll man auch noch Steuern bezahlen. Die Nutzer von test.de nervt vieles an der Riester-Rente. Hier beant­worten unsere Experten häufig gestellte Leserfragen – zur Eignung der Riester-Rente als Alters­vorsorge, zur Riester-Bürokratie, zu Auszahl­phase und Besteuerung. Außerdem erklären wir, was mit Riester-Verträgen geschieht, wenn Ehepartner sich scheiden lassen.

Versorgungs­ausgleich: Halbe-halbe mit dem Ex

Versorgungs­ausgleich. Wenn sich zwei Ehepartner oder einge­tragene Lebens­partner trennen, teilt das Familien­gericht die gesamte Alters­vorsorge auf – somit auch die Riester-Rente. Dieser Vorgang nennt sich Versorgungs­ausgleich. Das Prinzip: Alle von den Part­nern während der Ehezeit individuell aufgebauten gesetzlichen, betrieblichen und privaten Renten­ansprüche werden geteilt, die hälftigen Ansprüche dann dem jeweils anderen zuge­schrieben.

Hintergrund. Der Sinn des Versorgungs­ausgleichs: Sämtliche während der Ehe erworbenen Versorgungs­ansprüche gelten als gemeinschaftliche Lebens­leistung, die beiden Expart­nern zu gleichen Teilen zustehen. Haben beide Eheleute unterschiedlich hohe Anrechte erworben, macht der Versorgungs­ausgleich die Unterschiede wett. Wie der Ausgleich im Detail abläuft, dazu gibt es zwei Begriffe, die man sich merken sollte: die interne und die externe Teilung.

Interne Teilung. In den meisten Fällen kommt es zur internen Teilung. Hier werden die Versorgungs­ansprüche nach der gericht­lichen Entscheidung bei demselben Versorgungs­träger verrechnet. Haben beide Partner etwa bei der gesetzlichen Renten­versicherung Renten­ansprüche erworben, verrechnet diese die Anrechte beider halbe-halbe auf ihren jeweiligen Renten­konten. Ähnliches gilt bei Riester-Verträgen. Der Anbieter teilt die jeweiligen Ansprüche auf. Hat der Ausgleichs­berechtigte, der einen Renten­anspruch über­tragen bekommt, dort keinen eigenen Riester-Vertrag, kann er grund­sätzlich dort einen für die Über­tragung des Ausgleichs­werts abschließen.

Externe Teilung. Hat einer der Scheidungs­willigen Versorgungs­anrechte bei einem anderen Versorgungs­träger als der Expartner, kann es ausnahms­weise auch zur externen Teilung kommen – etwa wenn der Ausgleichs­berechtigte keinen eigenen Riester-Vertrag hat, dafür aber eine betriebliche Alters­versorgung. Er kann dann entscheiden, dass die Versorgungs­anrechte aus dem Riester-Vertrag des ausgleichs­pflichtigen Part­ners dorthin über­tragen werden sollen. Wählt er keinen Versorgungs­träger aus oder findet keinen, der das Riester-Guthaben annimmt, springt notfalls die gesetzliche Renten­versicherung ein.

Ausführ­liche Informationen zum Versorgungs­ausgleich finden Sie in unserem Special Versorgungsausgleich: Gerechte Rente nach der Scheidung.

Eignung der Riester-Rente als Alters­vorsorge

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Lohnt sich ein Riester-Vertrag über­haupt?

Mit einem guten Vertrag erzielen Riester-Sparer dank staatlicher Förderung eine ganz ordentliche Rendite auf ihre einge­zahlten Riester-Beiträge. Sie ist oft höher als bei anderen vergleich­baren Produkten, beispiels­weise einer privaten Renten­versicherung. Vor allem für Häuslebauer lohnt sich ein Riester-Vertrag in Form eines Darlehens oder Bausparvertrags. Neben den Zulagen gibt es für viele auch noch Steuer­vorteile, die bei der Berechnung der Rendite mitgezählt werden müssen. Davon profitieren allerdings vor allem Gutverdiener. Wichtig ist, den passenden Produkt­typ zu wählen und einen güns­tigen und renditeträchtigen Vertrag abzu­schließen. Welche Riester-Sparform zu welchem Kunden am besten passt, erklärt unser Online-Special Riester im Test.

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Sollte ich statt eines Riester-Vertrags nicht besser einen Spar­strumpf haben, also einen Bank- oder Aktienfonds­sparplan abschießen?

Der Vergleich mit dem Spar­strumpf stimmt schon deshalb nicht, weil letzterer irgend­wann leer ist. Eine Riester-Rente wird dagegen lebens­lang gezahlt. Jeder Anbieter muss die Riester-Garantie erfüllen. Das bedeutet, die Versicherer und Finanz­institute müssen ihren Kunden alle Beiträge und Zulagen zum Laufzeit­ende garan­tieren und die lebens­lange Auszahlung zusichern. Ein normaler Fonds­sparplan ist ein völlig anderes Produkt als zum Beispiel ein Riester-Fonds­sparplan ohne Verlustrisiko zum Ende der Lauf­zeit. Der einge­baute Verlust-Stopp lässt die Aussicht auf hohe Renditen sinken. Er hat gerade jetzt in der Nied­rigzins­phase seinen Preis. Dieser Umstand betrifft neben Riester-Verträgen auch alle anderen Verträge mit Garan­tien, zum Beispiel herkömm­liche Rentenversicherungen, Lebensversicherungen und Banksparpläne.

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Kann ich mich auf eine Renten­zusage von 2005 noch verlassen?

Meine klassische Riester-Renten­versicherung habe ich seit 2005. Inzwischen haben viele Versicherer ihre Gesamt­verzinsung weiter gesenkt. Kann ich mich auf die Renten­zusage, die ich damals vom Versicherer bekommen habe, noch verlassen?

Ja, das können Sie. Der große Vorteil einer klassischen Riester-Rentenversicherung ist die Planungs­sicherheit. Sie erfahren bereits bei Vertrags­schluss, wie hoch die Renten­zusage ist, also wie viel Rente Sie später mindestens bekommen werden. Diese Leistung ist sicher. Als Sie 2005 Ihren Vertrag geschlossen haben, lag der Garan­tiezins noch bei 2,75 Prozent. Diese Verzinsung auf den Spar­anteil Ihres Beitrags ist Ihnen während der gesamten Vertrags­lauf­zeit sicher. Würden Sie jetzt einen neuen Vertrag anderswo schließen, bekämen Sie nur noch 0,9 Prozent Garan­tiezins auf den Spar­anteil. Halten Sie an Ihrem Vertrag fest. Über den Garan­tiezins hinaus beteiligt Sie der Versicherer an den Über­schüssen. Deren Höhe ist jedoch ungewiss. Was Ihnen der Versicherer dafür bei Vertrags­schluss ankündigt hat, ist unver­bindlich und fällt gerade jetzt deutlich nied­riger aus als ursprüng­lich in Aussicht gestellt.

Die Kosten eines Riester­vertrags

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Finanztest behauptet, dass sich beim Riestern schon eine Rendite aus den Zulagen ergibt. Bei mir ist das nicht der Fall. Die Kosten über­steigen derzeit die Zulagen deutlich.

Unsere Zula­genrendite bezieht sich auf Verträge, die bis zum Ende der Lauf­zeit durch­gehalten werden. Während der Anspar­phase rutschen viele Riester-Verträge zwischen­durch ins Minus, etwa Renten­versicherungen durch hohe Kosten (Hohe Abschluss- und Vertriebskosten) oder Fonds­sparpläne, wenn es an der Börse schlecht läuft. Zur Auszahl­phase muss der Anbieter aber Beiträge und Zulagen garan­tieren. Spätestens dann muss das Konto mindestens um die Summe der Zulagen im Plus sein. Als wir die Zula­genrendite untersucht haben (Test Riester-Rente, Finanztest 9/2014), lag sie je nach Sparer im Schnitt zwischen 0,4 und 8,5 Prozent im Jahr. Was der Anbieter selbst erwirt­schaftet, kommt oben­drauf.

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Bei uns erhöht sich der Beitrag seit Abschluss im Jahr 2008 jedes Jahr auto­matisch, und immer wieder berechnet der Anbieter Kosten. Ist das rechtens?

Ja. Wenn Sie eine dyna­mische Vertrags­form gewählt haben, bei der sich der Beitrag jedes Jahr erhöht, fallen für den Zusatz­beitrag ­jedes Mal anteilige Kosten an wie zu Vertrags­abschluss – es handelt sich um einen Mini-Neuvertrag. Auch die Fünf-Jahres-Frist, über die der Anbieter die Kosten mindestens verteilen muss, beginnt für den Erhöhungs­betrag neu. Wir raten von solchen Verträgen ab. Lassen Sie sich in einer Verbraucherzentrale beraten, ob es sinn­voll ist, die Dynamik zu kündigen oder den Vertrag zu wechseln.

Zulagen und Bürokratie

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Ich warte seit Monaten auf eine Antwort der Zulagen­stelle auf meinen Antrag. Welche Möglich­keiten habe ich, eine schnel­lere Antwort zu bekommen?

Kunden müssen bei Einsprüchen und Nach­fragen darauf achten, dass sie den richtigen Adressaten wählen. Unterschiedliche Stellen sind inhalt­lich für verschiedene Beschwerden zuständig:

Beschwerde bei Anbieter und Zulagen­stelle. Kunden, die mit der Höhe ihrer Zulage in der ihnen zugesandten Stand­mitteilung nicht einverstanden sind, richten ihre Beschwerde zunächst an den Anbieter ihres Riester-Vertrags. Dieser leitet sie an die an die Zentrale Zulagen­stelle für Alters­vermögen weiter. Die Behörde setzt die Zulage für ein bestimmtes Jahr dann endgültig fest. Gegen diesen Bescheid können Sparer bei der Zulagen­stelle Einspruch erheben.

Ombuds­leute der Versicherungen und Banken. Bei den Ombuds­leuten beschweren Sie sich, wenn es darum geht, ob der Anbieter die Kunden­daten korrekt und frist­gemäß an die Zulagen­stelle weitergeleitet hat und ob bei Vertrags­abschluss der Sparbeitrag für die volle Zulage richtig ermittelt worden ist. Die Ombuds­leute über­prüfen jedoch nicht das Verfahren und das Ergebnis der Zulagen­stelle. Die Ombuds­stellen vermitteln zwischen Kunden und Anbietern und können einen Schlichter­spruch fällen, an den sich die Anbieter meistens halten. Die Bearbeitung der Beschwerde ist kostenlos. Es gibt Ombuds­leute für Versicherer, Banken, Bausparkassen und Fonds­gesell­schaften.

Beschwerde bei der Finanz­aufsicht. Bei Ärger mit dem Anbieter können sich Kunden auch an die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) wenden. Die Behörde schreitet in Ihrer Funk­tion als Aufsichts­behörde ein, wenn Banken oder Versicherungen gegen Gesetze und Aufsichts­regeln verstoßen. Sie kann aber nicht wie ein Ombuds­mann einen Schlichter­spruch fällen.

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Meine Zulage für das vergangene Jahr wurde gekürzt. Kann ich nach­zahlen, um rück­wirkend die volle Zulage zu bekommen?

Ich habe nach dem Lesen der jüngsten Stand­mitteilung meines Versicherers bemerkt, dass meine Zulage für das vergangene Jahr gekürzt worden ist, weil ich für die volle Förderung nicht genug selbst einge­zahlt habe. Kann ich nach­zahlen, um rück­wirkend die volle Zulage zu bekommen?

Nein. Wahr­scheinlich ist Ihr Gehalt gestiegen, sodass Sie nun mehr selbst einzahlen müssen. Für die volle Förderung muss Ihr Beitrag einschließ­lich der Zulagen so hoch sein wie 4 Prozent Ihres Vorjahres­brutto­einkommens. Im Jahr 2018 kommt es also darauf an, was Sie 2017 verdient haben. Wenn Sie gut verdienen und sicher­gehen wollen, können Sie als Kinder­loser immer 1 925 Euro im Jahr einzahlen. Das ist die Förderhöchst­grenze (2 100 Euro) abzüglich der Grund­zulage (175 Euro). Dann spielen Einkommens­schwankungen keine Rolle mehr. Bekommen Sie Kinder­zulagen, verringert sich Ihr Eigenbeitrag entsprechend.

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Ich habe meinen Riester-Vertrag vor einiger Zeit gekündigt. Jetzt soll ich Geld zurück­zahlen. Kann das sein?

Ja. Die Zulagen­stelle zahlt Ihnen die staatlichen Zulagen erst einmal in voller Höhe aus. Im Nach­hinein über­prüft sie, ob und in welcher Höhe Ihnen das Geld in einem bestimmten Antrags­jahr zugestanden hat. Dafür hatte die Behörde bisher mehr als vier Jahre lang Zeit. Die Frist hat sich im Januar 2018 von vier auf zwei Jahre verkürzt. Ergibt die Prüfung, dass Sie die Zulagen ganz oder teil­weise zu Unrecht erhalten haben, lässt die Zulagen­stelle das Geld vom Riester-Konto wieder abbuchen. Da Sie den Vertrag bereits gekündigt hatten, fordert sie Sie jetzt auf, das Geld zu über­weisen.

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Ich riestere in der Alters­teil­zeit und zahle den korrekten Eigenbeitrag. Trotzdem hat mir die Zulagen­stelle die Zulage gekürzt. Warum?

Erheben Sie Einspruch. Die Zulagen­stelle hat sicher neben Ihrem sozial­versicherungs­pflichtigen Brutto­lohn auch den steuer- und sozial­versicherungs­freien Aufstockungs­betrag zu Ihrem riesterrelevanten Einkommen hinzugerechnet. Das erhöht Ihren Eigenbeitrag für die volle Zulage. Wenn Sie solche Fehler von vorn­herein ausschließen wollen, weisen Sie Ihren Anbieter auf die Alters­teil­zeit hin und schi­cken eine Kopie Ihres Gehalts­nach­weises.

Riester für Ehepartner

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Als Hausfrau zahle ich den geforderten Mindest­beitrag von 60 Euro in meinen Riester-Vertrag. Jetzt hat die Zulagen­stelle die Zulagen für mich und die Kinder gekürzt. Darf sie das?

Das hängt davon ab, ob Ihr Mann als Haupt­sparer genug einzahlt. Nur dann stehen Ihnen als indirekt geförderte Riester-Sparerin die vollen Zulagen zu. Vielleicht hat Ihr Mann vergessen, seinen Beitrag nach einer Gehalts­erhöhung anzu­passen.

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Meine Frau ist mittel­bar förderberechtigt, bekommt also die Zulage vom Staat nur, weil ich einen Riester-Vertrag habe. Wird sie weiter gefördert, wenn ich in Rente gehe?

Nein. Wenn Sie in Alters­rente gehen, bekommt Ihre Frau die Zulage nicht mehr. Wenn der unmittel­bar zula­geberechtigte Partner „nicht mehr zum zula­geberechtigten Personen­kreis gehört“, entfällt auch die mittel­bare Förderung, so das Bundes­finanz­ministerium. Wenn Ihre Frau nur noch wenige Jahre bis zur Rente hat, sollte sie die 60 Euro Mindest­beitrag pro Jahr aber auch ohne Förderung weiterhin einzahlen. Bei Riester-Rentenversicherungen und Banksparplänen gibt es Schluss­boni für Sparer, die einen langen Atem haben und den Vertrag bis zum Ende durch­halten. Sie könnte ihren Renten­beginn auch vorziehen. Dies erlauben aber nicht alle Anbieter.

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Meine Frau ist in Eltern­zeit. Darf sie trotzdem in einen Riester-Vertrag mehr einzahlen als die reinen Zulagen?

Sie muss sogar mehr einzahlen. Denn Väter und Mütter in Erziehungs­zeiten sind selbst förderberechtigt. Sie müssen mindestens den Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr entrichten. Freiwil­lig können sie aber auch mehr bezahlen. Vorsicht: Der Mindest­eigenbeitrag für die volle Zulage richtet sich nach dem Vorjahres­brutto­einkommen. Erzielte eine Mutter oder ein Vater in der Erziehungs­zeit im Vorjahr das übliche Arbeitnehmer­einkommen, richtet sich der notwendige Eigenbeitrag nach diesen Einkünften.

Wohn-Riester clever nutzen

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Ich ernähre alleine eine vierköpfige Familie? Lohnt sich Wohn-Riester für mich?

Ich bin Allein­verdiener, verheiratet, habe zwei Kinder, zahle ein Haus ab – und zum Sparen bleibt sehr wenig bis nichts übrig. Lohnt sich in meinem Fall Wohn-Riester oder sollte ich lieber Renten-Riester für meine Frau machen. Welche Gesell­schaft empfehlen Sie bei geringem Spar­potenzial?

Wenn die Zins­bindung Ihres Darlehens endet, können Sie den Anschluss­kredit als Riester-Darlehen mit staatlicher Förderung abschließen. Sie erhalten dann für die Tilgung dieses Darlehens die gleichen Zulagen und Steuer­vorteile wie für einen Riester-Spar­vertrag oder eine Riester-Rentenversicherung. In diesem Fall müssen Sie also keinen zusätzlichen Spar­vertrag abschließen, um die Riester-Förderung zu nutzen.

Siehe auch Riester-Bausparverträge: Günstige Immobilienkredite dank Vater Staat.

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Sie schreiben: „Riester-Sparer dürfen jetzt Kapital, das sie in beliebigen Riester-Verträgen angespart haben, jeder­zeit für die Entschuldung der eigenen vier Wände einsetzen.“ - Was heißt das?

Auf test.de habe ich diese Aussage gelesen: „Riester-Sparer dürfen jetzt Kapital, das sie in beliebigen Riester-Verträgen angespart haben, jeder­zeit für die Entschuldung der eigenen vier Wände einsetzen.“ Frage hierzu: Welche Einschränkung hinsicht­lich der Kapitalent­nahme zur Entschuldung sind vorgesehen? Wie oft kann ich Kapital entnehmen? Wie hoch ist der minimale/maximale Betrag der Kapitalent­nahme? Wie viel Kapital muss mindestens im Riester-Vertrag verbleiben?

Es muss sich um die Tilgung eines Darlehens handeln, das Sie zum Bau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie aufgenommen haben, nicht etwa zur Modernisierung. Die Mindest­entnahme beträgt 3 000 Euro. Wenn Sie nur einen Teil Ihres Guthabens verwenden wollen, müssen noch mindestens 3 000 Euro auf dem Vertrag stehen bleiben. Eine Entnahme ist auch mehr­fach möglich.

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Was muss ich beachten, wenn ich einen Riester-Vertrag zur Eigenheim­finanzierung nutze?

Was muss ich beachten, wenn ich einen Riester-Vertrag zur Eigenheim­finanzierung nutze – außer dass ich das Geld nur für den Neubau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie nutzen darf? Kann ich die Besteuerung vermeiden, indem ich das entnommene Geld wieder zurück­zahle?

Sie müssen vor allem darauf achten, dass der Bausparvertrag zu Ihren Eigenheimplänen passt. Dazu zählt etwa die Höhe der Bausparsumme. Wichtig ist aber auch, dass der Bauspar­vertrag zuteilungs­reif ist und damit zur Verfügung steht, wenn Sie Ihre Eigenheimpläne verwirk­lichen wollen. Lassen Sie sich deshalb immer einen Anspar- und Tilgungs­plan von der Bausparkasse erstellen. Eine Besteuerung des Wohn­förderkontos können Sie nur vermeiden, wenn Sie einen Betrag in Höhe des Konto­standes wieder in einen anderen Riester-Spar­vertrag einzahlen. Dann müssen Sie später aber die Renten­auszah­lungen aus diesem Vertrag versteuern.

Die Auszahl­phase der Riester-Rente

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Muss ich ewig leben, damit sich der Abschluss meiner Riester-Rente auch gelohnt hat?

Sie haben Recht: Nur wenn Sie sehr alt werden, bekommen Sie im Laufe der Zeit mehr Geld als Rente ausgezahlt, als Sie zuvor einge­zahlt haben. Das gilt für alle Versicherungen, die eine Rente bis zum Tod garan­tieren. Haben Sie bereits ein gewisses Alter erreicht, können Sie aber auch damit rechnen, alt zu werden. Sind Sie heute schon 65 Jahre, werden Sie laut Statistischem Bundes­amt 88 Jahre (Frau) oder 85 Jahre (Mann). Die durch­schnitt­liche Lebens­erwartung liegt deutlich darunter.
Die Lebens­erwartung, mit der die Versicherer rechnen, ist oft höher als die der Behörde. Sie berück­sichtigen unter anderem, dass Menschen mit Renten­versicherung durch­schnitt­lich länger leben als solche ohne. Einige Versicherer über­treiben es mit ihren Kalkulationen zur Lang­lebig­keit. Das drückt die Rente und macht ihre Tarife teuer. Also: Vor Abschluss vergleichen.

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Ich habe von meiner Bank vor kurzem zwei Angebote für die Auszahl­phase bekommen. Beide finde ich schlecht. Kann ich wechseln?

Ja, theoretisch schon. Die Wechsel­möglich­keit zur Auszahl­phase ist sogar gesetzlich vorgesehen. Sinn­voll ist derzeit der Vergleich mit Versicherungs­angeboten. Doch es gibt bisher nur wenige Gesell­schaften, die das Ersparte fremder Riester-Kunden verrenten. In unserer jüngsten Unter­suchung (Test Auszahlphase Riester-Rente, Finanztest 1/2018) nahmen nur die Versicherer Debeka, R+V und Sparkassen-Versicherung Sachsen Kunden direkt zur Auszahl­phase auf. Wenn Sie früher wechseln, haben Sie mehr Auswahl. Holen Sie recht­zeitig Angebote ein.

Versteuerung der Riester-Rente

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30 Prozent meines Riester-Vermögens kann ich mir als Einmalzahlung auszahlen lassen. Ist das steuerlich nicht sehr ungünstig?

Ja. Eine hohe Einmalzahlung von mehreren tausend Euro ist steuerlich ungünstig. Durch die Progression kann Ihr Steu­ersatz deutlich steigen. Versuchen Sie die Auszahlung in Ihr erstes volles Renten­jahr zu schieben. Bei den meisten sinkt im Ruhe­stand das Einkommen. Die Progression schlägt dann nicht mehr so gewaltig zu.

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Nach Arbeits­losig­keit war ich über fünf Jahre selbst­ständig und bekam keine Förderung. Muss ich die Riester-Rente trotzdem voll versteuern?

Nein. Von dem Teil der Rente, der aus unge­förderten Beiträgen besteht, müssen Sie nur den kleinen Ertrags­anteil versteuern. Er richtet sich nach Ihrem Alter. Sind Sie bei Renten­beginn 65 Jahre alt, liegt er bei 18 Prozent. Besteht Ihre Rente von 2 000 Euro im Jahr zu 60 Prozent aus geförderten und zu 40 Prozent aus nicht geförderten Beiträgen, unterliegen 1 200 Euro der vollen Besteu­erung; von den restlichen 800 Euro müssen Sie nur auf 18 Prozent Steuern zahlen.

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Muss ich auf die Auszahlung aus meinem Riester-Fonds­sparplan Abgeltung­steuer zahlen?

Nein. Auszahlungen aus geförderten Riester-Fondssparplänen werden mit Ihrem persönlichen Steu­ersatz versteuert.

Riester bei Scheidung: Was passiert mit dem Vertrag?

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Ich habe einen Riester-Vertrag bespart, mein Partner auch. Was passiert mit den Verträgen im Scheidungs­fall?

Riester-Verträge unterliegen dem Versorgungs­ausgleich. Im Prinzip besagt der, dass sämtliche Renten­ansprüche, die Sie und Ihr Partner während der Ehezeit erworben haben, hälftig zwischen Ihnen geteilt werden.

Beispiel Die Ehefrau hat bereits vor der Hoch­zeit einen Riester-Vertrag bespart. Das Vermögen aus diesem betrug zu Beginn der Ehe 10 000 Euro und bei Scheidung dann 20 000 Euro. Der sogenannte Ehezeit­anteil beläuft sich damit auf 10 000 Euro. Die Hälfte davon ist der Ausgleichs­wert. Den muss die Noch-Ehefrau als Ausgleichs­pflichtige ihrem zukünftigen Ex, dem Ausgleichs­berechtigten, zugestehen. Hat auch der Ehemann eigene Versorgungs­ansprüche erworben, wird davon umge­kehrt der Ehefrau die Hälfte des Ehezeit­anteils zuge­ordnet. Im Ergebnis kommt es zu einem Ausgleich der Versorgungs­ansprüche.

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Was kostet es, wenn meine Riester-Ansprüche im Versorgungs­ausgleich mit meinem Ex geteilt werden?

Das hängt davon ab, ob es sich um eine interne oder eine externe Teilung handelt. Bei der internen Teilung können Teilungs­kosten anfallen, die angemessen sein müssen und im Einzel­fall gericht­lich über­prüft werden. Der Hamburger Rentenberater Martin Reißig erläutert: „Laut Recht­sprechung dürfen in der Regel bei Versorgungs­verträgen, die als Versicherung laufen, maximal 500 Euro berechnet werden, die die beiden Expartner hälftig zu tragen haben.“ Dieser Kosten­anteil enthält bei der internen Teilung auch schon die Abschluss­kosten für den Neuvertrag. Bei einer externen Teilung werden zwar keine Teilungs­kosten abge­zogen, es können aber je nach ausgewähltem Riester-Vertrag durch­aus neue Abschluss­kosten fällig werden.

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Kann ich einen geteilten Riester-Vertrag weiter besparen?

Grund­sätzlich ja. Das Besparen ist bis zum Beginn der Auszahlungs­phase möglich, teilt die Zentrale Zulagen­stelle für Alters­vermögen (ZfA) mit, die die Riester-Förderung verwaltet. Nach interner Teilung ist das in aller Regel auf Antrag des Ausgleichs­berechtigten möglich. Genaues sollten Sie beim Anbieter erfragen.

Doch bei externer Teilung kann es in der Praxis zu Problemen kommen. Das hat Rentenberater Reißig beob­achtet: Extern geteilte Verträge dürfen bei einigen Anbietern nicht weiter bespart, sondern müssen bis zur Rentenzahlung still­gelegt werden. Möglich ist dann nur eine Einmal­anlage des über­tragenen Versorgungs­anspruchs. Wer weiter laufend mit Riester fürs Alter vorsorgen und die Förderung kassieren möchte, kommt um einen gesonderten Vertrags­abschluss nicht herum.

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Kann ich den mir zustehenden Anteil am Riester-Vermögen nach Versorgungs­ausgleich auch auf einen anderen Riester-Anbieter über­tragen?

Ja, im Prinzip schon. Es kann aber passieren, dass Sie lange suchen müssen. Denn mancher Riester-Anbieter nimmt solche Verträge derzeit nicht an. Das hat vor allem verwaltungs­tech­nische Gründe: Der neue Anbieter müsste die Über­tragung Ihres Riester-Kapitals bei der Zulagen­stelle melden. Diese kann Kapital­über­tragungen nach einem Versorgungs­ausgleich aber noch nicht maschinell abwi­ckeln. Dieser sogenannte Folge­prozess befindet sich – 16 Jahre nach Einführung von Riester – noch in der Konzeptions­phase. Anbieter, die das Ihnen zustehende Riester-Kapital über­nehmen, müssen die elektronischen Meldungen darüber dann bei der ZfA nach­holen, sobald das möglich ist. Das bedeutet für sie einen hohen Verwaltungs­aufwand, den offen­bar mancher von ihnen scheut und daher Verträge mit durch­geführtem Versorgungs­ausgleich nicht annimmt.

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Greift die Riester-Garantie, wenn in meinem Riester-Fonds­sparplan zum Zeit­punkt der Scheidung wegen schlechter Wert­entwick­lung weniger im Vertrag steckt, als ich einbezahlt habe?

Nein. Die Riester-Garantie – also die Zusage, dass Sparern die Summe aus Einzahlungen und Zulagen zu Renten­beginn sicher ist – kommt erst zu Beginn der Auszahlungs­phase zum Tragen. Lassen Sie sich in der Anspar­phase scheiden, wird das Riester-Vermögen geteilt, das zu dem Zeit­punkt für den Versorgungs­ausgleich zur Verfügung steht.

Zur Frage der Wert­ermitt­lung bei Riester-Fonds­spar­verträgen wenden Sie sich an Ihren Anbieter.

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Worauf bezieht sich bei meinem Riester-Fonds­sparplan der Ehezeit­anteil – auf die Einzahlungen oder den Fonds­wert?

Das kommt drauf an, welcher der beiden Werte höher ist.

Beispiel: Sie haben früh einen Riester-Fonds­sparplan abge­schlossen. Als Sie heiraten, sind schon 10 000 Euro an Beiträgen und Zulagen in Ihren Vertrag geflossen, der Fonds­wert Ihres Vertrags inklusive Wert­zuwachs liegt zu diesem Zeit­punkt bei 15 000 Euro. Während Ihrer Ehe fließen weitere 2 000 Euro in den Vertrag. Der Fonds­wert liegt zum Ende ihrer Ehe bei 18 000 Euro. Während der Ehe gab es also einen Wert­zuwachs von 3 000 Euro. Diese werden im Versorgungs­ausgleich geteilt. Der Ausgleichs­wert beträgt 1 500 Euro. Läuft es aber schlecht an der Börse und zum Zeit­punkt Ihrer Scheidung liegt der Fonds­wert trotz der Einzahlungen von 2 000 Euro nur noch bei 14 000 Euro, geht Ihr Expartner dennoch nicht leer aus. In diesem Fall werden die 2 000 Euro aus Beiträgen und Zulagen geteilt.

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Meine Riester-Renten­versicherung besteht erst seit Kurzem und liegt aufgrund von Abschluss­kosten noch im Minus. Wie hoch fällt dann der Ehezeit­anteil aus?

In diesem Fall lässt sich noch kein Ehezeit­anteil ermitteln, sodass der Vertrag vermutlich nicht in den Versorgungs­ausgleich einbezogen wird. Das entscheidet jedoch das zuständige Familien­gericht.

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Welche Konditionen gelten für meinen neuen, halben Riester-Vertrag nach der Scheidung? Die gleichen, die zum ursprüng­lichen Vertrags­schluss galten, oder aktuelle?

Bei Riester-Versicherungen zum Beispiel wird der Vertrag de facto geteilt, der Ausgleichs­berechtigte erhält einen eigenen Vertrag. Die Idee ist, dass die Ausgestaltungs­merkmale des alten Vertrags mitüb­ertragen werden. Die Praxis sieht aber oft anders aus.

„Die Frage, welche Konditionen dieser neue Vertrag bieten muss, fällt nicht in den Zuständig­keits­bereich der ZfA. Hierzu wird an die Anbieter verwiesen“, heißt es bei der Zulagen­stelle. Der Hamburger Rentenberater Martin Reißig hat beob­achtet, dass in der Praxis der neue, eigene Vertrag häufig nur zu den aktuell gültigen Konditionen zustande kommt: „Das ist juristisch höchst umstritten, aber bislang gibt es dazu kein höchst­richterliches Urteil. Die neuen Konditionen können daher ungüns­tiger sein als die des Ursprungs­vertrags.“

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Kann ich mir den im Versorgungs­ausgleich über­tragenen Riester-Anspruch direkt auszahlen lassen?

Ja, das können Sie. Davon ist in der Regel aber abzu­raten. Eine Auszahlung vor Ende der Lauf­zeit gilt steuerlich als sogenannte schädliche Verwendung. In diesem Fall müssen Sie die Ihnen durch den Versorgungs­ausgleich zuge­ordnete staatliche Förderung – das heißt: sowohl die über­tragenen Zulagen als auch die anteilig erhaltenen Steuerermäßigungen – an die Zulagen­stelle zurück­zahlen.

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Wie wird meine Riester-Rente, die ich durch den Versorgungs­ausgleich bekomme, besteuert?

Eine Riester-Rente aus einem Versorgungs­ausgleich wird normaler­weise genauso besteuert wie alle anderen Riester-Renten: mit Ihrem persönlichen Steu­ersatz. Der richtet sich nach der Höhe Ihres Einkommens als Rentner.

Da die Auszahlungen aus einer geteilten Rente aber oft nied­rig sind, kommt für Sie eventuell eine Besonderheit in Betracht: Kleinst­betrags­renten werden abge­funden. Riester-Renten, die 2018 nicht höher als 30,45 Euro monatlich wären, zahlt der Anbieter auf einen Schlag aus. Das treibt die Einkommensteuer hoch, auch wenn seit Anfang des Jahres für genau solche Riester-Abfindungen etwas güns­tigere Steuer­regeln gelten.

Riester bei Scheidung: Was passiert mit den Zulagen?

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Macht es für den Versorgungs­ausgleich einen Unterschied, ob beide Partner unmittel­bar zulagenberechtigt sind? Oder ob einer unmittel­bar und der andere über seinen bisherigen Partner mittel­bar zulagenberechtigt war?

Nein. Wie die Förderberechtigung aussieht, spielt für den Versorgungs­ausgleich keine Rolle. Der Ehezeit­anteil wird hälftig geteilt. Sind Sie nur mittel­bar zulagenberechtigt, verlieren Sie allerdings mit der Scheidung Ihren Zulagen­anspruch (siehe nächste Frage).

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Ich kümmere mich als Hausmann um unsere drei Kinder und bin nur mittel­bar zulagenberechtigt. Welche Möglich­keiten habe ich, nach der Scheidung weiter zu riestern?

Es gibt zwei Wege, sich für die Riester-Förderung zu qualifizieren: Sie sind selbst renten­versicherungs­pflichtig – etwa als Arbeitnehmer – oder mit einem renten­versicherungs­pflichtigen Riester-Sparer verheiratet. Da die zweite Option nun für Sie wegfällt, müssten Sie selbst renten­versicherungs­pflichtig werden. Der übliche Weg: eine renten­versicherungs­pflichtige Beschäftigung. Ein Minijob kann schon reichen. Wichtig: Ihren bisherigen Zulagen­antrag müssen Sie entsprechend ändern.

Werden Sie nach Ihrer Scheidung nicht unmittel­bar zulagenberechtigt, können Sie Ihren bisherigen Vertrag auch ohne Förderung weiter besparen oder ihn erst einmal ruhend stellen.

Ist eines Ihrer Kinder noch unter drei Jahren, sind Sie noch in der Kinder­erziehungs­zeit und damit auto­matisch renten­versicherungs­pflichtig, also auch ohne eigene renten­versicherungs­pflichtige Tätig­keit unmittel­bar zulagenberechtigt.

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Was passiert mit den bisher gezahlten Riester-Kinder­zulagen, wer bekommt die künftig?

Die Kinder­zulagen bekommt grund­sätzlich der zulagenberechtigte Ehepartner, der auch das Kinder­geld ausgezahlt bekommt. Die Kinder­zulagen betragen 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren sind, und 300 Euro für Kinder, die danach zur Welt kamen. Die bis zur Scheidung erhaltenen Kinder­zulagen werden im Versorgungs­ausgleich für die Ehezeit geteilt. Wenn nach der Scheidung nun der andere Partner das Kinder­geld bekommen soll, erhält er in Zukunft auch die Riester-Zulagen für die Kinder.

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