FAQ Reise­versicherung Special

Ein falscher Schritt, und der Wander­urlaub ist gelaufen. Behand­lung und Rück­trans­port können schnell ein paar tausend Euro kosten – wohl dem, der eine Reise­versicherung abge­schlossen hat. Doch davon gibt es unzäh­lige Varianten mit ganz unterschiedlichen Leistungen: Auslands­kranken­versicherungen, Reiser­ücktritts­versicherungen und Reise­abbruch­versicherung, Gepäck­versicherungen. test.de sagt, welche Police Sie wirk­lich brauchen – und wie Sie im Notfall Ihr Geld zurück bekommen.

Wann eine Reise­versicherung sinn­voll ist

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Worin unterscheiden sich Reise­versicherungen?

Eine Auslands­kranken­versicherung schützt, wenn während des Urlaubs ein Krank­heits­fall auftritt oder eine Behand­lung notwendig ist. Sie kommt unter bestimmten Voraus­setzungen auch für den Rück­trans­port in die Heimat auf. Im Vergleich Auslandskrankenversicherung finden Sie güns­tige Policen. Grund­legende Informationen zu dieser Versicherung bietet das Special Auslandskrankenversicherung. Wenn Sie eine Reise – zum Beispiel wegen Krankheit – absagen müssen, über­nimmt eine Reiser­ücktritt­versicherung die Storno­kosten zum Vergleich Reiserücktrittsversicherung. Eine Reise­abbruch­versicherung zahlt in bestimmten Fällen, wenn Sie eine Reise unter­brechen oder gänzlich abbrechen müssen. Die Grafik Wann zahlt welche Versicherung was? gibt einen Über­blick über die verschiedenen Möglich­keiten der Absicherung.

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Bezahlt die gesetzliche Krankenkasse Behand­lungen inner­halb Europas, oder brauche ich als gesetzlich Versicherter dann ebenfalls eine Auslands­reise-Kranken­versicherung?

Eigentlich über­nimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für ambulante und stationäre Behand­lungen inner­halb der EU und in Staaten, mit denen ein Sozial­versicherungs­abkommen besteht. Denken Sie auf jeden Fall daran, Ihre Gesund­heits­karte mit ins Ausland zu nehmen. Wenn Sie aber etwa vom Hotel­personal oder Touristenbüro zu Privatärzten geschickt oder vor der Behand­lung im Kranken­haus nicht nach Ihrer Versicherungs­karte gefragt werden, müssen Sie gegebenenfalls privat zahlen. Kosten, die die Krankenkassensätze des entsprechenden Reise­landes über­steigen, werden nicht über­nommen. Diese Kosten können Sie bei unter Umständen bei Ihrer Auslands­reise-Kranken­versicherung geltend machen. Die besten Angebote finden Sie im Vergleich Auslandskrankenversicherung Urlaub und im Vergleich Auslandskrankenversicherung lange Reise. Einen Rück­trans­port nach Deutsch­land zahlt die gesetzliche Krankenkasse übrigens nie.

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Brauche ich als gesetzlich Kranken­versicherter eine Auslands­reise-Kranken­versicherung, wenn ich in nicht-europäische Länder verreise?

Ja, als gesetzlich Versicherter brauchen Sie außer­halb Europas im Krank­heits­fall eine Auslands­reise-Kranken­versicherung und bei längerem Aufenthalt im Ausland eine spezielle Absicherung. Die Krankenkasse über­nimmt grund­sätzlich keine Kosten für Arzt, Kranken­haus, Medikamente und Rück­trans­port.

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Was ist, wenn ich privat kranken­versichert bin?

Privat Kranken­versicherte müssen Auslands­schutz und Leistungen in ihren Verträgen prüfen. Meist ist der Schutz außer­halb Europas auf einen Monat begrenzt, manchmal auch auf drei. Ein weiteres Problem ist der Krankenrück­trans­port: Nicht alle Verträge schließen ihn mit ein. Für Versicherte im Basis­tarif gilt das Gleiche wie für gesetzlich Versicherte. Für sie gilt der Schutz nur für Reisen inner­halb Europas, ein Krankenrück­trans­port ist in diesen Tarifen grund­sätzlich nicht versichert.

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Ich besitze eine Kreditkarte, darin ist auch die Auslands­reise-Kranken­versicherung enthalten. Woran erkenne ich, ob ich einen guten Versicherungs­schutz habe?

Unter Umständen kann der Schutz lückenhaft oder einge­schränkt sein. Mithilfe unserer Checkliste können Sie Ihren Versicherungs­schutz prüfen. Wichtige Informationen dazu auf den Punkt gebracht, bietet auch unser Special Auslandkrankenversicherungen.

Einzeln oder im Paket?

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Mir wird ein Paket aus Auslands­reise-Kranken­versicherung, Reise­rück­tritts­versicherung und Reise­gepäck­versicherung angeboten. Sollte ich das Paket oder lieber einzelne Verträge wählen?

Wir raten von Paket­angeboten ab, weil sich die Qualität der einzelnen Versicherungen stark unterscheiden kann. Wenn Sie nicht last minute reisen, sondern früh­zeitig gebucht haben, schließen Sie besser nicht spontan bei Reise­buchung ein Versicherungs­paket ab, sondern nehmen Sie sich die Zeit, den jeweils für Sie richtigen Tarif zu finden. Das gilt im Übrigen für jede Reise­versicherung. Sie müssen eine Police nicht bereits bei der Reise­buchung online oder im Reisebüro abschließen. Wir empfehlen, beides unabhängig voneinander zu machen. Es gibt viele Versicherer mit unterschiedlichen Angeboten, Vertrags­bedingungen und Preisen. Ein Vergleich lohnt sich. Reisende laufen so nicht Gefahr, im Eifer der Reise­buchung eine für sie ungüns­tige Bedingung zu über­sehen oder voreilig Pakete abzu­schließen, die unnötige Zusatz­bausteine enthalten. Orientierung geben unsere Tests Vergleich Auslandskrankenversicherung Urlaub und Vergleich Auslandskrankenversicherung lange Reise.

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Ist eine Reise­gepäck­versicherung sinn­voll?

Eine Reise­gepäck­versicherung ist vergleichs­weise teuer und leistet nur unter strengen Auflagen. Deshalb können wir sie kaum empfehlen. Für bestimmte Reisen kann sich ein Abschluss dennoch lohnen. In welchen Fällen eine solche Versicherung als sinn­voll erweisen kann, lesen Sie in unserem Vergleich Reisegepäckversicherung.

Vertrags­abschluss, Fristen, Tarife

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Bis zu welchem Zeit­punkt muss ich meine Reise­versicherung spätestens abschließen?

Eine Reiser­ücktritts­versicherung sollten Sie bis spätestens 30 Tage vor Urlaubs­beginn abschließen, um auf der kompletten Reise geschützt zu sein. Bei manchen Tarifen müssen Sie die Versicherung allerdings spätestens 14 Tage nach Ihrer Reise­buchung abschließen. Eine Auslands­reise-Kranken­versicherung sowohl für Urlaubs­reisen als auch längere Aufenthalte im Ausland können Sie bis zum Tag vor der Abreise abschließen, um ganz sicher zu gehen. Die Stiftung Warentest hat die Versicherungen getestet Vergleich Auslandskrankenversicherung Urlaub und Vergleich Auslandskrankenversicherung lange Reise. Im Vergleich Reiserücktrittsversicherung finden Sie güns­tige Policen.

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Kann ich meine Auslands­kranken­versicherung auch noch abschließen, wenn ich schon im Ausland bin?

Nein, eine Auslands­reise-Kranken­versicherung muss vor Antritt der Reise bzw. vor der Ausreise aus Deutsch­land abge­schlossen werden.

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Kann ich meine Auslands­kranken­versicherung verlängern, wenn ich schon im Ausland bin und doch länger bleibe als ursprüng­lich geplant?

Oft ist eine nach­trägliche Verlängerung des Versicherungs­schutzes beim gleichen Anbieter möglich. Da dies jedoch nicht immer der Fall ist, empfiehlt sich eine Nach­frage beim Versicherer vor Reiseantritt.

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Wenn ich einen längeren Auslands­auf­enthalt vorzeitig beende, bekomme ich dann zu viel gezahlte Beiträge aus der Auslands­kranken­versicherung zurück?

Die meisten Anbieter erstatten auf Nach­weis durch geeignete Unterlagen (z.B. das Rück­flugti­cket) zu viel gezahlte Beiträge wieder zurück. Manchmal wird eine Gebühr von 10 bis 15 Euro einbehalten.

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Muss ich bestimmte Kündigungs­fristen beachten?

Ja, unbe­dingt. Wir empfehlen Jahres­verträge, weil diese für Sie meist güns­tiger sind und alle Ihre Reisen eines Jahres absichern. Solche Verträge haben allerdings Kündigungs­fristen, die von vier Wochen bis zu drei Monaten reichen. Falls Sie keine Vertrags­verlängerung wünschen, denken Sie daran, recht­zeitig zu kündigen. Unter Umständen verlängert sich der Vertrag sonst um ein weiteres Jahr.

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Wann lohnt sich für mich ein Familien­tarif?

Sobald Sie Kinder haben, kann sich ein Familien­tarif lohnen. Meist sind alle Familien­mitglieder auch geschützt, wenn sie ausnahms­weise allein verreisen. Bei der Auslands­reise-Kranken­versicherung erstatten die Versicherer in vielen Familien­tarifen Betreuungs­kosten für Kinder, wenn die Eltern erkranken – und auch umge­kehrt, wenn die Eltern bei den erkrankten Kindern unterge­bracht werden müssen. Das zeigt der Vergleich Auslandskrankenversicherung.

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Begrenzen die Reiser­ücktritts­versicherer die mögliche Reisedauer?

Ja. Sie sollten auf die im Vertrag gegebenenfalls genannte maximale Reisedauer achten, denn es gibt oft Begrenzungen. Diese gelten in der Regel nur für die Reise­abbruch­versicherung. In der reinen Reiser­ücktritts­versicherung spielt die geplante Länge der Reise meist keine Rolle.

Wofür der Schutz der Auslands­reise-Kranken­versicherung gilt

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Reicht eine Ausland­kranken­versicherung aus, die nur „medizi­nisch notwendige“ Krankenrück­trans­porte bezahlt?

Solche Tarife sollten Sie meiden. Medizi­nisch notwendig ist der Rück­trans­port beispiels­weise dann, wenn im Urlaubs­land eine notwendige Operation gar nicht durch­geführt werden kann oder zu teuer wäre. Besser sind Verträge, die einen Rück­trans­port vorsehen, wenn er „medizi­nisch sinn­voll“ ist. Das ist der Fall bei den sehr guten Tarifen im Vergleich Auslandskrankenversicherung. Gründe für einen medizi­nisch sinn­vollen Krankenrück­trans­port können sein: Der Patient versteht die Landes­sprache nicht, oder ein längerer Auslands­auf­enthalt ist ihm nicht zumut­bar, weil er in seinem gewohnten Umfeld schneller genesen kann.

Tipp: Die wichtigsten Informationen zur Kranken­versicherung im Ausland auf den Punkt gebracht, lesen Sie im Special Auslandkrankenversicherungen.

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Wie lange bin ich mit einer Auslands­kranken­versicherung geschützt?

Das ist unterschiedlich. Viele sehr gute Jahres­verträge bieten Versicherungs­schutz für eine Reisedauer von sechs bis acht Wochen – für beliebig viele Reisen im Jahr. Die meisten unserer getesteten Tarife leisten im Notfall sogar über die fest­gelegte Frist hinaus, bis Sie wieder trans­port­fähig sind. Es gibt auch Tarife für einzelne Reisen, zum Beispiel für lange Auslands­aufenthalte. Hier versichert der Reisende eine bestimmte Versicherungs­dauer, die in bestimmten Tarifen sogar bis zu fünf Jahre betragen kann.

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Wie versichere ich mich auf längeren Reisen oder Auslands­auf­enthalten?

Die reguläre Auslands­reise-Kranken­versicherung hilft bei sehr langen Auslands­aufenthalten nicht, aber die meisten Auslands­reise­kranken­versicherer bieten auch spezielle Tarife für lange Reisen von einem Jahr bis zu zwei oder fünf Jahren an. Manche Versicherer bieten auch spezielle Tarife für Menschen an, die an Work-&-Travel-Programmen teilnehmen.

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Bin ich auch auf beruflichen Reisen versichert?

Das ist unterschiedlich. Die meisten Tarife im Vergleich Auslandskrankenversicherung schützen auch auf beruflichen Reisen. Einige Anbieter beschränken den Schutz ausdrück­lich auf reine Urlaubs­reisen, andere versichern berufliche Reisen für bis zu 10 oder 14 Tage.

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Schon lange habe ich eine Auslands­reise geplant, aber nun bin ich schwanger geworden und muss in der Zeit zur Vorsorgeunter­suchung. Kommt dafür meine Auslands­kranken­versicherung auf?

Nein. Auslands­kranken­versicherungen zahlen nicht für reguläre Unter­suchungen von Schwangeren im Ausland. Außerdem steht schon vor der Reise fest, dass die Unter­suchung nötig sein wird. Die Anbieter versichern generell aber keine Behand­lungen, die vor der Abreise absehbar sind. Rät ein Arzt von einer Reise ab, da ein Risiko für die Schwangerschaft besteht, greift die Reiser­ücktritt­versicherung. Bedingung ist aber, dass Sie bei Buchung der Reise noch nicht wussten, dass die Reise für Sie und das Kind gefähr­lich sein könnte. Auch Senioren, chro­nisch Kranke, Sportler und beruflich Reisende sollten beim Vertrags­abschluss besonders Acht geben. Wichtige Informationen dazu auf den Punkt gebracht, lesen Sie im Special Auslandkrankenversicherungen.

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Ich bin krank, bin aber trotzdem in der Lage zu verreisen. Sollte ich mir das ärzt­lich bestätigen lassen?

Wer Vorerkrankungen hat oder chro­nisch krank ist, sollte eine Auslands­reise mit dem behandelnden Arzt besprechen. Spricht nichts gegen den Urlaub, sollte der Arzt schriftlich bestätigen, dass die Person reise­fähig ist und aus medizi­nischer Sicht keine Bedenken bestehen. In manchen Krank­heits- oder Todes­fällen verlangen Versicherer ein solches Attest oder eine Unbe­denk­lich­keits­bescheinigung, bevor sie Kosten über­nehmen. Grund: Sie zahlen nur, wenn eine Erkrankung vor der Reise nicht „akut“ war oder „unvor­hergesehen“ auftritt.

Chro­nische Erkrankungen

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Ich habe eine chro­nische Erkrankung und benötige deshalb auch im Urlaub regel­mäßig medizi­nische Hilfe. Kommt dafür die Auslands­kranken­versicherung auf?

Nein, die Auslands­kranken­versicherung ist für den Notfall gedacht, nicht für vorhersehbare Fälle: Wenn Sie chro­nisch erkrankt sind – und etwa an Multipler Sklerose oder Diabetes leiden oder Dialyse-Patient sind – zahlt die Auslands­kranken­versicherung keine Medikamente, Unter­suchungen oder Behand­lungen im Zusammen­hang mit Ihrer Krankheit, auf die Sie regel­mäßig angewiesen sind. Unter Umständen hilft aber in solchen Fällen die eigene gesetzliche oder private Kranken­versicherung (siehe nächste Frage).

Auch Kosten für Krank­heits­schübe, die auf eine Vorerkrankung zurück­zuführen sind, werden in der Regel nicht über­nommen. Tarife sollten aber zumindest dann schützen, wenn Sie schon Monate vor der Reise keine Probleme mit Ihrer Erkrankung hatten oder medikamentös gut einge­stellt sind. Klären Sie mit dem Auslands­kranken­versicherer ab, ob Behand­lungs­kosten abge­sichert sind, sollte sich Ihr Gesund­heits­zustand auf Reisen verschlechtern. Hilf­reich ist, wenn Sie Ihre Reise­fähig­keit mit einer ärzt­lichen Bescheinigung nach­weisen können.

Darüber hinaus schützt Sie die Auslands­kranken­versicherung aber bei Unfällen oder Erkrankungen, die nichts mit Ihrer chro­nischen Erkrankung zu tun haben. Orientierung bei der Wahl einer geeigneten Versicherung geben unsere Versicherungs­vergleiche. Die Stiftung Warentest testet die Policen regel­mäßig Vergleich Auslandskrankenversicherung Urlaub und Vergleich Auslandskrankenversicherung lange Reise.

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In welchen Fällen zahlt die gesetzliche Krankenkasse auch für Auslands-Behand­lungen von Chronikern?

Wenn Sie inner­halb Europas verreisen, müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn als gesetzlich Versicherter können Sie die Behand­lungs­kosten über die Krankenkasse abrechnen. Die Kassen zahlen das, was sie auch in Deutsch­land bezahlen würden. Alles darüber hinaus müssen Sie privat bezahlen. Außer­halb Europas springt die Krankenkasse nicht ein. Chro­nisch Kranke können trotzdem welt­weit verreisen, sie müssen die Reise aber unbe­dingt vorher mit der Krankenkasse besprechen, denn für 6 Wochen im Jahr kommt die Kasse welt­weit für Behand­lungs­kosten von Chronikern auf. Die Kasse über­nimmt die Kosten aber nicht auto­matisch, der Dialog mit der Krankenkasse vorab ist in diesem Fall wichtig.

Was im Notfall zu tun ist

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Was sollte ich tun, wenn ich eine ärzt­liche Behand­lung im Ausland benötige?

Rufen Sie Ihren Versicherer unter der jeweiligen Notfall­nummer an. Diese finden Sie in Ihren Vertrags­unterlagen. Bewahren Sie alle Belege sorgfältig auf.

Belege. Auf Belegen vom Arzt sollte (möglichst auf Deutsch oder Eng­lisch) stehen:

- Name des Arzte

- Ihr Vor- und Zuname und Geburts­datum

- Bezeichnung der Krankheit (Diagnose)

- Welche Behand­lung vorgenommen wurde

Zahnbe­hand­lung. Bei Zahnbe­hand­lungen zusätzlich:

- Bezeichnung der behandelten Zähne

Rezept. Auf Rezepten muss vermerkt sein:

- Name des Arznei­mittels

- Preis

- Bestätigung der Zahlung

Bei sehr teuren Behand­lungen, medizi­nischem Rück­trans­port oder Kranken­haus­aufenthalt sollten Sie unbe­dingt vorab mit Ihrem Versicherer sprechen. Zum Beispiel muss der behandelnde Arzt im Ausland bescheinigen, dass ein Rück­trans­port medizi­nisch sinn­voll oder notwendig ist (je nachdem, welchen Tarif Sie haben).

Damit Sie immer alle nötigen Informationen zum Reisekranken­versicherer und dem Vorgehen vor Ort dabei haben, können Sie unseren Reisebegleiter ausdrucken, ausfüllen und mit auf Reisen nehmen.

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Was ist, wenn mich eine Krankheit, ein Todes­fall in der Familie oder ein anderes unvor­hergesehenes Ereignis daran hindern, eine Reise anzu­treten?

Sind Sie sich noch unsicher, ob Sie Ihre Reise wirk­lich absagen sollten, sprechen Sie Ihren Versicherer an. Viele Versicherer bieten telefo­nische Storn­oberatungen. Müssen Sie stornieren, melden Sie sich schnell bei Ihrem Reiseanbieter – am besten per Einschreiben mit Rück­schein. Darauf­hin erhalten Sie eine Storno­kosten­rechnung. Wie hoch die Storno­gebühren sind, können Sie in den Reisebedingungen des Anbieters nach­lesen. In der Regel gelten prozentual gestaffelte Stornosätze. Üblich sind bis zu 20 Prozent vom Reise­preis bis 30 ­Tage vor Reiseantritt. Bei Absage einen Tag vor oder am Tag der Anreise sind es oft 80 bis 90 Prozent. Nachdem Sie bei Ihrem Reiseanbieter storniert haben, über­mittelt Ihnen dieser eine Storno­kosten­rechnung. Reichen Sie diese mit folgenden Unterlagen bei Ihrer Reiser­ücktritts­versicherung ein.

- Reise­buchungs­bestätigung (bei nicht stornier­baren Flugti­ckets Bestätigung über Nichtantritt des Fluges)

- Versicherungs­schein

- Schadens­formular des Versicherers (meist online abruf­bar)

- Nach­weis über Versicherungs­fall (zum Beispiel ärzt­liches Attest)

- Belege über Kosten (Umbuchungs- oder Mehr­kosten)

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Ich muss meine Reise wegen eines unvor­hergesehenen Ereig­nisses abbrechen, unter­brechen oder verlängern. Wie verhalte ich mich?

Melden Sie den Abbruch, die Unter­brechung oder Verlängerung umge­hend Ihrem Reiseanbieter und Ihrer Reiser­ücktritts­versicherung, wenn Sie den Reise­abbruch mitversichert haben. Oft kümmert sich der Reiseanbieter um eine vorzeitige Abreise. Lassen Sie sich (vor Ort) von Ihrem Reiseanbieter, Leistungs­trägern wie Hotel, Ausflugsagenturen und Beför­derungs­unternehmen gebuchte, aber nicht in Anspruch genom­mene Leistungen bestätigen. Bei einer Erkrankung benötigen Sie das Attest des vor Ort behandelnden Arztes oder Kranken­hauses. Müssen Sie Ihren Aufenthalt verlängern, beispiels­weise weil sie wegen einer Erkrankung nicht trans­port­fähig sind, benötigt Ihre Versicherung Nach­weise über die zusätzlichen Unter­kunfts­kosten und Mehr­kosten für die verspätete Rück­reise. Das ist nach der Reise zu regeln:

Abbruchdatum. Teilen Sie der Versicherung das genaue Datum mit, an dem die Reise abge­brochen wurde (Datum der Rück­reise).

Reise­leistungen. Weisen Sie die nicht in Anspruch genom­menen Reise­leistungen nach, etwa Rechnungen für gebuchte Ausflüge oder Tickets für Veranstaltungen.

Vorzeitiger Abflug. Mussten Sie vorzeitig abfliegen, belegen Sie die Mehr­kosten für Umbuchung oder Neubuchung der Rück­flüge. Sollte Ihnen Ihr Reiseanbieter nicht in Anspruch genom­mene Leistungen anteilig erstatten, müssen Sie dies bei der Versicherung angeben.

Nach­weis. Außerdem ist der Nach­weis über den Versicherungs­fall erforderlich, etwa ein Attest des am Urlaubs­ort behandelnden Arztes mit Beginn und Diagnose einer Erkrankung.

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Wenn ich im Urlaub krank werde und mir deshalb selbst spontan einen Rück­flug buche, bekomme ich dann die Flug­kosten von der Auslands­kranken­versicherung zurück?

Nein, wenn Sie im Urlaub krank werden, können Sie nicht einfach die Reise abbrechen oder verlängern und die Flug­kosten bei Ihrer Auslandskrankenversicherung geltend machen. Dafür ist die Reiseabbruchversicherung (oft Teil der Reiserücktrittsversicherung) zuständig: Sie bezahlt Rück­reise­kosten, wenn Sie wegen einer Krankheit oder eines Unfalls Ihren Urlaub vorzeitig abbrechen oder verlängern müssen. Einige Tarife zahlen auch, wenn Sie vor oder während des Urlaubs unerwartet von Ihrem Arbeit­geber gekündigt werden.

Tipp: Sie sind noch auf der Suche nach einer geeigneten Versicherung? Unsere Tests zeigen, welche Policen den besten Schutz bei Reiserücktritt oder -abbruch bieten.

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Welche Versicherung springt ein, wenn ich kurz vor dem Urlaub krank werde und meine Reise absagen muss?

Wenn der Urlaub platzt, ist das ein Fall für die Reiser­ücktritts­versicherung. Kosten auf, die unter Umständen bis zu 80 Prozent des Reise­preises betragen können. Für den Rück­tritt brauchen Sie aber einen triftigen Grund, wie zum Beispiel eine schwere Erkrankung, die Sie mit einem ärzt­lichen Attest nach­weisen. Details zu dieser Versicherung bietet Ihnen unser Special Reiserücktrittsversicherung. Mit einer Auslands­kranken­versicherung sind Sie bei Reiser­ücktritt nicht abge­sichert, sie zahlt eben nur für Behand­lungen und Krankheiten während der Reise. Details dazu im Special Auslandkrankenversicherungen.

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Wenn ich nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit einen Krankenrück­trans­port nach Deutsch­land benötige, zahlt dann meine gesetzliche Krankenkasse oder meine private Kranken­versicherung?

Nein, die gesetzliche Krankenkasse kommt grund­sätzlich nie für einen Krankenrück­trans­port nach Deutsch­land auf. Auch nicht inner­halb Europas. Ohne Auslands­reise-Kranken­versicherung müssen Sie unter Umständen Tausende Euro selbst zahlen. Selbst Privatversicherte sollten vor Reise­beginn bei ihrer Versicherung nach­fragen, ob die Kosten über­nommen werden. Wenn Sie Ihre Auslands­reise-Kranken­versicherung für einen Krankenrück­trans­port in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie allerdings aufpassen: Handeln Sie nicht eigenmächtig, sondern stimmen Sie sich mit dem Versicherer ab. Sonst zahlt er oft nicht. Rufen Sie entweder selbst bei der Notfall­nummer Ihres Versicherers an oder lassen Sie einen Freund oder Verwandten in Ihrem Auftrag anrufen, um das nötige Vorgehen zu besprechen. Orientierung bei der Wahl einer Orientierung bei der Wahl einer geeigneten Versicherung geben unsere Tests: Sie zeigen, welche Versicherung die besten Policen für eine Urlaubsreise und welche die besten Policen für einen längeren Auslandsaufenthalt bietet.

Terror, politische Unruhen, Seuchengefahr

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In meinem Urlaubs­land gab es kürzlich einen Terror­anschlag. Jetzt möchte ich nicht mehr dorthin verreisen. Kann ich umbuchen oder stornieren und verliere ich dabei Geld?

Angst ist nicht versichert. Wer seine Reise absagt, weil er Terror­anschläge, politische Unruhen oder Epidemien fürchtet, bleibt auf den Storno- oder Umbuchungs­gebühren sitzen. Der Reiser­ücktritts­versicherer springt in der Regel nicht ein. Meist gilt: Wer wegen eines Terror­anschlags am Urlaubs­ort seine Reise kostenlos umbuchen oder stornieren möchte, ist auf die Kulanz des Reiseanbieters angewiesen. Einzelne Terror­anschläge oder Terror­drohungen reichen meist nicht aus, um eine Reise ohne finanzielle Einbußen abzu­sagen. Es sei denn, das Auswärtige Amt gibt eine Reisewarnung für das Urlaubs­ziel heraus. Dann hätten Sie eine Chance, ohne Kosten abzu­sagen, denn die Reise­ver­anstalter erstatten in diesem Fall das Geld. In unserem letzten Vergleich Reiserücktrittsversicherung gab es lediglich einen Versicherer, der die Rück­tritts­kosten über­nimmt, wenn es kurz vor der Reise am Urlaubs­ort einen Terror­anschlag gab. Grund­sätzlich gilt: Rein emotionale Beweggründe wie etwa Flug­angst, Trauer oder Lustlosig­keit sind keine versicherten Gründe für einen Reiser­ücktritt. In diesen Fällen bleiben Sie auf den Storno­gebühren sitzen. Ausführ­liche Basis­informationen zu dieser Versicherung bietet Ihnen unser Special Reiserücktrittsversicherung.

Bei Streit mit dem Versicherer

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Die Reiser­ücktritts­versicherung erstattet mir nicht die Storno­gebühren oder Kosten, die mir wegen meines Reise­abbruchs entstanden sind. Was soll ich tun?

Stellt sich die Versicherung quer, können Sie sich kostenlos an den Versicherungsombudsmann wenden. Dieser führt ein Schlichtungs­verfahren durch. Seine Entscheidung ist für das Unternehmen bis zu einem Beschwerde­wert von 10 000 Euro bindend. Aber Achtung: Einige Versicherer machen beim Verfahren des Ombuds­mannes nicht mit. Versicherte dieser Unternehmen können sich unter Umständen an die neue Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle wenden. Nachteil: Die Teil­nahme ist für beide Seiten freiwil­lig. Der Versicherer kann ein Schli­ch­tungs­verfahren auch ablehnen oder eine Teil­nahme an solchen Schlichtungs­verfahren in seinen Vertrags­bedingungen von Vorneherein ausschließen.

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Ich habe Streit mit der Auslands­kranken­versicherung. Gibt es auch für sie eine Schlichtungs­stelle?

Ja. In diesen Fällen können Sie sich an den Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung wenden. Sein Schlichtungs­verfahren ist kostenlos. Viele Versicherer nehmen daran teil. Aber Achtung: Der Ombuds­mann spricht lediglich unver­bindliche Empfehlungen aus. Aufgrund seiner Empfehlung wird oft außerge­richt­lich ein Kompromiss geschlossen. Dem Versicherten steht es aber weiter offen, zu klagen. Einige Versicherer machen beim Verfahren des Ombuds­mannes nicht mit. Versicherte dieser Unternehmen können sich unter Umständen an die neue Allgemeine Verbraucher­schlichtungs­stelle wenden. Nachteil: Bei der Allgemeinen Verbraucherschlichtungsstelle ist die Teil­nahme für beide Seiten freiwil­lig. Der Versicherer kann ein Schli­ch­tungs­verfahren auch ablehnen oder eine Teil­nahme an solchen Schlichtungs­verfahren in seinen Vertrags­bedingungen von Vorneherein ausschließen.

Test­verfahren der Stiftung Warentest

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Beim letzten Test von Reise­versicherungen habe ich meinen Versicherer vermisst. Warum fehlen manche Unternehmen?

Zu Beginn eines Tests schreiben wir alle Unternehmen an, die von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht in dieser Sparte zugelassen sind, und fordern sie auf, uns detaillierte Produk­tinformationen zu schi­cken. Nicht immer erhalten wir eine Rück­meldung. Das hat verschiedene Gründe: Ein Versicherer über­arbeitet zum Beispiel gerade sein Angebot, so dass es zum Veröffent­lichungs­zeit­punkt nicht mehr erhältlich, das neue zu unserem Stichtag aber noch nicht fertig ist. Andere Anbieter scheuen den Vergleich. In jedem Fall über­prüfen wir die Angaben der Versicherer und versuchen, uns fehlende Unterlagen anders zu beschaffen. Das gelingt nicht immer. Möglich ist auch, dass ein Anbieter fehlt, weil er ein Auswahl­kriterium nicht erfüllt, etwa keinen Tarif in einer Produktkategorie anbietet oder nicht für das dem Test zugrunde liegende Modell.

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