FAQ Private Haft­pflicht­versicherung Special

Zerbrochenes Porzellan muss nicht zu Streit führen, wenn die Haft­pflicht bezahlt.

Eine private Haft­pflicht­versicherung sollte jeder haben, rät Finanztest. Doch was ist über­haupt versichert? Zahlt die Versicherung, wenn ich den Haustür­schlüssel verliere, Wasser über den Laptop meines Mitbewohners kippe, oder mein Kind fremde Autos zerkratzt? Wann brauche ich Spezial-Versicherungen wie eine Gewässerschaden-Haft­pflicht oder eine Tierhalter-Haft­pflicht? Unsere FAQ beant­worten die wichtigsten Fragen rund ums Thema Haft­pflicht.

Allgemeine Fragen zum Vertrag

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Was versteht man unter „Musterbedingungen“?

Die Angebote für eine Privathaft­pflicht­versicherung basieren auf den vom Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft (GDV) empfohlenen „Allgemeine Versicherungs­bedingungen für die Privathaft­pflicht­versicherung (AVB PHV)“ und den jeweiligen Besonderen Bedingungen. Abweichende Vereinbarungen sind im Einzel­fall also möglich. Der aktuelle Stand dieser Bedingungen ist August 2014. Angeboten werden aber häufig Verträge, deren Bedingungen auf den im Detail abweichenden GDV-Empfehlungen mit älterem Stand basieren. Sie können diese Bedingungen zumindest teil­weise auf der GDV-Website einsehen. Diese Musterbedingungen stellen die Mindest­voraus­setzungen hinsicht­lich des Umfangs des Versicherungs­schutzes dar. Das konkrete Angebot sollte also in keinem Punkt Rege­lungen enthalten, die aus Verbrauchersicht ungüns­tiger sind.

Tipp: Die Stiftung Warentest testet regel­mäßig private Haft­pflicht­versicherungen (PHV). Zum aktuellsten PHV-Test.

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Nachdem meine Freundin und ich zusammengezogen sind, stellt sich für uns die Frage, welche unserer beiden Haft­pflicht­policen wir behalten und welche wir abstoßen sollen.

Eine vorzeitige Kündigung einer der beiden Policen ist in der Regel nur für die jüngere der beiden Policen möglich, ein Anrecht darauf haben Sie aber nur, wenn Sie verheiratet sind. Unver­heiratete Partner sind in aller Regel mitversichert, wenn sie im gleichen Haushalt leben wie der Versicherungs­nehmer und dem Versicherer gemeldet sind. 

Was ein guter Grund­schutz bieten sollte („Finanztest-Grund­schutz“)

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Woran erkenne ich, ob die Versicherungs­summe hoch genug ist?

Die Versicherungs­summe ist der Betrag, den der Versicherer für einen Schaden maximal zahlt. Sie sollte mindestens 5 Millionen Euro pauschal für Sach- und Personenschäden betragen, auch bei nur einer geschädigten Person.

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Sind Schäden durch Feuchtig­keit, Ruß, Rauch oder Staub mitversichert?

Schäden, die etwa durch Feuchtig­keit, Ruß, Rauch oder Staub im Laufe der Zeit verursacht werden, heißen im Versicherungs­deutsch „Allmählich­keits­schäden“. Sie sollten mit mindestens 5 Millionen Euro abge­sichert sein. Der Versicherer zahlt dann zum Beispiel die Wanderneuerung, wenn der Versicherte aus Versehen eine Wasser­leitung angebohrt hat und in der Folge ein Wasser­schaden entstanden ist.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit der Benut­zung eines Computers versichert?

Schäden an fremden Computern, die zum Beispiel durch unbe­absichtigt über­tragene Computerviren verursacht werden, sollten bis zu einer Höhe von 50 000 Euro versichert sein.

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Welche Rege­lungen für Wasser­rohr­bruch sollte ein guter Vertrag enthalten?

Schäden im Gebäude selbst, die häusliche Abwässer zum Beispiel durch ein verstopftes oder gebrochenes Rohr verursacht haben, sollten immer bis zur vollen Versicherungs­summe versichert sein. Ausgenommen sind industrielle und gewerb­liche Abwässer.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit dem Hüten fremder Hunde und Pferde versichert?

Der Versicherungs­schutz sollte beim Hüten fremder Hunde in voller Höhe gelten, und zwar unabhängig von der Rasse. Dieser Schutz ist nötig, weil es oft vorkommt, dass jemand unver­sehens auf einen Hund aufpassen muss. Fällt der Hund in dieser Zeit ein Kind an, kann der Hundesitter für den Schaden haft­bar gemacht werden, selbst wenn ihn keinerlei Verschulden trifft. Viele Versicherer bieten auch Schutz für Schäden, die beim Hüten fremder Pferde passieren. Der gleiche Schutz sollte gelten, wenn jemand kurz auf ein Pferd aufpassen soll. Büxt das Tier dann aus, läuft auf die Straße und verursacht einen Verkehrs­unfall, kann der Schaden groß sein.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit der Lagerung gewässerschädigender Substanzen über den Vertrag gedeckt?

Kosten, die Verschmut­zungen von Gewässern oder Grund­wasser verursachen – wenn etwa beim Streichen des Hauses Verdünnungs­mittel in den Abfluss gelangt – , sollten mit der vollen Versicherungs­summe des Gesamt­vertrags gedeckt sein.

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Was ist, wenn ich in der von mir gemieteten Wohnung einen Schaden anrichte?

Mietsach­schäden sollten zumindest mit 300 000 Euro gedeckt sein. Abge­sichert ist der Versicherte in seiner eigenen Wohnung oder dem gemieteten Haus, aber der Schutz gilt auch, wenn jemand ein Ferien­haus mietet oder einen Schrebergarten pachtet. Glasschäden und Schäden an Heizungs­anlagen sind ausgeschlossen.

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Bin ich während längerer Auslands­auf­enthalte versichert?

Während eines Auslands­auf­enthalts bis zu drei Jahren in der EU und einem Jahr welt­weit sollte die Privathaft­pflicht-Police denselben Schutz bieten wie im Inland. Einzelne Anbieter erweitern den Schutz auf drei Jahre oder mehr, zumindest inner­halb der EU. Auch das Mieten einer Ferien­wohnung im Ausland sollte in den Schutz einbezogen sein, wenn etwa der Skiurlauber nicht gestreut hat und dadurch ein anderer stürzt und sich verletzt.

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Sollte der Vertrag eine Vorsorgever­sicherung beinhalten?

Risiken, die nach Abschluss des Vertrags neu entstehen, sollten im Rahmen der Privathaft­pflicht­versicherung mit mindestens 5 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden und 50 000 Euro für Vermögens­schäden versichert sein. Ein neues Risiko kann beispiels­weise eine Immobilie sein, die sich eine Familie anschafft und für die eine Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht­versicherung nötig ist. Sollte noch vor Abschluss der speziellen Eigentümer­versicherung ein Schaden entstehen, springt die Privathaft­pflicht­versicherung ein.

Tipp: Die Stiftung Warentest testet regel­mäßig private Haft­pflicht­versicherungen. Zum aktuellsten Test

Von Kindern ange­richtete Schäden

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Wann haften Eltern eigentlich für Schäden, die ihre Kinder anrichten?

Kinder unter sieben Jahren sind delikt­unfähig. Im Straßenverkehr liegt die Grenze bei zehn Jahren. Für Schäden, die delikt­unfähige Kinder anrichten, haften Eltern nur, wenn sie ihre Aufsichts­pflicht verletzen. Es ist aber besser, einen Versicherer zu wählen, der unabhängig davon zahlt, egal ob die Aufsichts­pflicht verletzt wurde oder nicht. Der Schutz sollte wenigsten bis zu einer in Höhe von 10 000 Euro gelten.

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Gilt der Versicherungs­schutz auch für erwachsene Kinder?

Nicht nur minderjäh­rige, sondern auch voll­jährige, ledige Kinder sind unabhängig vom Wohn­ort in der Regel bis zum Ende ihrer Ausbildung über die Privathaft­pflicht­versicherung ihrer Eltern geschützt. Viele Versicherer ermöglichen es, voll­jährige Kinder, die nach der Ausbildung arbeitslos sind und im Eltern­haus wohnen, noch länger – meist ein weiteres Jahr – über den Familien­vertrag abzu­sichern.

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Hafte ich auch, wenn ich die Kinder von Freunden betreue, und diese etwas anstellen?

Wer aus Gefäl­ligkeit unentgeltlich mal auf den Sohn der Nach­barin aufpasst, haftet in der Regel nicht für Schäden, die das Kind anrichtet. Auch die Haft­pflicht­versicherung des Aufpassers muss nicht zahlen. Denn er hat recht­lich nicht die Aufsichts­pflicht. Babysitter, die verbindlich Kinder betreuen, haben jedoch eine Aufsichts­pflicht. Verletzen sie diese, zahlt der Versicherer für vom Kind ange­richtete Schäden. Aufpassen muss aber, wer mit der Kinder­betreuung den Lebens­unterhalt verdient. Daher sollten sich etwa Tages­mütter beim Versicherer erkundigen, ob ihre Tätig­keit noch versichert ist.

Schäden am eigenen Haus

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Brauche ich eine Bauherrenhaft­pflicht-Police, wenn ich bei mir zu Hause eine Sauna einbaue?

Kleinere Bauvorhaben sind bis zu bestimmten Bausummen, das heißt den Kosten für Bauarbeiten und Aushebungen sowie für das Einbauen von Maschinen (jedoch ohne die Kosten der Maschinen selbst) – bei manchen Versicherern bis 100 000 Euro, bei anderen sogar in unbe­grenzter Höhe – mit der vollen Versicherungs­summe des Vertrags abge­sichert. Wenn der Versicherte eine Sauna im Haus einbaut oder einen Wintergarten neu gestaltet, benötigt er dafür keine spezielle Bauherrenhaft­pflicht-Police.

Tipp: Mehr zum Thema auf unserer Themenseite Bauherrenversicherung.

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Ist der Heiz­öltank mitversichert?

Heizöl aus einem undichten Tank kann das Grund­wasser oder fremdes Eigentum verschmutzen. Der Schutz der privaten Haft­pflicht­versicherung greift aber in der Regel nur, wenn der Tank privat genutzt wird, ober­irdisch unterge­bracht ist und höchs­tens 5 000 Liter fasst. Für größere und unter­irdische Tanks benötigt der Versicherte meist eine separate Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung.

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Ich habe eine Photovoltaik-Anlage – ist die eigentlich auch mitversichert?

Schauen Sie in Ihren Vertrag. Manchmal sind auch Photovoltaik-Anlagen versichert. Der Versicherer zahlt für Schäden, die mit der Einspeisung des Stroms in das öffent­liche Stromnetz zusammenhängen. Zuweilen gelten Leistungs­höchst­grenzen für die Anlage.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit der Vermietung einzelner Zimmer bzw. einer Einlieger­wohnung mitversichert?

Für Eigenheim­besitzer, die ihr Haus selbst nutzen und einige Räume oder eine Einlieger­wohnung vermieten, reicht oft der Schutz der Privathaft­pflicht­versicherung. Stürzt der Mieter aufgrund eines Versäum­nisses des Vermieters auf der maroden Treppe, zahlen viele Versicherer. Vermieter, die mehr als eine Wohnung oder mehr als drei Zimmer vermieten, benötigen meist eine zusätzliche Haus-und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit der Vermietung einer Ferien­wohnung mitversichert?

Wenn der Versicherte eine Ferien­wohnung in Europa vermietet und der Mieter durch seine Schuld zu Schaden kommt, zahlen einige Versicherer.

Sons­tige Risiken

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Bin ich als Verkehrs­teilnehmer versichert?

Für Schäden, die Sie mit Ihrem Kfz verursachen, ist Ihre Auto-Haftpflichversicherung zuständig. Als Radfahrer, Fußgänger oder Inline-Skater sind Versicherte im Straßenverkehr durch ihre private Haft­pflicht­versicherung geschützt.

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Was ist, wenn ich beim Sport jemanden verletze?

Der Privathaft­pflicht-Schutz gilt generell auch beim Sport. Mann­schafts­sportler wie Fußballer haften aber in der Regel nicht, wenn sie im Spiel jemanden verletzen. Deshalb muss auch der Versicherer nicht zahlen. Mehr Infos zum Thema in unserem Special Versicherungen beim Sport.

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Bin ich versichert, wenn ich fremde Schlüssel verliere?

Für Mieter ist wichtig, dass der Verlust der Schlüssel seiner Miet­wohnung mit mindestens 10 000 Euro gedeckt ist. Denn womöglich muss die Schließ­anlage des Hauses zu seinen Lasten ausgetauscht werden. In manchen Tarifen ist diese Leistung zumindest bis zu einer bestimmten Schadens­höhe direkt enthalten. Bei anderen können solche Deckungs­erweiterungen gegen Beitrags­aufschlag zusätzlich vereinbart werden. Für Schlüssel der Arbeits­stätte – beispiels­weise für das Büro – kommen nicht alle Tarife auf.

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Sind geliehene oder gemietete Gegen­stände versichert?

Schäden an geliehenen, gemieteten oder gepachteten Gegen­ständen sind in der Regel vom Versicherungs­schutz ausgeschlossen. Wenn jemand ein Glas Wasser umstößt und über das von einem Freund geliehene Laptop verteilt, ersetzen das die Versicherer normaler­weise nicht. Es gibt aber mehr und mehr Tarife, die Schutz bieten. Mitunter ist er in der Höhe begrenzt.

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Bin ich versichert, wenn ich jemandem beim Umzug helfe und dabei etwas kaputt­mache?

Normaler­weise sind reine Gefäl­ligkeits­hand­lungen nicht versichert. Bei Schäden, die etwa private Umzugs­helfer verursachen, wird ein still­schweigender Haftungs­ausschluss des Umziehenden voraus­gesetzt: Wer Freunde oder Nach­barn um Hilfe bittet, hat dann keinen Anspruch darauf, einen Schaden ersetzt zu bekommen. Einige Versicherer zahlen aber trotzdem.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit ehren­amtlichen Tätig­keiten versichert?

Engagiert sich jemand zum Beispiel als Trainer ehren­amtlich in einem Verein oder Verband, sollte er sich dort zuerst nach einer Vereins­haft­pflicht­versicherung erkundigen. Aber auch einige Privathaft­pflicht­versicherer decken Schäden, die der ehren­amtlich Tätige verursacht – allerdings nur, wenn er nicht in verantwort­licher Position tätig ist. Schäden im Zusammen­hang mit einem wirt­schaftlichen oder öffent­lichen Ehren­amt wie dem eines Bürgermeisters sind nicht versichert.

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Was versteht man unter einer Forderungs­ausfall­deckung?

Nicht jeder hat eine private Haft­pflicht­versicherung. Verursacht jemand, der keine Versicherung hat und selbst nicht zahlen kann, einen Schaden, kann es dem Geschädigten helfen, wenn seine eigene Versicherung eine Forderungs­ausfall­deckung enthält. Dann ersetzt sein eigener Versicherer ihm den Schaden. Üblicher­weise springen die Versicherer aber erst ab einer Forderung von 2 500 Euro in voller Höhe ein. Bevor die Forderungs­ausfall­deckung einspringt, muss der Geschädigte zudem alle recht­lichen Möglich­keiten ausgeschöpft haben.

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Bin ich versichert, wenn meine Katze die Möbel meiner Nach­barn zerkratzt?

Wer Kleintiere wie Katzen oder Wellensittiche hält, ist durch die private Haft­pflicht­versicherung geschützt, wenn seine Tiere einen Schaden anrichten. Halter von Hunden, Pferden oder wilden Tieren sind nicht geschützt. Sie brauchen eine spezielle Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

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Sind Wasser­sport-Geräte wie Motorboot und Surf­brett auch versichert?

Wenn der Versicherte sich im Urlaub ein Surf­brett ausleiht und beim Surfen einen Schwimmer verletzt, zahlen die meisten Tarife. Oft gilt der Schutz auch dann, wenn der Sportler sein eigenes Brett benutzt. Zumindest für kleinere Motorboote bieten manche Tarife ebenfalls Schutz. Für größere oder eigene Boote ist eine spezielle Bootsversicherung nötig.

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Inwiefern ist für Lehrer eine Zusatz­versicherung und/oder Amts-Haft­pflicht­versicherung sinn­voll?

Inwiefern ist für Lehrer eine Zusatz­versicherung für Lehrer und/oder Amts-Haft­pflicht­versicherung sinn­voll? In der Regel haftet doch das jeweilige Bundes­land, oder?

Es gibt für Lehrer spezi­fische Risiken, die nicht in der allgemeinen Haft­pflicht­versicherung versicher­bar sind. So können Sie in Regress genommen werden, wenn Sie als verbeamteter Lehrer grob fahr­lässig den Schaden verursachen. Freiberuflich tätige Lehrer haften mitunter schon bei mitt­lerer Fahr­lässig­keit, eine Erweiterung des Versicherungs­schutzes ist hier eine sehr sinn­volle Ergän­zung, wenn noch kein anderweitiger Versicherungs­schutz vorliegt. Sie können auch bei Ihrer Gewerk­schaft nach­fragen, ob eine Mitgliedschaft einen ergänzenden Versicherungs­schutz enthält.

Fragen zu Unter­suchungen der Stiftung Warentest

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Im Test wurden nur Familien­tarife untersucht. Was bringt mir das als Single?

Auch Singles können von unseren Test­ergeb­nissen profitieren. Zwar sind Single-Tarife eines Anbieters meist güns­tiger als entsprechende Familien-Tarife des gleichen Versicherers. In der Vergangenheit hat sich jedoch immer wieder gezeigt, dass leistungs­starke und eventuell sogar bessere Familien-Tarife anderer Anbieter genauso günstig, unter Umständen sogar noch güns­tiger sind.

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Was nützt mir denn eine toll bewertete Versicherung, wenn die im Schadens­fall nicht zahlt?

Leider haben wir noch keine Möglich­keit gefunden, die Schaden­regulierung so zu unter­suchen, dass wir sie in die Bewertung einbeziehen können. Das ist extrem aufwendig und schwierig. Wir müssten uns tausende von Schadens­fällen genau anschauen und wissen dann immer noch nicht, ob die Regulierung in Zukunft genauso läuft wie bisher. Mit den Versicherungs­bedingungen testen wir die Grund­lage für alles, was später kommt. Sie bestimmen, worauf Versicherte Anspruch haben.

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Beim letzten Test von Haft­pflicht­versicherungen habe ich meinen Versicherer vermisst. Warum fehlen manche Unternehmen?

Zu Beginn eines Tests schreiben wir alle Unternehmen an, die von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht in dieser Sparte zugelassen sind, und fordern sie auf, uns detaillierte Produkt­informationen zu schi­cken. Nicht immer erhalten wir eine Rück­meldung. Das hat verschiedene Gründe: Ein Versicherer über­arbeitet zum Beispiel gerade sein Angebot, so dass es zum Veröffent­lichungs­zeit­punkt nicht mehr erhältlich, das neue zu unserem Stichtag aber noch nicht fertig ist. Andere Anbieter scheuen den Vergleich.

In jedem Fall über­prüfen wir die Angaben der Versicherer und versuchen, uns fehlende Unterlagen anders zu beschaffen. Das gelingt nicht immer.

Möglich ist auch, dass ein Anbieter fehlt, weil er ein Auswahl­kriterium nicht erfüllt, etwa keinen Tarif in einer Produktkategorie anbietet oder nicht für das dem Test zugrunde liegende Modell.

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