FAQ Kühlgeräte und Gefriergeräte Special

Reparieren oder neu kaufen? Wie funk­tioniert die Technik? Wie wird getestet? Was ist wichtig beim Einbauen, Aufstellen und Betrieb? Diese und viele weitere Fragen rund um Kühl­schränke, Tiefkühler und Kühl-Gefrier­kombis beant­worten unsere Haus­halts­experten hier kurz und bündig. Sie haben weitere Fragen? Nutzen Sie die Kommentar­funk­tion! Wir bemühen uns um zeit­nahe Antworten.

Technik – Wie funk­tioniert das?

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Was ist ein Inverter?

Ein Inverter-Kompressor orientiert seine Leistung am erforderlichen Kühlbedarf. Dies funk­tioniert in der Regel energiesparender als der Ein-Aus-Betrieb konventioneller Kompressoren mit konstanter Leistung. Wie der Kühl­kreis­lauf funk­tioniert, erläutert unser Glossar Kühlgeräte.

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Sind Gefriertruhen besser oder schlechter als Gefrier­schränke?

Gefriertruhen verursachen oft besonders geringe Strom­kosten, da sie sich wegen ihrer Bauweise recht effizient dämmen lassen. Dass beim Öffnen die kalte Luft nicht „heraus­fallen“ kann, ist hingegen kein wichtiges Kriterium: Erstens werden die Geräte im Haus­halts­alltag ohnehin selten geöffnet und zweitens verfügen auch die meisten Gefrier­schränke über Einschübe, aus denen auch keine Luft heraus­fällt. Vorteil der Gefrier­schränke ist ihr vergleichs­weise geringer Platz­bedarf beim Aufstellen. Außerdem bieten die leicht heraus­zieh­baren Fächer einen relativ guten Über­blick über das vorhandene Gefrier­gut Gefriergeräte im Test.

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Was ist der Unterschied zwischen „statischen Geräten“ und „Umluft­geräten“?

Bei statischen Geräten entspricht die Temperaturschichtung dem physika­lischen Gesetz: Warme Luft steigt nach oben, unten ist es am kühlsten. Bei statischen Geräten ist die kälteste Stelle im Kühl­teil also im Bereich des Gemüsefaches, die wärmste im oberen Fach. Bei Umluft­geräten sorgt ein Ventilator dafür, dass die Temperaturen möglichst über­all gleich sind. Sie können ihre Lebens­mittel an beliebigen Stellen einstellen. Bei statischen Geräten bleibt die Butter streichzart, wenn man sie weiter oben platziert Kühlschränke im Test.

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Wie messe ich die Temperatur im Kühl­schrank?

Das ist nicht einfach. Je nachdem, ob der Kompressor zum Zeit­punkt der Messung zum Beispiel gerade erst angesprungen ist oder bereits einige Zeit arbeitet, ist es im Kühl­schrank unterschiedlich kühl. Angesichts solcher Temperatur­schwankungen besteht beim Messen die Gefahr, eine wenig aussagekräftige Moment­aufnahme zu erhalten. Daher ist es empfehlens­wert, sich Zeit zu lassen und mehr­fach zu messen – zum Beispiel viertel­stündlich. Sinn­voll kann es auch sein, das Thermo­meter in eine durch­sichtige Box zu packen, um es vor kurz­zeitigen Temperatur­schwankungen – etwa beim Türöffnen – zu schützen. Um eventuelle Temperaturschichtungen inner­halb des Kühl­schranks zu ermitteln, sollten Sie die Box an verschiedene Positionen legen – zum Beispiel auf die oberste und unterste Ablage und in Türfächer. So finden Sie etwa den optimalen Lager­ort für die Butter, damit sie streichzart bleibt. Beachten Sie dazu auch die Hinweise in der Bedienungs­anleitung. In unseren Tests von Kühlschränken können Sie die Geräte auch nach Ihren Noten in Sachen „Temperaturstabilität“ filtern.

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Was exakt ist ein Kalt­lagerfach?

Solche Spezialfächer eignen sich zum Lagern besonders empfindlicher Lebens­mittel (zum Beispiel Meeresfrüchte). Für ein Kalt­lagerfach muss der Anbieter die Einhaltung eines Temperatur­bereiches zwischen –2 und +3 Grad garan­tieren. Diesen Mehr­wert für den Verbraucher darf er als Volumen des Faches auf dem Typenschild angeben; er erhält für die Einhaltung der kühleren Temperaturen einen Bonus bei der Berechnung der Energieeffizienz. Im Gegen­satz dazu finden sich in vielen Kühlgeräten diverse relativ kalte Fächer, die sich mit werbe­wirk­samen Bezeichnungen schmü­cken – aber nicht auf dem Typenschild angegeben sind. Und zwar aus gutem Grund: Deren Anbieter wollen den für echte Kalt­lagerfächer geforderten Temperatur­bereich hier nicht garan­tieren. In unseren Test­tabellen werden nur „echte“ Kalt­lagerfächer mit ihren Volumen­angaben genannt, die „unechten“ kühlen Fächer rechnen wir dem Kühl­bereich zu. Für Nutzer kann es interes­sant sein, deren Temperatur im Praxis­betrieb selbst zu messen. In unseren Tests von Kühlschränken können Sie gezielt nach Kühl­schränken mit Kalt­lagerfach filtern.

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Ist es normal, dass meine neue Kühl­gefrier­kombi oft leise, merkwürdige Geräusche macht?

Die Kompressoren in vielen modernen Geräten arbeiten anders als bei den altbekannten Kühl­schränken: Sie laufen vergleichs­weise länger und passen dabei ihre Leistung – stromsparend – dem Bedarf an. Das konnten die alten Kompressoren nicht. Bei einem neuen Gerät kann sowohl der Kompressor als auch die durch den Kühl­kreis­lauf strömende Kühl­flüssig­keit unge­wohnte Geräusche verursachen. Mitunter gibt es Resonanz­effekte vor harten Wänden, womöglich stößt auch ein vibrierender Wärmetauscher (Metall­gitter auf der Geräter­ückseite) irgendwo gegen. Bei auffällig lauten Geräuschen sollten Sie den Kunden­dienst kontaktieren.

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Was sagt das Energielabel über das Geräusch aus?

Die Geräusch­angabe auf dem Label basiert auf einem Norm­mess­verfahren im Prüf­labor. Angegeben wird der garan­tierte Schall­leistungs­pegel im leeren Zustand in Dezibel. Die gemessenen Werte werden von den Anbietern zum Teil etwas aufgerundet, um angesichts denk­barer Produktions­schwankungen „auf Nummer sicher“ zu gehen. Da die Schall­leistungs­pegel in der Regel bei Kühlgeräten die 40 Dezibel(A)-Marke nicht über­schreiten, können die meisten Menschen einen Unterschied von wenigen Dezibel bei vorhandenen Neben­geräuschen kaum wahr­nehmen. Die von den Anbietern deklarierten Werte finden Sie im Produktfinder Kühlschränke.

Wie wird getestet?

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Wie prüft die Stiftung Warentest die Geräusche eines Kühl­schranks?

Das Geräusch von Kühlgeräten ist im Vergleich zu vielen anderen Haus­halts­geräten relativ leise. Es kann dennoch störend sein, weil der Kompressor bei modernen Geräten häufig und länger arbeitet und dabei zum Beispiel „surrt“. Auch die Geräusche des Kühl­mittels (Gluckern) oder die kurz­zeitigen Ein- und Ausschalt­geräusche des Kompressors können stören. Im Test bewerten daher drei Experten das Geräusch und die Vibrationen subjektiv anhand einer Noten­skala während verschiedener Betriebs­zustände. So lassen sich bei der Bewertung unangenehme, nur kurz­zeitig auftretende Geräusche besser als bei Norm­mess­verfahren berück­sichtigen.

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Der Hersteller meines Wunsch-Kühl­schranks macht andere Angaben zum Volumen als die Stiftung Warentest. Haben Sie falsch gemessen?

Wir messen das Gebrauchs­volumen, indem wir den auf Ablagen und in Einschüben zur Lagerung von Lebens­mitteln tatsäch­lich zur Verfügung stehenden Raum messen. Zum Beispiel eventuelle Hohlräume unter dem Gemüse­schubfach oder zwischen Einschüben und Seiten­wänden werden dabei nicht mitgezählt. Das von den Anbietern auch auf dem Energielabel deklarierte sogenannte Nutzvolumen informiert dagegen über das – theoretisch – maximal nutz­bare Volumen – wenn Einschübe und Ablagen heraus­genommen werden.

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Ich habe den Strom­verbrauch meines Kühl­schranks mit einem Strom­mess­gerät kontrolliert. Er ist höher als vom Anbieter angegeben. Woran kann das liegen?

Bei unseren Tests verlassen wir uns nicht auf die Angaben der Anbieter sondern messen selbst. Sie finden diese Werte im Produktfinder Kühlschränke. Im Einzel­fall haben auch wir deutliche Diskrepanzen fest­gestellt. Unabhängig davon kann es im Praxis­betrieb ohnehin abweichende, meist höhere Verbrauchs­werte als bei Labor­messungen geben − zum Beispiel wegen hoher Umge­bungs­temperatur am Aufstell­ort, häufigem Türöffnen und wegen des Abkühlens von Lebens­mitteln. Vor allem das Einfrieren großer, womöglich warmer Lebens­mittel­mengen benötigt recht viel Strom. Bei den genormten Verbrauchs­messungen im Labor liegt die Umge­bungs­temperatur zwar bei – relativ hohen – 25 Grad, aber die Türen bleiben während der Messung zu und es werden auch keine Lebens­mittel abge­kühlt oder einge­froren. Um die Verbraucher möglichst realistisch über die zu erwartenden Kosten zu informieren, finden Sie in den Tabellen des Produktfinders Kühlschränke zwei Orientierungs­werte zu den Strom­kosten: bei eher geringer Nutzung (über­wiegend nur Lagern des Kühl­guts) und bei starker Nutzung (inklusive häufigem Abkühlen und Einfrieren).

Übrigens: Falls der von Ihnen gemessene hohe Strom­verbrauch nicht erklär­bar erscheint und sich auch bei einer Wieder­holungs­messung (bei üblichen Betriebs­bedingungen) bestätigt, sollten Sie den Anbieter kontaktieren: Möglicher­weise liegt ein tech­nischer Defekt vor.

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Wie misst die Stiftung Warentest die Abkühldauer?

Zunächst wird im Innern eine Temperatur von ca. 4 Grad Celsius (in den Mess­paketen) einge­stellt. Sobald eine bestimmte Menge an Kühl­gut (6 Kilogramm Kühlpakete pro 100 Liter Nutzvolumen) quasi als „Grund­last“ auf diese Temperatur abge­kühlt ist, kann die Prüfung starten: Unsere Tester füllen eine recht große Menge an Kühlpaketen (als Ersatz für echte Lebens­mittel) zusätzlich in den Kühlraum – und zwar 10 Kilogramm pro 100 Liter Nutzvolumen. Diese nach einem genauen Plan hinein­gestapelten Kühlpakete haben eine Temperatur von 25 Grad. Beispiel: In einen großen 395-Liter-Kühl­schrank werden Kühlpakete mit einem Gesamt­gewicht von 39 Kilogramm hinzugelegt, in einen kleinen 142-Liter-Kühl­schrank nur 14 Kilo. Das klingt unfair, folgt aber der Logik, dass Käufer eines großen Kühl­schranks auch eine größere Kühl­leistung erwarten. Unsere Testergebnisse zeigen: Die besten Großen erzielen im Prüf­punkt Kühlen nicht selten die Bestnote Sehr gut. Sie kühlen die Testpakete im Mittel in annähernd 10 Stunden auf 8 Grad Celsius, ohne dass sich die bereits als Grund­last vorhandenen allzu sehr erwärmen. Und selbst das letzte Kühlpaket erreicht das 8-Grad-Ziel in akzeptabler Zeit.

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Testet die Stiftung Warentest die No-Frost-Funk­tion?

Ja, teil­weise. Wir kontrollieren die aufgezeichneten Kurven der Temperaturfühler und des Strom­verbrauchs. So lässt sich erkennen, ob und wann ein Gerät auto­matisch den Abtau­prozess akti­viert (im Glossar erfahren Sie, wie No-Frost funk­tioniert). Bei der Bewertung des Energieverbrauchs berück­sichtigen wir in der Regel einen Abtau­zyklus. Lang­zeitprüfungen zur Effizienz der No-Frost-Funk­tion führen wir nicht durch. Bislang liegen keine Hinweise vor, dass es aus Verbrauchersicht wesentliche Probleme mit dieser Technik gibt, die einen größeren Unter­suchungs­aufwand recht­fertigen würden.

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Wieso kann eine A+++-Kombi mehr Strom verbrauchen als eine A++-Kombi?

Mit hoher Wahr­scheinlich­keit liegt dies daran, dass das A+++-Gerät höher ist und über ein größeres Gebrauchs­volumen verfügt. Möglich ist auch, dass es einen relativ großen Gefrier­bereich hat, der den Strom­verbrauch naturgemäß in die Höhe treibt. Bitte beachten Sie, dass sowohl das Energielabel also auch unser Test­urteil zum Strom­verbrauch die Energieeffizienz bewerten: Der Strom­verbrauch (Kilowatt­stunden) wird in Relation zum Volumen gesetzt und die Eigen­arten des Gerätes (zum Beispiel großer oder kleiner Gefrier­bereich) werden bei der Rechnung berück­sichtigt.

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Wie testet die Stiftung Warentest das Gefrier­vermögen?

Auf den tech­nischen Daten­blättern von Gefriergeräten findet man eine Angabe zum Gefrier­vermögen, angegeben in Kilogramm pro 24 Stunden (kg/24h). Diese Zahl gibt an, wie viel Gefrier­gut maximal inner­halb eines Tages von 25 °C auf –18 °C herunter­gekühlt werden kann. Die Stiftung Warentest über­prüft diese Werte nicht explizit. In unseren vergleichenden Warentests wird die Zeit gemessen, die ein Gefriergerät benötigt, um eine Zuladung von ca. 4 kg pro 100 l Nutzvolumen von 25 °C auf –16 °C zu kühlen. Grund: Von Geräten mit großem Gefrier­teil erwarten Verbraucher, dass sie größere Mengen abkühlen können als Geräte mit kleinem Gefrierfach. Wichtig ist dies zum Beispiel für Garten­besitzer, Angler oder Jäger. Die Bewertungen dazu finden Sie im Produktfinder im Prüf­punkt „Einfrieren“. Sofern ein Gerät über eine Schnell­gefrier­funk­tion verfügt, über­prüfen wir deren Wirk­samkeit in einer zusätzlichen Prüfung. Dabei akti­vieren wir die Funk­tion erst in dem Moment, in dem wir das Gefrier­gut ins Gerät legen. Die Anbieter empfehlen hingeben oft, das Schnell­gefrieren bereits im voraus zu starten. Wir meinen: Oft ist dies gar kaum möglich. Zum Beispiel wenn einem der Nach­bar unver­hofft einen Eimer voll Pflaumen schenkt.

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Warum legt die Stiftung so viel Wert auf die Alarm­funk­tionen?

Es kann immer passieren, dass eine Tür nicht richtig verschlossen wird oder der Strom in der Haus­installation oder einem Sicherungs­kreis ausfällt. In diesem Fall sollen die Geräte die Störung sowohl optisch als auch akustisch merk­bar anzeigen. Anderer­seits soll der Alarm nicht bei jeder Türöffnung piepsen oder blinken. Der Alarm soll verstummen oder aussetzen, wenn er quittiert wird. Bei nicht funk­tionierenden Alarmen kann es passieren, dass ein Strom­ausfall und das damit verbundene Auftauen des Gefrier­guts gar nicht bemerkt wird und das Gefrier­gut – nach dem Auftauen – wieder einfriert. Dies kann zur Anreicherung von Verderb­niskeimen führen und sollte ausgeschlossen werden.

Reparieren oder neu kaufen?

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Kann ich mein altes Kühl- und Gefriergerät reparieren?

Geht zum Beispiel der Kompressor des Kühl­kreis­laufes oder die elektronische Regelung kaputt, ist eine Reparatur nicht möglich oder lohnt sich nicht. Im Zweifel sollten Sie telefo­nisch beim Kunden­dienst nach­fragen. Bei defekten Ablagen oder Einschüben sind Ihre Chancen besser: Gehen diese kaputt, sollten Sie sich beim Anbieter und/oder bei Händ­lern nach Ersatz­teilen erkundigen. Erneuern lassen sich zum Beispiel auch Türdichtungen – auch von hand­werk­lich geschickten Laien.

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Sollte ich ein altes Gerät wegen des hohen Energieverbrauchs gegen ein neues austauschen?

Das kommt auf den Stromhunger Ihres „Alten“ an. Den sollten Sie mithilfe eines Strom­mess­gerätes über­prüfen. Wählen Sie als Mess­zeitraum mindestens 24 Stunden, besser eine ganze Woche. Um die Messung nicht zu verfälschen, sollten Sie während dieser Zeit nicht unüblich viel Kühl- oder Gefrier­gut abkühlen beziehungs­weise einfrieren. Auch die Umge­bungs­temperatur sollte nicht unrealistisch nied­rig sein. Berechnen Sie dann, wie viele Kilowatt­stunden Ihr Gerät im Jahr verbraucht. Um die Strom­kosten zu berechnen, können Sie die Kilowatt­stunden mit dem durch­schnitt­lichen Strom­preis von 0,28 Euro pro Kilowatt­stunde multiplizieren. Spannend ist der Vergleich mit modernen, spar­samen Kühlgeräten ähnlicher Größe. Deren Strom­kosten bei geringer und starker Nutzung finden Sie in unserem Produktfinder. Beachten Sie, dass diese Werte bei 4 Grad Celsius im Kühl­bereich und 25 Grad Celsius Raum­temperatur ermittelt worden sind. Steht Ihr Kühlgerät im kalten Keller, verbraucht es naturgemäß vergleichs­weise relativ wenig Strom. Spannend ist die Frage, ob und wann sich der Kauf­preis aufgrund der einge­sparten Strom­kosten bezahlt macht (Amortisations­zeit). Im Produktfinder Kühlschränke finden Sie konkrete Angaben zu den Strom­kosten der getesteten Geräte.

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Kann ich mich darauf verlassen, dass der Energieverbrauch eines neuen Kühlgerätes nied­rig bleibt.

Nein. Ein mehr­jähriger Lang­zeittest mit drei exemplarisch ausgewählten Kühl- und Gefriergeräten hat gezeigt: Der Strom­verbrauch stieg im Laufe der Zeit um 20 bis 30 Prozent. Am steilsten war der Anstieg während der ersten drei Jahre. Ein Grund dafür kann die Dämmung aus Polyureth­anschaum sein. Er wird mithilfe eines Treib­mittels hergestellt. Entweicht dieses nach und nach, kann die Dämm­wirkung nach­lassen. Der Alterungs­effekt ändert nichts an der Empfehlung, beim Neukauf eines Kühl- oder Gefriergerätes ein möglichst stromsparendes Modell zu wählen: Geräte, die bereits im Neuzustand relativ effizient arbeiten, bieten diesen Vorteil auch auf Dauer.

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Stimmt die Aussage „Ein 10 bis 15 Jahre alter Kühl­schränke sollte immer gewechselt werden“?

Nicht unbe­dingt. Falls es sich beim alten um ein damaliges „Energiesparmodell“ handelt, kann es auch heute noch akzeptable Verbrauchs­werte aufweisen – erst recht, wenn Sie es an einem kühlen Stand­ort betreiben. Empfehlens­wert ist in jedem Fall, den Energiehunger mithilfe eines Strom­mess­gerätes zu testen. Grund­sätzlich gilt aber, dass moderne, effiziente Kompressoren und gute Steuerung mit deutlich weniger Energie auskommen als die damals üblichen.

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Woran erkenne ich eine undichte Gummi­dichtung?

Dringt warme Küchen­luft in den Kühlraum, muss der Kompressor eine entsprechend höhere Kühl­leistung aufbringen; der Energieverbrauch steigt. Falls der Verdacht besteht, dass die Tür nicht dicht schließt, können Sie dies leicht mit Hilfe einer Taschen­lampe über­prüfen. Legen Sie diese so ins Gerät, dass der Licht­kegel von innen auf den Türbereich zielt. Kontrollieren Sie – am besten spät­abends bei ausgeschalteter Küchenbe­leuchtung – , ob Licht durch die geschlossene Tür hindurch­schimmert. Als Ursache für eine Leckage kommt nicht nur eine defekte Dichtung in Frage, sondern zum Beispiel auch ein „ausgeleiertes“ Türscharnier, das zu viel Spiel hat.

Was ist wichtig beim Kauf?

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Lohnt es sich, eine Garan­tieverlängerung zu vereinbaren?

Da ein Kühl- oder Gefriergerät kaum Verschleiß­teile hat und meist recht lang­lebig ist, gibt es nur eine geringe Wahr­scheinlich­keit, von der Garan­tieverlängerung zu profitieren. Produktions­fehler würden ohnehin bei Inbetrieb­nahme oder bald danach in Erscheinung treten, also während der gesetzlichen Gewähr­leistungs­frist zum Test Garantieverlängerungen und zu den FAQ Kaufrecht.

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Wo finde ich güns­tige Geräte?

Schnäpp­chen finden Sie sowohl bei stationären Händ­lern als auch in Online-Shops. Bei der Suche helfen Preis­vergleichs­portale (zum Beispiel idealo.de­ in unserem Produktfinder). Achten Sie aber auch auf Neben­kosten für die Lieferung oder die Mitnahme des Altgerätes. Haben Sie auch den Mut, Ihren Händler im Laden mit güns­tigeren Konkurrenz­angeboten zu konfrontieren – möglicher­weise besteht Verhand­lungs­bereitschaft. Grund­sätzlicher Vorteil des Ladens vor Ort: Im Fach­geschäft haben Sie die Möglich­keit, das Gerät anzu­schauen und auszupro­bieren. Sie können das Typenschild fotografieren und bei Lieferung kontrollieren, dass sie genau das gewünschte Gerät erhalten.

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Was ist von antibakteriellen Beschichtungen zu halten?

Antibakterielle Beschichtungen sollen schädliche Mikro­organismen im Zaum halten. Doch Experten halten davon wenig. Das Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) hat schon vor Jahren fest­gestellt: „Die Oberflächen­beschichtung mit Silber­verbindungen bietet keinen zusätzlichen Vorteil beim Schutz vor Keimen“. Das BfR hält „den Einsatz von antibakteriell wirkenden Mitteln im Haushalt grund­sätzlich für über­flüssig“. Ungeklärt sind vor allem zwei Fragen: Wie riskant ist es, wenn der Mensch freigesetzte Nano-Silber­teilchen oder biozidhaltige Partikel aus der Beschichtung mitisst? Können die Mikro­organismen Resistenzen ausbilden? Unabhängig davon ist klar: Die Beschichtung wirkt nur bei Direkt­kontakt. Wollen die Mikro­organismen auf der Oberseite von Schmutz­flecken oder auf einge­lagerten Lebens­mitteln wachsen, kann die Silber­beschichtung dies nicht verhindern. Sie ist also kein Ersatz für das regel­mäßige Reinigen des Kühlgeräts.

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Worauf muss ich beim Kauf einer Einbauküche achten?

In Komplett­paketen sind häufig preisgüns­tige Geräte mit schlechter Energieeffizienz einge­baut. Achten Sie darauf, dass sich vermeintliche Billig­an­gebote nicht infolge hoher Strom­kosten im Endeffekt als teuer erweisen. Wer noch die Wahl hat zwischen Einbau- und frei­stehendem Gerät, sollte bedenken, dass diese Entscheidung enormes Spar­potenzial birgt. Das Einbaumöbel ist oft sehr teuer – und benötigt Platz: Damit ein Einbaukühlgerät in die vorhandene Möbel­nische passt und auf seiner Rück­seite Platz für die Hinterlüftung bleibt, muss es kompakter sein als ein frei­stehendes Gerät. Im Produktfinder Kühlschränke finden Sie entsprechende Angaben für die getesteten Geräte. Hinzu kommt der erhöhte Aufwand für die Montage von Einbaugeräten. Wenn Sie ein Standgerät wählen, entfallen diese Kosten. Oben­drein lässt es sich – zum Beispiel beim Umzug – auch relativ leicht anderswo nutzen. Im übrigen sind Standgeräte mitt­lerweile mit vielfältigen Oberflächen erhältlich, so dass sie auch unter Design-Gesichts­punkten optisch zu Küchenmöbeln aller Art passen können. Ein weiterer Vorteil eines Standgeräts liegt in der etwas leichteren Hand­habung: Um die Rück­seite oder die Auffang­schale für Kondens­wasser zu reinigen, kann man es relativ leicht vorziehen und danach wieder zurück­schieben.

Was ist wichtig beim Einbauen, Aufstellen und Betrieb?

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Warum brauchen Kühl- und Gefrier­schränke oft einen Abstand zur dahinterliegenden Wand?

Der Abstand ist wichtig, damit die vom Gerät erwärmte Luft gut entweichen kann. Außerdem muss kühle Luft ungehindert von unten und von den Seiten nach­strömen können. Wird der Luft­strom behindert, kühlt sich der Wärmeüber­trager des Kühl­kreis­laufs (das ist das oft sicht­bare, von Kühl­flüssig­keit durch­strömte Gitter auf der Rück­seite) unbe­friedigend ab. Darunter leidet die Effizienz; der Strom­verbrauch steigt. Achtung: Viele Geräte haben oben hinten einen Abstands­halter mit Lüftungs­schlitzen. Achten Sie darauf, dass diese Schlitze offen bleiben und nicht zugestellt werden. Übrigens gibt es auch Kühl­schränke, deren Wärmeüber­trager in der Seiten­wand integriert ist. Diese Geräte benötigen einen Seiten­abstand zum nächsten Möbel oder Küchengerät, um funk­tionieren zu können. Achten Sie auf die Infos in der Bedienungs­anleitung.

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Kann ich die Tür­aufhängung selber verändern?

In der Regel ja, aber das kann etwas aufwendig sein. Der Seiten­wechsel der Tür ist in der Regel in der Gebrauchs­anleitung beschrieben. Dennoch braucht es geübte Heim­werker oder Heim­werk­erinnen. Ansonsten kann dies bei Küchen­installations­betrieben beauftragt werden.

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Worauf muss ich bei Einbaugeräten achten?

Beachten Sie bei den Geräten unbe­dingt die Einbau­anleitung: Lüftungs­schlitze müssen frei sein und Abstände von der Wand einge­halten werden, damit die Lüftung gut funk­tioniert.

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Was ist eine Schlepp­tür?

Die gibts bei Einbaugeräten. Bei der Schlepp­türtechnik sind Möbeltür und Kühl­schranktür über eine Gleitschiene miteinander verbunden. Beim Öffnen „schleppt“ die äußere Tür die Kühl­schranktür mit sich. Jede Tür hat ihr eigenes Scharnier. Alternativ gibt es die Fest­türtechnik. Hier wird die Möbelplatte/Dekorplatte fest auf die Kühl­schranktür montiert. Das wirkt hoch­wertiger, erfordert aber stabilere Scharniere, damit die Kühl­schranktür das höhere Gewicht tragen kann.

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