FAQ Kaffee und Kaffee­maschinen Special

Kaffee ist das Lieblings­getränk der Deutschen. 162 Liter genehmigte sich jeder im Jahr 2014 – fast 20 Liter mehr als Mineral­wasser. Filter­kaffee ist mit Abstand am beliebtesten. Ganze Bohnen, Espresso und Kaffee aus Einzel­portionen – Kapseln und Pads – haben einen deutlich geringeren Markt­anteil. Doch vor allem die Kaffee­kapseln sind stark im Kommen. In den FAQ beant­worten unsere test-Experten die wichtigsten Fragen rund um die Themen Kaffee und Kaffee­maschinen.

Anbau, Ernte und Verarbeitung

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Wo wird Kaffee angebaut?

Kaffee­pflanzen werden in über 80 Ländern in Äquatornähe angebaut. Sie sind empfindlich – brauchen reichhaltige Böden, Wasser und viel Wärme, vertragen aber keine extreme Sonne. Frost und Wind schaden den Pflanzen. Wilde Kaffee­bäume wachsen bis zu 15 Meter hoch – auf Plan­tagen stutzt man sie auf wenige Meter, damit sich die Bohnen leichter pflü­cken lassen. Der meiste Rohkaffee stammt aus Brasilien, Vietnam und Honduras.

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Worauf kommt es bei der Ernte an?

Die Kirschen des Kaffee­baums werden erst geerntet, wenn sie reif und rot sind. Nur dann entwickeln die Bohnen bei der Röstung das volle Aroma. Fast über­all werden die Bohnen über­wiegend mit der Hand gepflückt. Da die Früchte nicht gleich­zeitig reifen, müssen Pflü­cker die Bäume mehr­mals per Hand abernten. 50 bis 100 Kilogramm Kaffee­bohnen erntet ein Pflü­cker pro Tag – für 10 bis 20 Kilogramm Rohkaffee. Wer es sich leisten kann, erntet mit der Maschine (zum Test von Espressokaffee).

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Erfahren Verbraucher etwas über die Herkunft ihrer Kaffees?

Auf handels­üblichen Kaffee­verpackungen erfahren die Verbraucher oft nicht, woher der Kaffee kommt. Einige Anbieter machen sehr allgemeine Herkunfts­angaben wie etwa Südamerika, Afrika oder Asien. Eine Packung Kaffee enthält oft fünf bis zehn Kaffees aus verschiedensten Anbau­gebieten. Teils werden auch teurerer Arabica und preis­werterer Robusta kombiniert. Diese Mischungen heißen Blends. Damit lassen sich Qualitäts­schwankungen ausgleichen, denn die Anbieter wollen für eine Marke möglichst gleich­bleibenden Geschmack garan­tieren.

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Was passiert beim Rösten?

Erst beim Rösten bilden sich die Aromen. Sie sind extrem flüchtig, daher wird meist erst im Verbraucher­land geröstet. Mehr als 800 Aromen wurden bislang entdeckt. Beim Rösten verdoppeln die Bohnen ihr Volumen, sie werden braun und verlieren Feuchtig­keit und Säure. Der Röstmeister steuert die Aroma­bildung über Röst­temperatur und Röstdauer. Unter seiner Regie wird der Rohkaffee auf etwa 260 Grad Celsius erhitzt. In den Bohnen setzt eine Kaskade chemischer Reaktionen ein: Wasser verdampft, Zucker und Eiweiße reagieren miteinander, Öle treten aus, Säure zersetzt sich. Am Ende entstehen mehr als 800 Röstaromen.

Kaffee­sorten

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Wie unterscheiden sich die Kaffee­sorten Arabica und Robusta?

Kaffee­bäume mit Arabica-Bohnen stammen ursprüng­lich aus Äthiopien. Sie wachsen in gemäßigten Klimazonen auf 600 bis 2 100 Metern Höhe. Arabica-Kaffee, der in Hoch­lagen ab 1 000 Metern wächst, darf als Hoch­land­kaffee vermarktet werden. Das Aroma von Arabica-Kaffee gilt als besonders fein, er enthält weniger Koffein als Robusta-Kaffee und wird teurer gehandelt. Die Sorte Robusta wächst auf bis zu 900 Metern. Robusta ist, wie der Name ausdrückt, robuster – schnell­wüchsiger, weniger anfäl­lig für Hitze und hohe Luft­feuchtig­keit und damit ertragreicher. Kaffee­experten beschreiben diese Sorte als herbwürzig, weniger säurereich, aber koffeinhaltiger als Arabica. Robusta enthält mehr Kaffeeöle, die beispiels­weise die Crema auf Espresso unterstützen können. Er ist auf dem Welt­markt preis­werter als Arabica (zum Test von Espressokaffee).

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Was ist Röst­kaffee?

Die Bohnen werden bei etwa 260 Grad geröstet, ganz oder gemahlen verkauft. Röst­kaffee eignet sich gut für Kaffee­maschinen, den Hand- und Kolbenkannen­aufguss.

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Was ist Espresso?

Der Unterschied zum normalen Röst­kaffee liegt vor allem in der Röstdauer. Für Espresso werden die Bohnen länger und dunkler geröstet als für herkömm­lichen Röst­kaffee und verlieren so an Säure. Verwendet werden Arabica-Bohnen oder Mischungen aus Robusta- und Arabicabohnen. Espresso wird blitz­schnell und unter Hoch­druck zubereitet: Dabei läuft der Espresso nicht durch einen Filter oder brüht minuten­lang. Statt­dessen drückt heißes Wasser mit einem Druck von optimaler­weise 9 bar durch ein Sieb mit den gemahlenen Espressobohnen und wird so in etwa 25 Sekunden zum Espresso. Durch den Druck entsteht die typische Schaumkrone, die Crema. In Deutsch­land hat ein Espresso etwa 30 bis 40 Milliliter – genau geregelt ist das aber nicht. In Italien fällt der Inhalt in der Espressotasse noch kleiner aus: Rund 25 Milliliter Flüssig­keit sind üblich (zum Test von Espressokaffee). Siehe auch unser Kleines Kaffee-ABC.

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Was ist löslicher Kaffee?

Er entsteht aus einem Konzentrat, für das gemahlene Bohnen mit heißem Wasser über­gossen werden. Durch Gefriertrock­nung gewinnt man das Granulat. Im Angebot ist purer löslicher Kaffee, aber auch viele Produkte mit Zucker-, zum Teil auch Kaffee­weißer­zusatz.

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Was ist entkoffeinierter Kaffee?

Entkoffeinierter Kaffee ist etwas für Menschen, die kein Koffein vertragen oder die Wirkungen des Koffeins vermeiden möchten. Dampf und Löse­mittel entziehen dem Rohkaffee Koffein. Es bleibt ein Restkoffein­gehalt von 0,1 Gramm pro 100 Gramm Kaffee­trockenmasse. Eine gewisse Belebung ist dank Theobromin und Theophyllin trotzdem drin, beide haben auch eine stimulierende Wirkung.

Nach­haltig­keit

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Welche sozialen und ökologischen Probleme gibt es im Kaffee­anbau?

Welt­weit verdienen 25 Millionen Kleinbauern ihren Lebens­unterhalt im Kaffee­anbau. Vielen von ihnen fehlt es am notwendigen Wissen, wie sie Erträge steigern können und ihre Bohnen zu guten Preisen verkaufen können. Der Klimawandel und widrige Wetter­verhält­nisse sorgen regel­mäßig für Ernte­ausfälle und stark schwankende Kaffee­preise. Sinken die Kaffee­preise in den Keller, bangen viele Kaffee­bauern um ihre Existenz: Sie verarmen, geben auf und wandern in die Städte ab. Die Stiftung Warentest hat untersucht, wie große Anbieter von Espresso mit diesen Problemen umgehen und wie sie Bauern vor Ort unterstützen. Das Fazit: Es macht einen großen Unterschied, wessen Kaffee man kauft. Es gibt sehr engagierte, aber auch intrans­parente Unternehmen.

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Was steht hinter Bio- und Fairtrade-Kaffee?

Jede zehnte Kaffee­packung trägt heute ein Nach­haltig­keits­siegel, sagt der Deutsche Kaffee­verband. Das EU-Bio-Siegel steht für hohen Umwelt­schutz im Anbau, das Logo von Fairtrade für faire Löhne. Utz und Rainforest Alliance wollen in erster Linie nach­haltigen Anbau fördern. Konventionelle Anbieter wie Tchibo sind Mitglied der 4C-Association (Common Code for the Coffee Community). 4C ist ein Basis­stan­dard, der Bauern den Einstieg in einen nach­haltigen Anbau erleichtern soll. Kaffees mit dem EU-Bio-Siegel und Siegeln des fairen Handels kosten oft mehr als herkömm­licher Kaffee. Nur so können die hohen Anforderungen an den Anbau und faire Entlohnung finanziert werden.

Zubereitung

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Welcher Mahl­grad ist der richtige?

Kaffee­bohnen halten das Aroma besser als Kaffee­pulver. Wer Bohnen bevor­zugt, sollte deshalb immer nur nach Bedarf mahlen. Aber welcher Mahl­grad ist dann der richtige? Das hängt etwa davon ab, ob Sie Espresso oder Filter­kaffee zubereiten. Kaffee­pulver sollte eher grobkörnig sein. Espressopulver sollte fein gemahlen sein. Denn während ein Filter­kaffee minuten­lang brüht, löst sich das Aroma des Espresso in nur etwa 25 Sekunden aus dem Pulver – damit das klappt, werden die Bohnen fein gemahlen. So kommt das Wasser mit viel Pulver in Kontakt. Wie fein oder grob es für das beste Geschmack­serlebnis sein muss, hängt auch von Mischung und Maschine ab. Probieren geht hier über studieren. Schmeckt der Espresso oder Kaffee zu bitter oder sogar verbrannt, ist er vielleicht zu fein gemahlen. Schmeckt er dünn und flach, könnte das Pulver zu grobkörnig sein. Viele Tipps zur Zubereitung finden Sie auch im Produktfinder Espressomaschinen.

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Wie filtert man Kaffee am besten von Hand?

Die Bohnen am besten frisch mahlen und in eine Filtertüte geben – idealer­weise in einen Porzellan­filter, der auf einer Kanne steht. Dann lang­sam heißes, nicht mehr kochendes Wasser auf das Pulver gießen, dabei warten, bis es durch­gelaufen ist. Der Kaffee sollte für den Hand­aufguss nicht zu fein gemahlen sein. Viele Fein­schmecker schwören auf eine „Karls­bader Kanne“: Sie besteht aus einer Kanne, einem Brüh­aufsatz mit Doppelfilter und einem Deckel – alles aus Porzellan. Der Kaffee muss sehr grob gemahlen sein. Auf Papierfilter wird hier verzichtet.

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Wie bereite ich den perfekten Espresso zu?

In Italien gilt für die Zubereitung des „Caffè“ – so nennen die Italiener den Espresso eine Art Zauberformel, die 5-M-Regel: „miscela, macchina espresso, macinadosatore, mano dell’operatore, manutenzione.“ Über­setzt schreibt die Regel eine gute Espresso­mischung und -maschine, den richtigen Mahl­grad, die geübte, liebevolle Hand – „mano“ – des Zubereiters und die sorgfältige Säuberung und Instandhaltung von Maschine und Mühle vor. Wer das berück­sichtigt, ist auf einem guten Weg. Wichtig ist außerdem die richtige Tasse: Die sollte 50 bis 100 Milliliter fassen, dick­wandig, aus Porzellan und vor allem vorgewärmt sein. Ein erstes Indiz für einen guten Espresso ist übrigens die Crema: Sie sollte feinporig und lang­anhaltend sein und ein Löffelchen Zucker einige Zeit tragen, ehe der lang­sam in den Espresso sackt. Schließt sich danach die Crema, ist das ein erster Anhalts­punkt für einen wirk­lich guten Espresso. Viele Tipps zur Zubereitung finden Sie auch im Produktfinder Espressomaschinen.

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Wie gelingen Kaffee­spezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato?

Viele Voll­automaten bereiten beliebte Kaffee­spezialitäten auf Knopf­druck zu. Aber auch ohne Maschine lassen sich Cappuccino und Co. einfach zubereiten. Für viele Spezialitäten dient der Espresso als Basis.

Doppio, Lungo und Ristretto: Ein Doppio ist ein doppelter Espresso: mit doppelt so viel Pulver und doppelt so viel Wasser. Wer einen Doppio mit einer Sieb­träger­maschine zubereitet, muss darauf achten, ein größeres Sieb zu verwenden. Richtung Süden wird der Espresso in Italiens Espressotäss­chen immer kräftiger – hier trinkt man Ristretto. Dafür wird die gleiche Menge Pulver wie für einen Espresso mit weniger Wasser aufgebrüht. Sanfter: Für einen Lungo wiederum brüht die gleiche Menge Pulver mit mehr Wasser.

Espresso Macchiato: Macchiato heißt gefleckt. Auf dieser Espressovariante ist der Fleck ein Tupfer geschäumte Milch. Zum Espresso con Panna wird ein Espresso mit einem Tupfer Schlagsahne.

Cappuccino: Für einen Cappuccino einen Espresso zubereiten und in eine Tasse (120 bis 200 ml) geben, dann mit geschäumter Milch auffüllen.

Moccacino: Ein Moccacino wird fast wie ein Cappuccino zubereitet – allerdings kommt hier heiße Schokolade statt Milch in die Tasse.

Latte Macchiato: Hier ist sorgfältige Schicht­arbeit gefragt. Etwa 100 Milliliter Milch in einem hitze­beständigen Glas (180 bis 200 ml) aufschäumen. Dann vorsichtig einen Espresso zugeben – am besten über den Rücken eines Kaffee­löffels.

Caffè Latte: die italienische Variante des Milch­kaffees. Einen Espresso zubereiten und in eine große Milch­kaffee­tasse geben und bis zum Rand mit heißer Milch und etwas Schaum auffüllen.

Lagerung

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Wie sollte man Kaffee aufbewahren?

Kaffee verliert mit der Zeit sein Aroma – Sauer­stoff, Licht und Wärme, Feuchtig­keit und Fremdgerüche beschleunigen das. Vakuum­verpackt und bei Raum­temperatur halten Röst­kaffee, Espresso und auch Kaffee in Kapseln laut Anbieter etwa 18 Monate. Kaffee sollte dunkel, luft­dicht, trocken und so kühl wie möglich lagern. Am besten eignet sich dafür die Verpackung des Kaffees selbst. Schließt die Verpackung nicht luft­dicht ab, hilft ein Clip. Ist die Packung einmal offen, sollten Bohnen oder Pulver aber binnen einiger Wochen verbraucht werden. Beschädigte Packungen können reklamiert werden.

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Wie kann ich Kaffee­bohnen über lange Zeit lagern?

Wer Bohnen länger­fristig lagern möchte, kann dies im Gefrierfach tun – die Kälte verlang­samt den Aroma­verlust. Der Kühl­schrank ist als Aufbewahrungs­ort nicht geeignet. Hier lauern Feuchtig­keit und Fremdgerüche, die dem Aroma schaden.

Kaffee und Gesundheit

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Macht Koffein munter?

Ja. Das Koffein, das die Kaffee­pflanze in der Natur vor Fraß­feinden schützt, wirkt beim Menschen über das Gehirn und das zentrale Nerven­system. Es treibt das Herz zu stärkerer Pump­leistung an und beschleunigt den Puls. Moderatere Kaffee­mengen können die Aufmerk­samkeit erhöhen und Müdig­keit verringern. Auch wenn sich mancher gleich nach dem ersten Schluck Kaffee wacher fühlt – es dauert etwa 20 bis 30 Minuten, bis für dieses Empfinden ausreichend Koffein im Blut konzentriert ist. Nach drei bis sechs Stunden ist das Koffein in der Regel zur Hälfte abge­baut.

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Wie viel Koffein ist unbe­denk­lich?

Über den Tag verteilt sind für gesunde Erwachsene bis zu 400 Milligramm Koffein unbe­denk­lich, so die Europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit (Efsa) in ihrer aktuellen Einschätzung von 2016. Umge­rechnet auf typische Kaffee­getränke wären das maximal vier­einhalb Becher Filter­kaffee (200 ml), sieben kleine Tassen Espresso (40 ml) oder fünf Tassen Lungo oder Caffè Crema aus Kapseln (110 ml). Ausgenommen von der Koffein-Empfehlung sind Schwangere, die sich täglich mit der Hälfte an Koffein begnügen sollten. Denn das Koffein passiert die Plazenta voll­ständig, das Baby bekommt die anregende Wirkung also voll zu spüren. Zu viel Koffein kann das Risiko für Wachs­tums­störungen beim Fötus erhöhen. Für Kinder gilt laut Efsa wie für Erwachsene eine Höchst­menge von 3 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als unbe­denk­lich. Ein Kind, das 40 Kilo wiegt, dürfte also etwa 1,5 Tassen Kaffee (200 ml) trinken. Übrigens: Wer kurz vorm Schlafen­gehen noch viel Kaffee trinkt, schläft möglicher­weise schlechter und kürzer.

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Macht Koffein abhängig?

Der menschliche Organismus kann sich an regel­mäßige Kaffee­zufuhren gewöhnen. Bei plötzlichem Verzicht kann es vorüber­gehend zu leichten Kopf­schmerzen kommen. Schlimme Entzugs­erscheinungen sind aber nicht zu befürchten.

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Schadet Kaffee dem Magen?

Einige Kaffee­substanzen können den Magen reizen, sie erhöhen aber offen­bar nicht das Risiko für Magen­krebs.

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Ist Kaffee ein Flüssig­keits­räuber?

Nein. Gesunde Menschen mit normalen Trinkge­wohn­heiten scheiden das Koffein aus koffeinhaltigen Getränken zwar schnell aus, verlieren aber nicht mehr Flüssig­keit.

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Kann Aluminium aus Kaffee­kapseln in den Kaffee übergehen?

Einige Verbraucher sorgen sich, dass Aluminium aus Kaffee­kapseln ins Getränk übergehen könnte. Schließ­lich bestehen einige Kapseln gänzlich oder zumindest teil­weise aus Aluminium. Forscher diskutieren, ob Aluminium aus Lebens­mitteln und Bedarfs­gegen­ständen das Risiko für Brust­krebs und die Alzheimer Krankheit erhöht (hören Sie dazu auch unseren Podcast zum Thema Aluminium). Aluminium kann aber auch durch Aluminium-Geräte aus der Produktion in den Kaffee geraten oder durch Plan­tagenböden, die von Natur aus aluminiumhaltig sind. Die Tester fanden beim Test von Kaffeekapseln in jedem Kaffee­mehl Aluminium, aber nur sehr wenig. Zudem gehen davon maximal 4 Prozent ins Getränk über. Das ist unkritisch: Eine 60 Kilogramm schwere Frau könnte pro Woche etwa 20 000 Tassen trinken, bevor sie das empfohlene Limit über­schreitet. (Siehe aber auch „Wie viel Koffein ist unbe­denk­lich?“)

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Entstehen während des Röstens auch Schad­stoffe?

Röstet man Kaffee­bohnen, entstehen unver­meid­bar die beiden Schad­stoffe Acrylamid und Furan. Wie viel Acrylamid sich bildet, hängt von Dauer und Grad der Röstung ab. Unsere Experten gehen davon aus, dass sich der Gehalt des Schad­stoffs auf dem Weg in die Tasse kaum verringert. Acrylamid gilt als wahr­scheinlich krebs­er­regend beim Menschen. Die EU-Kommis­sion hat Richt­werte für Acrylamid in Lebens­mitteln bestimmt. Für Kaffee liegt der Wert bei 450 Mikrogramm je Kilo. Der flüchtige Stoff Furan gilt als möglicher­weise krebs­er­regend. Ein akutes Gesund­heits­risiko gibt es laut dem Bundes­institut für Risiko­be­wertung nicht. Nach dem Rösten gasen die Kaffee­bohnen aus – manchmal über mehrere Wochen. Damit verflüchtigt sich auch ein Teil des Furans. Zwar geht der Schad­stoff während des Brühens auch in den Aufguss über, doch je höher der Druck und je stärker die Hitze, umso mehr wird der Über­gang gedrosselt. In einer fertig zubereiteten Tasse Espresso landet beispiels­weise meist weniger als die Hälfte des ursprüng­lichen Furan­gehaltes.

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Ist Kaffee denn nun gesund oder ungesund?

Eine große Analyse von Forschern der amerikanischen Harvard-Universität mit Daten von mehr als 200 000 Probanden hat ergeben, dass ein bis fünf Tassen am Tag die Lebens­erwartung erhöhen (Meldung Kaffee: Gesund mit und ohne Koffein). Auch die Welt­gesund­heits­organisation WHO sieht Kaffee nicht mehr so kritisch. 1991 stufte sie ihn als möglicher­weise krebs­er­regend ein. Nun kommt sie nach Sichtung von mehr als 1 000 Studien zu dem Ergebnis: Es gebe keine Belege, dass Kaffee das Krebs­risiko erhöht, sondern sogar Hinweise, dass er vor manchen Tumorarten schützt.

Kaffee­maschinen: Typen und Funk­tions­weisen

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Was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kaffee­maschinen?

Die klassische Filter­kaffee­maschine wird immer häufiger von speziellen Kaffee­automaten abge­löst. Beliebt sind zum Beispiel Portionskaffeemaschinen für Kaffeekapseln oder Kaffee­pads. Beide eignen sich für alle, die schnell und unkompliziert an das Heiß­getränk kommen möchten. Die Padmaschinen brühen eine Art Filter­kaffee, aus den Kapselgeräten rinnt mit der passenden Kapsel ein typischer Espresso mit feiner Crema. Die Sorten­vielfalt ist bei Portions­systemen allerdings einge­schränkt, vor allem bei Kapsel­automaten. Zudem gehen die Kapseln ins Geld.

Wer mehrere Täss­chen Espresso oder Kaffee am Tag trinkt, für den eignet sich ein Kaffevoll­automat. Tests zahlreicher Geräte finden Sie im Produktfinder Espressomaschinen. Auch er bereitet den kleinen Schwarzen auf Knopf­druck zu, wird aber nicht mit teuren Kapseln gefüttert, sondern mit frischen Kaffee­bohnen. Die Mühle ist einge­baut und funk­tioniert auto­matisch. Experimentierfreudige können auch zu einer Sieb­träger­maschine greifen. Tests solcher Geräte finden Sie im Produktfinder Espressomaschinen. Die Sieb­träger­maschine erfordert mehr Hand­arbeit: Kaffee mahlen, Kaffee­pulver dosieren, andrü­cken, brühen und wieder ausklopfen. Espresso-Tüftler können so stärker Einfluss auf den Geschmack des kleinen Schwarzen ausüben.

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Was sind Voll­automaten mit One-Touch-Funk­tion?

Bei Maschinen mit Milch­schaum­automatik oder One-Touch-Funk­tion fließt der Milch­schaum auf Knopf­druck auto­matisch in die Tasse. Umständliches Aufschäumen per Hand ist entfällt. Allerdings sind die Geräte teurer als Modelle mit separatem Milch­aufschäumer.

Kaffee­maschinen: Wartung und Sicherheit

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Reicht einfache Zitronensäure, um die Kaffee­maschine zu entkalken?

Voll­automaten sollten nur entkalkt werden, wenn es erforderlich ist und die Maschine dies anzeigt. In der Regel empfiehlt der Hersteller in der Gebrauchs­anweisung ein bestimmtes Mittel. Das sollte auch verwendet werden. Für Filter­maschinen kann man die normalen preisgüns­tigen Entkalker aus dem Drogeriemarkt benutzen. Sie sind oft deutlich billiger als die Spezialtabs der Anbieter. Auf keinen Fall Essig oder Essig­essenz verwenden, die wäre viel zu scharf und greift das Gerät an. Mehr zum Thema Reinigung und Pflege in unserem Produktfinder Espressomaschinen.

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Was ist besser, ein Voll­automat mit heraus­nehm­barer oder mit fest einge­bauter Brühgruppe?

Kaffee­voll­automaten sind pflege­intensiv und müssen regel­mäßig gereinigt werden, damit sie nicht verkeimen. Die Geräte bieten für die Leitungen im Inneren ein Spül­programm, das entweder auto­matisch oder nach manueller Eingabe startet. Bei vielen Modellen lässt sich zudem die Brühgruppe heraus­nehmen und per Hand reinigen. Aber auch bei Geräten mit fest einge­bauter Brühgruppe bildet sich nicht zwangs­läufig Schimmel. In bisherigen Tests funk­tionierten die Reinigungs­programme solcher Maschinen zuver­lässig, auch wenn sie über Wochen intensiv genutzt wurden. Maßgeblich ist bei allen Voll­automaten, sie regel­mäßig durch­zuspülen. Mehr zum Thema Reinigung und Pflege in unserem Produktfinder Espressomaschinen.

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Werden bei Voll­automaten und Sieb­träger­maschinen Schad­stoffe in den Kaffee gespült?

Die Geräte können tatsäch­lich nach dem Entkalken Schad­stoffe wie etwa Blei oder Nickel abgeben. Säurehaltige Mittel lösen die Metalle vermutlich aus den Bauteilen. Gesunden Menschen schaden die bisher gefundenen Werte nicht. Allergiker könnten zum Beispiel auf Nickel reagieren. Nach dem Entkalken sollte die Maschine mehr­mals durch­gespült werden. Das vermindert eventuell vorhandene Schad­stoffe.

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