FAQ Kaffee Angeber-Wissen für Kaffee-Lieb­haber

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FAQ Kaffee - Angeber-Wissen für Kaffee-Lieb­haber
Espresso. Der italienische Klassiker wird mit Druck zubereitet. © Getty Images / Guido Mieth

Filter­kaffee ist in Deutsch­land am beliebtesten. Ganze Kaffee­bohnen etwa für Espresso holen aber auf. Hier beant­worten die Tester häufige Fragen rund um Kaffee.

Sorten: Von Röst- über Instant­kaffee bis entkoffeiniert

Welche Kaffee­sorten gibt es?

Es sind mehr als 100 bota­nische Arten der Gattung Coffea bekannt, wirt­schaftliche Bedeutung haben aber nur zwei:

Arabica (Coffea arabica) stammt ursprüng­lich aus Äthiopien und wächst in gemäßigten Klimazonen auf 600 bis 2 100 Metern Höhe. Er wird etwa in Brasilien, Kenia oder Kolumbien angebaut. Arabica-Kaffee, der in Hoch­lagen ab 1 000 Metern wächst, darf als Hoch­land­kaffee vermarktet werden.

Robusta (Coffea canephora) wächst auf bis zu 900 Metern, wild vorrangig in Uganda. Die Sorte wird zum Beispiel in Vietnam und Indonesien, aber auch in Brasilien angebaut.

Wie unterscheiden sich Arabica und Robusta?

Die Sorten unterscheiden sich nicht nur in den Anbau­gebieten. So gilt das Aroma des Arabica-Kaffees als besonders fein, er enthält weniger Koffein als Robusta-Kaffee und mehr Kaffeeöle. Robusta ist, wie der Name ausdrückt, robuster – schnell­wüchsiger, weniger anfäl­lig für Hitze und hohe Luft­feuchtig­keit und damit ertragreicher. Auf dem Welt­markt ist die Sorte preis­werter als Arabica.

Kaffee­experten beschreiben Robusta als herbwürzig, weniger ölhaltig, aber koffeinreicher als Arabica. Robusta enthält zudem ungeröstet mehr Chlorogensäure als Arabica, die beim Rösten aber abge­baut wird: Je länger die Bohnen geröstet werden, desto geringer der Anteil an Säure (zum Kaffeebohnen-Test).

Was ist Röst­kaffee?

Die Bohnen werden bei bis zu 260 Grad geröstet, ganz oder gemahlen verkauft. Ganze Bohnen eignen zum Beispiel für Kaffeevollautomaten oder die Zubereitung in Sieb­träger­maschinen, gemahlene für Filter­kaffee­maschinen oder die French Press (Stempelkanne). Kaffeekapseln enthalten gemahlenen Röst­kaffee.

Was ist Espresso?

Der Unterschied zum normalen Röst­kaffee liegt vor allem in der Röstdauer. Für Espresso werden die Bohnen länger und dunkler geröstet als für herkömm­lichen Röst­kaffee und verlieren so an Säure. Verwendet werden Arabica-Bohnen, oft auch Mischungen aus Robusta- und Arabica-Bohnen.

Espresso wird unter Hoch­druck zubereitet: Dabei läuft der Espresso nicht durch einen Filter oder brüht minuten­lang. Statt­dessen drückt heißes Wasser mit einem Druck von optimaler­weise 9 bar durch ein Sieb mit den gemahlenen Espressobohnen und wird so in etwa 25 Sekunden zum Espresso. Durch den Druck entsteht die typische Schaumkrone, die Crema.

In Deutsch­land hat ein Espresso etwa 30 bis 40 Milliliter – genau geregelt ist das aber nicht. Manche Voll­automaten bereiten ihn in den Werks­einstel­lungen auch mit 45 oder 50 Milliliter zu, die Wasser­menge lässt sich aber meist individuell einstellen. In Italien fällt der Inhalt in der Espressotasse noch kleiner aus: Rund 25 Milliliter Flüssig­keit sind üblich (siehe auch Kaffeevielfalt aus dem Vollautomat).

Was ist Instant-Kaffee?

Instant­kaffee ist löslicher Kaffee: ein Granulat, das einfach mit heißem Wasser über­gossen wird. Purer löslicher Kaffee wird nur aus geröstetem Kaffee und Wasser hergestellt, zum Beispiel durch Sprüh- oder Gefriertrock­nung. Er darf keine Zusatz­stoffe enthalten. Lösliches Pulver für andere Kaffee­getränke wie Cappuccino enthält dagegen oft Zusatz­stoffe und Zucker.

Was ist entkoffeinierter Kaffee?

Entkoffeinierter Kaffee ist etwas für Menschen, die kein Koffein vertragen oder die Wirkungen des Koffeins vermeiden möchten. Kohlen­stoff­dioxid oder Dampf und Lösungs­mittel entziehen dem Rohkaffee Koffein. Ganz koffeinfrei ist entkoffeinierter Kaffee aber nicht: Es bleibt ein Restkoffein­gehalt von höchs­tens 0,1 Gramm Prozent, also nicht mehr als 1 Gramm Koffein pro Kilogramm Kaffee­trockenmasse.

Rösten und Zubereiten: Stell­schrauben für den Geschmack

Was passiert beim Rösten?

Erst beim Rösten bilden sich die Aromen. Sie sind extrem flüchtig, daher wird meist erst im Verbraucher­land geröstet. Beim Rösten verdoppeln die Bohnen ihr Volumen, sie werden braun und verlieren Feuchtig­keit und Säure. Der Röstmeister steuert die Aroma­bildung über Röst­temperatur und Röstdauer. Der Rohkaffee wird auf etwa 260 Grad Celsius erhitzt. In den Bohnen setzt eine Kaskade chemischer Reaktionen ein: Wasser verdampft, Zucker und Eiweiße reagieren miteinander, Öle treten aus, Säure zersetzt sich. Am Ende entstehen mehr als 800 Röstaromen.

Entstehen während des Röstens auch Schad­stoffe?

Ja. Es ist unver­meidlich, dass beim Rösten Acrylamid und Furan entstehen. Die Heraus­forderung: Versuchen Röstereien das eine zu reduzieren, entsteht meist mehr von dem anderen. Im Kaffeebohnen-Test haben wir alle Produkte auf die beiden Schad­stoffe untersucht. Wie viel Acrylamid sich bildet, hängt von Dauer und Grad der Röstung ab. Acrylamid kann das Erbgut verän­dern und möglicher­weise Krebs erzeugen. Die EU-Kommis­sion hat Richt­werte für Acrylamid in Lebens­mitteln bestimmt. Für Kaffee liegt der Wert bei 400 Mikrogramm je Kilo.

Der flüchtige Stoff Furan hat im Tier­versuch zu Krebs und ­Leberschäden geführt. Ein akutes Gesund­heits­risiko gibt es laut dem Bundes­institut für Risiko­bewertung nicht. Nach dem Rösten gasen die Kaffee­bohnen aus – manchmal über mehrere Wochen. Damit verflüchtigt sich auch ein Teil des Furans. Zwar geht der Schad­stoff während des Brühens auch in den Aufguss über, doch je höher der Druck und je stärker die Hitze, umso mehr wird der Über­gang gedrosselt. In einer fertig zubereiteten Tasse Espresso landet nur ein Bruch­teil des Furan­gehaltes der Bohnen.

Welcher Mahl­grad ist der richtige?

Das hängt von der Zubereitungs­art ab: Pulver für Filter­kaffee sollte eher grobkörnig, Espressopulver fein gemahlen sein. Denn während ein Filter­kaffee minuten­lang brüht, löst sich das Aroma des Espresso in nur etwa 25 Sekunden aus dem Pulver – damit das klappt, werden die Bohnen fein gemahlen. So kommt das Wasser mit viel Pulver in Kontakt.

Wie fein oder grob es für das beste Geschmack­serlebnis sein muss, hängt auch von Mischung und Maschine ab. Probieren geht hier über studieren. Schmeckt der Espresso oder Kaffee zu bitter oder sogar verbrannt, ist er vielleicht zu fein gemahlen. Schmeckt er dünn und flach, könnte das Pulver zu grobkörnig sein.

In unserem Kaffeemühlen-Test haben wir einfache Schlag­messermühlen, Geräte mit Kegelmahl­werk und Scheibenmahl­werk untersucht. Wie Sie mit Voll­automaten das Beste aus den Bohnen heraus­holen, steht in unserem Kaffeevollautomaten-Test.

Wie viel Kaffee­pulver sollte man für eine Tasse Kaffee nehmen?

Der Deutsche Kaffee­verband empfiehlt für die Zubereitung von Filter­kaffee per Hand­aufguss pro Tasse (125 ml) 7 bis 9 Gramm Kaffee­pulver zu verwenden. Das entspricht etwa einem Esslöffel. Ein Espresso entsteht typischer­weise aus 7 Gramm frisch gemahlenen Kaffee­bohnen. Versuche für unseren Siebträger-Test zeigten aber: Oft lässt sich eine bessere Crema und ein voll­mundigeres Aroma durch weniger Wasser und etwas mehr Kaffee­pulver erzielen.

Lagerung: Das Aroma bewahren

Wie lange ist Kaffee halt­bar?

Kaffee verliert mit der Zeit sein Aroma – Sauer­stoff, Licht und Wärme, Feuchtig­keit und Fremdgerüche beschleunigen das. Vakuum­verpackt sind Kaffee­bohnen laut Anbietern 12 bis 24 Monate halt­bar. Nach Ende des Mindest­halt­barkeits­datums muss Kaffee nicht auto­matisch entsorgt werden, er dürfte aber deutlich an Aroma verloren haben.

Wie sollte man Kaffee aufbewahren?

Kaffee sollte dunkel, luft­dicht, trocken und so kühl wie möglich lagern. Am besten eignet sich dafür die Verpackung des Kaffees selbst. Schließt die Verpackung nicht luft­dicht ab, hilft ein Clip. Alternativ kann man sie in eine dicht schließende Dose legen. Die losen Bohnen sollten aber nicht eine Kaffee­dose umge­füllt werden. Bohnen oder Kaffee­pulver ausgeöff­neten Packungen sollten binnen weniger Wochen verbraucht werden. Beschädigte Packungen können reklamiert werden.

Wie kann man Kaffee­bohnen über lange Zeit lagern?

Kaufen Sie Kaffee nicht auf Vorrat: Je frischer, desto aromatischer ist er. Wer Kaffee­bohnen aber länger­fristig lagern muss, kann dies im Tiefkühler tun – die Kälte verlang­samt den Aroma­verlust. Auch Vakuumieren ist eine Möglich­keit. Der Kühl­schrank ist dagegen als Aufbewahrungs­ort nicht geeignet. Hier lauern Feuchtig­keit und Fremdgerüche, die dem Aroma schaden.

Herkunft und nach­haltiger Kaffee: Worauf beim Kauf achten?

Woher kommt Kaffee?

Ursprüng­lich entstanden die Kaffee­pflanzen im tropischen Afrika und gelangten im Zuge der Kolonialisierung auf andere Kontinente. Heute werden sie in über 80 Ländern in Äquatornähe angebaut. Sie sind empfindlich – brauchen reichhaltige Böden, ausreichend Wasser und viel Wärme, vertragen aber keine extreme Sonne. Frost und Wind schaden den Pflanzen. Wilde Kaffee­bäume wachsen bis zu 15 Meter hoch – beim Anbau auf Plan­tagen stutzt man sie auf wenige Meter, damit sich die Bohnen leichter pflü­cken lassen. Der meiste Rohkaffee stammt aus Brasilien, Vietnam und Honduras.

Erfahren Verbraucher etwas über die Herkunft ihrer Kaffees?

Auf handels­üblichen Kaffee­verpackungen erfahren die Verbraucher oft nicht, woher der Kaffee kommt. Einige Anbieter machen sehr allgemeine Herkunfts­angaben wie etwa Südamerika, Afrika oder Asien.

Eine Packung Kaffee enthält oft fünf bis zehn Kaffees aus verschiedensten Anbau­gebieten. Teils werden auch die Sorten Arabica und Robusta kombiniert (siehe auch Welche Kaffeesorten gibt es?). Diese Mischungen heißen Blends. Damit lassen sich Qualitäts­schwankungen ausgleichen, denn die Anbieter wollen für eine Marke möglichst gleich­bleibenden Geschmack garan­tieren. Stammen alle Kaffee­bohnen aus demselben Anbau­gebiet, wird der Kaffee oft als „Single Origin“ bezeichnet.

Wie wird Kaffee geerntet?

Für hoch­wertigen Kaffee werden die reifen und roten Kirschen des Kaffee­baums aufwendig einzeln von Hand gepflückt. Denn nur reife Bohnen entwickeln bei der Röstung das volle Aroma. Da die Früchte nicht gleich­zeitig reifen, müssen Pflü­ckerinnen und Pflü­cker die Bäume mehr­mals per Hand abernten. 50 bis 100 Kilogramm Kaffee­kirschen erntet eine Person pro Tag – für 10 bis 20 Kilogramm Rohkaffee.

Eine weitere Methode der manuellen Kaffee-Ernte ist die Strip-Pflü­ckung: Dabei streifen die Pflü­ckerinnen und Pflü­cker alle Kirschen von den Zweigen – unabhängig vom Reifegrad. Auch Ernte­maschinen, die über­wiegend in Brasilien auf großen, ebenen Plan­tagen zum Einsatz kommen, streifen alle Früchte von den Zweigen.

Welche sozialen und ökologischen Probleme gibt es im Kaffee­anbau?

Welt­weit leben geschätzt 24 Millionen Familien vom Kaffee­anbau oder der Arbeit auf Kaffee­plan­tagen. Vielen von ihnen fehlt es am notwendigen Wissen, wie sie Erträge steigern können und ihre Bohnen zu guten Preisen verkaufen können. Der Klimawandel und widrige Wetter­verhält­nisse sorgen regel­mäßig für Ernte­ausfälle und stark schwankende Kaffee­preise. Sinken die Kaffee­preise in den Keller, bangen viele Kaffee­bauern um ihre Existenz: Sie verarmen, geben auf und wandern in die Städte ab.

Was ist fair gehandelter Kaffee wie zum Beispiel Fairtrade-Kaffee?

Von Kaffee aus fairem Handel sollen diejenigen profitieren, die vom Kaffee­anbau oder von der Arbeit auf den Plan­tagen leben, etwa durch bessere Preise und Arbeits­bedingungen. Fairtrade ist das Siegel der Organisation Trans­fair. Die Fairtrade-Zertifizierung garan­tiert den Anbauenden einen Mindest­preis für den Rohkaffee und eine Prämie. Weitere Siegel für nach­haltigen Kaffee sind das EU-Bio-Siegel, Utz und Rainforest Alliance. Utz und Rainforest Alliance fusionierten 2018. Im Test Nachhaltigkeitssiegel haben wir sechs solcher Siegel auf ihre Substanz über­prüft.

Darüber hinaus gibt es noch die Nach­haltig­keits-Zertifizierung 4C. Dahinter stehen großen Firmen sowie der Deutsche Kaffee­verband. Das Ziel: soziale, ökologische und wirt­schaftliche Bedingungen in der welt­weiten Kaffee­produktion und -verarbeitung zu verbessern.

Wie erkenne ich nach­haltig angebauten Kaffee?

Rund 25 Prozent des bei uns ­verkauften Kaffees stammen aus zertifiziert nach­haltigem Anbau, schätzt der Deutsche Kaffee­verband. Etwa die Hälfte davon trägt ein Nach­haltig­keits­siegel wie Fairtrade, EU-Bio, Utz oder Rainforest Alliance. Achten Sie beim Kauf auf solche Siegel. Kaffees mit Siegel kosten oft mehr als herkömm­licher Kaffee. Nur so können die hohen Anforderungen an den Anbau und faire Entlohnung finanziert werden.

Auch Kaffee von Unternehmen, die auf Direkt­handel setzen, kann eine gute Wahl sein. Sie beziehen den Rohkaffee häufig direkt von den Produzenten – ohne Zwischenhändler – und verhandeln mit ihnen auch den Preis. Oft gehen die Röster auch eine Part­nerschaft mit den Koope­rativen ein: Das bedeutet für die Kleinbauern ein sicheres Einkommen über einen längeren Zeitraum.

Wie nach­haltig ist Kaffee mit Blick auf die Klima­bilanz?

Kaffee hat einen relativ großen ökologischen Fußabdruck: Das ifeu-Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg hat ermittelt, dass ein Kilogramm Kaffee­pulver 5,6 kg Co2-Äquivalente verursacht – von der Plantage bis zur Supermarkt­kasse. Das ist acht­mal mehr als Orangensaft.

Ein Groß­teil der Treib­hausgas­emissionen entsteht beim Anbau und der Verarbeitung, aber auch der Trans­port ist nicht zu vernach­lässigen. Eine britische Studie kommt zu dem Schluss, dass sich die Co2-Bilanz von Kaffee etwa durch reduzierten Dünger­einsatz und den Trans­port per Schiff statt per Flugzeug deutlich senken lässt. Wie Sie sich nach­haltig ernähren können, steht in unserem Artikel Klimafreundlich essen.

Koffein: Wie wirkt es, wie viel ist in Kaffee­getränken

Macht Kaffee wach?

Ja. Das Koffein, das die Kaffee­pflanze in der Natur vor Fraß­feinden schützt, wirkt beim Menschen über das Gehirn und das zentrale Nerven­system. Es treibt das Herz zu stärkerer Pump­leistung an und beschleunigt den Puls. Moderate Kaffee­mengen können die Aufmerk­samkeit erhöhen, Müdig­keit verringern und die Reaktions­zeit verbessern.

Bei langen eintönigen Aufgaben wie Fließ­band­arbeit oder langen Auto­fahrten verhindert Koffein eine schnelle Ermüdung. Das Koffein gelangt über den Magen-Darm-Trakt schnell in Blut: Bereits nach 15 Minuten werden Spitzenspiegel erreicht, nach 45 Minuten ist das gesamte Koffein im Blut ange­kommen.

Die Wirkung hält etwa zwei bis fünf Stunden an, das ist individuell sehr verschieden. Rauchen beschleunigt den Abbau von Koffein, einige Medikamente wie die Anti-Baby-Pille verlang­samen ihn. Wie regel­mäßiger Kaffee­konsum auf die Gesundheit wirkt, sagen wir in unserem Artikel Wie gesund ist Kaffee?.

Dürfen Kinder Kaffee trinken?

Für Kinder gilt laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) wie für Erwachsene eine Höchst­menge von 3 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als unbe­denk­lich. Ein Kind, das 40 Kilo wiegt (im Schnitt ist das mit etwa 11 Jahren der Fall), dürfte also rund 270 Milliliter Filter­kaffee trinken. Das entspricht etwas mehr als einer Tasse (à 200 ml).

Wie viel Koffein ist in verschiedenen Lebens­mitteln und Getränken enthalten?

Die Efsa gibt folgende Richt­werte an, verweist aber darauf, dass der Koffein­gehalt und die Portions­größen zwischen verschiedenen Ländern schwanken:

  • ein Espresso (60 ml): 80 mg Koffein
  • eine Tasse Filter­kaffee (200 ml): 90 mg Koffein
  • eine Tasse Schwarzer Tee (220 ml): 50 mg Koffein
  • eine handels­übliche Dose Cola (355 ml): 40 mg Koffein
  • eine handels­übliche Dose eines Energiegetränks (250 ml): 80 mg Koffein
  • eine halbe Tafel Zartbitterschokolade (50 g): 25 mg Koffein
  • eine halbe Tafel Voll­milch­schokolade (50 g): 10 mg Koffein

Historisches: Wie Kaffee zu uns kam

Wer hat Kaffee erfunden?

Es gibt laut deutschem Kaffee­verband viele Legenden darum, wer Kaffee entdeckt hat: Sie reichen von Hirten im heutigen Äthiopien, die beob­achteten, dass ihre Tiere kirschen­artige Früchte fraßen und nicht müde wurden, bis hin zum Propheten Mohammed, der sich durch den Genuss einer dunklen Flüssig­keit von einer schweren Erkrankung erholte.

Seit wann gibt es Kaffee als Getränk?

Die Anfänge des Kaffee­anbaus liegen laut deutschem Kaffee­verband wahr­scheinlich im 12. und 13. Jahr­hundert: Händler aus dem Jemen stießen in Abessinien auf Kaffee. Dokumentiert ist, dass es im Jemen im 14. und 15. Jahr­hundert groß­flächigen Kaffee­anbau gab. Wichtigster Handels­platz war damals die jemenitische Hafen­stadt Mokka oder Mocha. Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahr­hunderts gelangte das Getränk nach Kairo und ab dem 16. Jahr­hundert auch nach Klein­asien, Syrien, Ägypten und ins südöstliche Europa.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 28.02.2022 um 11:30 Uhr
Direct-Trade-Kaffee

@Kaffee-Liebhaber: Da wir in diesen Test keinen Direct-Trade-Kaffee einbezogen haben, können wir leider weder über die Qualität etwas sagen noch eine Empfehlung zu direkt gehandelten Kaffees geben.
Leider können wir in unseren Untersuchungen nicht alle am Markt erhältlichen Produkte prüfen. Mit diesem Dilemma müssen wir und leider auch unsere Leser leben. Da unsere Untersuchungen sehr kostspielig sind, ist die Anzahl der Testplätze begrenzt. Wir stehen deshalb ständig vor der Aufgabe, den Markt mit relativ wenigen Produkten möglichst gut abzubilden. Bei der Produktauswahl sind die Verkaufshäufigkeit und Marktbedeutung ein wichtiges Auswahlkriterium.
Außerdem haben wir dieses Mal keinen begleitenden Test zur Unternehmensverantwortung durchgeführt. In solchen CSR-Untersuchungen prüfen wir die Produktionsbedingungen und bewerten das Engagement der Anbieter z.B. für Soziales und Umwelt: www.test.de/thema/unternehmensverantwortung/
Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang gerne auf unseren Test von Nachhaltigkeitssiegeln: www.test.de/Nachhaltigkeitssiegel-Koennen-Verbraucher-Fairtrade-Utz-Co-vertrauen-5007466-0/

Kaffee-Liebhaber am 25.02.2022 um 10:44 Uhr
Wer kann, wählt die erste Wahl ...

In Ihrem Artikel heißt es u.a. "Auch Kaffee von Unternehmen, die auf Direkt­handel setzen, kann eine gute Wahl sein." - Nein, das ist ganz einfach die erste Wahl! - Diesen Kaffee gibt es u.a. in Weltläden oder anderen Fairhandelsgesellschaften, die sich schon seit Jahren für den Fairen Handel einsetzen, bei dem die Produzenten wirklich als Partner behandelt werden: Deutlicher Mehrpreis über dem aktuellen Weltmarktpreis, Vorfinanzierung des Anbaus, z.b. Beratung für Bioanbau und Vermarktung, i.d.R. 100% Kleinbauern-Kaffee - d.h. nachhaltiger Umgang mit Ressourcen in den Ländern und weniger Landflucht.
Warum fällt es Warentest so schwer, das deutlich zu benennen und diese konsequenten Anbieter auf die ersten Plätze zu stellen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 21.12.2021 um 12:23 Uhr
Aufbewahrung im Kühlschrank

@raibe: Kaffee ist ein sehr sensibles Produkt, dessen Aromen bei jedem Kontakt mit Sauerstoff, Wärme, Lichteinfall, Feuchtigkeit oder fremden Gerüchen schwächer werden.
Kaffeeröster raten davon ab, Kaffee im Kühlschrank zu lagern. Durch die Bildung von Schwitzwasser (Kondenswasser) kommt es zur Aufnahme von Luftfeuchtigkeit. Empfohlen wird die Aufbewahrung in der gut verschlossenen Originalverpackung. Die bekannte Variante einer Lagerung in Dosen ist nicht zu empfehlen, da diese fremde Gerüche an den Kaffee abgeben. Ideal sind luftdichte Behälter aus Keramik oder Porzellan. Den Kaffee dabei nicht umfüllen, sondern das Gefäß als Zweitverpackung nutzen und an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. So bleiben Geschmack und Aroma erhalten.

raibe am 20.12.2021 um 18:24 Uhr
Kaffee im Kühlschrank aufbewahren?

@stiftung warentest: Unter »Wie sollte man Kaffee aufbewahren?« schreiben Sie: »Kaffee sollte … so kühl wie möglich lagern.« Das kann doch nur heißen, dass man den Kaffee möglichst nicht bei Zimmer­temperatur aufbewahren sollte, sondern gekühlt, etwa im Kühlschrank. Doch dann heißt es unter »Wie kann man Kaffeebohnen über lange Zeit lagern?«: »Der Kühlschrank ist dagegen als Aufbewahrungsort nicht geeignet. Hier lauern Feuchtigkeit und Fremdgerüche, die dem Aroma schaden.« Meine Frage: Wie können Feuchtigkeit und Fremdgerüche drohen, wenn man den Kaffee, wie Sie empfehlen, luftdicht verschlossen aufbewahrt, zum Beispiel in einer Bügelverschluss­dose?

Profilbild Stiftung_Warentest am 15.12.2021 um 14:54 Uhr
Ein 40 kg Kind darf 250 ml trinken, nicht 200 ml

@cmayer11:Vielen Dank für Ihren Hinweis. Das Wörtchen "knapp" sollte ausdrücken, dass es nicht ganz eineinhalb Tassen (à 200 ml) sind. Wir haben den entsprechenden Satz geändert.