FAQ Fonds und ETF Special

Wie funk­tionieren ETF – und wo gibt es sie? Welche Fonds eignen sich für Einsteiger? Was bietet der Produktfinder Fonds auf test.de? Wie werden Fonds­erträge versteuert? In unseren FAQ Fonds und ETF klären wir häufige Fragen rund um das Thema Investmentfonds und die Suche nach den geeigneten Produkten.

Sie haben weitere Fragen zu ETF?

Grund­sätzliche Fragen zu ETF – wie die Fonds funk­tionieren, welche Renditen sie bringen, welche Risiken sie bergen und was man beim Kauf beachten muss – beant­worten wir in unseren FAQ ETF für Einsteiger.

Antworten auf Fragen zu ETF-Sparplänen – wie viel man monatlich dafür aufbringen muss, bei welchen Banken es die güns­tigsten Angebote gibt und worauf man sonst noch achten sollte – finden Sie in unseren FAQ ETF-Sparpläne.

Fach­begriffe erläutern wir im Detail im Glossar zu unserem Produktfinder Fonds.

Fragen und Antworten zum Fonds­kauf

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Mein Berater hat mir einen Fonds empfohlen. Wie finde ich raus, ob es ein guter Fonds ist?

Finanztest bewertet regel­mäßig aktiv gemanagte Fonds und ETF. Die Ergeb­nisse finden sie im Produktfinder Fonds. Geben Sie auf der Start­seite des Produktfinders den Namen des Fonds oder die Wert­papierkenn­nummer (WKN oder Isin) ein. Berater verkaufen allerdings oft Fonds, die neu aufgelegt sind. Wenn der Fonds neu aufgelegt ist, ist er noch zu jung für eine Bewertung. Wir raten Ihnen, nur Fonds zu kaufen, die mindestens fünf Jahre alt sind und sich schon am Markt bewährt haben.

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Haben Sie auch nach­haltige Fonds in Ihrer Daten­bank?

Haben wir! Nach­haltige Fonds finden Sie im Produktfinder Fonds über „Weitere Filter“. Unter dem Punkt „Ethische Kriterien“ können Sie gezielt nach Fonds suchen, die Atom­kraft, Rüstung oder Kinder­arbeit ausschließen. Details über die Nach­haltig­keits­kriterien der Fonds finden Sie, wenn Sie einen bestimmten Fonds ankli­cken und die Einzel­ansicht anschauen.

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Bei welcher Bank kann ich ETF kaufen?

Das können Sie bei fast bei allen Banken. Sie benötigen ein Wert­papierdepot und kaufen die Fonds über die Börse – so ähnlich wie Aktien. Welche Wert­papierdepots günstig sind, zeigt der Test Depotkosten. Und lassen Sie sich nicht beirren, wenn Ihr Bank­berater sagt, ETF könnten sie bei ihm nicht bekommen. Banken, die Aktiendepots anbieten, können auch Börse­norders für ETF aufgeben. Wenn Sie ETF alleine kaufen wollen, hilft Ihnen unser Leitfaden weiter So funktioniert der ETF-Kauf.

Fragen zum Timing des Investments

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Wann soll ich mit meinem Investment einsteigen?

Diese Frage können auch die Experten von Finanztest nicht beant­worten. Wenn es eine Weile aufwärts gegangen ist, heißt das nicht unbe­dingt, dass es nun wieder nach unten gehen muss. Nach dem guten Börsen­jahr 2012 zweifelten Anleger auch schon, ob sich Aktien noch lohnen. Es folgte das nicht minder gute Börsen­jahr 2013. Auch 2014 lief gut. Schieben Sie den Einstieg nicht unnötig auf – den richtigen Zeit­punkt gibt es ohnehin nicht. Teilen Sie Ihr Geld in drei, vier Teil­beträge auf und kaufen Sie im Abstand von einigen Wochen oder Monaten. So verringern Sie Ihr Risiko, zu Höchst­preisen zu kaufen. Wichtig ist außerdem ein guter Depotmix. Mehr Informationen dazu finden Sie in unseren Special PantoffePantoffel-Portfolio - Anlegen mit der Finanztest-Methode.Pantoffel-Portfolio - Anlegen mit der Finanztest-Methode

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Wie erkenne ich, wann ich aus einem Fonds wieder aussteigen muss?

Die Frage ist nicht ganz einfach zu beant­worten. Hat der Fonds in der Finanztest-Bewertung im Produktfinder Fonds fünf oder vier Punkte, ist alles in Ordnung. Ab drei Punkten sollten Sie den Fonds genau im Auge behalten. Rutscht der Fonds unter drei Punkte, wird es kritisch. Hier empfiehlt sich möglicher­weise ein Verkauf. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls, ob der Fonds einen neuen Manager bekommen hat, der ihn aus seiner Schieflage wieder befreien könnte. Achten Sie besonders auf die Wert­entwick­lung des vergangenen Jahres. Hat der Fonds hier fünf Punkte, wendet sich das Blatt womöglich gerade wieder. Um Ihnen solche – mitunter recht schwierige – Situationen zu ersparen, empfehlen die Fonds­profis von Finanztest lang­fristig markt­typische ETF als Basis­investment. Die sind dauer­haft gut, weil sie sich immer entwickeln wie der Markt­durch­schnitt. Lesen Sie dazu unseren Testbe­richt Großer Check des Fondsdepots.

Fragen zur Anla­gestrategie

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Ist es nicht sicherer, Tages­geld oder Fest­geld abzu­schließen? Hier gibt es keine Kurs­verluste.

Das stimmt. Bei Tagesgeld und Festgeld wissen Sie bei Abschluss, wie viel Zinsen Sie bekommen. Bei Rentenfonds ist das ungewiss. Wollen Sie nur kurz- bis mittel­fristig anlegen, zwei bis fünf Jahre, ist eine Fest­zins­anlage besser. Wenn ganz sicher wäre, dass morgen die Zinsen steigen, würden wir Ihnen bei einer Neuanlage in der Tat eher Tages­geld empfehlen. Selbst mehr­jähriges Fest­geld wäre dann unge­eignet. Rentenfonds taugen ohnehin mehr für die lang­fristige Geld­anlage. Bereits vor einigen Jahren, als das Zins­niveau schon sehr nied­rig war, befürchteten viele Anleger und Experten, dass die Zinsen steigen könnten. Wer damals sein Geld bereits aus Rentenfonds abge­zogen und in Tages­geld investiert hätte, hätte deutlich weniger Rendite erwirt­schaftet.

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Ich würde für meine vermögens­wirk­samen Leistungen gern einen ETF besparen. Geht das?

Ja. Um einen VL-fähigen ETF zu finden, verwenden Sie im Produktfinder Fonds unter „Weitere Filter“ den Punkt „Handel­barkeit“. Dort klicken Sie dann „VL möglich“ an. Sie können bei „Handel­barkeit“ auch heraus­finden, ob ein Fonds sparplan­fähig ist.

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Ich finde Ihre Pantoffel-Portfolios toll, habe aber Bedenken, 40 000 Euro in einen einzigen Renten-ETF anzu­legen. Wie könnte ich das Geld aufteilen?

Wenn Sie unser Pantoffel-Portfolio nach­bauen, kaufen Sie sowohl Aktienfonds als auch Rentenfonds. Im Grunde genügt dieser Mix. Falls Sie Ihr Geld aber lieber auf mehrere Rentenfonds aufteilen wollen, können Sie zum Beispiel zwei ETF auf Staats­anleihen von verschiedenen Anbietern kaufen. Sie können auch einen ETF Staats­anleihen Euro­land mit einem ETF kombinieren, der auch Unter­nehmens­anleihen kauft.

Tipp: Mehr zur Pantoffel-Idee finden Sie in dem Beitrag Pantoffel-Portfolio - Anlegen mit der Finanztest-Methode.

Steuerfragen zu Fonds und ETF

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Ich bin unsicher, ob ich Fonds in meinem Depot richtig versteuert ­habe. Worauf muss ich achten?

Vor allem aufpassen müssen Sie mit ausländischen Fonds im Depot, ­deren Erträge nicht an den Anleger ausgezahlt, sondern wieder­angelegt werden (thesauriert). Betroffen sind etwa börsen­gehandelte Indexfonds (ETF) auf den MSCI World, wie sie Finanztest empfiehlt. Die Depot­bank gibt in der Steuer­bescheinigung dazu zum Beispiel den Hinweis „Nur nach­richt­lich: Höhe der ausschüttungs­gleichen Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investment­vermögen“. Diese Erträge sind noch zu versteuern. Wieder­angelegte Erträge ­eines ausländischen thesaurierenden Fonds gehören in der Steuererklärung in die Zeile 15 der Anlage KAP. Dann werden sie ordnungs­gemäß versteuert. Ab 2018 wird sich das Verfahren ändern. Alle Details im großen Special zur Fondsbesteuerung.

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Ich suche einen thesaurierenden ETF auf den MSCI World, der nicht im Ausland, sondern in Deutsch­land aufgelegt ist. Können Sie mir einen empfehlen?

Unter den 18 000 von uns getesteten Fonds findet sich leider kein solcher ETF. Ohnehin gibt es nur recht wenige in Deutsch­land aufgelegte thesaurierende ETF.

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Ich habe mir einen ausländischen thesaurierenden ETF gekauft. Sind die Erträge aus diesem Fonds durch meinen Frei­stellungs­auftrag gedeckt sind?

Bei ausländischen Fonds zieht weder die Fonds­gesell­schaft noch Ihre depotführende Bank Abgeltung­steuer ein. Sie müssen die thesaurierten Erträge in der Steuererklärung angeben, selbst wenn die Erträge aufgrund des Sparerpausch­betrages am Ende steuerfrei bleiben. Ihr Frei­stellungs­auftrag bei der Depot­bank kommt erst beim Verkauf der Fonds zum Zuge. Soweit der Verkaufs­gewinn den Frei­stellungs­betrag nicht über­steigt, zieht die Bank keine Steuern ab.

Fragen zu Währungs­risiken

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Ich interes­siere mich für den Fonds iShares Core MSCI World Ucits ETF. Allerdings lauten die Fonds­anteile auf US-Dollar, nicht auf Euro. Ist das hinsicht­lich Währungs­risiken ein Problem?

Sie können den Fonds ruhig kaufen. Sie tun das über die Börse – und dort wird der Fonds in Euro notiert. Für das Währungs­risiko spielt es aber ohnehin keine Rolle, ob der Fonds auf Dollar oder auf Euro lautet. Entscheidend ist, welche Wert­papiere er kauft. Der iShares Core MSCI World Ucits ETF bildet den Welt­aktien­index MSCI World ab. Der Anteil amerikanischer Aktien im Index beträgt etwas mehr als 50 Prozent – für diesen Anteil besteht ein US-Dollar-Währungs­risiko. Fällt der Dollar, fällt auch der Wert des Fonds – voraus­gesetzt, die Aktien­kurse als solche bleiben gleich. Steigt der Dollar, beschert Ihnen das aber auch zusätzliche Gewinne. Für den Anteil deutscher Aktien im Fonds besteht hingegen kein Währungs­risiko. Die Regel ist: Das Währungs­risiko wird bestimmt durch die Währung der Titel im Fonds, nicht durch die buch­halterische Währung des Fonds selbst.

Tipp: Lesen Sie dazu auch unser Special Währungsrisiken: Die oft überschätzte Gefahr.

Fragen zu den Kosten von Fonds und ETF

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Sie geben im Produktfinder Fonds die Kosten des Fonds an. Sind die in der Wert­entwick­lung schon berück­sichtigt oder muss ich sie noch abziehen?

Angegeben sind im Produktfinder Fonds die laufenden Kosten, wie sie in den „Wesentlichen Anleger­informationen“ ausgewiesen sind. In der Darstellung der Wert­entwick­lung sind alle internen Fonds­kosten bereits berück­sichtigt – auch die, die in den laufenden Kosten nicht erfasst sind, wie zum Beispiel erfolgs­abhängige Gebühren. Sie müssen also nichts mehr abziehen.

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Was sind die laufenden Kosten?

Zu den laufenden Kosten zählen die Vergütung für das Management, die Kosten für die Geschäfts­führung oder den Wirt­schafts­prüfer sowie Betriebs­kosten. Handels­kosten für den Kauf oder Verkauf der Wert­papiere sind nicht enthalten. Auch Erfolgs­gebühren gehören nicht dazu.

Fragen zur Fonds­suche im Produktfinder Fonds

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Ich interes­siere mich für einen ETF auf den Dax. Wie finde ich den?

Um einen ETF auf einen bestimmten Index zu finden, können Sie auf der Start­seite des Produktfinders Fonds in das Such­feld den Index eingeben. Oder Sie rufen die Fonds­gruppe auf, etwa Aktienfonds Deutsch­land für den Dax oder Aktienfonds USA für den S&P 500 und filtern dort nach ETF. Die dritte und genaueste Möglich­keit: Sie rufen unter „Weitere Filter“ den Punkt „Index“ auf. Dort finden Sie alle Indizes, auf die es ETF oder Indexfonds gibt.

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Wie kann ich Dividendenfonds finden?

Geben Sie im Produktfinder Fonds in das Namens­such­feld den Begriff „dividend“ ein. Sie erhalten dann eine ganze Reihe von Fonds, die bevor­zugt Dividenden­titel kaufen. Eine eigene Dividendenfonds­gruppe gibt es nicht. Die Fonds sind je nach regionalem Schwer­punkt in die passende Gruppe sortiert. Aktienfonds, die europäische Dividenden­werte kaufen, sind bei Aktienfonds Europa gelistet, welt­weit anlegende gehören zu den Aktienfonds Welt.

Tipp: Aktien mit dauer­haft hoher Dividende zeigt unser Test Test Dividendenaktien. Der Testbe­richt verrät Ihnen auch, wie Sie mit Fonds gezielt auf Dividenden­strategien setzen.

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Meine Fonds sind alle bei der Fonds­bank Ebase. Dort möchte ich einen neuen Fonds kaufen. Bieten Sie entsprechende Informationen, ob das möglich ist?

Ja. Wenn Sie im Produktfinder Fonds auf die Einzel­ansicht des Fonds gehen, finden Sie unten auf der Seite die Rubrik „Handels­platt­formen und Börsenplätze“. Dort sehen Sie, wo der Fonds über­all handel­bar ist. Wenn Sie von vorn­herein nur nach solchen Fonds suchen wollen, klicken Sie unter „Weitere Filter“ die „Handels­platt­formen und Börsenplätze“ an.

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Mein Fonds ist fünf Jahre alt, aber zu klein für eine Bewertung, wie Sie schreiben. Soll ich verkaufen?

Schauen Sie nach, wie viele Punkte der Fonds für sein „Chance-Risiko-Verhältnis“ bekommen hat. Sie finden es auf der Einzel­ansichts­seite des Fonds bei „Bewertung im Detail“. Wenn er dort fünf, vier oder drei Punkte hat, können Sie sich über­legen, ihn zu behalten. Das Problem: Bei kleinen Fonds ist das Risiko höher, dass sie aufgelöst werden.

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Eine Frage zu Ihrer Bewertungs­logik: Manche Fonds haben eine schlechtere Gesamt­bewertung als andere, obwohl sie bessere Unterbe­wertungen haben. Wie kann das sein?

Der Finanztest-Bewertung liegen nicht die Punktebe­wertungen für Chance und Risiko zugrunde, sondern die genauen Zahlen für die Chance und das Risiko in Prozent. Die daraus resultierende Bewertungs­zahl ergibt die Punkte für die Gesamt­bewertung. Wenn die Fonds bei der Chance- und der Risiko­bewertung jeweils am Rand der Bewertungs­grenzen liegen, kann es sein, dass die Gesamt­bewertung anders ist, als die Unterbe­wertungen vermuten lassen.

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