Das steht im neuen Elektro­gesetz

Welche Händler sind betroffen?

Seit Ende Juli 2016 sind Elektro-Händler dazu verpflichtet, kostenlos Altgeräte zurück­nehmen. Das regelt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), das im Oktober 2015 in Kraft getreten ist. Nach einer neunmonatigen Über­gangs­frist gilt die Rück­nahme­pflicht nunmehr für Laden­geschäfte mit einer Verkaufs­fläche für Elektrogeräte von mindestens 400 Quadrat­metern sowie für Versandhändler und Online-Shops mit einer ebenso großen Versand- und Lagerfläche.

Was müssen die Händler zurück­nehmen?

Größere Geräte wie etwa Kühl­schränke müssen die Händler nur beim Kauf eines ähnlichen Geräts annehmen. Handys, kleine Toaster und andere Geräte unter 25 Zenti­metern Kantenlänge können Verbraucher dagegen jeder­zeit und ohne Kauf eines anderen Produkts kostenlos abgeben. Wichtig: Jeder im Sinne des ElektroG rück­nahme­pflichtige Händler muss Altgeräte annehmen – unabhängig davon, ob der Kunde das Gerät bei ihm gekauft hat.

Wie soll es praktisch funk­tionieren?

Die kommunalen Sammelstellen bestehen zwar weiter, die Händler dürfen Kunden aber nicht mit dem Verweis auf diese wegschi­cken. Während der stationäre Einzel­handel die Produkte einfach in den Geschäften entgegen­nehmen kann, müssen die Onlinehändler ihre Rück­gabe anders organisieren. Laut dem Elektrogesetz müssen sie ihren Kunden eine Rück­gabemöglich­keit „in zumut­barer Entfernung“ nennen können. Ob ihre Kunden ihren Elektroschrott etwa per Post zurück­schi­cken oder die Händler mit Dienst­leistern für Abga­bestellen vor Ort zusammen­arbeiten, können die Online- und Versandhändler selbst bestimmen.

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