Gähnende Leere im Flughafen. Die Corona-Krise hat praktisch alle Reisepläne vereitelt. Wie steht es um die Rechte der Reisenden?

Das Coronavirus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, hat die Flughäfen über Wochen still­gelegt und anfangs viele Urlauber in fernen Ländern stranden lassen. Die Rechts­experten der Stiftung Warentest klären hier die wichtigsten Fragen rund um die Stornierung von Reisen, Entschädigungen und Urlaubs­planung.

Corona – Informationen der Stiftung Warentest

Corona – Gesundheit. Laufend aktualisierte Hinweise der Gesund­heits­experten der Stiftung Warentest finden Sie im Special Corona – Verbreitung und Gesundheit.

Corona – Jobs. Alles zu Lohn­fortzahlung, Minijobs, Kinder­betreuung und Home Office im Special Corona und Job.

Corona – Recht & Förderung. Im Special Corona – Rechtsrat und finanzielle Hilfen lesen Sie, wo Familien und Selbst­ständige Hilfe erhalten und was mit laufenden Verträgen geschieht.

Corona – Betrugs­maschen. Wie Kriminelle Geld aus der Corona-Krise schlagen lesen Sie im Special Corona-Betrügereien.

Corona – Aktienmärkte. Informationen zur Lage auf den Aktienmärkten finden Sie im Special Corona-Krise und Aktienmärkte.

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Coronavirus – aktuellste Infos

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Wo kann ich mich über die Situation welt­weit informieren?

Die Zahlen der bestätigten Infektionen und Todes­fälle verändern sich täglich. Das deutsche Robert-Koch-Institut passt seine Hintergrund­informationen daher regel­mäßig an und informiert gesondert zu Risikogebieten. Updates zur interna­tionalen Lage bietet zudem beispiels­weise eine interaktive Karte von Forschern vom Center for Systems Science and Enginee­ring (CSSE) an der US-amerikanischen Johns Hopkins University.

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Wo erfahre ich, ob eine Reise sicher ist?

Das Auswärtige Amt hat eine welt­weite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen, die bis zum 14. Juni 2020 gilt. Grund sind die drastischen Einschränkungen im interna­tionalen Luft- und Reise­verkehr, welt­weite Einreise­beschränkungen, Quarantäne-Maßnahmen und die Einschränkung des öffent­lichen Lebens in vielen Ländern. Das Risiko, dass Reisende ihre Rück­reise deswegen nicht mehr antreten können, sei in vielen Ländern derzeit hoch, so das Auswärtige Amt. Änderungen der Einreise- und Quarantäne-Vorschriften waren teil­weise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgt. Inzwischen entspannt sich die Lage lang­sam. Bundes­außen­minister Heiko Maas hat angekündigt, dass die Reisewarnung für die Europäische Union voraus­sicht­lich ab dem 15. Juni 2020 aufgehoben und durch Reisehin­weise für die einzelnen Länder ersetzt wird.

Beim Ausbruch der Pandemie waren zahlreiche Reisende an der Weiter- oder Rück­reise nach Deutsch­land gehindert worden. Die Bundes­regierung holte mehr als 240 000 Menschen aus dem Ausland nach Deutsch­land zurück. Wer noch zurück möchte, sollte sich über die Reise- und Sicher­heits­hinweise auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes informieren, Kontakt zu seinem Reise­ver­anstalter oder Fluggesell­schaft aufnehmen und sich in die Krisenvorsorgeliste eintragen.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts können sich Interes­sierte außerdem eine App herunterladen, die zu jedem Land ausführ­liche und fort­laufend aktualisierte Reise- und Sicher­heits­hinweise bietet.

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Was sind Aussteigerkarten?

Die Aussteigerkarten sind eine der Maßnahmen, die der Krisen­stab der Bundes­regierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen hatte. Flug- und Schiffs­reisende, gegebenenfalls auch Bahn- und Busreisende aus China, Japan, Südkorea, Iran und Italien müssen bei der Ankunft in Deutsch­land seither ihre Daten abgeben. Die auszufüllenden Aussteigerkarten sollen sicher­stellen, dass alle Reisenden schnell kontaktiert werden können, wenn sich heraus­stellt, dass ein Gast infiziert ist.

Falls ein Verdachts­fall von Coronavirus im Zug auftritt, wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Darüber hinaus müssen Bahn­unternehmen den Behörden Passagiere mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung melden. Die Bundes­polizei hat ihre Kontrollen in Grenz­regionen verstärkt.

Reisen stornieren

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Kann ich eine gebuchte Reise ins Ausland wegen der Coronakrise kostenfrei stornieren?

Kunden können eine Pauschal­reise kostenfrei stornieren, wenn am Urlaubs­ort oder in dessen unmittel­barer Nähe „unver­meid­bare und außergewöhnliche Umstände“ auftreten, die die Durch­führung der Pauschal­reise oder die Beför­derung von Personen an den Ziel­ort erheblich beein­trächtigen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt als deutliches Indiz für außergewöhnliche Umstände.

Die welt­weite Reisewarnung des Auswärtigen Amts bedeutet somit: Reisende können kurz bevor­stehende Pauschal­reisen ins Ausland nun grund­sätzlich unter Berufung auf außergewöhnliche Umstände kostenlos stornieren. Sollte dem Reise­ver­anstalter die Reisewarnung als Begründung trotzdem nicht ausreichen, gibt es genügend weitere Argumente. Rund­reisen etwa sind wegen der Abriegelung ganzer Städte oft gar nicht wie geplant durch­führ­bar, wesentliche Sehens­würdig­keiten oder Routen vor Ort gesperrt. Viele Länder haben ihre Grenzen geschlossen, so dass Einreisen gar nicht mehr möglich sind. Dazu kommt die Anste­ckungs­gefahr. Diese Umstände können Reisende zum kostenlosen Rück­tritt vom Reise­vertrag berechtigen. Auch Veranstalter können Reise­verträge aus diesen Gründen kündigen. Wer Reisepläne hat und Buchungen nun absagen oder umdis­ponieren möchte, sollte sich mit seinem Reise­ver­anstalter in Verbindung setzen.

Den Reise­preis müssen Veranstalter erstatten und das spätestens inner­halb von 14 Tagen nach der Stornierung, Schaden­ersatz steht Touristen aber in der Regel nicht zu. Urlauber, die sich bereits im Ausland aufhalten, können ihre Pauschal­reise unter diesen Umständen ebenfalls kostenfrei abbrechen.

Indivi­dualreisende müssen bei ihren gebuchten Einzel­leistungen im Reise­land trotz Einreise­verboten und genereller Reisewarnung genau in die Verträge schauen. Können Hotels oder Trans­port­mittel nicht genutzt werden, weil sie beispiels­weise in einem Sperr­gebiet liegen, ist eine Erstattung, sofern deutsches Recht gilt, möglich. Wurden Leistungen direkt im Reise­land gebucht, hilft im Zweifel nur die Nach­frage beim jeweiligen Vertrags­partner nach den Rück­tritts­konditionen beziehungs­weise Kulanz­regelungen. Ein Beispiel sind Ferien­wohnungen im Ausland: Dort gilt neben den vertraglichen Rege­lungen im Zweifel das Mietrecht des Landes, in dem sich die Wohnung befindet.

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Ich musste meinen Pauschal­urlaub im Ausland abbrechen und bin mit einem Flugzeug der Bundes­regierung nach Hause geflogen. Mir sind damit Leistungen des Hotels entgangen und mein regulärer Rück­flug fand nicht statt. Bekomme ich dafür Geld zurück?

Ja. Der Reise­ver­anstalter muss die von seinen Kunden bezahlten, aber nicht in Anspruch genom­menen Reise­leistungen erstatten. Dazu gehören die entgangenen Urlaubs­tage und der nicht angetretene Rück­flug. Wie viel Sie im Einzel­fall zurück­bekommen, kann Ihnen allerdings nur Ihr Reise­ver­anstalter sagen. Fordern Sie ihn unter Frist­setzung von 14 Tagen zur Benennung des konkreten Betrages und zur Rück­zahlung auf. Das machen Sie am besten per Einwurfein­schreiben.

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Während meiner Pauschal­reise wurde mein Hotel unter Quarantäne gestellt. Mein Aufenthalt war erheblich beein­trächtigt und wir konnten nicht am geplanten Rück­reisedatum nach Hause fliegen. Kann ich Geld vom Veranstalter zurück­verlangen oder muss ich sogar für die ungewollte Verlängerung zahlen?

Nach Ansicht der Rechts­experten der Stiftung Warentest ist es möglich, dass Sie vom Veranstalter eine Minderung des Reise­preises verlangen können. Die Quarantäne wäre insofern als Reise­mangel zu bewerten. Grund­sätzlich gilt: Um einen Minderungs­anspruch nach der Reise geltend machen zu können, muss der Reisende unver­züglich den Mangel anzeigen und den Reise­ver­anstalter auffordern, ihn zu beheben. Kommt der Veranstalter dem nach, kann der Kunde keine Minderung fordern. Weil der Reise­ver­anstalter den Mangel in diesem Fall aber aufgrund behördlicher Anordnung gar nicht beheben kann, muss er Ersatz leisten.

Dauert der Hotel­auf­enthalt durch die Quarantäne länger als geplant, sollten darüber hinaus auf den Urlauber keine Mehr­kosten zukommen. Hier hat der Reise­ver­anstalter eine Beistands­pflicht (§ 651 q BGB). Er muss sich auch nach Ende der ursprüng­lich vorgesehenen Urlaubs­zeit um seine Gäste kümmern und Sorge dafür tragen, dass Urlauber sicher nach Hause kommen und ihnen zum Beispiel alternative Rück­flüge organisieren.

In welchem Umfang der Veranstalter für weitere Kosten einzustehen hat und ob er diese auch weitergeben kann, ist noch nicht gericht­lich geklärt. Manche Juristen vertreten die Auffassung, es müsse derjenige zahlen, der die Quarantäne ange­ordnet habe – in dem Fall der Staat.

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Kann ich meine Pauschal­reise, die erst im Sommer ansteht, auch kostenfrei stornieren?

Das ist auch unter Reise­rechts-Experten nicht abschließend geklärt. Dafür kommt es auf die Frage an, ob die außergewöhnlichen Umstände, die zum kostenfreien Rück­tritt vom Reise­vertrag berechtigen, zum Zeit­punkt der Stornierung oder zum Zeit­punkt der Reise vorliegen müssen.

Nach Auffassung der Rechts­experten der Stiftung Warentest ist entscheidend, ob zum Zeit­punkt der Reise die unabwend­baren, außergewöhnlichen Umstände vorliegen und mit wie viel Wahr­scheinlich­keit davon zum Zeit­punkt der Stornierung ausgegangen werden kann. Kunden, die jetzt auf eigenes Risiko Reisen absagen, die nicht kurz bevor­stehen, müssen gegebenenfalls mit Storno­gebühren rechnen.

Bestehen die Einschränkungen – zum Beispiel die generelle Reisewarnung des Auswärtigen Amts – und Umstände, die infolge der Corona-Krise aktuell herr­schen, auch noch zum Zeit­punkt der Reise, muss der Reise­ver­anstalter die Storno­gebühren zurück­zahlen. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass Reiseanbieter sich gegen Rück­zahlungs­forderungen wehren werden. Schlimms­tenfalls müssen Kunden die Rück­erstattung der Storno­kosten einklagen.

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Mein Reise­ver­anstalter weigert sich, mir nach meiner Stornierung den Reise­preis zu erstatten und bietet mir einen Gutschein beziehungs­weise einen anderen Reise­termin an. Muss ich das akzeptieren?

Nein, das müssen Sie nicht. Wie die Verbraucherzentrale Brandenburg aus ihrer Beratungs­arbeit berichtet hat, haben immer mehr Reiseanbieter in den vergangenen Wochen ohne gesetzliche Grund­lage Rück­zahlungen verweigert und nur Gutscheine ausgegeben. Und auch einige unserer Leser haben diese Erfahrung bereits gemacht.

Da die Reisebranche durch die Pandemie erhebliche finanzielle Probleme hat, soll es Veranstaltern für gebuchte und abge­sagte Pauschal­reisen ab dem 8. März 2020 nun ausdrück­lich gestattet werden, Kunden Gutscheine anzu­bieten, statt ihnen den Reise­preis oder eine Anzahlung zurück­zuzahlen, erklärte das Bundes­justiz­ministerium am 20. Mai 2020. Die Gutscheine sollen staatlich für den Fall abge­sichert werden, dass ein Veranstalter zahlungs­unfähig wird und die Leistungen aus der Insolvenz­versicherung für die Erstattung des Reise­preises nicht ausreichen. Ein entsprechender Gesetz­entwurf soll in Kürze vorgelegt werden.

Ausdrück­lich weist das Justiz­ministerium darauf hin, dass die Annahme eines Gutscheines freiwil­lig ist. Wird ein Gutschein bis Ende 2021 nicht einge­löst, soll dem Kunden der Reise­preis auto­matisch erstattet werden.

Dass Reisende einen Gutschein nicht akzeptieren müssen, ist auch im Bürgerlichen Gesetz­buch (BGB) klar geregelt und beruht auf der EU-Pauschal­reise­richt­linie. Der entscheidende Paragraf ist § 651 h BGB. Dort heißt es in Absatz 1 Satz 1: „Vor Reise­beginn kann der Reisende jeder­zeit vom Vertrag zurück­treten. Tritt der Reisende vom Vertrag zurück, verliert der Reise­ver­anstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reise­preis. Der Reise­ver­anstalter kann jedoch eine angemessene Entschädigung verlangen.“

In Absatz 4: „Der Reise­ver­anstalter kann vor Reise­beginn in den folgenden Fällen vom Vertrag zurück­treten:

[...] 2. der Reise­ver­anstalter ist aufgrund unver­meid­barer, außergewöhnlicher Umstände an der Erfüllung des Vertrags gehindert; in diesem Fall hat er den Rück­tritt unver­züglich nach Kennt­nis von dem Rück­tritts­grund zu erklären.“

Und in Absatz 5 heißt es: „Wenn der Reise­ver­anstalter infolge eines Rück­tritts zur Rück­erstattung des Reise­preises verpflichtet ist, hat er unver­züglich, auf jeden Fall aber inner­halb von 14 Tagen nach dem Rück­tritt zu leisten.“

Einige Anbieter, etwa Alltour und Schauinsland Reisen, haben angekündigt, alle bis 30. April 2020 abge­sagten Reisen zügig erstatten zu wollen. Außerdem bieten verschiedene Veranstalter, etwa Tui, DER Touristik und Aida Gutscheine mit Vorteilen an. Tui wirbt zum Beispiel mit zusätzlichem „Reise­guthaben“ bis zu 150 Euro für die Erstattung per Gutschrift.

Zahlungen mit Kreditkarte. Haben Sie Ihre Reise mit Mastercard oder Visa-Kreditkarte bezahlt, besteht außerdem die Möglich­keit, dass Sie sich Ihr Geld im Char­geback-Verfahren (Char­geback bedeutet Rück­buchung) zurück­holen, wenn die Reise storniert ist und der Veranstalter den Reise­preis nicht in der gesetzlichen Frist zurück­erstattet. Das sehen die Regularien von Mastercard und Visa vor. Über Ihre karten­ausgebende Bank können Sie sich den bezahlten Betrag zurück­holen. Leser haben uns allerdings berichtet, dass ihre Banken das Char­geback-Verfahren ablehnen. Lassen Sie sich nicht abspeisen und berufen Sie sich auf die Char­geback-Regularien von Mastercard und Visa, die eine Rück­buchungs­möglich­keit vorsehen.

Zahlungen per Last­schrift. Haben Sie Ihre abge­sagte Reise per Last­schrift bezahlt, können Sie sich Ihr Geld zurück­holen, wenn seit der Abbuchung noch keine acht Wochen vergangen sind (bitte beachten Sie aber auch hierbei die 14-Tages-Frist, die dem Reise­ver­anstalter zur Rück­erstattung zusteht). Dafür müssen Sie die Bank schriftlich beauftragen, den Betrag zurück­zubuchen. Beim Online­banking kann der Betrag der Last­schrift mit wenigen Mausklicks zurück­geholt werden. Auf dem Online-Konto­auszug beziehungs­weise der Umsatz­über­sicht gibt es dafür meist eine eigene Funk­tion „Last­schrift zurück­geben“. Die Rück­gabe der Last­schrift wird auf dem Konto­auszug bestätigt und das Geld gutgeschrieben.

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Ich habe mich entschieden, die Reise zu einem späteren Reise­zeitraum anzu­treten. Jetzt habe ich Angst,dass der Anbieter zwischen­zeitlich pleite geht. Erhalte ich dann mein Geld zurück?

Versichert. Haben Sie eine Pauschal­reise gebucht, die Sie nicht absagen wollen und die nun auf einen späteren Zeitraum verlegt werden muss, sind Sie abge­sichert: Veranstalter von Pauschal­reisen sind gesetzlich verpflichtet, erhaltene Kundengelder für den Fall einer Insolvenz zu versichern. Das gilt übrigens auch für die verbundene Reise­leistung. Um eine solche handelt es sich, wenn Urlauber für dieselbe Reise mindestens zwei verschiedene Leistungen, etwa Hotel und Flug, über das gleiche Onlineportal oder im selben Reisebüro kurz nach­einander separat buchen. Beleg für die Insolvenz­versicherung ist der sogenannte Sicherungs­schein, der mit der Buchungs­bestätigung an Reisekunden ausgegeben werden muss. Haben Sie diesen noch nicht, bestehen Sie gegen­über dem Reise­ver­anstalter darauf, dass Sie ihn schnell über­mittelt bekommen. Die Insolvenz­versicherung muss für nicht begonnene Reisen schon geleistete Zahlungen erstatten. Kunden sollten sich bei Insolvenz ihres Veranstalters mit dem Absicherer der Reise in Verbindung setzen. Kontakt­daten finden sie auf ihrem Sicherungs­schein.

Nicht versichert. Wer etwa eine Städtereise mit Eigen­anreise oder eine reine Flug­leistung gebucht hat, ist nicht gegen Insolvenz abge­sichert und würde im Pleitefall mit einem Gutschein leer ausgehen. Kunden können ihre Erstattungs­ansprüche wegen nicht erbrachter Reise­leistung dann nur noch gegen­über dem Insolvenz­verwalter geltend machen. Haben sie per Visa oder Mastercard bezahlt, können sie das Char­geback-Verfahren nutzen und sich ihr Geld von der karten­ausgebenden Bank erstatten lassen. Wer per Last­schrift bezahlt hat, kann seine Bank beauftragen, das Geld zurück­zubuchen.

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Mein Reise­ver­anstalter hat von sich aus unsere Reise storniert, hat jedoch Bearbeitungs­gebühren berechnet. Ist das rechtens?

Nach Ansicht der Rechts­experten der Stiftung Warentest dürfen Reise­ver­anstalter, Fluggesell­schaften und Reise­vermittler von ihren Kunden keine Bearbeitungs­gebühren für die Stornierung, die Umbuchung oder den Nichtantritt einer Reise verlangen. Kunden haben ein gesetzliches Recht darauf, eine gebuchte Reise zu stornieren. Die Abwick­lung einer Stornierung ist deshalb eine Tätig­keit, zu der ein Veranstalter oder eine Fluggesell­schaft oder ein Reise­ver­anstalter als Haupt­vertrags­partner des Kunden ohnehin verpflichtet sind. Dafür dürfen sie kein gesondertes Entgelt verlangen. Das gilt genauso für einen Reise­vermittler, wenn dieser die Abwick­lung für die Fluggesell­schaft oder den Reise­ver­anstalter über­nimmt. Eine solche „Bearbeitungs­gebühr“ ist eine unzu­lässige Vertrags­strafe.

Das gilt umso mehr, wenn der Anbieter die Reise selbst storniert hat.

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Ich habe eine Anzahlung für meine geplante Pauschal­reise geleistet. Nun ist bald die Rest­zahlung fällig. Es ist unklar, ob meine Reise statt­findet und ob der Veranstalter vor Reise­beginn in die Insolvenz geht. Soll ich trotzdem bezahlen?

Sie haben zwei Möglich­keiten. Ist Ihnen die Lage zu unsicher, können Sie die Reise stornieren. In diesem Fall wird der Reise­ver­anstalter wahr­scheinlich Storno­gebühren – meistens in Höhe der Anzahlung – von Ihnen verlangen, die Sie möglicher­weise zurück­fordern können, wenn die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen bis zum Reise­beginn anhalten (siehe oben).

Wollen Sie die Reise nicht stornieren, bleiben Sie vertraglich gebunden. Das heißt, Sie müssen auch die Rest­zahlung leisten.

Möglich ist nach Ansicht von Reise­rechts­experten und Verbraucherzentralen auch die „Unsicher­heits­einrede“ gemäß § 321 BGB. Danach kann der Reisende, der aus dem Reise­vertrag zur Voraus­zahlung verpflichtet ist, die Zahlung des Reise­preises verweigern, wenn erkenn­bar wird, dass sein Anspruch auf die Gegen­leistung, also die Durch­führung der Reise, durch mangelnde Leistungs­fähig­keit des anderen Teils gefährdet wird. Diese so genannte Einrede muss der Reisekunde gegen­über dem Anbieter erheben, am besten schriftlich per Einschreiben. Dafür stellt die Verbraucherzentrale Nieder­sachsen einen Musterbrief zur Verfügung. Die Unsicher­heits­einrede besteht spätestens bis zum Zeit­punkt der Fälligkeit der Gegen­leistung, das heißt bis zum Antritt der Reise. Der Reisende kann also zuwarten, wie sich die Chancen für seine Reise entwickeln. Ist kurz vor der Reise absehbar, dass sie statt­findet, muss er den Reise­preis aber auf jeden Fall bis zum Reise­beginn voll­ständig bezahlt haben.

Außerdem gilt: Bei Pauschal­reisen besteht grund­sätzlich kein Anlass zur Sorge um die Zahlungen für den Fall, dass der Veranstalter insolvent wird und Ihre Reise deswegen nicht durch­führen kann. Hier sind Sie durch die Insolvenz­versicherung des Veranstalters abge­sichert. Beleg dafür ist der Sicherungs­schein, den Sie mit der Buchungs­bestätigung erhalten haben sollten.

Einige Reise­ver­anstalter, etwa Schauinsland Reisen, haben mitgeteilt, dass sie Zahlungen für Reisen im Mai 2020 vor­erst nicht einziehen.

Anders bei einer Indivi­dualreise, etwa einer Woche Reiturlaub oder Fasten­wandern: Hier haben Sie eine Einzel­leistung gebucht, die im Insolvenzfall des Anbieters nicht abge­sichert wäre.

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Das High-School-Jahr beziehungs­weise der Auslands-Gast­schul­auf­enthalt unseres Kindes soll im Sommer 2020 starten. Muss ich weitere Zahlungen für diesen Aufenthalt leisten, obwohl nicht klar ist, ob das Programm wie gebucht durch­geführt werden kann?

Ja. Verträge sind einzuhalten. Die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts oder auch Einreise­stopps verschiedener Länder berechtigen Sie nicht dazu, die Zahlungen jetzt zu kürzen oder auszusetzen, mehr dazu in unserem Special.

Wollen Sie den Aufenthalt stornieren, darf der Veranstalter eine angemessene Entschädigung verlangen. Im Vertrag sind vielfach Entschädigungs­pauschalen formuliert, die sich nach dem Zeitraum des Rück­tritts richten und danach, welche Aufwendungen dem Veranstalter bislang entstanden sind. Wie hoch sie sein dürfen, ist nicht gesetzlich geregelt.

Schauen Sie in den Vertrag, welche Storno- oder Rück­tritts­regelung für Sie gilt. In vielen Verträgen finden sich Stornopauschalen zwischen 20 und 35 Prozent des Reise­preises, wenn der Kunde mehrere Monate im Voraus vom Vertrag zurück­tritt. Aber: Je näher die Abreise rückt, desto höher sind die Storno­kosten. Wenn Sie stornieren, sollten Sie die Corona-Epidemie als Grund anführen. Die Reise­rechts­experten der Stiftung Warentest sind der Ansicht, dass Ihnen der Veranstalter die Storno­gebühren erstatten muss, wenn die Reisewarnungen und -stopps zum Reisedatum noch anhalten. Urteile hierzu liegen jedoch noch nicht vor.

Ohne Storno­kosten kommen Sie außerdem nur dann aus dem Vertrag, wenn Ihnen der Veranstalter bis spätestens 14 Tage vor Reise­beginn keine Gast­familie mit Namen und Adresse genannt hat.

Tipp: Nehmen Sie früh­zeitig Kontakt mit der deutschen Schule auf und klären Sie, ob Ihr Kind bei Nicht­antritt der Reise und trotz formaler Beur­laubung die angestrebte Klassen­stufe besuchen kann.

Flug, Bahn und Bus

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Was geschieht, wenn mein Flug wegen Corona gestrichen wird?

Streicht Ihre Fluggesell­schaft Ihren Flug infolge der Corona-Krise, können Sie den Ticket­preis zurück­verlangen. Sie müssen keinen Gutschein annehmen, sondern haben Anspruch auf Erstattung des für den Flug bezahlten Betrages.

An sich kann Flugpassagieren darüber hinaus eine Entschädigung wegen Annullierung ihres Fluges nach der EU-Flug­gast­rechte­ver­ordnung zustehen, sofern Hintergrund der Ausfälle betriebs­wirt­schaftliche Gründe wie mangelnde Nach­frage sind und nicht Umstände, für die die Fluggesell­schaft nichts kann, wie Einreise­verbote (mehr dazu in unserem Special Fluggastrechte: Der Weg zur Entschädigung).

Allerdings ändert das Coronavirus auch in diesem Bereich einiges: Es hat inzwischen zu vielen Flugannullierungen und sons­tigen Reise­beschränkungen geführt. Die Europäische Kommis­sion hat am 18. März 2020 in einer „Auslegungs­leit­linie“ ihre Rechts­auffassung zu den Passagierrechten in Zeiten der Corona-Krise erklärt. Nach Ansicht der Kommis­sion steht Flug­gästen etwa dann keine Entschädigung zu, wenn Behörden bestimmte Flüge verbieten oder diese den Personen­verkehr „in einer Weise untersagen, die de facto die Durch­führung des betreffenden Flugs ausschließt“. Aber auch wenn die Fluggesell­schaft die Annullierungs­entscheidung selbst treffe, nach­weislich „aus Gründen des Gesund­heits­schutzes der Besat­zung“, stehe dem Flug­gast keine Entschädigung zu.

Allerdings stellt die Kommis­sion auch klar: Die Air­lines haben weiterhin die Pflicht, Flug­gäste zu betreuen. Das heißt für Passagiere, die wegen einer Annullierung über Tage im Ausland fest­stecken: Die Fluggesell­schaft muss sie auf ihre Kosten angemessen in einem Hotel unterbringen, bis diese nach Hause können. Die Auslegungs­leit­linien der EU-Kommis­sion sind kein Gesetz, also für Gerichte nicht verbindlich. Sie werden von Richtern in Prozessen aber durch­aus berück­sichtigt.

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Was gilt bei Reisen mit der Deutschen Bahn?

Die Bahn zeigt sich angesichts der Coronakrise kulant. Kunden mit Fahr­karten für den Fern­verkehr können dann kostenfrei stornieren, wenn deren Reise­anlass aufgrund des Coronavirus abge­sagt wurde, etwa bei Absagen von Messen oder Konzerten. Dasselbe gilt, wenn das gebuchte Hotel am Ziel­ort – auch im Ausland – unter Quarantäne steht.

Außerdem gibt es eine Kulanz­regelung für Fahr­gäste, die Fahr­scheine in Risiko­gebiete haben. Möchten sie ihre Reise nicht mehr antreten, können Sie sich den Ticket­preis kostenfrei erstatten lassen.

Kunden, die ihre Reise inner­halb Deutsch­lands verschieben möchten, können ihre bis zum 13. März 2020 gebuchten Tickets bis einschließ­lich 31. Oktober 2020 flexibel nutzen. Die Zugbindung bei Spar­preisen und Super-Spar­preisen ist aufgehoben. Für Reisende, die Gruppen­fahr­karten haben, gilt die flexible Nutzungs­möglich­keit nicht. Die City­funk­tion bei Spar­preisen ist ebenfalls nicht von der Sonderkulanz erfasst.

Kunden, die ihre Reise gar nicht mehr antreten möchten, können ihre gebuchten Tickets mit Reisetag bis zum 4. Mai 2020 kostenfrei in einen Reise­gutschein im Wert ihres Tickets umwandeln, der drei Jahre gültig ist. Das gilt auch für Super-Spar­preise, Spar­preise und Gruppen­fahr­karten. Betroffene Reisende sollten sich an den Kunden­service der Deutschen Bahn wenden.

Seit dem 2. April können Bahn­kunden die Stornierung ihres online oder mobil gebuchten Tickets direkt selbst­ständig durch­führen, wenn es sich um einen Flex­preis Nahverkehr, ein Quer-durchs-Land-Ticket oder ein Länder-Ticket handelt (Ausnahmen: Baden-Württem­berg-, Hessen-, Nieder­sachsen- und Schöner-Tag-Ticket) handelt. Die Bahn empfiehlt zu warten, bis die neue Funk­tion zur Verfügung steht. Damit vermeiden Sie längere Warte­zeiten.

Reisende mit Flex­preistickets haben laut Bahn unabhängig von den aktuellen Sonder-Kulanz­regelungen die Möglich­keit, ihre Fahr­karten kostenlos zu stornieren und sollen dafür „die üblichen Stornierungs­wege nutzen“.

Für Kunden von Flixtrain, deren Züge bis auf Weiteres nicht mehr verkehren, gilt: Sie können mit ihrem bereits erworbenen Ticket mit einer Gültig­keit bis einschließ­lich 30. April 2020 auch die Fern­verkehrs­züge (IC und ICE) der Deutschen Bahn nutzen.

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Was ist, wenn meine Bahn- oder Busverbindung wegen der Coronakrise gestrichen wird?

Nach EU-Vorschriften müssen Bahn- und Busunternehmen bei Ausfällen immer Umbuchung und Rück­erstattungen des Ticket­preises ermöglichen. Der Verbraucher kann entscheiden, was er möchte. Bietet das Unternehmen Ihnen anstatt dessen einen Gutschein an, so müssen Sie diesen nicht akzeptieren. Ein solches Angebot ändert nichts an Ihrem Recht, eine Erstattung des Tickets zu wählen.

Reise­versicherungen

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Ich habe meine Reise wegen der Coronakrise abge­sagt. Der Anbieter verlangt Storno­gebühren. Zahlt die meine Reise­rück­tritts­versicherung?

Nein. Sagen Sie aus Angst vor Anste­ckung mit dem Coronavirus eine Reise ab, trägt die Reiserücktrittsversicherung nicht die anfallenden Storno­kosten. Eine solche Police schützt Sie, wenn Sie wegen einer unerwarteten und schweren Erkrankung von Ihrer Reise zurück­treten müssen – also dann, wenn Sie an Covid-19 erkranken.

Aber Achtung: Einige Versicherer schließen in ihren Versicherungs­bedingungen ihre Leistungs­pflicht aus, wenn eine Pandemie die Ursache der Erkrankung ist. Schauen Sie unbe­dingt in Ihre Versicherungs­bedingungen.

Die Angst zu erkranken, ein hohes Anste­ckungs­risiko oder eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes sind keine versicherten Ereig­nisse. Brechen Sie aus diesen Gründen eine bereits angetretene Reise ab, zahlt auch die Reise­abbruch­versicherung nicht für Ihnen dadurch entstehende Kosten.

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Kann ich das Geld für meine Reiser­ücktritts­versicherung und Auslands­reisekranken­versicherung zurück­bekommen, da meine Reise abge­sagt wurde und ich die Versicherungen deshalb nicht mehr brauche?

Wenn Sie die Auslands­reisekranken­versicherung nur für diese eine Reise abge­schlossen haben, ist ein voll­ständige Erstattung der Versicherungs­prämie nach § 80 Versicherungs­vertrags­gesetz möglich. Anders ist es bei Reiser­ücktritt­versicherungen. Die Prämie für eine solche Police wird bei Absage der Reise durch den Veranstalter beziehungs­weise durch das Nicht­zustande­kommen aufgrund eines Einreise­verbots in das Land nicht erstattet. Der Schutz durch der Versicherung greift bereits ab Buchung, so dass diese Leistung bereits erbracht wurde.

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Ich habe eine Reise für Mitte des Jahres gebucht. Ich weiß nicht, ob ich sie antreten kann, etwa weil ich erkranke oder die welt­weite Reisewarnung dann noch gilt. Kann ich jetzt noch eine Reiser­ücktritts­versicherung abschließen?

Ja, Sie können auch noch nach der Buchung einer Reise eine Reiser­ücktritts­versicherung abschließen (zum Vergleich Reiserücktrittsversicherung). Das ist meist bis 30 Tage vor Reiseantritt möglich. Vor Abschluss sollten Sie aber einen Blick in die Versicherungs­bedingungen werfen. Möglicher­weise ist dort ein Rück­tritt (oder Abbruch der Reise) bei Pandemien ausgeschlossen. Sie finden diese Regelung zum Beispiel im Abschnitt „Ausschlüsse“ oder „Wann zahlt die Versicherung nicht“. Einige Versicherer schließen das Pandemie-Risiko in ihren Versicherungs­bedingungen aus. In diesem Fall wäre ein Rück­tritt beziehungs­weise Reise­abbruch wegen einer Virus­erkrankung nicht versichert.

Die Reiser­ücktritts­versicherung kommt allerdings nicht für Fälle sogenannter „höherer Gewalt“, zum Beispiel Reisewarnung, Einreise­verbote und Ausgangs­beschränkungen auf. In diesem Fall wäre bei Pauschal­reisen nach derzeitiger Rechts­lage eine kostenlose Stornierung beim Reise­ver­anstalter möglich (siehe oben).

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Ich bin auf Reisen und habe Symptome, die beim Coronavirus auftreten. Wer zahlt für meine Behand­lung?

Sind Sie im Ausland und treten Coronavirus-Symptome auf, sollten Sie unbe­dingt einen Arzt aufsuchen. Haben Sie eine Reisekrankenversicherung, zahlt diese Ihre Behand­lung und einen möglicher­weise notwendigen Rück­trans­port nach Deutsch­land. Nehmen Sie im Fall einer Erkrankung unbe­dingt Kontakt mit Ihrem Versicherer auf.

Wichtig: Liegt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Ihre Urlaubs­region vor, könnte der Kranken­versicherungs­schutz jedoch ausgeschlossen sein, sofern Sie hinfuhren, als die Warnung schon bestand. Kommt eine Reisewarnung erst während Ihres Aufenthalts, sollten Sie unver­züglich die Heimreise antreten.

Wer keine Auslandskrankenversicherung hat, sich aber im europäischen Ausland aufhält, ist über seine gesetzliche Krankenkasse abge­sichert. Sie kommt für Behand­lungen bei einer akuten Erkrankung in EU-Mitglieds­staaten und in Ländern auf, mit denen ein Sozial­versicherungs­abkommen besteht. Lückenhaft ist der Schutz der gesetzlichen Krankenkassen beim Rück­trans­port: Die Kosten hierfür tragen sie nie.

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