FAQ Auto­versicherung Special

Wer mit dem Wagen unterwegs ist, benötigt eine Versicherung. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Auto­versicherung. Ob Kasko oder Haft­pflicht, Rabattretter oder Kündigung – das FAQ klärt die wichtigsten Begriffe und weist Ihnen den Weg zur güns­tigsten Police. Übrigens: Ein Wechsel bringt meist viele hundert Euro Ersparnis im Jahr. Am leichtesten finden Sie die individuell beste und güns­tigste Police mit unserer individuellen Analyse Autoversicherung.

Preis­werte Policen finden

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Warum gibt es nicht mehr die Sonder­tarife für Schwerbehinderte?

Seit 1994 gibt es für die Versicherer keine Pflicht mehr, diesen Schwerbehinderten­nach­lass zu gewähren. Uns ist derzeit kein Versicherer bekannt, der diesen Nach­lass noch gewährt.

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Wie können junge Fahrer sparen?

Zum Beispiel, indem sie beim Versicherer der Eltern fragen. Dort gibt es für Kinder des Versicherten häufig Rabatt, wenn sie ein eigenes Auto anmelden. Dann wird der Vertrag zum Beispiel in die Schadenfrei­heits­klasse 1/2 oder besser einge­stuft. Oft bringt das mehr, als wenn die Eltern das Auto auf ihren eigenen Namen als Zweitwagen anmelden und der Fahr­anfänger es nach einigen Jahren auf sich umschreibt. Eine weitere Spar­möglich­keit ist das begleitete Fahren vor dem Führer­schein­erwerb. Darüber hinaus gibt es bei manchen Versicherern einen Preis­nach­lass, wenn der Fahr­anfänger ein zusätzliches Sicher­heits­training absol­viert, oder wenn er vorher ein Mofa oder ein Moped gefahren hat.

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Beamte und Angestellte im öffent­lichen Dienst bekommen oft Preis­nach­lass. Wer bezahlt das eigentlich?

Auto­versicherer kalkulieren ihre Beiträge nach dem Risiko. Wenn ihre Statistiken zeigen, dass Beschäftigte des Öffent­lichen Dienstes weniger Unfälle bauen, recht­fertigt das aus ihrer Sicht den Preis­abschlag. Von einer Quer­subventionierung ist uns bisher nichts bekannt geworden.

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Warum geben Versicherer nicht auch Preis­nach­lass für Beschäftigte bei ähnlichen Arbeit­gebern?

Es gibt Versicherer, die den Öffent­lichen-Dienst-Tarif auch Kunden gewähren, die bei einem ähnlichen Arbeit­geber angestellt sind, zum Beispiel bei Gewerk­schaften, Kirchen oder Vereinen. Da ist aber jeder Versicherer frei. Viele Versicherer geben Rabatt auch für weitere Berufe, egal welcher Arbeit­geber. Die meisten fragen im Versicherungs­antrag nach dem Beruf des Kunden. Dies fließt in die Prämienbe­rechnung ein, ohne dass es eine eigene Tarifgruppe dafür gibt. Dies kann zum Vorteil, aber auch zum Nachteil des Kunden sein.

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Ist es für Besitzer mehrere Pkw güns­tiger, sie alle bei einem einzigen Anbieter zu versichern?

Einige Versicherer geben Rabatt, wenn ein Kunde mehrere Autos bei ihnen versichert. Trotzdem muss unterm Strich trotz eines Rabattes der Gesamt­preis nicht unbe­dingt güns­tiger sein als wenn man für jedes einzelne Auto den Versicherungs­preis vergleicht und dann verschiedene Versicherer wählt. Hier hilft unsere umfang­reiche und individuelle Analyse Autoversicherung auf test.de.

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Tarif­rechner im Internet sind gratis. Warum ist die Analyse der Stiftung Warentest kosten­pflichtig?

Unsere individuelle Analyse Autoversicherung bezieht fast alle Anbieter und Tarife ein. Bei Grati­sportalen hingegen fehlen mitunter selbst große und preisgüns­tige Versicherungs­tarife. Außerdem kassiert die Stiftung Warentest keine Provision von Versicherern. Viele Portale hingegen bekommen Geld, wenn ein Nutzer direkt von ihnen auf den Link zum Versicherer klickt und dort abschließt. Sie können unseren Vergleich nach dem Bezahlen für zwei Jahre nutzen. Sie erhalten ­eine Trans­aktions­nummer, die 13 Monate gilt. Sie schaltet Vergleiche für zwei Autos frei. So können Sie variieren und ausprobieren, wie sich der Preis ändert, wenn Sie zum Beispiel einen Rabatt­schutz wählen oder ein weiterer Fahrer das Auto nutzen darf.

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Beim letzten Test von Auto­versicherungen habe ich meinen Versicherer vermisst. Warum fehlen manche Unternehmen?

Zu Beginn eines Tests schreiben wir alle Unternehmen an, die von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht in dieser Sparte zugelassen sind, und fordern sie auf, uns detaillierte Produkt­informationen zu schi­cken. Nicht immer erhalten wir eine Rück­meldung. Das hat verschiedene Gründe: Ein Versicherer über­arbeitet zum Beispiel gerade sein Angebot, so dass es zum Veröffent­lichungs­zeit­punkt nicht mehr erhältlich, das neue zu unserem Stichtag aber noch nicht fertig ist. Andere Anbieter scheuen den Vergleich.

In jedem Fall über­prüfen wir die Angaben der Versicherer und versuchen, uns fehlende Unterlagen anders zu beschaffen. Das gelingt nicht immer.

Möglich ist auch, dass ein Anbieter fehlt, weil er ein Auswahl­kriterium nicht erfüllt, etwa keinen Tarif in einer Produktkategorie anbietet oder nicht für das dem Test zugrunde liegende Modell.

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Letzter Termin für die Kündigung der Auto­versicherung ist der 30. November. Was, wenn meine Rechnung erst im Dezember kommt?

Dann haben Sie den Kündigungs­termin verpasst und sind ein weiteres Jahr an den Vertrag gebunden. Wenn Sie das vermeiden wollen, müssen Sie dafür sorgen, dass das Schreiben spätestens am 30. November beim Versicherer ist – also gewissermaßen vorbeugend kündigen. Man kann dann in Ruhe die Rechnung abwarten. Den Preis­vergleich mit der Analyse Autoversicherung können Sie schon vorher machen. Falls Ihr bisheriger Versicherer dann wieder der güns­tigste für Sie ist, können Sie bei ihm als Neukunde abschließen. Wichtig: Falls der bisherige Versicherer die Preise erhöht hat, steht Kunden ein Sonderkündigungs­recht zu. Sie können dann ab Erhalt des Schreibens einen Monat lang kündigen. Die Kündigung wird wirk­sam zu dem Tag, an dem die Preis­erhöhung greifen sollte. Kunden können dann also auch noch nach dem 30. November kündigen.

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Ich fahre nur wenige hundert Kilo­meter im Jahr. Gibt es eine Versicherung, die so etwas berück­sichtigt?

Grund­sätzlich sinkt der Preis der Auto­versicherung, wenn der Kunde wenig fährt. Jemand, der 25 000 Kilo­meter im Jahr fährt, zahlt etwa doppelt so viel wie ein Kunde mit nur 6 000 Kilo­metern. Aber wenn es extrem wenige Kilo­meter sind, ist eher das Gegen­teil zu befürchten: Der Versicherer könnte einen Preis­aufschlag nehmen wegen mangelnder Fahr­praxis.

Die Leistungen der Auto­versicherung

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Ab wann lohnt sich eine Voll­kasko? Gibt es dafür eine Muster-Berechnung?

Die kann es gar nicht geben. Rechnen kann sich eine Voll­kasko nur, wenn Sie einen Unfall verursachen und einen Schaden am eigenen Auto haben. Bleiben Sie ein Auto­fahrerleben lang unfall­frei, ist das Geld für die Voll­kasko ein für allemal futsch. Der Sinn einer Versicherung ist nicht, dass sie sich lohnt – dass also ein Kunde mehr Geld heraus­bekommt als er einge­zahlt hat. Würde das für alle Kunden klappen, wären alle Versicherer pleite. Der Sinn einer Versicherung ist, dass sie bei hohen Schäden hilft, die man nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen kann. Wichtig ist sie also vor allem bei teuren Schäden, die die eigene wirt­schaftliche Existenz bedrohen. Eine Voll­kasko empfiehlt sich für teure Pkw. Faust­regel: Voll­kasko dann, wenn das Auto so teuer ist, dass Sie bei Totalschaden eine Neuanschaffung finanziell nicht stemmen können. In der Praxis sind die meisten Voll­kasko versicherten Pkw 15 000 Euro und mehr wert.

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Gibt es den „Rabattretter“ nicht mehr? Früher gab es viele Tarife, in denen nach einem Unfall der Schadenfrei­heits­rabatt nicht verloren ging.

Richtig, der Rabattretter verschwindet. Nur noch wenige Tarife bieten diesen kostenlosen Zusatz­schutz. Es gab ihn allerdings nur in besonders güns­tigen Schadenfrei­heits­klassen – also für Fahrer, die schon viele Jahre unfall­frei geblieben sind. Statt­dessen bieten aber viele Tarife einen Rabatt­schutz: Der kostet Aufpreis, ist aber dafür auch schon früher erhältlich, wenn der Fahrer noch nicht in einer besonders güns­tigen Schadenfrei­heits­klasse ist, meist schon ab SF 4.

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Was ist der Unterschied zwischen Rabattretter und Rabatt­schutz?

Den Rabattretter gibt es in neuen Verträgen kaum noch. In alten Verträgen ist er oft ab Schadenfrei­heits­klasse 25 gratis auto­matisch enthalten, je nach Tarif. Der Rabatt­schutz hingegen kostet in der Regel Aufpreis. Und er ermöglicht in vielen Tarifen, dass der Kunde nicht nur einen Unfall bauen darf, sondern sogar mehrere. Den Rabatt­schutz gibt es meist erst ab Alter 23 oder 25 Jahre und meist erst ab Schadenfrei­heits­klasse 4 oder gar erst 6. Mit dem Rabatt­schutz behält der Kunde nach einem Unfall seine alte SF-Klasse. Das bieten die meisten Tarife. Er kostet oft 20 bis 25 Prozent des Jahres­beitrags als Aufschlag.

Aber: Wechselt der Kunde später die Versicherung, meldet sie dem neuen Anbieter den Unfall, für den sie den Kunden nicht zurück­gestuft hat. Der neue Versicherer berück­sichtigt den Rabatt­schutz nicht, schließ­lich hat er ja auch kein Geld dafür bekommen. Er stuft den Kunden daher in der Schadenfrei­heits­klasse ein, in der er ohne Rabatt­schutz wäre. Dann lohnt der Wechsel meist nicht. Es gibt aber Versicherer, die die güns­tige SF-Klasse anerkennen – oft nur, wenn der Kunde auch bei ihnen Rabatt­schutz wählt. Wer wechseln will, sollte beim neuen Anbieter um Anerkennung seiner Sonder­einstu­fung bitten. Wir haben nachgefragt. Bereit dazu sind (stand Oktober 2016): Axa, Axa easy, Concor­dia, Condor, DEVK, Ergo, Hanno­ver­sche, Itzehoer, Kravag, LVM, Mann­heimer, Öffent­liche Braun­schweig, Öffent­liche Oldenburg, Provinzial Nord, Provinzial Rhein­land, R+V, Signal Iduna, Sparkassen Direkt­versicherung, Sparkassen Versicherung Sachsen, SV Sparkassen Versi­cherung, VGH, VHV, West­fäli­sche Provinzial, WGV, Württem­bergi­sche. Oft gilt die Regelung nur für einzelne ­Tarife.

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„Kein Einwand bei grober Fahr­lässig­keit“: Ist diese Klausel wichtig?

Ja, wir raten dazu, nur einen Tarif mit dieser Klausel zu wählen. Denn wenn ein Fahrer grob fahr­lässig einen Unfall baut, darf die Kasko die Entschädigung kürzen oder im Extremfall komplett verweigern. Mit dieser Klausel verzichtet sie darauf, zahlt also auch bei grober Fahr­lässig­keit voll. Grob fahr­lässig ist zum Beispiel das Über­fahren einer roten Ampel, Bedienen des Navis während der Fahrt, Parken ohne angezogene Hand­bremse und einge­legten Gang, Über­holen an gefähr­lichen Stellen. Der Verzicht gilt aber in der Regel nicht, wenn der Fahrer unter Alkohol oder Drogen stand, oder wenn er den Diebstahl des Autos grob fahr­lässig ermöglicht hat, zum Beispiel den Schlüssel offen im Restaurant oder am Arbeits­platz liegen lässt. Einige Anbieter weiten diese Ausnahme noch aus, zum Beispiel auf Handybenut­zung am Steuer. Bei der Auswahl entsprechender Policen hilft unsere umfang­reiche und individuelle Analyse Autoversicherung auf test.de.

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Ist die „Mallorca-Police“ für Mietwagen im Urlaub sinn­voll?

Ja, die „Mallorca-Police“ ist ein Zusatz in der Haft­pflicht­versi­cherung des eigenen Pkw hier in Deutsch­land. Damit erhöht der eigene Versicherer die Deckung für den im Ausland geliehenen Wagen bis zu der Deckungs­summe, die auch für den Pkw hier­zulande gilt. Die entsprechende Klausel steht oft unter „Führen eines gemieteten Pkw im Ausland“ im Versicherungs­vertrag. Inner­halb der Europäischen Union ist die Klausel nicht so wichtig. Da wurden die Mindest­deckungs­sum­men für die Haft­pflicht in den vergange­nen Jahren größ­tenteils auf ein ausrei­chend hohes Niveau angeglichen. Damit sind Mietwagenfahrer inner­halb der EU inzwischen gut geschützt. Die Mallorca-Police greift aber in der Regel auch in europäischen Ländern, die nicht zur EU gehören. Es gibt Länder mit nied­rigen gesetzlichen Mindest­deckungs­summen, zum Beispiel Bosnien, Mazedonien, Serbien oder Türkei. Die Mallorca-Police gilt allerdings nicht in typischen Reiseländern wie Thai­land oder der Dominika­nischen Republik. Selbst in den Vereinigten Staaten ­lie­gen die Mindest­summen für die Haft­pflicht­versicherung in den meisten Bundes­staa­ten nur bei rund 30 000 Euro. Das ist viel zu wenig. In diesen Ländern ist ein Zusatz­schutz ratsam, der die Deckungs­summen erhöht. Es gibt aber kaum Versicherer, die so etwas anbieten. Eine Möglich­keit ist die „Traveller Police“ des ADAC.

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Sind Direkt­versicherer bei der Schaden­regulierung schlechter?

Dafür liegen uns keine Erkennt­nisse vor. Auch aus der jähr­lichen Beschwerde­statistik der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht geht das nicht hervor, ebenso wenig aus den Berichten des Ombuds­manns für Versicherungen.

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Ich nutze das Auto beruflich. Bei einem selbst verschuldeten Unfall habe ich mich schwer verletzt. Muss die Kfz-Haft­pflicht mir nicht den Verdienst­ausfall bezahlen?

Da ich selbst­ständiger Klempner bin, fahre ich viel herum. Nun habe ich zum ersten Mal einen Unfall verursacht und mich schwer verletzt. Meine Kfz-Haft­pflicht­versicherung will mir den Verdienst­ausfall nicht bezahlen. Das muss die doch, oder?

Nein. Die Kfz-Haft­pflicht­versicherung des Unfall­ver­ursachers kommt für den Schaden der anderen verletzten Unfall­beteiligten auf – nicht für seinen eigenen. Diese Lücke schließen die meisten Fahrerschutzpolicen. Sie sind ein Zusatz zur Kfz-Police.

Fragen rund um den Vertrag

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Was passiert nach einer Scheidung mit dem Schadenfrei­heits­rabatt? Wird er durch beide geteilt?

Es kann nur einer den Schadenfrei­heits­rabatt haben. Wenn Ihr Auto auf den Mann versichert war, hat er diesen Vorteil. Der geschiedene Ehepartner steigt in der Regel mit der Schadenfrei­heits­klasse 1/2 ein, wenn er erst­mals ein Auto anmeldet. Wenige Versicherer bieten aber eine Sonder-Einstufung, die den erfahrenen Schadenfrei­heits­rabatt auch für den Getrennt­lebenden oder den Geschiedenen anrechnet.

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Wie lange bleibt der Schadenfrei­heits­rabatt erhalten, wenn ein Kunde für ein paar Jahre kein Auto hat?

In der Regel sind bis zu sieben Jahre Vertrags­unter­brechung kein Problem, bei manchen Versicherern sind auch mehr Jahre möglich. Finanztest hat aufgelistet, welcher Tarif welche Fristen zulässt. Wer diesen Zeitraum über­schreitet, fängt in der Regel wieder mit der Schadenfrei­heits­klasse 1/2 an.

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Vor ein paar Jahren wurden die Schadenfrei­heits­klassen neu geordnet. Auch für meinen alten Vertrag?

Für Kunden, die noch einen alten Vertrag haben, ändert sich nichts. Es bleibt bei der alten Regelung. Nur bei Wechsel in einen neuen Vertrag orientieren sich die Rabatt­prozente an der neuen Regelung. In welcher Schadenfrei­heits­klasse der Kunde ist, steht in der Jahres­rechnung.

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Stuft die Teilkasko Kunden nach einem Schaden zurück?

Nein. In der Teilkasko gibt es keine Schadenfrei­heits­klassen und daher auch keine Rück­stufung nach einem Schaden. Das liegt daran, dass die Teilkasko in erster Linie Schäden versichert wie Brand, Blitz­schlag, Hagel oder Diebstahl. Auf solche Schäden hat Ihr Fahr­verhalten keinerlei Einfluss.

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Gibt es eine Tabelle, in der steht um wie viel die Rabatt­prozente über die Jahre sinken?

Solche Tabellen stehen im Klein­gedruckten des Versicherungs­vertrags. Jeder Versicherer schreibt diese Rabatt­staffeln in die Versicherungs­bedingungen. Dort steht auch, um wie viel der Kunde nach einem Schaden zurück­gestuft wird.

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Die neue Schadenfrei­heits­staffel geht runter bis auf Schadenfrei­heits­klasse 35 und 20 Prozent Beitrags­satz. Steht dem als Nachteil womöglich eine schlechtere Rück­stufung nach Unfällen gegen­über?

Die Rück­stufungs­praxis ähnelt sich zwar, ist aber letzten Endes bei jedem Versicherer unterschiedlich. Meist ist es so, dass ein eventueller Preis­vorteil, den Sie durch die Einstufung in die Schadenfrei­heits­klasse 35 bekommen, durch einen Schadens­fall umge­hend wieder aufgehoben wird, da im neuen Rabatt­system der Rabattretter entfällt. Dieser sorgt im alten System dafür, dass Sie trotz der Rück­stufung denselben Beitrags­satz zahlen wie zuvor.

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Kann man den Schadenfrei­heits­rabatt auch auf Verwandte über­tragen?

Das kommt auf den Versicherer an. Einige erlauben dies, andere nicht. Meist ist das möglich für Ehepartner, Lebens­partner und Verwandte ersten Grades. Der Kunde muss aber nach­weisen, dass der Wagen gemein­sam genutzt wurde.

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Nach dem Tod meines Vaters möchte ich gerne seine „Prozente“ über­nehmen. Wie geht das?

Sie können den Schadenfrei­heits­rabatt Ihres Vaters nur über­nehmen, wenn Sie nach­weisen, dass Sie das Auto in den vergangenen Jahren regel­mäßig mitbenutzt haben. Der Versicherer wird den Rabatt maximal in einer Höhe zulassen, die der Dauer Ihres Führer­schein­besitzes entspricht.

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Wie wird ein Zweitwagen einge­stuft? Kann es güns­tiger sein, das zweite – neue – Fahr­zeug als Erst­fahr­zeug einzustufen und das Bisherige als Zweitwagen?

In der Regel kommt der Zweitwagen in die Schadenfrei­heits­klasse ½. Viele Versicherer bieten auch güns­tigere Sonder-Einstufungen. Die gelten dann aber nur so lange, wie der Vertrag bei diesem Versicherer läuft. Ansonsten gelten die gleichen Kriterien wie für das Erst­fahr­zeug. Das heißt, es kommt auf Fragen an wie „Wer fährt?“, „Wie alt sind die Fahrer?“, „Wie viele Kilo­meter im Jahr werden gefahren?“, „Gibt es eine Garage?“ und so weiter.

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Ich habe meinen Zweitwagen abge­meldet und den Schadenfrei­heits­rabatt auf meinen Sohn über­tragen. Wenn ich jetzt wieder einen Zweitwagen anmelde, bekomme ich dann meinen alten Schadenfrei­heits­rabatt?

Nein, der neue Zweitwagen erhält in der Regel wieder die Schadenfrei­heits­klasse 1/2 – es sei denn, der Versicherer sieht eine Sonder-Einstufung vor. Ein Schadenfrei­heits­rabatt lässt sich in der Regel nur einmal über­tragen und nicht aufteilen.

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Ich muss bald meinen Firmenwagen zurück­geben, hatte aber in den letzten Jahren zusätzlich auch einen privaten Pkw. Kann ich den Schadenfrei­heits­rabatt des Firmenwagens über­nehmen?

Manche Versicherer über­tragen den Schadenfrei­heits­rabatt Ihres Firmenwagens auf Ihren Privatwagen. Voraus­setzung ist aber fast immer, dass der Arbeit­geber den Schadenfrei­heits­rabatt abtritt.

Ich will wechseln! Fragen zur Kündigung

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Wie lange haben Kunden Zeit für den Wechsel, wenn die Beitrags­rechnung erst spät kommt?

Die meisten Verträge können zum Jahres­ende gekündigt werden. Dann muss das Schreiben spätestens am 30. November beim Versicherer sein. Wenn die Beitrags­rechnung erst im Dezember kommt, haben Sie diesen Termin verpasst und bleiben weiter im alten Vertrag. Sie können aber schon vorbeugend kündigen, auch wenn die Rechnung noch gar nicht da ist. Wenn sich dann bei einem späteren Preis­vergleich etwa mit unserer individuellen Analyse Autoversicherung heraus­stellt, dass Ihr bisheriger Versicherer tatsäch­lich das güns­tigste Angebot macht, können Sie dort als Neukunde einsteigen. Eine andere Möglich­keit: Wenn die Rechnung zu spät kommt, aber eine Beitrags­erhöhung enthält, können Sie außer­ordentlich kündigen mit einem Monat Frist ab Zugang des Schreibens. Dann müssen Sie aber genau in die Rechnung schauen. Denn üblicher­weise sinkt Ihr Beitrag, weil Sie nach einem unfall­freien Jahr in eine güns­tigere Schadenfrei­heits­klasse kommen. Den Grund­beitrag kann der Versicherer aber trotzdem erhöht haben. Schauen Sie auf den „Vergleichs­beitrag“, der in der Rechnung steht. Das ist die Summe, die Sie hätten zahlen müssen, wenn der neue Schadenfrei­heits­rabatt schon im Vorjahr gegolten hätte. Liegt dieser Vergleichs­beitrag unter dem neuen Beitrag, hat der Versicherer seine Preise ange­hoben. Doch einige Anbieter verstecken den Vergleichs­beitrag im Kleinge­druckten, manche nennen ihn auf der Rück­seite der Rechnung oder auch gar nicht.

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Was muss im Kündigungs­schreiben stehen?

Einfach nur der Satz: „Hier­mit kündige ich.“ Es reicht ein formloses Schreiben. Nicht vergessen: Unter­schrift, Vertrags­nummer, Kfz-Kenn­zeichen, Datum und der Termin, zu dem die Kündigung greifen soll. Bitten Sie zur Sicherheit um eine Kündigungs­bestätigung. Wer ganz sicher gehen will, sendet die Kündigung per Einschreiben.

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Ist es klug, die Versicherung zu kündigen, um später beim selben Versicherer als Neukunde güns­tigere Konditionen zu erhalten?

Bei Bestands­kunden können die Versicherer die Preise nur erhöhen, wenn ein Treuhänder zustimmt. Bei Neuverträgen sind die Versicherer in der Gestaltung freier. Da können Sie durch­aus mal besonders günstig kalkulieren. Es kann sich also durch­aus lohnen, in einen anderen, neuen Tarif desselben Versicherers umzu­steigen. Rufen Sie einfach Ihren Versicherer an und fragen Sie nach einem güns­tigeren Tarif oder nach einem Preis­nach­lass. Hier hilft natürlich auch ein Vergleich mit unserer individuellen Analyse Autoversicherung.

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Sollte ich meine bisherige Versicherung mit einem billigeren Angebot der Konkurrenz konfrontieren?

Das kann sich lohnen. Viele Versicherungs­mit­arbeiter werden hell­hörig, wenn sie erfahren, dass der Kunde kündigen will. Sie zaubern dann plötzlich einen Altkunden-Rabatt aus dem Hut, einen Treuerabatt oder stufen Sie als Neukunden ein, weil da angeblich gerade eine interne Sonder­aktion läuft, um mit güns­tigen Preisen Wechselwil­lige von anderen Anbietern abzu­werben. Auch hier kann sich der Einsatz unserer individuellen Analyse Autoversicherung lohnen.

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