FAQ Augen-Make-up entfernen Special

Auch das schönste Augen-Make-up muss irgend­wann runter. Hier lesen sie, wie das am besten gelingt und finden Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Abschminken der Augen. Welche Produkte dabei am besten helfen, zeigt unser Test Augen machen, test 8/2017

Am besten auf die sanfte Art

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Wie reinige ich die Augen am besten?

Nehmen Sie pro Auge je ein Fertigpad oder ein mit Flüssig­entferner durch­feuchtetes, aber nicht tropfendes Wattepad. Drücken Sie es für einige Sekunden sanft auf die Lider. Streichen sie es danach vorsichtig nach unten oder außen aus. Nicht rubbeln, reiben oder zerren – das reizt die Haut.

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Was passiert, wenn ich das Abschminken vergesse?

Abge­brochene Wimpern, Reste von Mascara, Eye Liner oder Lidschatten können buch­stäblich ins Auge gehen. „Häufig rufen sie dort Reizungen oder gar Verletzungen der Bindehaut hervor“, sagt Albert J. Augustin, Direktor der Augen­klinik Karls­ruhe. „Letztere sind zum Beispiel möglich, wenn das Make-up Glitter­partikel enthält.“

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Wattebausch, Wattepad: Was eignet sich zum Abschminken mit Flüssig­entfernern?

Gepresste Wattepads sind am besten. Sie zerfasern nicht so leicht wie Bäusche oder gezupfte Watte. Nach Gebrauch gehören sie in den Restmüll. Bitte nie in der Toilette entsorgen: Watte quillt im Wasser auf. Dadurch können die Rohre verstopfen. Das Gleiche gilt für Fertigpads und Feucht­tücher. Die besten Produkte finden Sie im Test Augen machen, test 8/2017

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Geraten Entferner mit Öl leichter ins Auge als Produkte ohne Öl?

Ja. Sie können samt Schminkresten und Haut­fett leichter in den Tränenfilm gelangen. „Das kann die empfindliche Augen­partie reizen und im schlimmsten Fall sogar Entzündungen auslösen“, erklärt Tobias Weberschock, Dermatologe am Universitäts­klinikum in Frank­furt am Main.

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Sind Babyfeucht­tücher und -öl, Lotionen fürs Gesicht und Kosmetiktücher gute Alternativen?

Das ist Geschmacks­sache. Was die Inhalts­stoffe angeht, unterscheiden sie sich kaum von speziellen Augen-Make-up-Entfernern. Für die Reinigung sorgen vor allem Wasser, eventuell Öl und wasch­aktive Substanzen, sogenannte Tenside. „Bei empfindlichen Augen können alle Produkte Reizungen oder sogar allergische Reaktionen auslösen“, sagt Experte Augustin. 2007 haben wir neben speziellen Augen-Make-up-Entfernern auch Reinigungs­milchen, Babyöl und Kosmetiktücher getestet. Damals lagen die Spezial­reiniger leicht vor den Alternativen.

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Kann ich mein Gesicht nicht einfach mit normaler Seife waschen?

Zumindest für die Augen­partie ist Seife keine gute Wahl. Der pH-Wert der Haut liegt bei 5,5. Seife hat oft einen pH-Wert von 7 oder mehr. Das kann die Haut irritieren und den Säure­schutz­mantel angreifen. „Die Augen­partie wird dadurch anfäl­liger für Bakterien- und Pilz­infektionen“, erläutert Mediziner Weberschock. In jedem Fall sollte man darauf achten, kein Reinigungs­mittel ins Auge zu bringen. Das kann die Bindehaut reizen.“

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Sind Entferner mit Mizellen-Technik anderen über­legen?

Die Mizellen­reiniger im Test nicht. Die klassischen Mitstreiter leisten das Gleiche. Mizellen sind winzig kleine Bläschen. Sie haben einen reinigenden Kern und lösen sich während der Anwendung auf. Dermatologisch gelten sie als unbe­denk­lich. Siehe dazu auch unsere Meldung Gesichtswasser mit Mizellen, test 4/2016

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Kann ich selbst Augen-Make-up-Entferner herstellen?

Davon raten wir ab. Die Augen­partie ist sehr empfindlich. Für Laien ist es schwierig, eine hygie­nisch einwand­freie, ausgewogene und verträgliche Mischung herzu­stellen. Gute Produkte aus dem Handel finden Sie im Test Augen machen, test 8/2017

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Was sollten Kontaktlinsen­trägerinnen beachten?

Setzen Sie die Linsen generell vor dem Auftragen des Augen-Make-ups ein und nehmen Sie sie vor dem Abschminken heraus, damit sie nicht verschmutzen. Bevor­zugen Sie ölfreie Produkte, wie die von uns getesteten.

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Brauchen Kontaktlinsen­trägerinnen spezielles Make-up?

Es ist zumindest sinn­voll, statt wasser­fester wasser­lösliche Wimperntusche zu benutzen. Gerät davon ein Krümel ins Auge, löst er sich meist auf – anders als wasser­feste Mascara. Noch besser wäre es allerdings, wenn gar keine Farb­partikel ins Auge kämen. „Selbst kleinste Fremdkörper können, wenn sie unter die Kontaktlinse gelangen, Beschwerden oder Schäden am Auge verursachen“, warnt Professor Augustin. Weitere Infos finden Sie in der Meldung Empfindliche Augen, test 4/2001

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Ist Schminke bei Bindehaut­entzündung tabu?

Bis die Symptome wie gerötete Augen, Fremdkör­pergefühl, Jucken abge­klungen sind, ist es sinn­voll, darauf zu ­verzichten. Doch nicht jede Bindehaut­entzündung ist gleich. „Bei einer Infektion mit Viren oder Bakterien gilt absolutes Schmink­verbot. Sind Keime nicht die Ursache, ist etwas Make-up, je nach Ausmaß der Beschwerden, erlaubt“, sagt Augustin. Im Special Augenentzündungen, test 2/2012, haben wir Informationen zu Bindehaut­entzündungen, trockenen Augen und anderen Irritationen sowie zu rezept­freien Augen­tropfen zusammengefasst.

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Ich habe mich „verschminkt“. Was tun?

Make-up entfernen, Augen­partie trocknen lassen – und von vorne anfangen.

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Braucht die Augen­partie nach dem Reinigen besondere Pflege?

Ja. Günstig ist eine leichte Augen­creme. Nicht in die Haut reiben, sondern sanft einklopfen. Wichtig ist es, nicht zu viel des Guten zu tun. „Reichhaltige, das heißt fettigere Cremes oder Salben über­pflegen die Augen­partie und können Entzündungen verursachen“, warnt Haut­arzt Weberschock.

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Ich benutze nie Augen-­Make-up. Kann ich aufs Reinigen verzichten?

Nicht generell. „Im Lauf des Tages lagern sich Schmutz­partikel und Fein­staub, All­ergene und Bakterien auf der Haut ab“, sagt Experte Weberschock. „Um die unge­schminkte Augen­partie zu reinigen, braucht es aber keinen Make-Up-Entferner. Klares Wasser genügt und trocknet die Haut nicht aus.“ Wir haben noch mehr Tipps zur Gesichtsreinigung allgemein und für jeden Haut­typ zusammen­gestellt.

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