Externe Fest­platten Preis­wert Daten sichern

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Externe Fest­platten - Preis­wert Daten sichern
© Masterfile / M. Wiens

Die geprüften Fest­platten bieten Speicher­platz satt, um Fotos, Musik, Videos, Texte sicher und komfortabel zu verwah-ren. Gute gibts ab 75 Euro.

Externe Fest­platten

  • Testergebnisse für 15 Externe Festplatten 2,5 Zoll 500 Gigabyte 08/2010 Anzeigen
  • Testergebnisse für 15 Externe Festplatten 3,5 Zoll 1 Terabyte 08/2010 Anzeigen
Inhalt

Was hier aussieht wie ein alter Platten­spieler, ist das Innere einer Fest­platte. Über der runden Magnetscheibe liegt der bewegliche Schreib- und Lese­kopf, der die Platte abtastet, sie aber nicht berührt. Der extrem geringe Abstand zwischen Kopf und Scheibe muss immer gewähr­leistet sein. Sonst wird die Oberfläche beschädigt, was einen Daten­verlust zur Folge hätte. Ein Luft­polster, das sich aufgrund der hohen Rotations­geschwindig­keit der Platte bildet, garan­tiert diesen winzigen Abstand. Da hier schon kleinste Staubkörner verheerend wirken würden, befinden sich die Platten in einem hermetisch abge­dichteten Metall­gehäuse.

Der Schreib­kopf schreibt die zu speichernde Information durch Magnetisierung auf die Platten­oberfläche auf und der Lese­kopf, der sich direkt neben dem Schreib­kopf befindet, kann sie wieder abnehmen. Die Zugriffs­zeit, also die Dauer, bis sich der Lese­kopf in der richtigen Position befindet und die Daten abgreifen kann, beträgt einige Milli­sekunden.

Tipp: Da Defekte nie auszuschließen sind, sollten Sie von wichtigen Dateien immer mindestens zwei Kopien auf verschiedenen Daten­trägern ablegen.

Fotos, Musik, Videos – im Laufe eines Computer­lebens sammeln sich Daten­mengen von etlichen Gigabytes an. Obwohl die internen Fest­platten der Computer immer größer werden, eignen sie sich nicht als Archiv. Fürs Sammeln und Sichern sind externe Fest­platten eine viel bessere Lösung. Sie sind einfach zu hand­haben, hand­lich und bieten Speicher­platz satt.

Klein, robust – größer, weniger robust

Wir haben externe Fest­platten in zwei verschiedenen Größen ausgewählt:

  • 15 Fest­platten in der Größe 2,5 Zoll mit einer Speicher­kapazität von 500 Gigabyte für rund 75 bis 112 Euro. Sie sind relativ klein und robust. Die Strom­versorgung erfolgt über das USB-Kabel, weshalb sie kein separates Netz­teil brauchen. Diese Modelle sind hand­lich und eignen sich beispiels­weise gut als Notebook-Ergän­zung.
  • Daneben sind ebenso viele Fest­platten mit 3,5  Zoll und 1  Terabyte im Test vertreten. Sie bieten mehr Speicher­platz, sind aber größer und weniger robust. Sie brauchen zur Strom­versorgung ein Netz­teil, das aber bei allen mitgeliefert wird. Mit USB, Firewire und eSata (siehe Glossar) bieten einige mehrere Anschluss­möglich­keiten.

Die Angaben über die Speicher­kapazität sind meist nicht korrekt. Um lange, unleserliche Ziffern­folgen zu vermeiden, ersetzen die Anbieter Tausender-Abstufungen durch Vorsilben. Ein Mega bedeutet zum Beispiel die Multiplikation mit einer Million, Giga mit einer Milliarde, Tera mit einer Billion. Das bezieht sich allerdings auf das Dezimal­system, Computer rechnen jedoch im Binär­system. Daraus folgt: 1 Gigabyte besteht nicht aus 1 000, sondern aus 1 024 Megabyte. Bei 1 Terabyte macht der Verlust schon rund zehn Prozent aus. Um die Ungenauigkeiten zu beseitigen, haben Experten neue Vorsilben wie Kibi, Mebi, Gibi und Tebi vorgeschlagen.

Auch darunter kann sich der durch­schnitt­liche Nutzer wenig vorstellen. Er interes­siert sich eher dafür, wie viele Fotos, Musik­titel oder Videos er mit einer Speicher­kapazität von 1 000 Gigabyte oder 1 Terabyte horten kann. Die Antwort kann nur annähernd sein, da es auf die Größe der einzelnen Objekte ankommt. Es sind rund 250 000 Fotos, 400 000 Musik­titel oder 385 Stunden Stan­dard­video.

Gute Fest­platten ab 75 Euro

Alle geprüften Fest­platten eignen sich für die Archi­vierung und Sicherung von Daten. Die Qualitäts­unterschiede fallen kaum ins Gewicht, eher die Preis­unterschiede. Gute externe Fest­platten gibt es ab 75 Euro – egal ob in der Größe 2,5 oder 3,5 Zoll.

Tipp: Wer mit der Fest­platte viel unterwegs ist, etwa um Daten mit Freunden zu tauschen, sollte zu einem 2,5-Zoll-Modell greifen. 3,5-Zoll-Platten sind eher für die stationäre Daten­sicherung gedacht. Sie bieten den doppelten Speicher­platz fürs Geld.

Externe Fest­platten werden meist per USB-Kabel mit dem Computer verbunden. Treiber oder andere Software sind nicht notwendig – einfach einstecken und loslegen. Das Tempo der Daten­über­tragung ist mit USB 2.0 allerdings gebremst. Es ist deutlich lang­samer als der Daten­austausch mit der internen Fest­platte.

Externe Fest­platten

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Schneller mit eSata

Über den USB 2.0-Anschluss können bis zu 480 Megabit pro Sekunde gelesen und geschrieben werden. Für die meisten Privat­anwendungen reicht das aus. Eine Fest­platte mit eSata-Anschluss ist aber deutlich schneller. Sie kann Über­tragungs­geschwindig­keiten von bis zu 3 000 Megabit pro Sekunde erreichen. USB 3.0 soll sogar bis zu 5 000 Megabit pro Sekunde schaffen. Bislang gibt es aber noch wenige Computer und externe Geräte mit diesem Anschluss.

Während es bei den getesteten 2,5-Zoll-Fest­platten keine Alternative zu USB 2.0 gibt, sind vier der größeren Fest­platten mit dem deutlich schnel­leren eSata-Anschluss ausgestattet. Über USB 3.0 verfügt noch keines der getesteten Geräte. Die Fest­platte G-Technology – ein mit 170 Euro sehr teures 3,5-Zoll-Modell – besitzt neben USB 2.0 und eSata als einzige im Test auch noch einen Firewire-Anschluss.

In der Praxis erreichen die Fest­platten die theoretischen Spitzen­werte bei der Schreib- und Lese­geschwindig­keit nicht. Bei den besten haben wir mit USB 2,0 lediglich 280 Megabit pro Sekunde gemessen. Die Unterschiede zwischen den Modellen sind in beiden Gruppen aber insgesamt gering. Nur die Western Digital My book essential hat aufgrund zusätzlicher Sicher­heits­merkmale eine deutlich längere Zugriffs­zeit als die anderen Fest­platten.

Über­flüssige Software

Wie schon erwähnt, liefern die Hersteller bei den großen 3,5-Zöllern ein Netz­teil mit. 2,5-Zoll-Fest­platten beziehen ihren Strom über das USB-Kabel vom Computer. Da eine USB-Buchse nur 2,5 Watt liefert, manche Fest­platten aber mehr Leistung zum Starten brauchen, sind viele 2,5-Zoll-Modelle mit Y- oder Zwillings-USB-Kabel ausgestattet, das zwei Buchsen am Computer belegt.

Für fast alle Fest­platten gibt es als Zugabe diverse Software. Oft handelt es sich dabei aber um Free­ware, die jeder kostenlos im Internet herunter­laden kann, oder um Test­versionen, die nach einer bestimmten Zeit Geld kosten. Es gibt aber auch nützliche Programme. Dazu gehört beispiels­weise der Pass­wort­schutz, der den unbe­fugten Zugriff auf die gespeicherten Daten verhindert, oder Daten­sicherungs­software, die auto­matisch Backups durch­führt. Nützlich ist auch das USB-Boost-Programm von Buffalo und Trans­cend, das den Daten­trans­port etwas beschleunigt. Bewertet haben wir das im Prüf­punkt Vielseitig­keit, in den zudem die Ausstattung und zusätzliche Funk­tionen der Fest­platte eingehen.

Tipp: Wir haben im vergangenen Jahr Daten­sicherungs­systeme untersucht . Das beste Sicherungs­programm im Test war Norton Ghost 14 für 30 Euro. Es über­zeugte durch schnelle, einfache und zuver­lässige Daten­sicherung.

Die kleinen 2,5-Zoll-Platten sind nicht nur hand­lich, sie verkraften es sogar, wenn sie mal runterfallen. Teil­weise werben die Anbieter sogar damit. So verspricht Free­com, dass seine Fest­platte Stößen und Stürzen aus bis zu 2 Metern standhält. Die meisten 2,5-Zoll-Modelle haben unseren Fall­test unbe­schadet über­standen. Nur die Platte von Platinum ist nach einigen Stürzen kaputt­gegangen. Die 3,5-Zoll-Platten sind wesentlich fragiler und sollten möglichst nicht herunter­fallen. Sie würden einen Sturz nicht über­leben, wie eine Stich­probenprüfung zeigte. Wir haben bei ihnen deshalb auf den Fall­test verzichtet.

Weitere Vorteile der 2,5-Zoll-Platten

Bei den Umwelt­eigenschaften schneiden die 3,5-Zoll-Fest­platten ebenfalls häufig schlechter ab als die 2,5-Zoll-Modelle. Das liegt zum einen am höheren Strom­verbrauch und zum anderen am Geräusch. Dass eine 3,5-Zoll-Platte nicht zwangs­läufig ein Strom­fresser sein muss, zeigt der geringe Verbrauch der Samsung Story. Und hörbare Vibrationen müssen sie auch nicht erzeugen. Immerhin arbeiten zwölf große Platten genauso geräusch­los wie die kleinen. Für den Dauer­betrieb sind Fest­platten übrigens nicht ausgelegt, vier bis acht Stunden pro Tag schaffen sie aber, ohne sich zu stark zu erwärmen. Beim Test gab es in diesem Prüf­punkt keine Auffälligkeiten. Auch nicht bei der Hand­habung. Die externen Fest­platten sind meist kinder­leicht zu bedienen. Dennoch braucht der Nutzer einige Informationen, die ihm aber manche Anbieter vorenthalten. Die eher mittel­mäßigen Gebrauchs­anleitungen gibt es außerdem meist nur elektronisch.

Tipp: Wenn Sie die externe Fest­platte von PC oder Notebook trennen wollen, klicken Sie in der Wind­ows-Taskleiste auf das Symbol „Hard­ware sicher entfernen“ und ziehen Sie erst dann den Stecker.

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11 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

8023 am 02.02.2020 um 10:35 Uhr
Logisch

Der Test ist ja auch 9 Jahre alt...

Allestest am 19.04.2019 um 00:11 Uhr
Primitive Angaben

Eine 500 GB-Platte als brauchbares Speichermedium zu bezeichnen stammt wohl aus der Zeit um 2000.
Ein Test bis 2 TB ist immer noch lächerlich, gibt es doch nicht allzu teuere Platten mit 10 und 12 TB.
Mindestens 4 TB sollte der Standard sein. Und diese Größenangabe ist wesentlich aussagekräftiger als die Zahl von Fotos, schließlich sind Fotos z.B. 400 kb oder 4 MB groß, oft noch mehr, was eine Schwankungsbreite der Mengenangaben von 1000 Prozent ausmacht. Wenn jemand seine Fotos speichern will, kann er sich im Vorhinein entweder selbst anhand der Anzahl und üblichen Größe seiner Bilder relativ genau den Speicherbedarf ausrechnen oder er verwendet Hilfsmittel wie den Explorer dazu.
Das Geräusch dürfte übrigens Nebensache sein, im Gegensatz zu eingebauten HDD's. Wenn ich z. B. einmal pro Woche sichere und das dauert eine Viertel- oder halbe Stunde, ist auch nie störend laut, kann man das gut hinnehmen. Viel schlimmer ist, dass Sie auch noch USB 2.0 akzeptieren. Es gibt übrigens auch 3

Profilbild Stiftung_Warentest am 16.12.2013 um 16:44 Uhr
@vesterlund: Formate im Glossar

Sie haben recht, unser unten stehender Kommentar, im Glossar würden die Formate im Detail erklärt werden, ist nicht recht zutreffend. Das Thema wird doch eher angerissen, so sind aber Glossare nun mal im Vergleich zu Lexika. Die Details, die man bei der Wikipedia findet, will auch nicht jeder verstehen müssen. (Bu)

vesterlund am 16.12.2013 um 15:51 Uhr
Glossar

Wer im Übrigen eine wirkliche Erklärung wünscht, ist nicht nur hinsichtlich der unterschiedlichen Formate Fat32, NTFS und HFS/HFS+ bei Wikipedia besser aufgehoben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dateisystem
Aber auch eine einfache Internetsuche bietet bessere Informationen als das Glossar.

Profilbild Stiftung_Warentest am 14.01.2011 um 15:28 Uhr
Details im Glossar

@tomahok: Die Formate Fat32, NTFS und HFS erklären wir im Detail im Glossar. Falls Sie die pdf-Version heruntergeladen haben, finden Sie die Erläuterungen auf Seite 45.