Existenz­gründerseminare: Tipps

  • Persönlich­keit testen. Prüfen Sie, ob Sie sich zum Unternehmer eignen. Abge­sehen von der fachlichen Qualifikation spielt auch das persönliche Umfeld eine Rolle: Ist Unterstüt­zung und Verständnis von Partner und Familie zu erwarten? Und: Sind Sie in der Lage, unternehmerisch zu denken und zu handeln? Im Internet gibt es Persönlichkeitstests, die Ihnen die wichtigsten Fragen stellen.
  • Informationen beschaffen. Machen Sie sich schlau. Wenn Sie künftig selbst­ständig sein wollen, stellen sich Ihnen viele Fragen. Antworten finden Sie etwa auf einem der Gründerportale im Netz. Der Test von Gründerportalen zeigt Ihnen, welche von ihnen besonders informativ sind.
  • Kurs besuchen. Besuchen Sie ein Gründerseminar. Sinn­voll ist die Teil­nahme an einer solchen Business-Klasse zu jedem Zeit­punkt des Gründungs­vorhabens. Grund­sätzlich gilt jedoch: Je früher, desto besser. Gewisse Formen sollte Ihre Geschäfts­idee zum Zeit­punkt der Kurs­teil­nahme allerdings schon angenommen haben.
  • Kurse finden. Bundes­weit ist das Existenz­gründerseminar von Mennesclou bestens. Das Drei-Tages-Seminar ist mit 40 Euro erschwing­lich. Im Norden über­zeugt LeinenLos. Der Kurs dauert fünf Tage und kostet 78 Euro. Im Süden gibt es zwei Anbieter mit über­zeugenden Existenz­gründer­kursen, die HWK der Pfalz und die IHK Akademie München und Oberbayern. Die kompakten Zweit­ages­kurse sind etwas teurer: Sie kosten 125 und 130 Euro. Auch im Westen gibt es zwei empfehlens­werte Kurse: Das Drei-Tages-Seminar von dbt für 40 Euro und der Kurs von Gründungs-Offensive.de, der an zwei oder drei Tagen angeboten wird und 40 oder 60 Euro kostet. Im Osten fiel das Gründer-Unternehmer-Zentrum positiv auf. Auch dieser Drei-Tages-Lehr­gang ist mit 40 Euro günstig.
  • Tabelle lesen. In der Test-Tabelle finden Sie die Ergeb­nisse kompakt aufgelistet. Wenn Sie dort nach einem Kurs suchen, betrachten Sie am besten zunächst das Kriterium „Qualität der Kurs­durch­führung“. Es umfasst die Inhalte, die Art der Vermitt­lung und das Lehr­material. Es ist deshalb entscheidend, was Sie lernen und wie Sie es später anwenden können. Der Prüf­punkt Kursorganisation zeigt an, wie der Ablauf koor­diniert wurde und ob Räumlich­keiten und Ausstattung akzeptabel waren. Auch dieses Lernambiente kann für die Auswahl eines Anbieters eine Rolle spielen.
  • Auswahl treffen. Erkundigen Sie sich vorab beim Anbieter, wie das Seminar gestaltet wird: Macht der Trainer Übungen, benutzt er Beispiele? Beachten Sie, dass es zum Teil große Qualitäts­unterschiede zwischen den Anbietern gibt und treffen Sie eine wohl­über­legte Auswahl.
  • Zeit planen. Die Dauer des Seminars spielt für die Qualität der vermittelten Inhalte eine unterge­ordnete Rolle: Unser Test zeigt, dass Fünf-Tages-Kurse nicht zwangs­läufig besser sind als Zwei-Tages-Kurse. Entscheiden Sie nach dem Zeitbudget, das Ihnen zur Verfügung steht. Das funk­tioniert, sofern Sie einen Anbieter mit hoch­wertiger Kurs­durch­führung wählen.
  • Ideen einbringen. Ein Seminar nutzt Ihnen um so mehr, je individueller es auf die Teilnehmer zuge­schnitten ist. Klären Sie, wie stark ihre eigene Geschäfts­idee zum Thema des Lehr­gangs gemacht wird.
  • Grenzen kennen. Existenz­gründer­kurse dienen vor allem der Orientierung über die Möglich­keiten, Grenzen und Risiken einer Selbst­ständig­keit. Aber seien Sie sich im Klaren darüber: Sie ersetzen weder die eigene Recherche noch die individuelle Beratung zu Ihrem konkreten Geschäfts­vorhaben. Umfassende Informationen bietet Ihnen zum Einstieg in die Materie zum Beispiel das Portal des Bundeswirtschaftsministeriums für Existenzgründer.
  • Beraten lassen. Einzel­fragen lassen sich unter vier Augen mit einem Gründungs­fachmann am besten klären. Solche Beratungen bieten beispiels­weise die Industrie- und Handels- oder Handwerks­kammern. Ein Anruf vorab kann klären, ob die anvisierte Stelle sich tatsäch­lich zuständig fühlt.

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