Existenzgründer haben auch dann Anspruch auf Überbrückungsgeld, wenn sie selbst gekündigt oder einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben. Bei ihnen greift die Sperrfrist von bis zu drei Monaten nicht.

Sie erhalten volle sechs Monate Überbrückungsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes, wenn sie zwei Bedingungen erfüllen. Das erläutert ein Erlass der Bundesagentur für Arbeit:

  • Die Selbstständigkeit muss sich nahtlos an die Arbeitnehmertätigkeit anschließen.
  • Betroffene müssen zusätzlich die fiktive Berechnung des Arbeitslosengeldes (vermerkt der Sachbearbeiter im Antrag auf Überbrückungsgeld) beim Arbeitsamt beantragen.

Tipp: Vergleichen Sie das sechsmonatige Überbrückungsgeld mit dem dreijährigen Zuschuss zur Ich-AG. Dieser kann günstiger sein, auch wenn dafür die Sperrfrist greift, weil ein Tag Arbeitslosigkeit Voraussetzung ist.

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