Existenzgründer Meldung

Macht der Kurier gute Geschäfte, wird die Krankenversicherung teurer.

Erfolgreiche Existenzgründer, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, müssen etliche Tausend Euro Beiträge nachzahlen. Das hat das Bundessozialgericht bestätigt (Az. B 12 KR 14/05 R).

Von der Kasse erhalten Selbstständige bis zur ersten Einkommensteuererklärung einen vorläufigen Beitragsbescheid. Darin unterstellt sie ein gesetzliches Mindesteinkommen von 1 837,50 Euro pro Monat (1 225 Euro für Ich-AG-Gründer). Bei 13 Prozent Beitragssatz sind dafür 239 Euro im Monat fällig.

Ihren ersten Steuerbescheid erhalten Existenzgründer häufig erst nach zweieinhalb Jahren. Dann berechnet die Kasse den Beitrag neu. Hat der Unternehmer 2 800 Euro monatlich verdient, muss er 3 750 Euro Beiträge nachzahlen. „Die Regelung ist ein Kredit der Kasse für Existenzgründer, der zurückgezahlt werden muss“, sagt Ann Hörath vom BKK Bundesverband. Lag das Einkommen jedoch unter der Mindestgrenze, gibt es kein Geld zurück.

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