Existenzgründer, die ein Darlehen bis 50 000 Euro aufne­h­men oder einen Leasingvertrag ­ab­schließen, sind durch das Verbraucherkreditgesetz genauso geschützt wie private Verbraucher. Das bestätigte das Oberlandesgericht Rostock (Az. 3 U 191/04). Sie sind anfangs besser dran als später, wenn das Geschäft läuft.

Kredit- und Leasingverträge zum Start einer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit sind nur schriftlich gültig. Sie können zwei Wochen lang ohne Grund widerrufen werden.

Von den Regeln profitierte ein Existenzgründer, der einen ­Leasingvertrag für ein Auto abgeschlossen hatte. Als er die Raten nicht zahlte, kündigte der Leasinggeber den Vertrag und verlangte die ausstehen­den Raten. Doch wegen eines Formfehlers des Anbieters galt der Vertrag nur als mündlich geschlossen und war ungültig. Der Existenzgründer musste nichts zahlen.

Hätte er den Vertrag für ein bereits bestehendes Geschäft abgeschlossen, wäre er durch das Verbraucherkreditgesetz nicht geschützt gewesen.

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