Die geschickte Planung von ohnehin nötigen beruflichen Ausgaben kann sich lohnen. Wer pro Jahr normalerweise nicht auf Werbungskosten von mehr als 920 Euro kommt, sollte Ausgaben zum Beispiel für beruflich bedingte Anschaffungen wie einen Computer oder für das Arbeitszimmer möglichst in ein Jahr legen. Grund: Erst bei einem Betrag von mehr als 920 Euro wirken sich Werbungskosten aus. Diesen Betrag schreibt das Finanzamt pauschal jedem Arbeitnehmer gut. Nur bei höheren Ausgaben winkt eine Steuererstattung. test.de bietet einen Excelrechner, mit dem Sie errechnen können, wie zusätzliche Werbungskosten sich bei Ihnen auswirken.

Steuern sparen mit Weiterbildung

Besonders gut zum Steuern sparen eignet sich berufliche Weiterbildung. Für das Finanzamt ist nämlich nicht entscheidend, wann ein Kurs stattfindet, sondern wann er gebucht und bezahlt wird. Wer also in diesem Jahr schon reichlich Werbungskosten gesammelt hat, kann unter Umständen zusätzliches Geld sparen, wenn er einen für nächstes Jahr geplanten Kurs schon in diesem Jahr bucht und bezahlt.

Besteuerung mit Progression

Außerdem zu berücksichtigen: Wer viel verdient, zahlt viel Steuern und kann entsprechend mehr sparen. Wer also mit sinkendem Einkommen rechnet, sollte versuchen, Werbungskosten so weit wie möglich noch in dieses Jahr zu legen. Bei deutlicher Steigerung des Einkommens ist es womöglich günstiger, Anschaffungen ins neue Jahr zu verschieben. Wer allerdings bereits jetzt so viel verdient, dass er den Spitzensteuersatz von derzeit 45 Prozent zu zahlen hat, sollte Werbungskosten nach Möglichkeit noch für dieses Jahr geltend machen. Zum Jahreswechsel sinkt der Spitzensteuersatz auf 42 Prozent. Entsprechend geringer wird die durch Werbungskosten mögliche Steuerersparnis.

Berechnung mit System

Der Steuersparrechner der Stiftung Warentest ermöglicht Ihnen die optimale Planung berufsbezogener Ausgaben. Mit seiner Hilfe können Sie ermitteln, ob es günstig ist, eine berufliche Ausgabe noch in diesem Jahr zu machen oder ob Sie besser noch etwas warten. Wichtig: Anschaffungen für einen Preis von mehr als 475,60 Euro inklusive Mehrwertsteuer können nicht mehr im Jahr der Anschaffung in voller Höhe geltend gemacht werden. Die Kosten müssen monatsgenau auf die typischerweise zu erwartende Nutzungsdauer verteilt werden. Beispiel: Sie kaufen im Dezember einen Computer für 1 800 Euro. Die typische Nutzungsdauer liegt bei 36 Monaten. Sie können deswegen für den Dezember noch 1 800 : 36 = 50 Euro Werbungskosten geltend machen. Im Jahr 2005 fallen dann 12 x 50 = 600 Euro an.

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