Vor allem Rentner treffen die zu Januar in Kraft tretenden Steueränderungen. Nach Berechnungen des Finanzministeriums müssen in Zukunft 3,3 Millionen Rentnerhaushalte Steuern zahlen - fast zwei Drittel mehr als bisher. Die meisten Rentner - rund 10,9 Millionen Haushalte - allerdings bleiben weiter steuerfrei. Ob und wie viel Steuern zu zahlen sind, lässt sich mit dem Finanztest-Excelrechner Steuern für Rentner ermitteln.

Nur die Hälfte der Rente steuerpflichtig

So funktioniert die Rentenbesteuerung in Zukunft: Von der gesetzlichen Rente ist die Hälfte steuerpflichtig. Wer 18 000 Euro Rente (also: 1 500 Euro im Monat) bekommt, muss 9 000 Euro versteuern. Davon zieht das Finanzamt noch die Werbekostenpauschale von 102 Euro, die Sonderausgabenpauschale von 36 Euro und Vorsorgeaufwendungen wie die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung ab. Danach verbleiben im Beispielsfall je nach Höhe der Vorsorgeaufwendungen noch rund 7 250 Euro. Da der Freibetrag fürs Existenzminimum bei 7 664 Euro liegt, sind keine Steuern zu zahlen, so lange keine weiteren Einkünfte anfallen.

Sonderregeln für Privatrenten

Zu Buche schlagen vor allem Nebeneinkünfte aus steuerpflichtigen Kapitalerträgen, Nebentätigkeiten, Vermietung und Verpachtung. Diese Einnahmen werden nicht halbiert, sondern müssen voll versteuert werden. Rentner, die zu Jahresbeginn mindestens 64 Jahre alt sind, dürfen von ihren Nebeneinkünften allerdings zusätzlich noch den so genannten Altersentlastungsbetrag abziehen. Das sind 40 Prozent des steuerpflichtigen Betrags, höchstens jedoch 1 900 Euro. Sonderregeln gelten für Privat- und Betriebsrenten sowie Pensionen. Details dazu sind in Finanztest 1/2005 oder online komplett und interaktiv dargestellt.

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