European All Stars-Fondszertifikat Meldung

Angebot: Die Commerzbank hat erstmals ein Zertifikat aufgelegt, das nicht in einzelne Aktien oder in einen Index, sondern in Aktienfonds investiert. Das "European All Stars-Fondszertifikat" (WKN 662 394) enthält Anteile von fünf europäischen Aktienfonds, die aus über 300 Europafonds herausgefiltert wurden. Dabei steht die Qualität der Fonds im Vordergrund. Weitere Voraussetzung für die Aufnahme ins Zertifikat ist ein Anlagevolumen von mindestens 250 Millionen Euro. Aktuell stecken im Zertifikat folgende Fonds: Comgest Europe, Fidelity European Growth, Gartmore Continental Europe, Henderson Horizon European und HSBC Pan European Equity. Auch im Finanztest-Dauertest sind vier dieser Fonds im Vorderfeld platziert. Der Comgest Europe ist wegen seiner sehr großen Marktabweichung nicht aufgelistet. Ein Ausgabeaufschlag fällt bei dem Zertifikat nicht an, allerdings wird eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,5 Prozent fällig. Die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs beträgt maximal 2 Prozent ­ plus die üblichen Handelsspesen von meist 0,5 bis 1 Prozent.

Vorteile: Für eine geringe Einstiegssumme (der Startkurs lag bei 100 Euro) kann der Anleger an der Wertentwicklung von fünf Fonds teilnehmen und so das Risiko streuen. Die Fonds investieren alle in europäische Standardwerte, werden aber unterschiedlich gemanagt.

Nachteile: Das Zertifikat wird nicht aktiv gemanagt, nur einmal im Jahr werden Fondsauswahl und Gewichtung überprüft. Eine optimale Risikostreuung wird nicht erreicht, da das Papier nur in einen Anlagesektor investiert. Die Laufzeit des Zertifikats ist auf fünf Jahre begrenzt, wobei sich die Bank vorbehält, diese zu verlängern.

Fazit: Ein interessantes Produkt, das sich als Alternative zu Dachfonds anbietet. Allerdings ist es nur als Depotbeimischung geeignet.

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