Europäischer Tag der Sprachen Meldung

Heute ist der Europäische Tag der Sprachen. Mit diesem 2001 initiierten Aktionstag will die Europäische Union mehr Menschen zum Sprachenlernen motivieren. Ihre Vision: Jeder sollte zwei Fremdsprachen sprechen. Die Stiftung Warentest testet seit zehn Jahren Angebote, mit denen Erwachsene Sprachen lernen können. test.de informiert.

Von Irisch bis Maltesisch

Europa ist reich – zumindest was die Vielfalt seiner Sprachen betrifft. Von Irisch bis Maltesisch, von Dänisch bis Estnisch – 23 Amtssprachen gibt es und darüber hinaus mehr als 60 Sprachgemeinschaften, in denen eine Regional- oder Minderheitensprache wie Bretonisch, Sorbisch oder Walisisch gesprochen wird.

Vor zehn Jahren riefen Europäische Union (EU) und Europarat den Europäischen Tag der Sprachen ins Leben, der seither immer am 26. September mit vielen Aktivitäten begangen wird. Der Tag soll den Europäern die Mehrsprachigkeit ihrer Heimat bewusster machen und mehr Menschen zum Sprachenlernen animieren.

Nie zu alt fürs Sprachenlernen

Fremdsprachen beherrschen – das wird in der globalisierten Arbeitswelt immer wichtiger. Vor allem Englisch als internationale Geschäftssprache ist für Berufstätige in vielen Branchen ein Muss. Das zeigt auch eine Umfrage der Stiftung Warentest zum Thema Job und Fremdsprachen.

Im Berufsalltag geht es vor allem darum, mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern gut kommunizieren zu können, und zwar per E-Mail, am Telefon oder in Besprechungen. Wer Defizite hat, kann seine Kenntnisse heute auf vielen Wegen verbessern. Die gute Nachricht lautet nämlich: Man ist nie zu alt zum Erlernen einer Sprache. Der Report Motiviert zum Ziel zeigt: Mit gutem Sprachunterricht, viel Zeit und genügend Biss sind auch Erwachsene erfolgreich.

Sprachkurse im Test

Die Stiftung Warentest prüft seit rund zehn Jahren die Qualität von Sprachweiterbildungen. Von Sprachreisen und Sprachkursen mit Schwerpunkt Business Englisch bis zu Fernlehrgängen für Spanischanfänger.

Was gute Kurse bieten sollten, wo es Geld für Sprachweiterbildungen gibt und wie Interessierte den richtigen Kurs finden, darüber informiert der kostenlose Leitfaden Weiterbildung Sprachen lernen. Er enthält auch den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, kurz GER. Mit diesem Raster kann jeder sein Sprachniveau im Lesen, Schreiben, Sprechen und Hörverstehen selbst einstufen.

Neuer Trend: E-Learning

Neueste Entwicklung beim Sprachenlernen: der Trend zum E-Learning. Ob Englisch-Lernsoftware für den Computer oder Englisch-Vokabeltrainer, der per App auf dem Smartphone läuft – digitale Medien machen das Lernen flexibler. Welche Möglichkeiten es gibt und worauf Lerner achten sollten, verrät der kostenlose Leitfaden Weiterbildung E-Learning.

Interkulturelles Fingerspitzengefühl gefragt

Eines sollten Sprachenlerner bedenken: Die besten Kenntnisse nützen wenig ohne Fingerspitzengefühl im Umgang mit anderen Kulturen. Wer in einem internationalen Team arbeitet oder oft ins Ausland reist, braucht interkulturelle Kompetenzen. Mehr dazu im Report Andere Länder, andere Geschäftssitten. Zum Glück gibt es auch dafür spezielle Interkulturelle Trainings.

Dieser Artikel ist hilfreich. 670 Nutzer finden das hilfreich.