Ab 1. Januar 2009 gilt in Europa eine neue Ökoverordnung. Sie löst die Urfassung von 1991 ab. Erstmals sind jetzt die Bereiche Meeresalgen, Hefen und Weinbereitung geregelt, bald auch Aquakultur. Das strenge Verbot von gentechnisch veränderten Organismen bleibt erhalten. Ausnahmen davon gibt es nach wie vor für die Herstellung von Tierarzneimitteln, neuerdings auch für die Herstellung bestimmter Zusatzstoffe, etwa für Diätprodukte. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft sieht das als Aufweichung. Weiterer Kritikpunkt: Nun dürfen auch Einzelzutaten eines Lebensmittels als „bio“ gekennzeichnet werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Werbung das ausschlachtet. Auch ein neues EU-Öko-Siegel mit Herkunftsan­gaben ist vorgesehen, das aber erst ab Juli 2010 auf jedes verpackte Bioprodukt gehört.

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