Europäische Osterspezialitäten Meldung

Eine Seltenheit: Katholiken und Protestanten feiern diesmal am selben Sonntag Ostern wie die orthodoxen Christen.

Am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond feiern Katholiken und Protestanten Ostern, gezählt nach dem gregorianischen Kalender. Die griechisch-orthodoxe Kirche rechnet mit dem julianischen Kalender. Das Datum fällt 2010 auch auf den 4. April.

Deutschland: Am wichtigsten ist den Deutschen das Osterfrühstück. Da kommen buntgefärbte Eier auf den Tisch. Das Ei symbolisiert neues Leben. Besonders hübsch wirken Eier in einem Hefekranz. Auch selbstge­backener Biskuitkuchen in Form eines Osterlamms gehört dazu.

Niederlande: Ostern heißt im protestantischen Nachbarland Pasen. Bäcker verkaufen Ostermänner (Paasmannetjes) aus süßem Hefeteig mit eingebackenem ganzen Ei im Arm.

Irland: Am Ostersonntag tragen die Bewohner einiger Orte die landestypische Fastenspeise, den Hering, zu Grabe. Danach gibt es wie in ganz Irland Lauchsuppe und Frühlingslamm.

Italien: Viele der meist katholischen Italiener treffen sich am Ostermontag (Pasquetta) mit ihren Nächsten zum Picknick und essen Torta di Pasquetta, einen pikanten Kuchen mit Eiern und Spinat. Auch beliebt: Paloma di Pasque, die Ostertaube, ein Gugelhupf mit Trockenfrüchten.

Polen: Im katholischen Polen gibt es zum Osterfrühstück traditionelle Speisen, darunter eine Sauerteigsuppe und rote Bete mit Meerrettich.

Griechenland: Nach der Messe in der Osternacht kommt für die griechisch-orthodoxen Christen eine Magiriza auf den Tisch. Diese Suppe enthält Innereien eines Lamms, das dann am Ostersonntag am Spieß gegrillt wird.

Russland: Russen lieben die nach Ostern benannte pyramidenförmige Quarkspeise Pascha mit Nüssen und kandierten Früchten (siehe Foto) sowie den gehaltvollen Hefekuchen Kulitsch. Seine Haubenform symbolisiert den Berg Golgatha.

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