Europa-Hausbeteiligungen Meldung

Riskantes Unterfangen: Scheitert die „Jahrtausend­idee“, mithilfe von ­Robotern und Maschinen 20 Massivhäuser pro Tag zu bauen, verlieren ­Anleger ihr Geld.

Hochriskant erscheint der Kauf einer Unternehmensbeteiligung an der Europahaus Fertigungswerke GmbH & Co. Dorsten KG mit Sitz in Herten.

Die Gesellschaft will mit dem Anlegergeld die Entwicklung „automatisiertes Bauen“ vorantreiben. Maschinen sollen 20 Massivhäuser täglich bauen, die in nur 72 Minuten aufgestellt werden können. Die Preise dafür sollen 50 Prozent unter den üblichen Baupreisen liegen.

Anleger können sich ab 5 000 Euro oder mit Ratenzahlungen ab 100 Euro im Monat für 10 bis 20 Jahre an der Gesellschaft beteiligen. Dabei sind sie als atypisch stille Gesellschafter nicht nur an den Gewinnen, sondern auch an möglichen Verlusten der Gesellschaft beteiligt. Zudem sind die Kosten für die Anlage hoch. So müssen Ratenzahler zunächst 25 Monatsraten als Kontoeröffnungsgebühr zahlen. Dazu kommt laut Prospekt noch eine Gebühr in Höhe von 5 Prozent der Beteiligungssumme.

Die Verbraucherzentrale Berlin warnt Anleger davor, die Beteiligung mit einer kostengüns­tigen Hausbaufinanzierung durch die Firma zu verwechseln.

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