Euromünzen Meldung

Versandhändler bieten über Zeitungsanzeigen oder in Briefwurfsendungen Euromünzen verschiedener Länder an. Sie verkaufen die Münzen gleich im ganzen Satz in edel aussehenden Sammelalben. „Niemand sollte glauben, dass auf diese Münzkollektionen eine großartige Wertsteigerung wartet“, warnt Helmut Kahnt, Chefredakteur der Zeitschrift „Münzen & Papiergeld“.

Es handelt sich vielmehr um prägefrische Euromünzen, die von den Händlern lediglich aus den jeweiligen Euroländern besorgt und nett arrangiert werden. Die Preise für diese Kollektionen sind für Münzexperten oft nicht nachzuvollziehen.

Besonders beliebt sind bei Sammlern die Euromünzen der Kleinstaaten Monaco, San Marino und Vatikanstaat. Für den Münzensatz des Vatikans verlangen Versandhändler in Anzeigen oder auf Teleshopping-Kanälen um die 1 400 Euro, für den San Marinos um die 400 Euro. „Wer die Münzen wieder verkaufen will, erhält etwa die Hälfte dieses Werts. Ob es eine Wertsteigerung gibt, hängt auch davon ab, ob die Nachfrage weiterhin so groß bleibt“, sagt Münzexperte Helmut Kahnt.

Wer im Italienurlaub eine der begehrten Münzen aus San Marino als Wechselgeld in die Finger bekommt, braucht ebenfalls nicht auf eine Wertsteigerung zu hoffen. Die Münzen müssen prägefrisch, dürfen also noch nicht im Umlauf gewesen sein, um in Sammlerkreisen etwas wert zu sein.

Tipp: Sammler können die Geldstücke auf Münzbörsen häufig viel günstiger bekommen als bei beim Teleshopping oder bei den Versandhändlern, die in Fernsehzeitungen werben. Ein Preisvergleich lohnt sich.

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