Euro Meldung

Der Name der Karlsruher Kneipe ist ­Programm: ­Sie schenkt ihren Gästen das Bier zu Vor-Euro-Preisen aus.

Die Deutschen leiden unter dem Teuro. Doch sie haben im Vergleich zu anderen Euro-Ländern noch Glück gehabt.

Restaurantbesuche in Deutschland sind 3,2 Prozent teurer geworden (gemessen am Verbraucherpreisindex „Restaurants und Hotels“ von Eurostat für den Monat Dezember). Auch Dienstleistungen wie Haareschneiden oder Schuhebesohlen sind im Preis gestiegen.

In allen anderen Euro-Ländern mit Ausnahme Österreichs ist ausgehen noch teurer geworden. Am schlimmsten hat es mit einem Plus von 7,1 Prozent die Iren erwischt. Auch in Portugal (6,6), Griechenland (6,5), den Niederlanden (5,9) und Spanien (5,8) ist der Kneipenbummel teurer geworden.

Irland ist auch Spitzenreiter bei der Gesamtinflationsrate: 4,6 Prozent beträgt die Teuerung auf der Insel. In Portugal und Spanien sind es 4,0 Prozent, in Griechenland und den Niederlanden je 3,5 Prozent. In Deutschland dagegen ist das Leben insgesamt nur um 1,1 Prozent teurer geworden. Deshalb empfinden die Deutschen den Teuro in der Kneipe wohl besonders stark.

Ein kleiner Trost: Im Urlaub ist der deutsche Euro oft noch ein bisschen mehr wert. In Griechenland und Portugal zum Beispiel beträgt seine Kaufkraft 1,03 Euro, in Spanien 1,01 Euro.

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