Euro-NCAP-Crashtest Meldung

Renault Modus: Erster Kleinwagen mit fünf Sternen. Doch beim Fußgängerschutz ist er nicht vorbildlich.

In der neuesten Testrunde des Euro-NCAP wurde dem Fußgängerschutz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nicht alle Autohersteller tun hier genug.

Seats Minivan Altea und Citroëns neues Mittelklassemodell C4 wurden für guten Fußgängerschutz mit drei Sternen ausgezeichnet. Dass beide Autos außerdem im Insassenschutz die Bestnote „Fünf Sterne“ schafften, zeigt, dass nicht an anderer Stelle gespart wurde. Enttäuschend dagegen, dass selbst neue Mo­delle aus dem Oberklassesegment weit weniger fußgängerfreundlich gestaltet sind. Sowohl der neue Audi A6 als auch der 5er BMW bringen es gerade mal auf einen Stern in dieser Wertung. Auch nicht besser ist der Nobel-Off-Roader VW Touareg.

Ebenso bewiesen die Kleinwagen Kia Picanto und Renault Modus eine unnachgiebige Frontgestaltung. Dafür ist der Renault Modus der erste Kleinwagen, der die begehrte Fünf-Sterne-Wertung im Insassenschutz erreichte. Ein Zu­satzpunkt für die Gurtan­le­ge­warnung half ihm über die Hürde zu den erfor­der­li­chen 33 Punkten. Installiert ein Hersteller Gurtwarner für beide Vordersitze sowie die Fondpassagiere, bringt das immerhin wertvolle drei Punkte. Auch weitere Modelle schafften die Bestnote aufgrund der Gurtwarner, zum Beispiel der Audi A6, Seat Altea und VW Touareg. Allein der 5er BMW blieb trotz seiner zwei Gurtwarner deutlich im Vier-Sterne-Bereich.

Dabei schneiden schon kleinere Autos immer häufiger mit der Topnote ab. Nur der koreanische Kleinwagen Kia Picanto lag mit mageren drei Sternen deutlich unter dem Durchschnitt der modernen Konkurrenten.

Sehr ordentlich war das Ergebnis in der Bewertung der Kindersicherheit, wo immer häufiger Isofix-Kindersitze zum Einsatz kommen.

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