Nein, der Sparstrumpf ist nicht out. Ein Drittel des gesamten Bargelds haben die Deutschen zu Hause gehortet. Sprich: Es liegt als Münzen in alten Asbach-Flaschen, verwaisten Sparschweinen oder als Scheinbündel unter Matratzen.

Das muss sich schnellstens ändern, meint die Deutsche Bundesbank und hat deshalb eine Rückholaktion ins Leben gerufen nach dem Motto: Sparer, bringt euer Bargeld zur Bank! Vom 4. bis 27. Mai 2001 sollen sie den größten Teil der ungefähr 6 bis 10 Milliarden gehorteten Münzen einzahlen. Sie sind nach Bundesbankschätzung 3 bis 4 Milliarden Mark wert.

Die Bundesbank freut sich über jedes Gramm Metall, das sie vor der arbeitsintensiven Umtauschphase im Januar und Februar 2002 einschmelzen darf. Insgesamt sind Münzen mit einem Gewicht von 100.000 Tonnen unterwegs.

Was die Scheine betrifft, die "in Deutschland nicht aktiv im Zahlungsverkehr verwendet werden" erwartet die Deutsche Bundesbank von der Aktion weniger Erfolg. "Die Sammelmotive bei Scheinen und Münzen kann man nicht unbedingt vergleichen", umschreibt sie charmant das Problem Schwarzgeld.

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