Mit üblen Vertriebsmethoden werben die Vermittler der Euro-Gruppe in Würzburg Anleger für riskante Immobilienbeteiligungen an der Goj-AG, Ibeka-AG, Lenz AG und Schober AG.

Anleger, die einen langjährigen Ratenvertrag abschließen wollen, müssen den für die Beteiligung fälligen Aufschlag von 8 Prozent der Gesamtanlagesumme sofort zahlen. Können sie das nicht, lassen sich die Vermittler einen "Vertrag über die treuhänderische Kündigung diverser Verträge" unterschreiben. Rechtsanwälte wie der Nürnberger Rechtsanwalt Peter Hofbeck oder der Würzburger Anwalt Siegfried Kotschenreuther kündigen dann Versicherungs- und Bausparverträge der Anleger, um an das Geld zu kommen.

In Finanztest vorliegenden Fällen wurden einem jungen Familienvater die Lebensversicherungen gekündigt sowie Russlanddeutschen ihr Bausparvertrag. Alle Anleger wussten nicht, dass ihnen die vorzeitigen Kündigungen hohe finanzielle Verluste bescherten. Die Rückkaufswerte der Policen wurden dann in die zweifelhaften Beteiligungsverträge der Euro-Gruppe eingezahlt. Betroffene Anleger sollten sich recht.

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