Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt gegen die Verantwortlichen der Euro-Gruppe aus Würzburg wegen des Verdachts unlauterer strafbarer Werbung, des Betrugs und der Untreue beim Vertrieb von Beteiligungsverträgen. Das teilte Oberstaatsanwalt Dieter Bauer auf Nachfrage mit.

Wie berichtet, bietet die Euro-Gruppe riskante atypisch stille Beteiligungsverträge an der Goj Immobilienhandel AG, der Schober Immobilenhandel AG, der Ibeka Immobilienhandel Beteiligung AG und der Lenz Immobilien Handel AG. Vermittelt werden die angeblich lukrativ verzinsten Verträge unter anderem über die Vermittlungsfirma AVB in Gerbrunn.

Die Vermittler wenden beim Abschluss der Beteiligungsangebote höchst dubiose Methoden an. Wie mehrfach berichtet, lassen sie sich von Kunden Vollmachten unterschreiben, mit denen sie sämtliche Versicherungsverträge ihrer Opfer kündigen können. Die Rückkaufswerte dieser Versicherungen fließen dann in den Beteiligungsvertrag.

Die Beteiligungen selbst sind als Blind-Pool konstruiert. Das heißt, zum Zeitpunkt der Einzahlung des Geldes ist nicht klar, in was das Unternehmen überhaupt investieren will. Für mögliche Verluste des Unternehmens müssen Anleger mit ihrer Einlage einstehen.

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