Euro-Gruppe Meldung

Der Bundestagsabgeordnete Rudolf Kraus trat von seinen Aufsichtsratsposten bei fünf Firmen der Euro-Gruppe zurück.

Der Bundestagsabgeordnete Rudolf Kraus (CSU) ist von seinen Aufsichtsratsposten bei mehreren Firmen der Euro-Gruppe in Würzburg zurückgetreten. Kraus erklärte, er habe erst jetzt erfahren, dass die Euro-Gruppe wegen ihrer riskanten Beteiligungsangebote und ihrer üblen Geschäftsmethoden auf der Finanztest-Warnliste steht.

Kraus, der erst vor knapp einem Jahr Aufsichtsratsvorsitzender der Euro-Gesellschaften Goj, Ibeka, Knothe, Lenz und Pierenz wurde, räumte ein, einen Fehler gemacht zu haben. Er habe nicht kritisch genug nachgefragt. „Das ist für einen Aufsichtsrat zu wenig.“

Dass die Euro-Gruppe von seinem Namen profitiert habe, bestritt er. Auf die Frage, warum er trotz solider Absicherung als Abgeordneter solche Posten annehme, sagte er, dass es ihn gereizt habe, sich wirtschaftlich zu betätigen.

Finanztest warnt seit Jahren vor Beteiligungen an Firmen der Euro-Gruppe. Sie eignen sich wegen ihrer Risiken und hohen Kosten nicht zur Altersvorsorge. Dennoch überredeten Berater Anleger zur Kündigung ihrer ­Lebensversicherung, um das ­daraus zurückfließende Geld in Beteiligungen zu investieren.

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