Euro-Gruppe Meldung

In Würzburg residierten die Euro-Gruppe und ihr Vertriebschef Franz Klaffenböck bis zu ihrem Untergang.

Das Landgericht München I hat Franz Klaffenböck wegen sittenwidriger Schädigung von Anlegern der Euro-Gruppe in Würzburg zu Schadenersatz verurteilt. Er muss einem Ehepaar rund 26 000 Euro ersetzen, die es in die zur Gruppe gehörende Ibeka AG eingezahlt hat (Az. 12 O 5224/07, nicht rechtskräftig).

Das Paar hatte den gerichtsbekannten Anlagehai Klaffenböck verklagt, weil er als maßgeblicher Hintermann für die Pleite der Ibeka und ihres Finanzvertriebs, der AVB GmbH, verantwortlich sei. Das Gericht setzte jedoch an anderer Stelle an. Es verurteilte Klaffenböck wegen seiner Stellung als Vertriebsleiter. Als solcher hätte er die Berater schulen müssen, über die Verlustrisiken der Unternehmensbeteiligung aufzuklären. Das tat er jedoch nicht. „Meinen Mandanten wurde die Beteiligung von einer Beraterin als sichere Altersvorsorge verkauft“, erklärt Rechtsanwalt Udo Ostermann aus Bamberg.

„Besonders verwerflich“ sei Klaffenböcks Verhalten, weil die Anlage an Kleinanleger vermittelt wurde, heißt es im Urteil. Die Euro-Gruppe schädigte etwa 40 000 Anleger.

  • Die Euro-Gruppe steht seit 1998 auf der Warnliste.

Dieser Artikel ist hilfreich. 360 Nutzer finden das hilfreich.