Die Mehrheit der 40 000 Anleger der Euro-Gruppe in Würzburg erhält nur 11 Prozent des Geldes zurück, das sie in die pleitegegangenen Gesellschaften der Euro-Gruppe investiert hat. Nur einige wenige Anleger, die erfolgreich Schadenersatz durchsetzen konnten, bekommen knapp 60 Prozent ihrer Einlage zurück. Das teilte Bruno Fraas, Insolvenzverwalter der Ibeka-AG mit.

Die Auszahlungen verzögern sich, weil mehrere Kleinanleger Beschwerde gegen den Insolvenzplan eingelegt haben. Sie sind mit der niedrigen Rückzahlung nicht einverstanden.

Finanztest warnte seit dem Jahr 1998 vor den dubiosen Immobiliengeschäften der Euro-Gruppe, die Anlegern Beteiligungen an den Firmen Ibeka, Goj, Lenz, Schober, Schuster-Schreiber, Knothe, Pierenz, Bialek und weiteren Folgegesellschaften andrehte. Zins- und Werbeversprechen waren äußerst unseriös.

Zudem irritierten die zahllosen Firmengründungen. Ende 2005 brachen die Firmen dann zusammen.

Die Firmen der Euro-Gruppe stehen seit langem auf der Finanztest-Warnliste.

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